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  Kurzreview: Arctic Sound P533 Military Headset
Kurzreview: Arctic Sound P533 Military Headset
18.03.2019 von Philipp Müller





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Praxistest

Hinweis vorweg: Bevor wir uns dem wohl wichtigsten Teil des Testberichtes widmen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Beurteilungen bezüglich der wahrgenommenen Klangbilder subjektiv betrachtet werden sollte. Da jeder Mensch Klänge unterschiedlich angenehm - oder eben unangenehm wahrnimmt, müssen die wertenden Aussagen des Redakteurs als persönliche Ansicht angesehen werden. Zudem möchten wir anmerken, dass der Praxistest ohne entsprechend teures Equipment durchgeführt wurde. Auch einen absolut schalldichten Raum können wir für den Test leider nicht bereitstellen.


Musik-Test



Wir haben uns für eine aussagekräftige Beurteilung der Musikwiedergabe diverse Titel aus verschiedenen Genres ausgesucht und möchten hierbei prüfen, wie sich das Arctic P533 in den entsprechenden Musik-Genres schlägt. Folgende Titel haben wir uns beim Test angehört, um soundtechnisch ein breites Spektrum abdecken zu können:

  • Klassik
    • Tjønneblomen - Danish String Quartet
  • Pop
    • Zu dir - LEA
  • Rock
    • H-Blockx - Countdown to Insanity
    • Metalingus - Alter Bridge
    • Unbelievable - EMF
    • Getting Away with Murderer - Papa Roach
  • Elektro/House:
    • Hanging On (Original Mix) - Andre Crom, Teenage Mutants
    • Thinking About (Frey Remix) - Loulou Players, Frey
  • Metal:
    • Vice Grip - Parkway Drive

Beurteilung

Die Klang-Atmosphäre des Arctic P533 würden wir ganz klar als kalt bezeichnen. Das bedeutet, dass vor allem die Hochtöne, die Höhen und auch die Mitten besonders gut zur Geltung kommen. Doch wo die Hochtöne eine starken Präsenz zeigen, können die Tieftöne, die Bässe, des P533 leider nicht überzeugen. Wir müssen ganz klar feststellen, dass uns der Bass in jedem der ausgewählten Musiktitel wesentlich fehlt und nicht ausreichend genug zur Geltung kommt. Für das Lied "Tjønneblomen" dürfen wir dem P533 aber ganz klar ein Lob aussprechen - wie bereits angesprochen liefert das Headset hier in Form der Hochtöne (Höhen) eine hervorragende Leistung ab. Die glasklare Wiedergabe des Streichquartetts und der klaren Trennung jener einzelnen Instrumente sowie der dynamische Aufbau der Lautstärke bis hin zum eigentlichen Höhepunkt des Stücks lässt sich mit dem Headset wirklich sehr genießen - gefällt uns! Auch Lea's "Zu dir" ist, ungeachtet davon, dass das Lied absolut nicht unserem Musikgeschmack entspricht, ein ebenso großer Genuss - subjektiv gesehen. Lea's Stimme wird ganz klar vom Rest der eingesetzten Instrumente und der elektronischen Nebenmelodie getrennt. Somit verhindert das Headset ein Verschwimmen und Unterdrücken der Stimme, was uns gerade bei diesem Lied positiv auffällt. Aber auch hier sollten wir darauf verweisen, dass es sich bei "Zu dir" um einen Song handelt, welcher besonders von Mitten und Höhen lebt und in welchem es nahezu keinen tieferen Bass als unterstützende Einheit zu beachten gibt - dadurch wirkt das Lied sehr lebhaft und auch bei hoher Lautstärke nicht zerkratzt oder unangenehm. Sehr schön!

Liebhaber eines kraftvollen und dominierenden Basses müssen wir allerdings voll und ganz enttäuschen. "Countdown to Insanity" von H-Blockx lassen wir an dieser Stelle noch durchgehen, da dieser Rocktitel zwar dynamisch genug ist, aber nicht allzu stark vom Bass lebt - allerdings stellen wir schon hier das sehr kalte Klangbild des Headsets fest, welches bei einem entsprechenden Pop-Titel wie "Zu dir" oder eines Klassik-Stücks wie "Tjønneblomen" noch nicht derartig in den Vordergrund tritt. Im Song "Getting Away with Murderer" von Papa Roach fällt sofort auf, wie leblos und teilweise schon, so eigenartig es klingen mag, unangenehm das Lied wirkt. Nicht nur die Tatsache, dass der reine Bass nahezu vollkommen fehlt, macht die kalte Grundeinstellung der Wiedergabe über das P533 sämtliche Restsympathie, welche wir für diesen Titel übrighaben, zunichte. Da der Bass, welcher normalerweise ausreichend in Titeln wie "Getting Away with Murderer", "Vice Grip" oder "Metalingus" vorhanden ist, nicht über das Headset wiedergegeben wird, verschwimmen während des Hörens auch die Stimme des Sängers und teilweise auch ganze Instrumente aus der Wiedergabe in den Hintergrund - wirklich sehr schade, denn das trübt den gesamten Musikgenuss leider maßgebend negativ. Im Genre House fällt dieser Negativpunkt natürlich ebenso auf. Allerdings würden wir dem Headset an dieser Stelle eine neutrale Note geben, da in unseren ausgewählten und darüber hinaus in vielen weiteren House-Titeln Höhen und Mitten ebenso präsent sind, wie Tieftöne bzw. der Bass. Denn auch an dieser Stelle kann das P533 mit seiner hervorragenden Wiedergabe der Hochtöne und dynamisch geregelten Mitten punkten. Teilweise fällt der gänzlich fehlende Bass beim Hören derartiger Titel schon gar nicht mehr auf, sodass das Hören dieses Genres problemlos auch über einen langen Zeitraum möglich ist. Dennoch: Fehlender Einsatz eines kraftvollen Basses ist für Musikliebhaber alles andere als schön - an dieser Stelle hat uns das P533 ganz klar enttäuscht.


