Folgen Sie uns auf Twitter  »  TRV bei Facebook  »  Besuche unseren YouTube-Channel  »  Kontakt  »  Werbung  »  Datenschutz  »  Impressum  »  
Start Reviews/Artikel Forum News Partner
Passwort vergessen?
Artikel » Reviews » Cooler Master MH751 - Gaming-Headset im Test
  Seite: 1 2 3 4 5  

  Cooler Master MH751 - Gaming-Headset im Test
Cooler Master MH751 - Gaming-Headset im Test
19.12.2018 von Simon Sternbauer





Inhalts-Navigation:


Hinweis vorweg: Bevor wir uns dem wohl wichtigsten Teil des Testberichtes widmen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Beurteilungen bezüglich der wahrgenommenen Klangbilder subjektiv betrachtet werden sollte. Da jeder Mensch Klänge unterschiedlich angenehm - oder eben unangenehm wahrnimmt, müssen die wertenden Aussagen des Redakteurs als persönliche Ansicht angesehen werden. Zudem möchten wir anmerken, dass der Praxistest ohne entsprechend teurem Equipment durchgeführt wurde. Als Soundkarte verwendet der Redakteur eine extern angeschlossene Asus Xonar U7. Auch einen absolut schalldichten Raum können wir leider nicht bereitstellen, allerdings entspricht die Testumgebung der eines realen Einsatzumfeldes.


Musik-Test



Wir haben uns für eine aussagekräftige Beurteilung der Musikwiedergabe diverse Titel aus den verschiedenen Genres ausgesucht und wollen hierbei auf die Stärken und Schwächen des Cooler Master MH751 eingehen. Folgende Musiktitel haben wir uns beim Test angehört, um soundtechnisch ein breites Spektrum abdecken zu können:

  • Klassik
    • Beethoven - 9. Sinfonie - Letzter Satz (Ode an die Freude, Europahymne)
    • Howard Shore - Concerning Hobbits (Lord of the Rings Soundtrack)
    • Hans Zimmer - Cornfield Chase (Interstellar Soundtrack)
  • Pop
    • Adele - Rolling in the Deep
  • Rock
    • Rise Against - Savior
    • Papa Roach - Last Resort
    • Green Day - Holiday / Boulervard of Broken Dreams
  • Elektro/House:
    • Hardwell - Spaceman
    • Dimitri Vegas & Like Mike - Mammoth
  • Metal:
    • Bring Me The Horizon - Throne
    • Ozzy Osbourne - Crazy Train

Beurteilung

Die Klangatmosphäre ist insgesamt gut gelungen, allerdings hätte die allgemeine Darstellung etwas wärmer und dynamischer sein können und dürfen. Während der Bass einen guten Job erledigt und weder zu deutlich noch zu sanft auftritt, könnten die höheren mittleren Tonbereiche eine kleine Spur deutlicher herausstechen. Dies zeigt sich in der Stimmwiedergabe am deutlichsten, wenn noch zusätzliche, tiefere Tonlagen mitspielen, dass sich letztere mehr in den Vordergrund drängen und der Gesang eine Spur zu viel in den Hintergrund tritt. Beispielweise macht sich dieses Verhalten bei "Rolling in the Deep" bemerkbar, da dort das Musikstück von einer Bass-Drum begleitet wird, welche vor allem zu Beginn Adele etwas zu sehr übertönt, als es dem Stück gut tut. Nichtsdestotrotz handelt es sich hier nur um kleinste, einzelne Details, die das ansonsten gelungene Gesamtbild etwas trüben. In reinen Instrumentalstücken ist das MH751 ausgezeichnet, da dort die verschiedenen Klangkörper wunderbar zur Geltung kommen und eine tolle, aber nicht vollumfassende Dynamik erzeugen. Werke der Klassik wie Beethovens 9. Sinfonie oder "Cornfield Chase" aus dem Soundtrack zum, nebenbei sehr gelungenen Film, Interstellar hören sich einfach gut an. Allgemein lassen sich die verschiedenen Tonquellen gut voneinander unterscheiden und auch, sofern es die Aufnahme zulässt, räumlich einordnen.
Aber nicht nur die klassischen Streichinstrumente kann das MH751 klanglich toll darstellen, auch E-/Bass-Gitarre und Schlagzeug hören sich bei "Savior", "Last Resort" und "Holiday / Boulervard of Broken Dreams" ohne eine wirkliche Schwäche einwandfrei an. Die Wiedergabe von Metal, egal ob in den jüngeren Jahren (Throne) oder schon für die leicht älteren Semester (Crazy Train), gelingt Cooler Masters neuem Headset ebenfalls sehr gut, besonders gefallen haben uns hierbei erneut die Instrumente.

