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Silentium PC Grandis 2: Preiswerter Doppelturmkühler im Test
11.10.2019 von Simon Sternbauer





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Im Detail

Die Basis-Konstruktion hält sich an die klassische Bauweise eines Tower-Kühlers, wenngleich wir es hier schon mit zwei separaten Türmen zu tun haben. Die Hitze wird von einer Bodenplatte über Heatpipes in den Kühlturm, beziehungsweise in dessen Lamellen geleitet, um dort von parallel zum Mainboard strömender Luft abtransportiert zu werden. Letztendlich wird durch die Anordnung ein Weitertransport der anfallenden Abwärme direkt zu einem Hecklüfter begünstigt. Für SilentiumPC ist eine hohe Kühlleistung zum kleinen Preis bei moderater Lautstärke das auserkorene Ziel, weshalb es auch zum offensichtlichen Lüfter- und Materialeinsatz kommt.


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Während die Höhe mit 159 Millimetern noch im Rahmen des Üblichen liegt und damit der Kühler auch kompatibel zu den meisten Mini- und Midi-Towern ist, könnten die 140 Millimeter Breite auf einigen Mainboards mit Grafikkarten nahe beim Prozessor-Sockel zum Problem werden. Auf der anderen Seite ist dies eine bekannte Limitation von Dual-Towern und der Grandis 2 zählt sogar zu den eher „kompakteren“ Vertretern seiner Zunft. Durch die 130 Millimeter Länge ragt der vordere Lüfter deutlich über die RAM-Bänke hinein, wohingegen das Heck frei bleibt und große Spannungswandler-Kühlkörper und ähnliche Konstruktionen, oftmals schon mit eigenen RGB-Bauteilen, ermöglicht. Generell erinnert unser Testkandidat in voller Bestückung durchaus an einen Würfel, wenn auch nicht perfekt quadratisch und symmetrisch.


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Beim Material setzt SilentiumPC auf eine Kombination von Aluminium für die Lamellen und Kupfer für Heatpipes und Bodenplatte. Auf eine Vernickelung wird hingegen, nicht zuletzt aus Preisgründen, verzichtet. Dafür gibt es, quasi als den krönenden Abschluss, eine schwarze Zierplatte auf beiden Kühltürmen samt farblich passenden Kappen für die Heatpipes. Mittig ist auf der schwarzen Fläche zudem noch je Kühlturm das Herstellerlogo zu sehen. Auch wenn durch die Mischung der verschiedenen Tönungen es zu keinem gänzlich einheitlichen Bild kommt, zeigt sich der Grandis 2 im eingebauten Zustand als zurückhaltend und schlicht, da die herausstechenden Aspekte des Kupfers nicht zur Geltung kommen können.


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Zum Abtransport der Wärme steht eine großzügig dimensionierte, kupferne Bodenplatte zur Verfügung. Jede der sechs, ebenfalls kupfernen, Heatpipes verläuft dicht neben ihrem Nachbarn quer hindurch. Eine Dreiergruppe mündet, bei untereinander gleichen Abständen, im linken Teil des Kühlturmes, ihr Pendant gespiegelt gegenüber. Mittig verläuft damit keines der Wärmerohre, allerdings ist mit sechs Stück definitiv schon ein knackiger Materialeinsatz vorhanden und die Hitze kann sich natürlich auch noch in den Lamellen ausbreiten. Die für die Montage benötigte Haltebrücke ist von Haus aus bereits vormontiert und sitzt parallel zu den Längsseiten der Lamellen. Die Fixierung dieses Bauteiles erfolgt über eine Schraube, daher ist das Entfernen, aus welchem Grund es auch notwendig sein mag, sehr einfach möglich. Ein nettes Detail am Rande: Auf der untersten Lamelle ist je Turm noch das Herstellerlogo eingraviert worden.


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Bei den Lüftern kommt eine Mischung aus 120 und 140 Millimeter Modellen zum Einsatz. Für die Front, oder bei Bedarf auch alternativ der Rückseite des Kühlers, ist das kleinere Modell vorgesehen, in der Mitte findet der Größere seinen Platz. Die Montagelöcher sind an beiden Lüftern jedoch im 120er Format gehalten, daher ist ein Austausch durch ein Pendant mit dem gleichen Impeller-Durchmesser im Falle des großen Exemplars nicht ganz so einfach, wie man denken möchte. Technisch basieren beide auf dem, von SilentiumPC sehr gerne benutzen, hydraulischen Lager, kurz HBS. Dieses zeichnet sich durch prinzipiell sehr gute technische Eigenschaften wie einen leisen Dauerbetrieb und lange Haltbarkeit aus, beim letzten Punkt macht uns aber die eher geringe garantierte MTBF stutzig. 50.000 Stunden sind zwar nicht wenig, viele Lüfterserien anderer Hersteller weißen aber mindestens das Doppelte bis zum Sechsfachen auf.

