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  Seasonic Focus SGX - Kleines Netzteil ganz groß
Seasonic Focus SGX - Kleines Netzteil ganz groß
12.08.2019 von M.Plattner





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Äußeres, Lieferumfang und Kabelausstattung

Das Äußere des erstaunlich kompakten Kartons, der sich in alle Richtungen ausbeult, lässt bereits den großen Lieferumfang erahnen. Was zwar optisch etwas eigenartig aussieht, kann man aber schwerlich als Mangel bezeichnen, wenn man ins Innere schaut. Trotz geringer Maße ist die Umverpackung stabil und der gesamte Lieferumfang wird hervorragend gegen mögliche Transportschäden geschützt.

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Das Netzteil wurde neben dem schwarzem Schaumgummi auch in einen Stoffbeutel mit dem Hersteller-Logo eingepackt, während alle Kabel in einem zweiten, passend designten Beutel stecken. Wie auch schon beim Focus finden wir es aus Umwelt-Gründen schade, dass die so geschützten Kabel noch zusätzlich in Kunststofffolien eingeschweißt wurden. Während wir die Mühe zu schätzen wissen, hätte unserer Meinung nach auf diese zweite Schutz-Schicht verzichtet werden können. Sehr interessant ist der „Überbrückungs-Stecker“, in den man das 24-Pin Kabel stecken kann, um das Netzteil auch ohne PC zu starten. Dies ist zur Fehlersuche oder um Wasserkühlungen auf Dichtigkeit zu überprüfen, während keine Spannung auf der Hardware ist, sehr nützlich.

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Unter dem Netzteil verstecken sich dann noch die ATX-Adapter-Blende, drei schicke Stoff-Kabelbinder, acht herkömmliche Kabelbinder sowie neun Montageschrauben (vier für das Netzteil, vier für die Blende, eine wohl als Reserve). Das Handbuch informiert in unzähligen Sprachen kurz über Sicherheitshinweise, mögliche Problemlösungen im Fehlerfall sowie Garantiebedingungen.

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Das Netzteil unterscheidet sich optisch – vermutlich dem Formfaktor geschuldet – recht deutlich vom großen Bruder. Der Lüftergrill aus gebogenem Stahldraht wurde durch platzsparende Ausstanzungen im Blech ersetzt und die eingeprägten Zierelemente auf den Seiten fehlen. Jeder Millimeter wurde optimiert. Das Netzteil präsentiert sich allgemein etwas schlichter und einfacher als das ATX Modell, aber optisch mindestens ebenso hochwertig. Geblieben ist das Logo in der Mitte des Lüftergitters, wie auch der Aufkleber mit Spezifikationen und eingehaltenen Normen auf der gegenüberliegenden Wand des Gehäuses. Auch das aufgedruckte „Seasonic“ sowie „Focus Gold“ Logo auf den beiden Seiten ist geblieben (mit dem kleinen Unterschied, dass hier das „+“ fehlt, denn es ist kein „Focus Plus“). Ebenso ähnlich ist die Gestaltung rund um die modularen Buchsen. Seasonic beschriftet vorbildlicher Weise alle Buchsen, was so manchen Blick ins Handbuch ersparen kann, macht das aber in einem sehr zurückhaltenden Gold-Ton, der die Optik nicht stört. Sehr erfreut waren wir, dass trotz der kompakten Maße noch ein (wenn auch nur einpolig trennender) Netzschalter neben der Kaltgerätebuchse verbaut wurde.

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Beim Focus Plus haben wir die äußere Verarbeitung gelobt, hier können wir das nicht nur wiederholen, sondern sogar steigern. Dieses Netzteil ist haptisch eines der besten Geräte, die wir bisher in der Hand gehalten haben. Das äußerst stabile Gehäuse ist mit einem angenehmen, robusten und gut gegen Fingerabdrücke schützenden schwarzen Lack versehen. Alle Stilelemente außer dem Lüfterlogo sind lackiert und nicht nur geklebt. Als kleines optisches Highlight weist das Netzteil Innensechskant Schrauben an dem Lüfter auf (wir würden uns generell mehr Innensechskant oder Torx wünschen!) und hat die Kontakte der modularen Buchsen ebenso vergoldet wie die Steckverbinder der Kabel. Nun ist dieser Punkt natürlich nicht relevant für den Betrieb, denn ein Netzteil aus dünnwandigem Metall funktioniert ebenso gut und auch normale Steckverbinder arbeiten problemlos. Aber es sind solche Details, an denen man sieht, dass sich der Hersteller Mühe gegeben hat und ein ansprechendes Gesamtpaket abliefern will. Man muss aber auch erwähnen, dass dieses Netzteil preislich deutlich höher liegt als unsere letzten beiden Testkandidaten. Daher muss es im Gegensatz zu den Budget-Modellen natürlich auch mit solchen Details überzeugen können.

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Alle Kabel sind als Flachbandkabel ausgeführt. Diese haben Vorteile und Nachteile gegenüber „Kabelbündeln“, weshalb wir es unbewertet stehen lassen. Sauber verlegt sind Flachbandkabel deutlich unauffälliger und blockieren den Airflow weniger als dicke Bündel, dafür sind letztere meist einfacher zu verlegen und allgemein flexibler. Dass wir es hier aber nicht mehr mit einer uneinheitlichen Kombination aus Bündeln und Flachbandkabeln zu tun haben, möchten wir aber positiv hervorheben. Alle Kabel sind hochwertig verarbeitet und die Stecker lassen sich einfach ein- und ausstecken, sitzen aber bombenfest. Als Highlight wurden, wie bereits erwähnt, alle modularen Kontakte vergoldet. Dies verhindert Korrosion an den Kontaktstellen, welche dann zu Übergangswiderständen führen könnte, wobei das in einem PC generell sehr selten ein Problem darstellt. Sie sind, wie für Flachbandkabel üblich, etwas steif, aber lassen sich dennoch gut in Position biegen und halten diese dann auch. Zusammen mit den beigelegten Kabelbindern steht zurückhaltendem und aufgeräumten Kabelmanagement nichts mehr im Wege.


Die Kabel sind allesamt grob 15 bis 20 Zentimeter kürzer als bei ATX Geräten, was angesichts des vorgesehenen Small-Form-Factor Einsatzes auch naheliegend ist. Die Verwendung in einem Midi/Maxi Tower würden wir daher nicht empfehlen, außer der Einsatz von Verlängerungen ist vorgesehen.





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