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  Großer Radiatorentest - Wieviel Kühlfläche brauche ich wirklich?
Großer Radiatorentest - Wieviel Kühlfläche brauche ich wirklich?
14.03.2018 von Christian Gäbler





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Lautstärke

Größere Radiatoren bedeuten mehr Kühlfläche, damit einhergehend aber auch mehr Lüfter und bei gleichbleibender Drehzahl faktisch auch eine höhere Geräuschkulisse. Hierzu sei anzumerken, dass wir unser Testsystem jeweils nur einseitig mit Lüftern bestückt hatten. Auf eine Sandwich-Bauweise (Push/Pull) verzichteten wir. Im ersten Abschnitt dieses Bereichs möchten wir euch die reine Laustärke präsentieren, ohne dabei die Kühlleistung zu beachten. Das Grundrauschen der Testumgebung beträgt 32,1 dB(A). Dies stellt somit also auch der kleinste für uns messbare Wert dar.




Unser erstes Diagramm zeigt euch die Lautstärke mit der geringsten Drehzahl, welche unsere Lüfter schafften, ohne den Dienst zu verweigern. Diese beträgt circa 240 Umdrehungen in der Minute bei den 120-mm-Modellen und 320 U/Min bei den 140-mm-Modellen. Das Resultat unserer Messung war, dass letztendlich alle Lüfterkombinationen in einem nicht, beziehungsweise kaum wahr zu nehmenden Bereich operieren. Lediglich der 280-mm- und 480-mm-Radiator wurden mit 0,1 dB(A) über dem Grundrauschen gemessen.




Erhöht man das PWM-Signal auf 25% der möglichen Maximaldrehzahl, drehten unsere 120-mm-Lüfter mit einer Geschwindigkeit von rund 400 Umdrehungen in der Minute. Die 140-mm-Luftschaufler aus der gleichen Serie lagen bei 360 U/Min. Auch in dieser Messreihe zeigte sich, dass die Radiatorbestückungen bezüglich der Laustärke beinahe gleichauf liegen - bis auf den mit vier Lüftern bestückten 480-mm-Radiator, welcher immer noch sehr schwer wahrnehmbare 32,3 dB(A) erreicht hat.




In unserem nächsten Durchlauf zeichneten sich erste gravierende Unterschiede ab. Während unsere Samples, die mit ein bis drei 120-mm-Lüftern ausgestattet sind, nur sehr geringe Lautstärkeerhöhungen auf maximal 32,8 dB(A) erfuhren, steigerten sich die Lärmpegel unserer 280-mm- und 480-mm-Modelle auf 33,9- beziehungsweise 33,6 dB(A). Diese rutschten damit in einen nun leicht hörbaren Bereich. Leise und keineswegs störend, aber eben bei unserem offenen Versuchsaufbau dennoch bereits hörbar. Wir gehen davon aus, dass ein PC-Gehäuse an dieser Stelle noch Abhilfe schafft und die Geräusche filtern könnte.




Ab 75% der maximal möglichen Drehzahl waren dann alle getesteten Lüfterkombinationen wahrnehmbar. Mit einer Geschwindigkeit von gerundeten 1110 Umdrehungen in der Minute erreichten die Testobjekte mit 120-mm-Rotoren einen Lärmpegel zwischen 34,5- und 37,4 dB(A). Der Größte der 120-mm-Kandidaten setzte sich dabei mit 2,2 dB(A) Differenz von dem nächst kleineren Modell ab. Überrascht sind wir an dieser Stelle etwas über die Wirkung des im Eisbrecher 240 zusätzlich verbauten Gewebes. Mit 34,5 dB(A) ist dieser gleichauf mit dem XT45 120 und unterbietet damit seine im Formfaktor gleichen Pendants in Form des ST30 240 und XT 45 240. Negativ überrascht waren wir vom 280 mm großen XT45. Dieser lag trotz seiner sehr laufruhigen 140-mm-Lüfter mit 38,1 dB(A) an der negativen Spitze des Testbereichs.




Im letzten Schritt unserer Laustärketests kamen die Messungen bei der maximal möglichen Lüfterdrehzahl zum Einsatz. Hierbei setzte sich das Bild des vorherigen Testlaufes eigentlich fort. Am schlechtesten schneidet der NexXxoS XT45 280 mit 44,7 dB(A) ab, dicht gefolgt von seinem 480-mm-Kollegen, welcher 0,5 dB(A) weniger, also 44,3 dB(A) erreichte. Das Mittelfeld bildeten die Modelle ST30 240, XT45 240 sowie unsere 360-mm-Kombination. Ebenjene ordneten sich in einen Bereich von 40,2 und 42,1 dB(A) ein. Den ersten Platz, wie nicht anders zu erwarten, da nur ein Lüfter für Lärm sorgte, wird von dem XT45 120 dargestellt. Das Gespann erreicht einen Lärmpegel von 38,6 dB(A) und wird überaschenderweise dicht von dem Eisbrecher 240 verfolgt, welcher mit gerade einmal 0,3 dB(A) mehr auf 38,9 dB(A) kam. Alle Kühlungskombinationen arbeiteten bei diesem Test in einem schon als eher laut zu bezeichnenden Bereich. Dieser reicht von „gerade noch akzeptabel“ bis hin zu „meine Ohren fangen an zu bluten“. Solche Lautstärken sind aber nicht Sinn und Zweck einer DIY-Wasserkühlung und dienen maximal dem Übertakten oder schlagartigen Abkühlen der Kühlflüssigkeit.

Die Messergebnisse waren allesamt eigentlich so, wie wir sie auch erwartet haben. An dieser Stelle läuft es eben nach dem Prinzip: Je mehr Lüfter, desto lauter . . . verständlich. Der NexXxoS 280 sowie der Eisbrecher 240 stellten dabei aber Ausnahmen dar. Der 280 mm große NexXxoS-Radiator werkelte im Testbetrieb erheblich lauter als seine kleineren 240mm-Brüder und das obwohl sich die 140-mm-Lüfter langsamer drehten als die unserer 120mm-Modelle. Im Kern erklärt sich dieses an der größeren Menge an bewegter Luft, welche durch die Lamellen des Wärmetauschers gepresst wird, also mehr Luftdurchsatz pro Minute. Und so ein Vorgang erzeugt eben leider Verwirbelungen, welche wiederum Geräusche hervorrufen. Dass was man im Allgemeinen also meistens hört, sind die Strömungsgeräusche der Luft, welche sich durch den jeweiligen Radiator bewegen. An der Stelle kommen wir zum Eisbrecher. Bei diesem Radiator hat Alphacool eine Dämmschicht vor die Lamellen des Radiators gesetzt, durch welche sich die vom Lüfter bewegte Luft hindurchzwängen muss. Dadurch jedoch werden die entstehenden Verwirbelungen und Turbulenzen in Kleinere aufgebrochen und entstehende Störgeräusche viel besser „geschluckt“. Weitere Auswirkungen dieser Art der Geräusch-Dämmung werden wir später im Test noch einmal antreffen. Und weil die Lärmentwicklung nur eine Seite der Medaille bei der Wahl von Kühlungskomponenten ausmacht, kommen wir im nächsten Abschnitt zu der eigentlichen Kühlleistung.





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