Unterschiede gibt es bei den Drehzahlbereichen, wenngleich die vom Hersteller versprochene Basis in beiden Fällen bei 500 Umdrehungen in der Minute liegt. Der 140 Millimeter Lüfter darf bis zu 1000 Rotationen in sechzig Sekunden unternehmen, der kleinere 120er dreht etwas höher auf maximal 1600 Umläufe. Die Ansteuerung ist beide Male über ein PWM-Signal gewährleistet, ein Mischbetrieb wäre sehr kontraproduktiv.


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Zusammengefasst sind wir mit den äußeren Werten zufrieden. Die Verarbeitung ist gut und leistet sich keine ersichtlichen Patzer, scharfen Kanten konnten nicht ausgemacht werden. Der Aufbau des Grandis 2 ist mit den beiden symmetrischen Kühltürmen eher schlicht, aber erscheint uns sehr zweckmäßig und wohlüberlegt. Einzig die versprochene Haltbarkeit der Lüfter enttäuscht uns etwas. Wir sind gespannt, wie gut der Testkandidat bei seiner Montage und unseren Stresstests abschneidet.


Montage

Bei der Montage orientiert sich SilentiumPC grundsätzlich an den heutigen Standards anderer Hersteller, geht in kleinen Detailpunkten aber seinen eigenen Weg, was nicht die beste Lösung ist. Zuerst braucht es das Vorbereiten der Backplate, wo vier Stifte mittels kleiner Plastikschuhe an dem, für den Sockel, korrekten Platz fixiert werden. Danach folgt die Anbringung am Mainboard, dabei steckt man die Backplate rückseitig durch die dafür vorgesehenen Löcher. Von der Vorderseite folgen nun vier Kunststoff-Abstandshalter, die Haltebrücken sowie die dazu passenden Schraubmuttern. Diese halten wir für eine sehr unhandliche Entscheidung, da das Festschrauben sehr unhandlich und nicht mehr zeitgemäß ist. Immerhin wird das passende Werkzeug mitgeliefert. Umso unverständlicher ist zudem, dass andere Produkte des Herstellers auf wesentlich kundenfreundlichere Rändelschrauben setzen, beim Topmodell der Luftkühler aber eine solche umständliche Methode zum Einsatz kommt.


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Nachdem die Haltekonstruktion an Ort und Stelle sitzt, sollte spätestens die Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader verteilt und die Schutzfolie von der Bodenplatte des Kühlers entfernt werden. Ansonsten ist keine ausreichende Kühlung möglich.

Vor dem Festziehen des Kühlkörpers auf der CPU muss der montierte, mittlere Lüfter entfernt werden. Um einen zu hohen Anpressdruck auf den Prozessor vorzubeugen, sind die Schrauben und auch die Haltebrücken so ausgelegt, dass selbst mit größerem Kraftaufwand kein übermäßiges Anziehen möglich ist. Zuletzt kommen noch die Lüfter auf die Heatsink, wobei uns die verwendeten Klammern eher negativ auffallen. Da jene nur an den Rändern der Türme greifen und sich zudem auch noch relativ einfach verbiegen, ist das Anbringen vergleichsweise mühsam. Zuletzt empfehlen wir noch den Einsatz des Y-Adapters für die Verbindung der Lüfter mit der Steuerung am Mainboard. Allerdings sollte man beachten, ob der 120er oder der 140er das Drehzahlsignal ausgeben soll. Der gewünschte Lüfter kommt an den Anschluss, welcher alle vier Pins aufweist, das Pendant logischerweise an den anderen mit nur drei Pins. Hier wird auf eine Weitergabe der Umdrehungszahl verzichtet, um das Mainboard nicht mit zwei verschiedenen Signalen zu füttern. Beachtet werden sollte außerdem, dass der frontal montierte Lüfter weit über die RAM-Bänke hineinragt, in unserem Fall immerhin ganze drei Slots. Arbeitsspeicher-Module mit keinem oder niedrigen Kühlkörper, wir haben gut 40 Millimeter Abstand gemessen, sind dennoch problemlos möglich.


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Insgesamt lässt uns die Montage mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite orientiert man sich an bewährten und erprobten Methoden, auf der anderen Seite gibt es viele kleine Schwachstellen wie die Sechskantmuttern oder Lüfterklammern. Immerhin ist die Anleitung klar verständlich und hilft durch eine passende Bebilderung weiter.




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