Oftmals wird ein Kopfhörer auch danach ausgesucht, wie kräftig und laut der Bass ist. Zumindest diejenigen, die auf eine besonders mächtige Darstellung gehofft haben, müssen wir ein kleines bisschen enttäuschen, da Cooler Master glücklicherweise Wert auf ein ausgewogeneres Klangbild gelegt hat. Der Hersteller hat den Bass sowie allgemein die tieferen Tonlagen aber nicht vergessen, womit auch Lieder aus dem Bereich House sowie allgemein EDM klanglich sauber wiedergegeben werden. Tiefer klingenden Instrumente wie Bass-Gitarren oder einem kraftvollen Schlagzeug gehören ebenfalls zu den Stärken des MH751, hier können wir nicht meckern. Lediglich, wie bereits vorhergehend erklärt, vermissen wir eine größere Dynamik rundherum. Während die Bass-Drops selbst einwandfrei und toll zu hören sind, geht das ein oder andere Detail rundherum, im direkten Vergleich zum preislich ähnlichen und sehr ausbalancierten Headet HyperX Cloud, verloren. Zusammengefasst liefert das MH751 ein gutes Klangbild ab, die Stärken liegen vor allem bei den niedrigeren Tonlagen, reinen Instrumentalstücken oder einer dominanten Singstimme. Sobald es jedoch zu einer Vermischung aus den verschiedenen Bereichen kommt, wo eine hohe Dynamik wichtig ist, treten die mittleren Töne leider etwas zu kurz und der Detailgrad nimmt rund um die dominante Tonlage eine Spur ab. Insgesamt gibt es jedoch keinen Grund, mit dem Headset auf Musik verzichten zu müssen, schließlich hört es sich trotz der kleinen Schnitzer im Detail sehr gut an.


Filme und Spiele



Natürlich spielt beim Kauf eines Headsets nicht nur die Musikwiedergabe eine Rolle - auch Filme und Serien, vor allem aber Games und Online-Sessions mit Freunden oder alleine darf man hierbei nicht außer Acht lassen. Für den Praxistest in diesem Abschnitt haben wir uns für den Film "Rouge One: A Star Wars Story" entschieden. Der Film ist durch seine Aufmachung sehr aktionsgeladen, gerade die Special-Effects und Action-Szenen sollten eine gute Testgrundlage darstellen. Darüber hinaus bietet der Film aber auch ein gutes Maß an Textpassagen und Tiefe, um ruhige Szenen beurteilen zu können. Die Serie "Star Trek - Discovery" ist in der ersten Staffel Ende 2017 erschienen und dient für den Test als unserer Meinung nach nahezu perfekter Kandidat um zu prüfen, wie das Cooler Master MH751 mit Szenen hoher Spannung, gleichzeitigem Musikeinsatz, intensiven Schleichmomenten, großartigen Schlachtszenen sowie intensiven Textpassagen umgeht. Der rasche Szenenwechsel macht "Star Trek: Discovery" für uns daher zum wichtigsten Testmedium an dieser Stelle. Natürlich dürfen wir auch das Gaming nicht vernachlässigen. Hierfür haben wir uns "Kingdom Come: Deliverance", welches im böhmischen Mittelalter spielt, sowie das viel gelobte und wirklich ausgezeichnete "The Witcher 3: Wild Hunt" als entsprechende Testspiele ausgesucht. Die Szenerie, die Geräuschkulisse und die gesamte Aufmachung sind besonders interessant, um die Wirkung der Musik und der Darstellung von Hintergrundgeräuschen herauszufinden.

