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  Großer Radiatorentest - Wieviel Kühlfläche brauche ich wirklich?
Großer Radiatorentest - Wieviel Kühlfläche brauche ich wirklich?
14.03.2018 von Christian Gäbler





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Fazit

Um euch die Messergebnisse noch einmal zu verdeutlichen und um die Kühlleistung in Relation zur Lautstärke der Lüfter setzen zu können, haben wir einen Score-Wert ermittelt und grafisch erfasst. Das folgende Diagramm zeigt uns also das Verhältnis zwischen dem von uns errechneten Score-Wert und der jeweiligen Lüfterdrehzahl. Je niedriger der Score-Wert, desto besser ist das Verhältnis von Kühlleistung und Laustärke bei der angegebenen Lüfterdrehzahl.




Das Diagramm zeigt uns, dass es nicht nur auf die Radiatorfläche ankommt, wenn man seine Hardware mit einer Wasserkühlung auf Temperatur halten will. Auf der Minimaldrehzahl ist die Reihenfolge letztendlich gleichbedeutend mit der Größe der Radiatoren. Dies ist auch bei 25% Drehzahl der Fall. Der erste interessante Punkt ist bei ca. 37,5% Drehzahl. Hier ist der Schnittpunkt der Score-Werte des NexXxoS 280 und dem selbst erstellten 360er Modell. Bei 50% hat das 280 mm große Testsample das größere Gegenstück überholt und stellt damit einen besseren Kompromiss aus Lautstärke und Temperatur dar. Bei ungefähr 62,5% der möglichen Maximaldrehzahl holt der 280 mm-Radiator weiter auf. An dieser Stelle schneidet er sich mit dem großen 480-mm-Wärmetauscher und ist bei 75 als auch bei 100% sogar effektiver.

Es hängt von einigen Faktoren ab, welche Radiatorgröße, beziehungsweise welche Kühlfläche man letztendlich für seinen PC benötigt. Dazu zählen ebenfalls auch die zu kühlende Hardware, die eigene akzeptierende Lautstärke und letztendlich das Platzangebot des PC-Gehäuses. Als Faustregel wird oft gesagt, dass man je 100 Watt Abwärme mit einem 120-mm-Radiator rechnen muss. Unsere Testgrafikkarte kann maximal 375 Watt aus dem Netzteil beziehen und hat eine Abwärme von insgesamt 275 W, wobei wir von maximal 200 W Abwärme in den Kühlkreislauf ausgehen, da Speicherchips und Spannungswandler zum Großteil passiv gekühlt werden. Unser Prozessor ist auf 95 W TDP spezifiziert, was zusammen mit der Grafikkarte 295 W TDP, also laut Faustformel rund einen 360-mm-Wärmetauscher ausmacht, welcher eine Kühlfläche von 432 cm² besitzt. Hat man aber beispielsweise einen offenen Aufbau, reicht ein 280 mm großer und 45 mm dicker Radiator um CPU und GPU mit einem akzeptablen Geräuschpegel auf Temperatur zu halten. Dieser besitzt hingegen aber nur 392 cm² Fläche. Wird der Airflow allerdings behindert und der Durchsatz ist nicht mehr so groß, muss je nach Ziellautstärke ein 360 mm, wenn nicht sogar ein 480 mm Modell verwendet werden.


Fassen wir nun aber unsere Erkenntnisse noch einmal Stichpunktartig zusammen. Was hat sich als wahr und was als falsch herausgestellt?


    Wahr ist:
  • Die Faustformel, ein 120-mm-Radiator je 100 W TDP kann als Orientierung genutzt werden.
  • Die Kühlleistung ist direkt abhängig von den verwendeten Radiatoren und entsprechend dazu passenden Lüftern. Nicht alle Kombinationen arbeiten gut zusammen.


    Nicht richtig ist:
  • DIY-Wasserkühlungen sind Kühlungswunder und immer Leise.


Das Thema rund um selbst gebaute Wasserkühlungskreisläufe ist sehr komplex, weswegen sich nur sehr schwer eine eindeutige Antwort auf unsere Eingangsfrage finden lässt. Deswegen haben wir auch mehrere Antworten für euch, welche sich auf eine DIY-Wasserkühlung in einem geschlossenen PC-Gehäuse beziehen. Weiterhin gehen wir von 45 mm starken Radiatoren aus. Solltet ihr wegen chronischem Platzmangel dünnere Modelle nehmen müssen, solltet ihr dementsprechend eure Kühlfläche eine Stufe größer dimensionieren.

1. Für einen Prozessor reicht ein einzelner 120-mm-Radiator mit 45 mm Dicke. Dabei hat man aber nur sehr wenig Reserven in der Kühlleistung. Besser sind 240 mm.
2. Ein Prozessor und eine kleine Grafikkarte (ein 6- oder 8-Pin-Stromanschluss) benötigen mindestens 240-mm-Radiatorfläche. Unsere Empfehlung liegt aber bei 280 mm.
3. 240 mm werden auch dann benötigt, wenn eine Highend-Grafikkarte (zwei Stromanschlüsse) getrennt von der CPU gekühlt werden soll. Auch hier geht unsere Empfehlung in Richtung 280-mm-Modell, um einen leisen Betrieb zu gewährleisten.
3. Mindestens einen 360-mm-Wärmetauscher benötigt Highend-Hardware in Form eines großen Prozessors mitsamt leistungsstarker Grafikkarte. Für einen leisen Betrieb lieber 480 mm oder mehr.
4. Wenn ihr ein Multi-CPU oder Multi-GPU-System kühlen wollt, nehmt was ihr kriegen könnt! Erkundigt euch bei den Herstellern der Komponenten nach der TDP, also der Abwärme. Rechnet diese zusammen und multipliziert es anschließend mit dem Faktor 1,2 - schon habt ihr einen groben Richtwert für die benötigte Radiatorfläche.


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