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  Senfer EN900 und TRN BT3 - Bluetooth-Premiumsound zum Einstiegspreis?
Senfer EN900 und TRN BT3 - Bluetooth-Premiumsound zum Einstiegspreis?
09.07.2019 von M.Plattner





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Klangqualität

Hinweis vorweg: Bevor wir uns dem wohl wichtigsten Teil des Testberichtes widmen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Beurteilungen bezüglich der wahrgenommenen Klangbilder subjektiv betrachtet werden sollte. Da jeder Mensch Klänge unterschiedlich angenehm - oder eben unangenehm wahrnimmt, müssen die wertenden Aussagen des Redakteurs als persönliche Ansicht angesehen werden. Zudem möchten wir anmerken, dass der Praxistest ohne entsprechend teures Equipment durchgeführt wurde. Auch einen absolut schalldichten Raum können wir für den Test leider nicht bereitstellen.

Hierbei haben wir die Senfer EN900 erst direkt an unserem Digital-Analog-Wandler und Kopfhörer-Verstärker von Cambridge Audio, einem DACmagic XS, betrieben und hier erste Vergleiche zur privaten Referenz des Redakteurs, einem Grado/Alessandro Audio MS1i, gezogen. Anschließend wurde das TRN BT3 mit dem Rechner über Bluetooth verbunden und derselbe Musik-Parcours durchgehört.

Wir haben uns für eine aussagekräftige Beurteilung der Musikwiedergabe diverse Titel aus den verschiedenen Genres ausgesucht und wollen hierbei auf die Stärken und Schwächen von Senfer EN900 und TRN BT3 eingehen. Auch wenn viele der verwendeten Songs der Rock-Ecke entstammen, weisen sie dank verschiedener Sub-Genres eine breite Fächerung auf. Da wir versuchten, so weit wie möglich nur verlustfreies Quellmaterial heranzuziehen, waren wir bei der Auswahl etwas eingeschränkt. Folgende Musiktitel haben wir uns beim Test angehört, um soundtechnisch ein breites Spektrum abdecken zu können:

  • Folk
    • Subcity - Tracy Chapman, Crossroads
  • Jazz
    • What Kind Of Fool Am I - Bill Evans, Some Other Time: The Lost Session from the Black Forest
  • Rock
    • That I Would Be Good - Alanis Morisette, Alanis Unplugged
    • Borders Are... - Serj Tankian, Imperfect Harmonies
    • Skateaway - Dire Straits, Making Movies
    • Shine On You Crazy Diamond - Pink Floyd, Pulse
    • Bohemian Rhapsody - Queen, A Night At The Opera
  • Synthwave
    • Skeletons In The Attic - Dance With The Dead, Magnatron
  • Disco
    • Something About Us - Daft Punk, Discovery
  • Heavy Metal
    • Love Me Forever - Motörhead, 1916


Senfer EN900:
Das Klangbild dieser Kopfhörer ist sehr neutral und ausgewogen. Nichts ist zu prominent, nichts zu zurückhaltend. Sie lösen das gesamte Klangspektrum gleichermaßen fein auf. Die Kopfhörer stellen die Instrumente sehr klar getrennt dar und sie "verschwimmen" nicht zu einem Brei, wie es bei billiger Audio-Hardware oft der Fall ist

Wo wir bei Trennung sind - so überzeugend wie die akustische Trennung ist die räumliche leider nicht. Die Bühne ist sehr klein und man hat das Gefühl, die Musik spiele sich im eigenen Kopf ab. Wir vermuten, dass dies ein allgemeines "Problem" von In-Ear-Kopfhörern ist, welches sie sich teilweise auch mit geschlossenen Over-Ears teilen müssen.

Von tiefen elektronischen Bässen ("Something About Us") über Mid-Bass und Synthesizer-Klänge ("Skeletons In The Attic"), Lemmys raue und rauchige Stimme ("Love Me Forever") bis hin zu Freddy Mercurys energiereicher Stimme ("Bohemian Rhapsody") liefern die Kopfhörer allgemein eine hervorragende Show ab.

Allerdings haben wir auch einige Kritikpunkte. Wenn sich beim Intro von "Shine On You Crazy Diamond" tiefe Schlagzeug-Töne in die sonst sehr hohe Musik mischen, werden die Höhen kurz ein wenig leiser und undeutlicher. Alanis Morisettes lautstarkes Einatmen bei "That I Would Be Good" ist bei den Senfer etwas weniger präsent als es sollte, außerdem fehlt ihrer Stimme allgemein ein wenig die enorme Energie, für die wir dieses Lied zu schätzen gelernt haben. Bei "Borders Are..." trifft der Bass vereinzelt einen Ton, welcher etwas zu dröhnen beginnt und daraufhin die restlichen Instrumente verwäscht und übertönt. Selbiges Problem ist bei einer in "Bohemian Rhapsody" häufig gespielten, sehr tiefen, Piano-Note anzutreffen und all diese Probleme treten beim Grado Kopfhörer nicht auf, liegen also nicht an unserem Quellmaterial. Was hier nach einem großen Makel klingt, fiel uns allerdings erst nach mehrmaligem sehr aufmerksamem Anhören der Lieder im hintergrundlärm-freien Raum auf. Mit unserem Oneplus 3 lassen sich die Probleme mit dem Dröhnen nicht replizieren, daher können wir auch eine Inkompatibilität zwischen Kopfhörerverstärker und Kopfhörer nicht ausschließen. Da das Handy aber allgemein nicht so gut klingt wie der hochwertige USB DAC, kann es auch einfach an der Qualität des Handys liegen, dass es nicht genau die Resonanz der Treiber des Hörers trifft.

Alles in allem liefern die kleinen Kopfhörer ganz großen Klang ab. Von kleineren Eigenheiten und Problemen abgesehen, ist der Sound sensationell und stellt unsere Havi B3 Pro Rev 1 (die vor einigen Jahren um ~50 Euro als Geheimtipp galten) problemlos in den Schatten. Selbst bei den deutlich teureren Grado Over Ears können sie noch mithalten, müssen sich dann aber im Detail geschlagen geben.

TRN BT3:
Sehr zu unserer Freude verfärbt das BT3 Modul den Klang des Kopfhörers, der verbunden ist, kaum bis gar nicht. Die neutrale Abstimmung der Senfer bleibt also auch in dieser Kombination erhalten. Keine Frequenzen werden angehoben, keine werden abgesenkt. Einzig ein kleiner Wermutstropfen bleibt, die Höhen sind nicht mehr so fein aufgelöst wie sie es noch mit dem guten DAC waren. Das BT3 liefert eine vergleichbare Klangqualität ab, wie sie die Kopfhörer direkt am Mobiltelefon erreicht haben, während der DACmagic XS doch einige Details mehr herauszaubern konnte.

Interessanterweise verschwinden hier auch die oben als negativ bemerkten Resonanzen bei manchen tiefen Frequenzen, weshalb das Hörerlebnis unterm Strich sogar angenehmer war als im vorherigen Test.

Da unser Cambridge-Gerät allerdings rund 100,- € alleine kostet, während TRN um 15,- € einen Bluetooth Empfänger mit Akku und Kopfhörerverstärker abliefert, kann man dem BT3 diesen minimalen Unterschied kaum übel nehmen. Sie zeigen eindrucksvoll, was Bluetooth inzwischen dank des apt-X Protokolls leisten kann und dass es damit durchaus zu einer starken Alternative geworden ist.





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