Beurteilung
Die sehr gute Wiedergabe von Dialogen in ruhigeren Umgebungen und natürlich wirkende Stimmen fallen sowohl in Star Trek als auch Star Wars sehr positiv auf, dazu knallen die vielen Special-Effects sowie Schüsse und Explosionen aus den verschiedensten Kanonen, Phasern, Blastern alsu auch Photonentorpedos und untermalen hektische Szenerien passend. Dem Headset gelingt es dabei ausgezeichnet, einen räumlichen Effekt aufzubauen, der das Geschehen und die Geräuschquellen ortbar macht und damit viel Atmosphäre mittransportiert. Als negativ sehen wir, wie bereits bei der Musikwiedergabe, dass sich in hektischeren Situationen die Wiedergabe der mittleren Töne zu weit zurückhält, wodurch die vielen kurzen Zurufe leider etwas untergehen und schwerer zu verstehen sind, als es notwendig wäre. Tiefe Geräusche wie mächtige Detonationen oder ähnliches hören sich dagegen sehr gut an, ohne überspitzt zu sein.

Eine genauso gute Figur macht das MH751 im Gaming-Bereich. Die bereits beschriebenen Vorteile zeigen sich erneut in den gut vertonten Dialogen eines "Kingdom Come: Deliverance" oder "The Witcher 3", wobei die Stimmen natürlich und kristallklar wirken. Verschiedenste Geräuschquelle sind erneut sehr gut räumlich zuzuordnen und generell finden wir keine schlecht ausgegebenen Klänge oder sonstige Hinweise, dass der Sound verzerrt wäre. Nachteilig ist auch hier erneut unserer Meinung nach, dass bei dominanteren tieferen Frequenzen die mittleren Töne erneut etwas untergehen, daher eine Explosion zwar mächtig klingt, aber die Geschehnisse rundherum noch deutlicher hervortreten könnten. Abermals wirkt dafür der Bass gut abgestimmt. Insgesamt überzeugt Cooler Master mit der Klangdarstellung, ist dabei aber nicht gänzlich fehlerfrei, wobei es sich hier um kleinere Details anstatt großer Kritikpunkte handelt.


Das Mikrofon

Selbstverständlich kommt ein Headset nicht nur beim Musik- oder Filmgenuss zum Einsatz. Oftmals sind Skype- und Discord-Gespräche oder Multiplayeraktionen in Games ein fester Bestandteil der Nutzung eines Headsets. In diesem Zusammenhang haben wir uns dafür entschieden eine entsprechende Windows-Recorder-Aufnahme mit dem Mikrofon des Cooler Master MH751 zu erstellen.


Testaufnahme:

Cooler Master MH751
Kingston HyperX Cloud


Sehr beeindruckt sind wir von der glasklaren Aufnahme, welche das Mikrofon zustande bringt. Mit einem Popschutz hätte vielleicht das ein oder andere kleine Hintergrundgeräusch, wie das Einatmen, nicht so laut gewirkt, jedoch ist die Qualität in der Preisklasse überragend. Auch bei verschiedenen Online-Gesprächen konnte sich bisher niemand über eine unsaubere oder unvollständige Aufnahme des Gesprochenen beschweren. Im Vergleich zum ebenfalls guten Mikrofon des HyperX Cloud fällt auf, dass das MH751 nicht ganz so dumpf, sondern natürlicher wirkt und die Stimme unseres Redakteures, ob sie einem gefallen mag oder nicht, sehr realistisch eingefangen hat.





Inhalts-Navigation:





  Druckansicht
 

Seite: 1 2 3 4 5
Seitenanfang
nach oben

Copyright © 2009 - by Tech-Review.de

Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004