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  Cooler Master CM310 - Bunt, günstig, gut
Cooler Master CM310 - Bunt, günstig, gut
09.02.2019 von Simon Sternbauer





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Maus im Detail

Hat man die Maus erst einmal in der Hand, fällt das sehr zurückhaltende Design sowie zugleich auch ein angenehmes, ausgeglichenes Gewicht von 100 Gramm auf. Cooler Master bedient sich beim Material, wenig überraschend, an Kunststoff, verwendet jedoch auch eine Soft-Touch Oberfläche, was der Haptik und Griffigkeit sehr zu Gute kommt. Durch den fast symmetrischen Aufbau, von den beiden Daumenschaltern einmal abgesehen, eignet sich die Maus daher gut für die Bedienung von Rechtshändern als auch, mit eben kleinen Abstrichen, Linkshändern. Spezielle Auflageflächen oder Designentscheidungen, welche eine Hand bevorzugen, wie zum Beispiel verlängerte oder verkürzte Bauteile, finden sich daher nicht auf der CM310.


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Zwischen den beiden großen Hauptschaltern liegen drei weitere Knöpfe, zwei davon in rechteckiger Ausführung, einer rund. Letzterer wechselt durch die Farbmodi hindurch, während die beiden Kollegen die DPI hinauf- und herunterschalten. Gemeinsam hat das Trio, dass sie recht gut zu erreichen sind, wenngleich der hinterste Schalter schon ein gewisses Umgreifen der Hand erfordert. Alle Abtastraten sind fix eingestellt und können selbst nicht verändert werden, dafür spendiert Cooler Master allerdings auch eine gute Anzahl von sieben Möglichkeiten mit den Werten 500, 1000, 2000, 3000, 4000, 5000 und 10000 DPI. Unserer Meinung nach wäre jedoch auch eine zusätzliche Option mit 1500 DPI von Vorteil, da dort eine große Lücke herrscht und sich im Bereich zwischen 1000 und 2000 viele Benutzer zu Hause fühlen.

Seitlich befinden sich auf jeder Seite eine gummierte Auflagefläche für Daumen, respektive Ring- und dem kleinen Finger. Die Größe ist dabei gut gelungen, zudem verleiht diese Ausstattung der Maus zusätzlichen Grip und vergrößert noch einmal den Komfort. Leider verfängt sich darin allerdings auch recht schnell einiges an Staub und vor allem einige alte Hautrückstände, was zwar natürlich ist, aber dennoch zumindest quartalsweise vom Nutzer gereinigt werden sollte.


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Der lange und gezogene Mausrücken ist ein Zugeständnis an jene Benutzer mit großen Händen, zu der auch der Redakteur gehört, da viele Mäuse hier auf eine stark verkürzte oder abrupt endende Ausführung setzen. Die CM310 ist damit für alle drei bekannte Griffstile geeignet, macht jedoch eine besonders gute Figur bei der Verwendung des Palm- oder Fingertip-Grips. Claw ist prinzipiell auch jederzeit möglich, wir sehen hierin jedoch nicht die Hauptzielgruppe.

Sowohl das Cooler Master Logo auf dem Mausrücken, als auch das Scrollrad sowie der Spalt zwischen dem oberen, großen Bauteil und dem eigentlichen Body sind mit einer, im ausgeschalteten Zustand, fast nicht erkennbaren RGB-Beleuchtung versehen. Lediglich das Mausrad gibt mit den milchigen Flächen einen konkreten Hinweis darauf, dass es RGB-Features gibt. Unserer Meinung nach ist diese sehr diskrete Art, eine farbige Beleuchtung unterzubringen, wirklich sehr gut gelungen, wofür der Hersteller eindeutig ein großes Lob verdient.


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Das Scrollrad ist zugleich ein gutes Stichwort. Ausgeführt als drückbare, zweiachsige Version orientiert man sich an gängigen Standards, erweist sich aber auch, dank viel Gefühl seitens des Herstellers, als leicht bedienbar. Grund dafür sind das gute Feedback während der Benutzung und damit zusammenhängend die gelungene Abstimmung zwischen der Leichtgängigkeit und ansprechendem Widerstand.

Mit einer Kabellänge von 1,80 Metern lässt sich die Maus angenehm frei auf einem Schreibtisch benutzen, selbst wenn der PC unterhalb des Tisches steht. Beim Material setzt Cooler Master erneut auf Kunststoff für die Ummantelung und verbaut vor dem USB 2.0 Anschluss noch eine kleine Entstörungsdrossel ein, um eventuellen Unstimmigkeiten bei der Übertragung vorzubeugen. Die Pollingrate ist auf gute 1000 Hertz festgelegt, daher wird jede Millisekunde die aktuelle Position der Maus abgefragt. Ein sehr schönes und kleines Detail ist das verwendete violette Material im Typ A Stecker, welches wir auch in der letzten Zeit bei weiteren Cooler Master Produkten gesehen haben und definitiv Wiedererkennungswert bietet.