Filme und Spiele



Natürlich spielt beim Kauf eines Headsets nicht nur die Musikwiedergabe eine Rolle - auch Filme und Serien, vor allem aber Games und Online-Sessions mit Freunden oder Spielrunden alleine darf man hierbei nicht außer Acht lassen. Für den Praxistest in diesem Abschnitt haben wir uns für eine Folge (Staffel 3 / Folge 11 – Blu-Ray) der Serie "Battlestar Galactica" entschieden. Die Serie ist dank ihrer Weltraum-Szenerie der ideale Kandidat, um das Headset in unterschiedlichsten Situationen testen zu können. Packende Raum- und Bodenkämpfe, intensive Gespräche, spannende Momente und eine durchweg angespannte Atmosphäre machen "Battlestar Galactica" zu einem sehr interessanten Testkandidaten. Natürlich dürfen wir auch das Gaming nicht vernachlässigen. Hierfür haben wir uns "Planetside 2" als entsprechendes Testspiel ausgesucht. Der Free-To-Play Shooter lebt von seinen großartigen und riesigen Schlachten, bei welchen gut und gerne einmal mehrere Hundert Soldaten, sowie Fahr- und Flugzeuge mit ihren Projektil- und Laserwaffen um entsprechende Gebiete kämpfen. Special-Effects, Sprachkommandos und Teamplay sind hier der Schlüssel zum Erfolg - dazu bedarf es natürlich auch eines passenden Wiedergabegerätes um Feinde und Fahr- sowie Flugzeuge, zum Beispiels nachts, schon meilenweit orten zu können.


Beurteilung
Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass das P533 im Bereich der Serien und Spiele zwar eine durchwachsene, aber dennoch solide Leistung abliefert. Während der gesamten Folge von "Battlestar Galactica" konnte uns das Headset zu keinem Zeitpunkt wesentlich negativ enttäuschen - in diesem Zuge allerdings auch nicht wesentlich positiv überzeugen - praktisch das solide Mittelmaß, wie wir finden. Raumkämpfe können gerade durch die dumpfen Explosionen im Weltraum kraftvoller zur Geltung kommen - die Spannung und Aufregung während eines Angriffes bleibt durch die gut dosierten Mitten und sehr guten Höhen aber dennoch erhalten - das freut uns. Auch kann das Headset tiefsinnige Gespräche passend wiedergeben, ohne dabei Hintergrundgeräusche wie andere Personen in der Kantine, Schweißarbeiten am Schiff oder das leichte Rauschen der Schiffstriebwerke zu unterdrücken. Dennoch fällt, auch wenn wir es an dieser Stelle nicht erneut negativ andeuten wollen, der fehlende Bass auf. Einige Situationen könnten durchaus spannender und dynamischer abgestimmt sein, wenn das Headset ein wärmeres Klangbild hätte.

Nach ungefähr drei Stunden Spielzeit im First-Person-Shooter "Planetside 2" haben uns allerdings genau so viel Spaß gemacht, wie mit anderen Kopfhörern oder Headsets - zwar fällt auch hier der, nun schon oft genug angesprochene, fehlende Bass deutlich auf, jedoch sind wir während des Spieles genug mit uns und unserem Umfeld beschäftigt, als das uns dieser Punkt wirklich bedeutend negativ auffallen würde. Die Geräuschkulisse wird klar trennbar wiedergegeben - Feinde sind in ruhigen Momenten aufgrund ihrer Schrittgeräusche problemlos zu orten und auch heranpreschende Panzer können schon kilometerweit ausgemacht werden. Das P533 verschlingt keine Geräusche in den Hintergrund und kann die Tonquellen klar und strukturiert voneinander trennen, ohne dabei auf wesentliche und primäre Töne verzichten zu müssen. Als positiv empfanden wir zudem, dass das Headset trotz seiner Bass-Schwäche in der Lage ist, während einer Schlacht, inmitten des Tumults, auch weiter entfernte Explosionen an den Spieler weitergeben zu können. Bei Planetside 2 sind wir mit der Wiedergabequalität des Testkandidaten also durchweg zufrieden.



Das Mikrofon

Selbstverständlich kommt ein Headset nicht nur beim Musik- oder Filmgenuss zum Einsatz. Oftmals sind Skype- und Teamspeak-Gespräche oder Multiplayeraktionen in Games ein fester Bestandteil der Nutzung eines Headsets. In diesem Zusammenhang haben wir uns dafür entschieden eine entsprechende Windows-Recorder-Aufnahme mit dem Mikrofon des Arctic P533 zu erstellen.


Vergleichsaufnahmen:

Creative Sound BlasterX H7 Tournament
Arctic P533 Military


Mit der Leistung des fest verbauten Mikrofons am P533 sind wir im Großen und Ganzen zufrieden. Störgeräusche wie zum Beispiel unangenehmes Kratzen oder Rauschen können wir auch nach langer und intensiver Nutzung nicht feststellen. In Spielsessions haben uns unsere Mitspieler problemlos sowie klar und deutlich verstehen können - lediglich die Höhen der Stimme werden etwas zu stark übermittelt. Die Lautstärke des Mikrofons wird weder als zu leise noch als zu laut aufgefasst. Ein überzeugendes Mittelmaß, wie wir finden.





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