Folgen Sie uns auf Twitter  »  TRV bei Facebook  »  Besuche unseren YouTube-Channel  »  Kontakt  »  Werbung  »  Datenschutz  »  Impressum  »  
Start Reviews/Artikel Forum News Partner
Passwort vergessen?
Artikel » Reviews » Großer Radiatorentest - Wieviel Kühlfläche brauche ich wirklich?
  Seite: 1 2 3 4 5 6 7  

  Großer Radiatorentest - Wieviel Kühlfläche brauche ich wirklich?
Großer Radiatorentest - Wieviel Kühlfläche brauche ich wirklich?
14.03.2018 von Christian Gäbler





Inhalts-Navigation:


Testlauf 2: CPU+GPU

Unser zweiter Testdurchlauf beruht auf derselben Ausgangssituation wie schon der Vorhergehende. Diesmal wird aber zusätzlich zum Prozessor noch eine Grafikkarte in den Wasserkreislauf eingebunden. Bei dieser handelt es sich um das Modell AMD R9-390 von Sapphire. Ausgerüstet wurde sie mit einem Kühlblock von Alphacool, welcher die Bezeichnung GPX A-390 M01 trägt. Bei diesem Kühlkörper wird ausschließlich der Grafikchip aktiv von Wasser gekühlt. Die Kühlung der Spannungswandler erfolgt zu einem Großteil passiv, da die Kühlrippen fest mit der von Wasser durchflossenen Kühlfläche verbunden sind und somit ein Teil der Abwärme vom Kühlmittel aufgenommen werden kann.
Um eine größtmögliche Wärmeerzeugung zu erreichen, lasteten wir Prozessor und Grafikkarte parallel komplett aus. Erreicht haben wir dies durch das gleichzeitige Ausführen von Prime95 (Small FFTS) und Furmark (1080P, Vollbildmodus, höchstmögliches AA).


