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  Silentium PC Stella HP RGB 120 PWM: Bunter Gehäuselüfter im Test
Silentium PC Stella HP RGB 120 PWM: Bunter Gehäuselüfter im Test
01.09.2019 von Simon Sternbauer





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Technische Daten

 SilentiumPC Stella HP RGB 120 PWM
Abmessungen (L x B x H):120 x 120 x 25 mm
Anschluss:4-Pin
Kabel:Beide Kabel 55 cm, Sleeve
Spannung:12 V, Regelung über PWM-Signal
Stromstärke:
0.3 Ampere Lüfter
0.12 Ampere LEDs
Leistungsaufnahme:
max. 3,6 W Lüfter
max. 1,44 W LEDs
Drehzahl:800 - 2300 U/min
Förderleistung:bis 66,3 m³/h
Geräuschentwicklung:keine spezifische Angabe
Lüfterblätter:9
Lager:HBS - Hydraulischsches Lager
Lebensdauer (MTBF):Mindestens 50.000 Stunden
Besonderheiten:

RGB-Beleuchtung, Adapter für RGB-Schnittstelle
Male und Female Anschlüsse an den Kabeln

Preis:ca. 12 Euro
Preisvergleich:
Geizhals Deutschland


Verpackung/Lieferumfang

Auf Experimente lässt sich SilentiumPC bei der Verpackung nicht ein. Die kompakte, in Weiß, Türkis und Schwarz gehaltene Kartonage reicht allerdings auch völlig aus. So gibt es auf der Vorderseite ein großes Bild des Lüfters mit einfarbiger Beleuchtung. Links stehen Produktname, ein Hinweis auf die RGB-Fähigkeit sowie den Einsatzzweck als Gehäuselüfter. In türkisen Streifen rechterhand befindet sich die letzte Anmerkung erneut, dazu kommt ein Herstellerlogo sowie eine kleine, stilisierte Abbildung in Form eines minimalistisch dargestellten Lüfters. Rückseitig folgt eine übersichtliche Liste in englischer Sprache über die Features und Vorzüge, während daneben, zusätzlich noch in Polnisch, eine Tabelle mit den technischen Daten auf den Käufer wartet. Jene gestaltet sich übersichtlich und deckt die meisten Fragen ab. Schön ist die Aufschlüsselung, wie viel Leistung der eigentliche Lüfter sowie die LEDs benötigen.


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Es liegen vier Schrauben und ein Adapter auf eine proprietäre RGB-Schnittstelle im Lieferumfang bei, mehr allerdings auch nicht. Wer auf Entkoppler, Kabeladapter oder ähnliches gehofft hat, geht leer aus. Bei einem Preis von zwölf Euro ist dieser Punkt allerdings verschmerzbar. Wie später noch genauer erläutert wird, besitzt jedoch bereits das Anschlusskabel die Möglichkeit, weitere Lüfter und RGB-Komponenten direkt zusammenzuschalten, womit zumindest der Verzicht auf Y-Adapter sehr verständlich bleibt.


Details

Die Farbgebung des Lüfters ist recht schlicht. An den schwarzen, rund um die Ecken offenen Rahmen schmiegt sich ein milchig wirkender Impeller auf der Innenseite. Die Materialwahl stellt sicherlich keinen Zufall dar, denn über die lichtleitenden Rotorblätter kommt es zu einer hübschen Verteilung der Farben. Letztere sind ein gutes Stichwort, die dafür zuständigen LEDs sitzen kreisförmig um den Motor herum und strahlen so gesehen aus dem Lüfter-Herzen heraus – es kommt halt doch wiedermal auf die inneren Werte an.

An den Montagelöchern sind gummierte Polster vormontiert und fix mit dem Rahmen verbunden, womit selbst bei Verwendung von Schrauben zumindest eine gewisse Entkopplung stattfindet. Ist der Lüfter an einem Kühlkörper mittels Klammern festgezurrt, kommt es sowohl auf Seiten des Towers als auch an den Haltepunkten zu einer Vibrationshemmung. Die kleinen Pads sind härter ausgeführt, als man auf den ersten Blick annehmen mag, einen positiven Effekt bei der Entgegenwirkung von Vibrationen erhoffen wir uns dennoch, die Idee selbst ist ausgezeichnet. Ein Logo oder ähnliche optische Verzierungen existieren nicht, dafür aber auf einer der vier Außenflächen die obligatorischen, mittels zweier Pfeile realisierten Hinweise auf Drehrichtung des Impellers und die anvisierte Strömung der Luft.


