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  Loupedeck Plus: Schaltzentrale für Lightroom & Co im Test
Loupedeck Plus: Schaltzentrale für Lightroom & Co im Test
19.11.2018 von Simon Sternbauer





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Fazit

Zusammengefasst hat uns das Loupedeck+ des fast gleichnamigen Herstellers sehr gut gefallen. In der Kerndisziplin Bildbearbeitung sticht der sehr angenehme, flotte und durchaus intuitive Workflow heraus. Dazu tragen die vielen, aber sehr sinnvollen Regler mit ihrer klaren Beschriftung und nützlich platzierte Funktionen der Tasten bei. Besonders in Adobe Lightroom sticht die Geschwindigkeit hervor, da hierbei auch für die Schalter-Aktionen immer ein dezenter Hinweis eingeblendet wird, was genau gerade bearbeitet wurde und die Listenansicht mit den vielen Reglern stets zum aktuell bearbeiteten Wertebereich springt. Somit sind immer alle Daten im Blick und erleichtern dadurch ein durchgängiges Bearbeiten der Bilder ohne Griff zu Maus und Tastatur. Darüber hinaus kann auch die Bild-Bibliothek nach Sternen kategorisiert und sortiert werden, was beim Überblick sehr hilfreich ist.
Ähnlich gut, aber nicht ganz so perfekt, funktioniert das Loupedeck+ und Aurora HDR. Während faktisch alle relevanten und wichtigen Schalter belegt sind, stößt man bei Kleinigkeiten wie der Filter-Kategorie an die Grenzen und muss wieder zur Maus greifen. Dazu springt auch die Liste mit allen Schiebereglern nicht zum aktuell bearbeiteten Element, was zwar für sich genommen nichts wirklich Tragisches ist, aber für eine bessere Übersicht der gerade gemachten Änderung hilfreich gewesen wäre. Schließlich klappt genau dies in Lightroom ohne Probleme. Insgesamt bereitet einem das Bearbeiten von Grafiken mit dem Loupedeck+ erneut deutlich mehr Freude durch eine gesteigerte Geschwindigkeit und erhöhtem Komfort.

Nicht ganz so glücklich gelungen ist hingegen die Integration in Premiere Pro. Während die Schalter sinnvollerweise, unterteilt in verschiedene Betriebsmodi, mit sehr vielen Funktionen belegt sind, geht dabei die Übersicht verloren. Für viele Aktionen bleibt zudem der Griff zur Maus, beispielsweise beim Platzieren von Elementen, einfach die präzisere Wahl. Beim Schneiden von Clips oder den Lumetrie-Farbeinstellungen liegen die Stärken aber wieder beim Loupedeck+.

Beim Material hätten wir uns auf der Oberseite etwas mehr als nur Kunststoff gewünscht. Klar, es handelt sich hier um ein Nischenprodukt mit einer geringeren Stückzahl, trotzdem würde beispielsweise Aluminium der erlebten Wertigkeit einfach guttun. Durch die matte Beschichtung zieht das Loupedeck+ zwar keine Fingerabdrücke an, sobald allerdings leicht fettigere Haut ins Spiel kommt, sind die Rückstände dafür gut sichtbar und aufwendig zu entfernen. Auch hier macht Metall das Leben eine Spur einfacher. Einziger Makel bei den Schaltern und Drehreglern sind die Scrollrad-ähnlichen Elemente für die Farbkanäle. Diese arbeiten zwar präzise, sind dafür aber leider sehr leichtgängig. Gerade beim Zurücksetzen der Werte mit der Klickfunktion, also das Drücken des Rades, kommt es immer mal wieder beim wieder los lassen vor, dass das Programm ungewollt eine Änderung registriert. Sinnvoll wäre gewesen, wenn es zur Vermeidung eine Art Delay-Funktion gebe, welche nach dem Loslassen des jeweiligen Mausrads für eine gewisse Zeit (in Millisekunden) neue Eingaben ignoriert. Dies lässt sich per Software aber sicher spielend umsetzen.

Abschließend können wir das Loupedeck+ für die derzeit kompatiblen Bildbearbeitungsprogramme wirklich empfehlen, was schlicht und ergreifend auch an der ungeheuren Zeitersparnis beim Bearbeiten und dem Spaß mit dem Gerät liegt. Beim Preis muss man aktuell von 230 Euro ausgehen, was prinzipiell natürlich nicht wenig Geld ist, ambitionierte Hobby-Fotografen oder Profis aber nicht abschrecken wird, da in der Branche Spezialhardware allgemein gesehen doch deutlich teurer ist. Daher handelt es sich, so paradox es klingen mag, um ein vergleichsweise fast schon preiswertes Produkt, wenn es gut genutzt wird, womit wir Videoschnitt unserer Meinung nach leider ausschließen müssen. Trotz kleinerer Mängel ist das Loupedeck+ allerdings eine klare Empfehlung zur Bildbearbeitung!



  • Bildbearbeitung geht schneller und intuitiver von der Hand
  • Sinnvolle Bedienelemente und einfaches Zurücksetzen von Werten über das Drücken der Drehregler
  • Übersichtliche Software
  • Vielfältige Einstellungen
  • Sinnvolle Vorbelegung des Loupedeck+
  • Software verhindert das Zuweisen "unmöglicher" Aktionen an Schalter/Drehregler



  • Bei dem Funktionsumfang im Nischenbereich Vergleichsweise günstig
  • Software muss im Hintergrund aktiv sein, Loupedeck+ funktioniert ohne nicht.
  • Materialauswahl hätte auf der Oberseite höherwertiger sein können




  • Drehräder für Farben zu leichtgängig
  • Videoschnitt mit Premiere Pro braucht viel Griffe zur Maus und fühlt sich nicht intuitiv an
  • Keine vollständige Dokumentation für alle Programme vorhanden



Awards:


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