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Der erste Durchlauf bestand aus einer halbstündige Messung im Desktopbetrieb ohne Auslastung. Die zusätzlich eingebundene Grafikkarte erzeugte hierbei allerdings schon so viel Abwärme, dass alle Radiatoren mit 240 mm oder kleiner ihren Dienst quittierten und das System in die Notabschaltung rutschte. Hierfür ausschlaggebend waren zweierlei Faktoren: Zum einen die bereits erwähnte Radiatorfläche und zum anderen die geringen Drehzahlen der Lüfter. Mit deren Erhöhung hätte sich das System sehr wahrscheinlich nicht abgeschaltet - dies war aber eben auch nicht Bestandteil des aktuellen Testlaufs. Die Wassertemperatur lag bei 25- beziehungsweise 26 °C. Der Prozessor erreichte Spitzentemperaturen von lauschigen 28- bis 29 °C, während die Grafikeinheit zwischen 25- und 27 °C warm wurde. Insgesamt macht das eine Temperaturdifferenz zur Umgebungstemperatur von gerade einmal 7- bis maximal 8 °C.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Nun bringen wir unsere Hardware zum Schwitzen und das Wasser zum Kochen, wobei wir unsere Lüfter mit 25% der möglichen Drehzahl laufen ließen. Während CPU und GPU von ihrer Auslastung her bereits auf Anschlag liefen, erwärmte sich das von uns genutzte Kühlwasser auf Spitzenwerte von 41 °C unter Verwendung der 360 mm-Radiatorenkombination. Zwei Grad kühler hält der 280-mm-Wärmetauscher die Flüssigkeit, während das große 480-mm-Modell es auf 38 °C schaffte. Aufgrund der hohen Wassertemperatur, die bereits dem kritischen Bereich zuzuordnen ist, sind natürlich auch die Hardwaretemperaturen bereits sehr hoch. Unser Testprozessor erreichte mit Temperaturen von 68 °C bis 70 °C zwar keinen „roten“ Bereich, verrichtete seine Arbeit jedoch in einem sehr warmen Umfeld, was sich eher negativ auf die Lebensdauer der Komponente auswirken kann. Der Grafikchip hingegen blieb etwas kühler. Mit einem Temperaturspektrum, welches von 58 °C bis 64 °C reicht, blieben wir hier in einem sehr guten und eigentlich grünen Bereich. In Bezug auf die Raumtemperatur konnten wir eine Temperaturdifferenz von bis zu 49 °C feststellen, was bedeutet, dass der Raum und die Luft unter unserem Schreibtisch auch in der kalten Winterzeit ordentlich gewärmt wird – was aber leider nicht so toll für die Hardware selbst ist, zumindest auf lange Sicht betrachtet.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Erhöhen wir die Drehzahl der Lüfter auf 50% des maximal Möglichen, haben wir eine Reduzierung der Wassertemperatur von bis zu 9 °C festgestellt. Eher minimal, mit rund 5°C, verringerte sich auch die Temperatur der Kühlflüssigkeit. Vergleichen wir die Messwerte der Prozessortemperatur mit denen aus dem vorhergehenden Testdurchlauf, können wir feststellen, dass der größte Radiator mit 480 mm Länge ganze 10 °C besser kühlt. Dieser hielt die CPU auf 58 °C, während die 360-mm-Kombination 61 und das 280-mm-Modell 65 °C erreichten. Gemittelt ergab das eine Temperaturverbesserung von 7,6 °C allein durch die Erhöhung der Lüfterdrehzahl. Im Vergleich zur CPU wurde jedoch unsere GPU um einiges besser gekühlt. Der Mittelwert lag hier bei 14 °C mit einem Bereich von 45- bis 51 °C. Die ermittelten Temperaturen von 51 °C, 47 °C und 45 °C passen hierbei zur Reihenfolge der Radiatoren nach Größe sortiert. Das beste Ergebnis erreichte der Alphacool NexXxoS XT45 480 mm und das schlechteste eben der 280 mm-Pendant. Wie durch die vorhergehenden Ergebnisse bereits zu erwarten, ist auch die Temperaturdifferenz zur Raumtemperatur gesunken. Hier konnten wir bei den Messwerten eine Verringerung von 8 °C im Mittel verzeichnen. Angeführt wird auch diese Messreihe vom 480 mm großen XT45-Radiator, welcher die Differenz um ganze 10 °C drücken konnte. Unser selbst gebastelter 360 mm-Wärmetauscher schaffte es im Verhältnis zur Umgebungstemperatur auf 40 °C und das 280 mm-Muster auf 43 °C.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Wir erhöhen nun die Drehzahl um weitere 25%, also auf 75% der insgesamt möglichen Maximaldrehzahl der Lüfter. Erfahrungsgemäß sind hier keine großen Sprünge mehr zu erwarten und genau so stellen sich auch unsere Messergebnisse dar. Bevor wir aber zu den Messwerten kommen, sei gesagt, dass wir in diesem und dem nächsten Durchlauf nun vier Kandidaten haben. Der NexXxoS XT45 240 mm schaffte es wieder dank der hohen Lüfterdrehzahlen unsere Hardware zu kühlen, wo er hingegen im Desktopbetrieb versagte und sich das System leider abschaltete. Mit Temperaturen zwischen 34- und 29 °C befindet sich das Wasser in einem unkritischen, sogar sehr guten Bereich. Jeder unserer drei Radiatoren, die auch den Test unter 50% Lüfterdrehzahl bestanden haben, verbesserten ihre Temperaturwerte um mindestens 2 °C. Der 240 mm große XT45 stieg mit 34 °C Wassertemperatur ein. Unser Prozessor verlor im Fall des NexXxoS mit 280 mm sogar noch einmal ganze 7 °C. Die Radiatoren des 360 mm- und 480 mm-Formfaktors schafften es jeweils, die Test-CPU um 5 °C besser zu kühlen. Immerhin auf 63 °C kam das 240-mm-Sample. GPU-seitig erreichten wir auch erneut etwas bessere Temperaturen. Der niedrigste gemessene Wert lag bei 39 °C, der höchste bei 48 °C. Im Mittel erreichten wir mit einer Drehzahl von 75% Temperaturen, welche 5,3 °C unter denen lagen, welche wir mit 50% Drehzahl messen konnten.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Unser letzter Test fand unter voller Auslastung der Hardware, bei höchstmöglichen Drehzahlen der Radiatorlüfter, statt. Die Wassertemperatur konnte auch hier im Durchschnitt um zwei Grad reduziert werden, was auf der Erhöhung der Lüftergeschwindigkeit fußt. Den größten Sprung hat der XT45 240 hingelegt. Dieser schaffte es, das Wasser um weitere 3 °C herunter zu kühlen, wohingegen der etwas größere 280-mm-NexXxoS nur auf ein Grad weniger kam. Sank die Wassertemperatur, reduzierte sich natürlich auch die Temperatur der Hardware weiter. Unser größter Radiator kühlte bei voller Lüfterdrehzahl den Prozessor auf 50 °C. Im vorhergehenden Test waren es noch 3 °C mehr. Die restlichen drei Testmuster zeigten gleiche Tendenzen und erarbeiteten sich eine Verbesserung ihrer Kühlungleistung im Durchschnitt um ebenfalls 3 °C gegenüber dem letzten Durchlauf. Weitaus kühler als der Prozessor blieb auch diesmal der Grafikchip unserer R9-390. Während das 480 mm große Topmodell den Grafikprozessor auf 37 °C halten konnte, schaffte es der nur halb so große XT45 240 lediglich auf 44 °C. Auch bei der Temperaturdifferenz zum Testraum zeichnet sich dieses Bild ab. Im Durchschnitt haben wir hier Besserungen von 4,5 °C zu verzeichnen. Dem NexXxoS XT45 240 gelang es, eine Temperaturdifferenz von 36 °C zu halten, wohingegen die Radiatoren mit 280 und 360 mm Kühlfläche es auf 32- bzw. 30 °C schafften. Unser großer Kupferklotz knackt die 30er-Marke und erreichte eine Temperaturdifferenz von 29 °C.






Inhalts-Navigation:





  Druckansicht
 

Seite: 1 2 3 4 5 6 7
Seitenanfang
nach oben

Copyright © 2009 - by Tech-Review.de

Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004