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Für die wichtigste Komponente eines Lüfters, das Lager, kommt ein HBS-Lager zum Einsatz, übersetzt und ausgeschrieben bedeutet diese Abkürzung in etwa „hydraulische Lagerung“. Praktisch handelt es sich um das FDB-Prinzip. Ganz allgemein teilt sich das Lüfterlager in zwei Kategorien auf: Gleit- und Kugellager. Letztere Version kennen viele Leser sicherlich aus dem Bereich der Automobile oder der Antriebstechnik, diese gelten auch im IT-Sektor als besonders langlebig und hochwertig. Jedoch haben sie, durch den über das Rollen entstehenden mechanischen Kontakt der Kugeln, auch eine gewisse Geräuschentwicklung, welche nicht jedem gefällt. Das wird durch den Einsatz der Gleitlager verhindert. Hier reduziert ein Schmiermittel den Kontakt auf ein Minimum, was zumindest zu Beginn für ein sehr leises Betriebsgeräusch sorgt. Leider wird dieses Gleitmittel über die Zeit hin durch Austritt reduziert und das Lager zusätzlich etwas zugestaubt. Der Lüfter beginnt unruhig zu laufen, gibt störende Geräusche von sich oder stellt gar die Arbeit komplett ein. Um diesen Effekt möglichst lange zu verhindern, sind die Hersteller dazu übergegangen, diese Mittel spezieller als üblich zu kapseln. Damit wird dem Verlust vorgebeugt und kombiniert so ein geringes Betriebsgeräusch mit einer hohen Lebenserwartung des Lagers. Diese Kombination nennt sich, wie bereits vorhergehend erwähnt, Fluid Dynamic Bearing und ist in unseren Augen eine ausgezeichnete Wahl. Stutzig gemacht hat uns jedoch die geringe MTBF, also die mittlere Zeit zum Ausfall, von 50.000 Stunden. Klar, das ist jetzt nicht wenig, jedoch sind vor allem Ein-/Ausschaltvorgänge und die höheren Temperaturen im PC selbst nicht gerade vorteilhaft für die Lebensdauer. Zudem geben andere Hersteller vergleichbaren FDB-Lager MTBFs von 150.000 bis 300.000 Stunden, also ein Drei- bis Sechsfaches an. Setzt man den SilentiumPC Stella HP bei der Kühlung wichtiger Komponenten ein, ist ein gutes Auge auf schleichende Leistungsverluste und Geräuschentwicklung ratsamer als bei Konkurrenzmodellen. Es sei jedoch auch zu erwähnen, dass diese Angabe auf das gesamte Produkt zu sehen ist, also inklusive der RGB-LEDs. Diese Komponenten neigen in den meisten Fällen zu einem früheren Ausfall als das Lüferlager. Getrennten Werte für Beleuchtung und Lager wären hierbei eine gute Alternative gewesen, allerdings werden entsprechende Lüfter auch hauptsächlich wegen der Effekt-Spielereien gekauft und auch vor allem dann ausgetauscht, wenn es hier zu Problemen kommt. Zudem weisen weitere Produkte von SilentiumPC, ohne Beleuchtung, eine lange / kurze Lager-MTBF auf, womit es bei den getroffenen Angaben nicht ausschließlich an den LEDs liegen muss.

Der Lüfter besitzt zwei nicht gesleevte, schwarze Kabel, je einmal für die Lüfterregelung sowie zur Ansteuerung der bunten LEDs. Bei beiden Verbindungen haben wir zirka 55 Zentimeter zum ersten Anschluss, jeweils als Female-Variante ausgeführt, gemessen. Der zweite Konnektor, als Funktion zum Anschluss eines weiteren Gerätes und damit der Weiterleitung der Signale, fügt noch einmal zirka fünf Zentimeter hinzu. Die Gesamtlänge ist in unseren Augen recht gut dimensioniert und dürfte für die meisten Midi-Gehäuse ausreichen. Drehzahlmäßig spezifiziert ist unser Testkandidat im Bereich von 800 bis 2300 U/Min, angesteuert wird über ein PWM-Signal und dem 4-Pin Stecker. RGB-Daten empfängt unser Testkandidat über einen weiteren 4-Pin-Konnektor. Wichtig ist, dass beim Kauf die korrekte Anschlussversion für die vorhandene Steuerung ausgewählt wurde, denn Stecker sind zueinander nicht kompatibel. Den Stella HP 120 gibt es zudem auch in einer ARGB-Variante mit adressierbaren LEDs, leider standen uns diese zum Testzeitpunk für einen Vergleich nicht zur Verfügung.


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Zusammengefasst weiß das äußere Erscheinungsbild zu gefallen, nicht zuletzt die Kombination aus schwarzem Rahmen und milchiger Impeller-Region ist einzigartig sowie optisch sehr gut gelungen. Während das Lüfterlager prinzipiell einen recht guten Eindruck macht, trübt die niedrige MTBF diesen allerdings. Dafür macht das Kabel verlorenen Boden wieder gut, die Länge erscheint großzügig gewählt.


Beleuchtung

Einen der Hauptgründe für den Kauf eines Stella HP 120 stellt sicherlich die RGB-Komponente für die optische Individualisierung des eigenen Rechners dar. Zu beachten gibt es jedoch, dass beiden Versionen des Stella HP 120 (RGB & aRGB) kein zusätzlicher Controller beiliegt, es also die entsprechenden Anschlüsse am Mainboard oder einem anderen Gerät benötigt, um mit den Farbspielen zu beginnen. In unserem Fall hat der Redakteur den RGB-Anschluss seines privaten Systems benutzt, um die verschiedenen Farben auf die Rotorblätter zu zaubern.


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Besonders positiv fällt der Lüfter mit kräftigen, relativ detailgetreuen und guten Farben auf. Die Leuchtkraft beeindruckt und abgesehen vom sehr blau-betonten Weiß, welches generell als Achillesferse der meisten bunten Lüfter gilt, sind die verschiedenen Tönungen im Lichtspektrum sehr gut getroffen. Gut gefällt uns vor allem das sehr angenehme Gelb, Grün und Türkis/Cyan sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Insgesamt hat SilentiumPC bei der RGB-Version hier wirklich gute Arbeit geleistet.




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