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  Noctua NH-U12A: 100 Euro Alleskönner-Kraftpaket im Test
Noctua NH-U12A: 100 Euro Alleskönner-Kraftpaket im Test
26.06.2019 von Simon Sternbauer





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Im Detail

Die Basis-Konstruktion hält sich an die klassische Bauweise eines Tower-Kühlers, daher wird von einer Bodenplatte über Heatpipes die Wärme in den Kühlturm, beziehungsweise in dessen Lamellen, geleitet, um dort von parallel zum Mainboard strömender Luft abtransportiert zu werden. Letztendlich wird durch die Anordnung ein Weitertransport der anfallenden Abwärme direkt zu einem Hecklüfter begünstigt. Für Noctua ist bei kompakten Abmessungen die maximale Kühlleistung bei moderater Lautstärke das oberste Ziel, weshalb es auch zu brachialem Materialeinsatz kommt.


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Trotz den Ambitionen, in der Topliga der Luftkühlung mitzuspielen, gestalten sich die Dimensionen vergleichsweise schlank. Mit 158 Millimeter Höhe passt der NH-U12A auch in viele Mini- und Midi-Tower, lässt gleichzeitig mit 125 Millimetern in der Breite auch noch einen vernünftigen Abstand zum ersten Erweiterungsslot. Das gilt allerdings nur dann, wenn der Mainboardhersteller den Sockel nicht direkt neben den PCIe-Slot gesetzt hat. Das ist meistens auf MiniITX-Platinen der Fall, wobei bei solchen Systemen oftmals generell nicht der Platz für einen größeren Tower-Kühler vorhanden ist. Der benötigte Freiraum für die Dicke ist abhängig von der gewählten Lüfteranzahl, mindestens sollten aber 83 Millimeter einplant werden. Die beidseitiger Bestückung benötigt 108 Millimeter, womit der Aufbau fast quadratische Form annimmt.

Beim Material setzt Noctua grundsätzlich auf Aluminium für die Lamellen und Kupfer für die Heatpipes, versieht den Kühler, wie alle seine Produkte, aber mit einer zusätzlichen Vernickelung. Diese sieht, unserer Meinung nach, nicht nur super aus, sondern verleiht auch einen einheitlichen und wiedererkennbaren Look. Eine Anfälligkeit für Kratzer, wie wir sie bei manchen Kühlern mit beispielsweise schwarzer Beschichtung feststellen mussten, existiert hier nicht. Leider hinterlassen Fingerabdrücke beziehungsweise die fettigen Rückstände der Haut schnell ihre Spuren. Für den einwandfreien optischen Eindruck sollte man den Kühlkörper also entweder vorsichtig anfassen oder nach dem Einbau die entsprechenden Spuren abwischen.


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Um die Wärme auch vernünftig in den Kühlblock zu bekommen, steht eine massive, plane und aus dem Nickel herausgefräste Bodenplatte zur Verfügung. Jede der sieben, ebenfalls vernickelten, Heatpipes verlaufen dort dicht nebeneinander hinein. Das vorderste Exemplar liegt zentral und sehr knapp am Rand innerhalb des Lamellenturmes, die dritte und fünfte Wärmeleitung gehen mittig an die Seite. Nummer zwei und vier verlaufen fast schon zentral gelegen nach oben, die letzten beiden sind im hinteren Bereich des Turmes wiederum im vernünftigen Abstand etwas weiter außen platziert. Jene für die Montage des Kühlers benötigte Brücke ist mittels einer zentral platzierten Schraube bereits vorinstalliert. Sollte, aus welchem Grund auch immer, man jenes Bauteil einmal entfernen müssen, steht dafür eine ovale Öffnung im Kühlturm zur Verfügung. Diese ist exakt auf den beigelegten Schraubendreher ausgelegt und erfüllt ihren Job ausgezeichnet.