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Auf der Unterseite verbaut der Hersteller einmal im vorderen Bereich und einmal am Heck ein großes Gleitpad, welches für die reibungslose Bewegung auf dem Untergrund sorgt. Dazu kommt, mittiger platziert, ein Aufkleber mit Modellname, Seriennummer und diversen Hinweisen. Ganz in der Mitte sitzt natürlich das Herz einer jeden Maus, oder zumindest die dazugehörige Öffnung: Der Sensor. Cooler Master setzt hierbei auf einen Pixart A3325, welcher seinerseits ein neu benannter Pixart 3325 ist. Jener stellt eine vernünftige Wahl im anvisierten Preisbereich von 20 bis 30 Euro dar und wird auch für jenes Segment vermarket. Interessant ist jedoch, dass die maximalen DPI laut Pixart bei 5000 liegen, während Cooler Master das Doppelte für die CM310 verspricht. Wir vermuten deshalb stark, dass hier Interpolation stattfindet. Grob gesagt bedeutet der Ausdruck, dass an dieser Stelle bei einer schnelleren Abtastrate, als der Sensor entsprechende Werte liefern kann, vom Controller geschätzt werden muss, wo sich die Maus aktuell befindet. Das hört sich allerdings auch etwas kritischer an, als es tatsächlich ist. Durch die sehr hohe Abfragerate ist der Weg, welcher bei der Schätzung berechnet wird, nur minimal und daher können auch keine echten Ungenauigkeiten auftreten. Natürlich ist eine native Abtastrate von 10000 DPI zu bevorzugen, jedoch sollte man sich auch vor Augen halten, dass es sich bei der Maus nicht um das High-End Modell handelt. Wir hätten es jedoch bevorzugt, wenn Cooler Master direkt 5000 als höchste Abtastrate angegeben hätte, aber aus Marketing-Sicht stellt sich eine größere Zahl natürlich als beeindruckender heraus. Die Lift Off Distance, also die maximale Entfernung zwischen Maus und Unterlage, damit der Sensor noch arbeiten kann, liegt je nach Quelle zwischen 2,5 und 3 Millimetern, auf jeden Fall aber in typischen Bereichen. Damit muss der Nager auch nicht zu weit angehoben werden, wenn man nur die Maus selbst verschieben will, ohne den Zeiger auf dem Bildschirm zu bewegen.


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Zusammengefasst hinterlässt zumindest schon mal das Äußere einen sehr guten Eindruck. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und die unscheinbare Integration der Beleuchtung in die Formgebung könnte auch von einem deutlich teureren Produkt stammen. Alle Taster sind passend positioniert worden, genauso wie jene seitlich angebrachten, gummierten Flächen für die gerade nicht benötigten Finger.


Beleuchtung

Fast schon obligat ist aktuell eine Beleuchtung in vielen verschiedenen Farben. So hat Cooler Master auch seinem neuesten Produkt eine Zweizonen-RGB, aufgeteilt in Scrollrad/Mausrücken und Leuchtleiste um die Maus herum, spendiert. Sämtliche Einstellungen kann der Benutzer direkt auf dem Testkandidaten vornehmen. Dafür stehen mehrere Schalter und Kombinationen zur Verfügung. Für den Wechsel zwischen den Modi hat der Hersteller den bereits vorhergehend angesprochenen runden Taster zwischen den DPI-Wechsler vorgesehen. Mit einem gemeinsamen Druck auf die rechte Maustaste und dem vorderen Daumenschalter, wird durch sieben Farben durchgeschaltet. Die Geschwindigkeit wechselt man mittels einem gemeinsamen Betätigen der rechte Maustaste sowie dem hinteren Daumenschalter.


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Ein großer Knackpunkt ist die Teilung der Beleuchtung in zwei Zonen. Für Mausrad und Rückenlogo ist die aktuelle Einstellung der DPI zuständig und damit fix verknüpft, weswegen sie nicht frei geändert werden kann. Der untere Bereich wiederum steht unter der vollen Kontrolle des Benutzers. Durch diese Trennung und Restriktionen fällt es außerordentlich schwer, die Beleuchtung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Hauptsächlich muss man sich bei der Zuordnung der Farbe an den DPI-Wert orientieren und danach versuchen, seine eigenen Bedürfnisse bestmöglich abzudecken. In unserem Fall hatten wir bei den bevorzugten 2000 DPI ein violettes Scrollrad und entsprechenden Mausrücken. Damit mussten wir uns hauptsächlich auf die selben Farben bei der restlichen Beleuchtung beschränkten. Warum sich Cooler Master für diese, in unseren Augen sehr störende Einschränkung entschieden hat, können wir nicht sagen. Dieselben Probleme hatten wir bereits im Masterset MS120 vor über einem Jahr gehabt, jenes Verhalten auch entsprechend angemerkt und an den Hersteller weitergeben. Dass hier erneut auf diese schlechte Designentscheidung gesetzt wurde, können wir nicht verstehen.


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Alle Tönungen sind recht gut gelungen, was an der Leuchtkraft und Farbtreue liegt. Durch die Möglichkeit, bei einfarbigen Effekten den persönlichen Liebling herauszusuchen oder im Falle von bewegten Optionen die Geschwindigkeit zu verstellen, kann man sich zumindest hierbei sehr austoben. Man muss währenddessen aber trotzdem immer im Kopf behalten, wie sich der gewünschte Effekt mit der eigenen DPI-Einstellung verträgt. Die nachfolgend sechs verschiedenen Optionen stehen für die vom Benutzer einstellbare Beleuchtung zur Verfügung:

  • RGB-Farbwelle
  • Statische Beleuchtung
  • Einfarbig pulsieren
  • Mehrfarbig pulsieren
  • Vor- und zurücklaufender, farbliche wechselnder Lichtimpuls
  • Ausgeschaltete Beleuchtung


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Während am Tag die Intensität noch ausreichend ist, kommt in dunklen beziehungsweise geringer beleuchteten Räumen die Leuchtkraft gut zur Geltung. Am Mausrad sind die Farben insgesamt etwas heller als an den restlichen Orten, aber nicht übernatürlich abweichend und fügen sich damit erneut gut in das, wenngleich stark eingeschränkt anpassbare, Gesamtbild ein.




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