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  Thermal Grizzly Carbonaut im Test
Thermal Grizzly Carbonaut im Test
17.08.2019 von Johannes Wehner





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Auswertung und Auffälligkeiten

Nach der vorherigen Materialbetrachtung, mehrmaligen Montagen und Temperaturmessungen, möchten wir hier auf die Ergebnisse und Auffälligkeiten des Carbonauts eingehen.

Interessant war, dass wir nach dem Entfernen des Pads einen „Film“ auf den Flächen ausmachen konnten, ähnlich eines leichten Fettflecks, der sich mit einem trockenen Tuch nicht ganz rückstandsfrei wegreiben lies. Dies würde sich mit unserer Vermutung decken, dass das Polymer ein Siloxan sein könnte. Schädlich ist dieser Rückstand aber nicht und er ließ sich mit etwas Isopropanol problemlos und schnell entfernen.

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Beim früheren Test des IC Graphit-Pads gab es die Auffälligkeit, dass dieses bei Kühlern, die nur aus Aluminium bestanden, leichte Defizite bei den Temperaturen aufwies. Gegenüber der Wärmeleitpaste waren hier die Messwerte weiter auseinander als es bei Vergleichsmessungen von Kühlern mit Kupferelementen der Fall war. Auch wenn es sich in diesem Fall nur um unbedeutend wenige Grad handelte, war es auffällig. Dieses Phänomen hatten wir beim Carbonaut in keinem Fall, womit die Wärmeleitfähigkeit ebenso bei reinen Alu-Körpern ungehindert und zuverlässig funktionierte.

Beim Thema der Wiederverwendbarkeit gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Grundlegend zeigte sich das Carbonaut überraschend robust und machte einige Montagen und Demontagen problemlos mit. Dennoch sollte man unter „wiederverwendbar“ nicht „unendlich oft“ verstehen. Auch ein elastisches Polymer hat seine Grenzen, wenn es mehrfach stark gepresst wird, besonders, wenn die Flächen nicht plan und parallel zueinander sind. Nach manchen Demontagen hing das Pad gelegentlich stellenweise an der Kühlfläche fest. Um es dann zu lösen, haben wir vorsichtig ein Stück Papier darunter geschoben. Wenn die Kühlfläche und das Polymer komplett abgekühlt waren, ging das Ablösen leichter. Zudem schien die Gefahr, dass das Material reißen könnte, dann auch geringer zu sein.

Die Oberflächenbeschaffenheit des Kühlkörpers spielt bei der Haltbarkeit und Langlebigkeit gleichfalls eine Rolle. Während sich das Material bei geschlossenen Flächen einfach nur platt drückt, kann es sich bei starken Profilen und hohem Anpressdruck auch weiter in große Hohlräume quetschen oder von Kanten abgeschert bzw. überpresst werden. Im Fall des SilverStone Argon AR11 hatten wir eine solche Situation, wobei sich das Pad in die scharfen Rillen drückte. Die Kühlfunktion war hier zu jederzeit einwandfrei gegeben, allerdings hatte sich das Material so fest in die Konturen gepresst, dass es beim Entfernen gerissen ist.

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Solch eine Kühlflächenbeschaffenheit ist aber in der Regel eine Ausnahme, da kaum ein Kühlermodell so stark strukturiert ist wie dieses Modell. Bei regulären Oberflächen, unter anderem auch in Aluminium eingelassene Heatpipes wie beim Xilence I404T, gab es bei uns weder Einpressungen noch sonstige Probleme. Zusammenfassend kann man also sagen, dass eine mehrfache Nutzung mit Vorsicht möglich ist, nicht aber, wenn man andauernd den Kühlkörper montiert und wieder demontiert.

Egal ob das Graphit-Pad von Innovation Cooling oder das Carbonaut-Pad von Thermal Grizzly, beide Pads funktionieren fast gleich gut, haben aber ihre Eigenheiten. Das Carbonaut punktet mehr bei der Montage, da es nicht so leicht verrutscht wie das Graphit-Pad. Ebenso ist die Wärmeleitfähigkeit bei reinen Alu-Kühlern etwas besser. Das Graphit-Pad hingegen ist bei mehrfacher Nutzung etwas robuster als das Carbonaut. Auch die Haftung an der Kühlfläche kam hier nicht vor.





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