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Bei den Lüftern kommt ein Modell in doppelter Ausführung aus dem eigenen Hause zum Einsatz, welches im Handel auf die Bezeichnung NF-A12x25 PWM hört. Jenen durften wir bereits im vergangenen Jahr testen und zeigte dort seine außerordentliche Brillanz in sämtlichen Bereichen. Von dieser Seite aus betrachtet halten wir die Wahl für sehr sinnvoll. Angesteuert wird der Lüfter im 120 Millimeter Format über ein PWM-Signal, die Obergrenze liegt bei 2000 Umdrehungen in der Minute. Zur Geräuschdämpfung sind bereits von Haus aus Gummientkoppler installiert. Noctua wäre natürlich nicht Noctua, hätte man die Farbgebung aus hellem Beige für den Rahmen und Braun für die Impellerblätter weggelassen. Was man nun davon halten mag, sei dahingestellt und fällt unter die Geschmackssache, der Wiedererkennungswert ist allerdings vorhanden und entgegen aller Trend findet sich keine einzige LED für Lichteffekte wieder. Nach unzähligen Tests mit den RGB-Spektakeln ist es auch schön zu sehen, dass die Hersteller auch auf die Käuferschichten mit schlichteren Ansprüchen noch Rücksicht nehmen.


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Mit den äußeren Werten sind wir überaus zufrieden. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet, so etwas wie scharfe Kanten oder Verarbeitungsmängel lassen sich nicht mal im Ansatz finden. Hochwertige Lüfter und die rohen technischen Fakten des Kühlkörpers beeindrucken nachhaltig. Wir bleiben gespannt, wie gut der NU-U12A bei der Montage und in unseren Stresstests abschneidet.



Montage

Sehr erfreuliche Nachrichten gibt es bei der Montage, jene geht außerordentlich zügig und einfach von der Hand. Zuerst wird, in diesem Fall auf einem Intel-System, die Backplate direkt auf die Rückseite durch das Motherboard hindurch gesteckt, da die benötigten Stifte bereits fertig montiert sind. Von der Vorderseite folgen nun vier Kunststoff-Abstandshalter, die Haltebrücken sowie die dazu passenden Rendel-Schrauben. Das einfache Ansetzen und Anziehen gelingen problemlos mit der Hand, für die optimale Verschraubung empfehlen wir aber definitiv das beigelegte Werkzeug zu verwenden, welches generell bei allen dafür vorgesehenen Bauteilen ohne Probleme passt.
An dieser Stelle muss nun spätestens die Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader verteilt werden, da ansonsten keine ausreichende Kühlung garantiert werden kann. Die Schutzabdeckung der Bodenplatte lässt sich außerordentlich leicht entfernen und, sollte der Kühler zurück in den Karton müssen, auch einfach wieder anbringen. Unserer Meinung nach stellt das die bessere Lösung als Klebefolien dar, nicht zuletzt eliminiert man so auch eine Quelle für Rückstände.


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Vor dem Festziehen des Kühlkörpers auf der CPU müssen beide Lüfter entfernt werden. Positiv fallen hier, wie später bei der erneuten Montage, das sehr gut austarierte Verhältnis zwischen Kraftaufwand und Anpressdruck auf. Weder ist eine übermäßige Anstrengung für das Entfernen/Anbringen notwendig, noch hat man das Gefühl, dass der NF-A12x25 einen zu lockeren Sitz hat. Um einem zu hohen Anpressdruck auf die CPU vorzubeugen, integriert Noctua je eine Feder in die Schrauben am Haltebügel. Erneut leistet der mitgelieferte Schraubendreher gute Dienste und lässt bei abwechselndem, beidseitigem Einsatz eine gefahrlose und sehr angenehme Montage zu. Zuletzt kommen noch die Lüfter wieder auf die Heatsink und werden über den Y-Adapter am Board angeschlossen. Bei Bedarf kann auch der Low Noise Adapter in die Verkabelung miteinbezogen werden, jener regelt über einen verbauten Widerstand automatisch die Lüftergeschwindigkeit und damit die Lautstärke nach unten, allerdings natürlich auf Kosten der Performance.


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Insgesamt stellt uns die Montage sehr zufrieden. Neben den zügig zu absolvierenden und einfachen Montageschritten zeigt sich vor allem die Anleitung von ihrer besten Seite. In der Packung liegt sie zwar nur auf Englisch bei, online ist aber jederzeit auch die deutsche Fassung zu finden. Generell sei aber gesagt, dass die Bebilderung selbst wirklich gut gelungen ist und, in Kombination mit dem einfach gehaltenen Text, für eine mühelose Verschraubung des Noctua NH-U12A sorgt. Auch der erste RAM-Slot kann noch problemlos mit hohen Modulen bestückt werden. Jene blockieren dann natürlich ein bisschen den Airflow, wobei hier nicht mit Performanceverlusten zu rechnen ist.




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