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  Thermal Grizzly Carbonaut im Test
Thermal Grizzly Carbonaut im Test
17.08.2019 von Johannes Wehner





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Im Detail

Thermal Grizzly möchte möglichst viele relevante Bereiche abdecken und bietet das Carbonaut gleich in fünf verschiedenen, praktischen Schnittgrößen an:

  • 32 x 32 mm - Intel Desktop CPUs (115x) e.g 6700K, 7700K, 9900K
  • 38 x 38 mm - Intel 20xx HEDT CPUs and AMD Desktop CPUs. e.g. 7900X, 7980XE, 2400G, 2700X, 1800X, 6950X
  • 51 x 68 mm - AMD Threadripper CPUs e.g. 1950X, 1920X, 2990WX
  • 25 x 25 mm - Nvidia GPUs (RTX 2080)
  • 31 x 25 mm - Nvidia GPUs (RTX 2080 Ti)

Die äußerliche Verpackung ist recht einfach gehalten und besteht aus einer schwarzen, sehr robusten Tüte. Auf dieser steht in weißer und roter Schrift groß der Produkt- und Herstellername sowie in neun Sprachen, dass es sich um ein Carbon-Wärmeleitpad handelt. Auf der Rückseite werden, ebenfalls in neun Sprachen, die besonderen Eigenschaften des Pads hervorgehoben:

  • Maximale Wärmeleitfähigkeit
  • Konstant hohe Leistung
  • Wiederverwendbar
  • Trocknet nicht aus
  • Flexibel und einfach in der Anwendung
  • Eine Wärmeleitfähigkeit von 62,5 W/m*K
  • Einsatztemperatur von -250°C bis +150°C

Erwähnenswert ist hier auch der explizite Hinweis, dass das Produkt elektrisch leitfähig ist und man die Anleitung beachten soll.

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Zum Öffnen wird an der Oberkante einfach ein Streifen in Höhe der kleinen Einkerbungen quer abgeschnitten. Darunter befindet sich ein Druckverschluss, mit dessen Hilfe man die Tüte jederzeit wieder fest verschließen kann. Dies ist praktisch, da das Produkt ja wiederverwendbar ist und man dadurch eine sichere Verpackung hat. Im Inneren liegt die Anleitung, eine Zertifikationskarte und natürlich das Carbonaut-Pad, welches in einer festen, sehr stabilen Verpackung aus Pappe sicher verwahrt ist. Die Anleitung ist mehrsprachig und mit wenigen Sätzen einfach erklärt, sodass keine offenen Fragen bleiben sollten.

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Aus seiner Hülle geholt sieht das Pad optisch wenig aufsehenerregend aus. Farblich ist es nahezu schwarz mit sehr leichten Grautönen. Der eigentliche Vorteil in der Handhabung ist an sich der Gleiche wie beim Produkt von Innovation Cooling: Das Material schmiert nicht und lässt sich, mit Vorsicht, problemlos mit den Fingern (oder besser mit einer kleinen Pinzette) handhaben. Ebenso besitzt es laut Hersteller die Eigenschaft, dass es entgegen normaler Wärmeleitpaste nicht austrocknen soll. Es müsste also nie erneuert werden und bleibt mit seiner Wärmeleitfähigkeit immer konstant.

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Im Vergleich zum IC Graphit-Pad setzt Thermal Grizzly beim Material auf ein Polymer, welches zu unserer Überraschung hochflexibel und sogar leicht elastisch ist. Beim Umgang wirkt es wie ein sehr dünnes Gummi oder Siloxan (Silikon). Die Materialstärke wird laut Hersteller mit 0,2 Millimetern angeben. Natürlich sollte man so vorsichtig wie möglich mit so einem sensiblen Komponente umgehen, aber es ist robuster als es den Anschein hat. Bei unseren Nahaufnahmen wirkt das Pad optisch sogar eher wie ein sehr feines Textil, welches eine weiche, durchgehend dichte Fläche aufweist.

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Noch weiter ins Detail

Mit Hilfe eines Digital-Mikroskops (Keyence VHC-1000) haben wir uns die Oberfläche mal genauer angesehen. Auch hier zeigt sich eine überraschend dichte Fläche ohne nennenswerte Löcher oder Unebenheiten. Stellen wir die Vergrößerung noch etwas höher ein, kann man im engmaschigen Material sogar schemenhaft die vom Hersteller beworbenen, kleinen Kohlefasern in Stabform sowie weitere Mikropartikel erkennen.

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Da das Material wirklich sehr interessant ist, wollten wir das noch detaillierter betrachten und hatten an einem Mittag die Möglichkeit, das Carbonaut unter einem Rasterelektronenmikroskop (Joel JSM-IT 100) zu untersuchen. Hierbei entstanden sehr beeindruckende Aufnahmen, die wir euch (mit Erlaubnis von Thermal Grizzly) nicht vorenthalten möchten.

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Klar und deutlich sieht man auf alle Fälle die vom Hersteller beschriebenen, stabförmigen Kohlenstofffasern. Bemerkenswert sind hier aber auch die zu erkennenden kugelförmigen Mikropartikel, welche sich teils auf sowie im Polymer befinden und einen großen Teil des Füllstoffes ausmachen. Wir gehen davon aus, dass es sich hier um ein weiteres wärmeleitendes Material handelt, welches die Wärmeaufnahme und -weiterleitung begünstigt und unterstützt. Manche von ihnen sind sogar kleiner als ein Mikrometer (µm). Zum Vergleich: 1 µm sind ein tausendstel Millimeter (0,001 mm). Durch die elastische Eigenschaft und die kleinen Mikropartikel schafft es das Carbonaut, sich im gepressten Zustand mit Leichtigkeit an Unebenheiten anzupassen und kleinste Rillen auszufüllen.





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