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  Chroma in günstig? Ein Baubericht
Chroma in günstig? Ein Baubericht
29.11.2016 von M.Plattner





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Baubericht Teil 1: Gehäuse

Wer eine oder mehrere Halogenlampen im Haus zur Beleuchtung verwendet, der weiß, wie hell 50 Watt Halogen sein können. Daher haben wir uns von Anfang an entschlossen, diese nicht offen im Raum stehen zu lassen, sondern in ein Gehäuse einzubauen.

Beim Gehäuse entschieden wir uns für ein Mehrkammer-System, bestehend aus einem stabilen Aufbau aus MDF Platten. Den eigentlichen Baubericht des Gehäuses möchten wir etwas kürzer fassen – schließlich sind wir eine Hardware- und keine Schreinerseite. Angefangen hat alles mit einem 3D Modell, aus welchem wir dann eine Schnitt-Vorlage gemacht haben.


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Das Schnittmuster in voller Auflösung findet ihr [UTL=https://www.tech-review.de/uploads/reviews/13_lastbank_aufbau_cut.png]hier zum Download[/URL].

Die einzelnen Holzteile wurden daraufhin im IT-Syndikat, dem lokalen Hackerspace in Innsbruck, zugeschnitten, deren hervorragend ausgestattete Werkstatt unser Redakteur als Mitglied verwenden darf. Ein Hackerspace ist ein Zusammenschluss von an Wissenschaft, Technologie und (digitaler) Kunst Interessierten, die sich eine Werkstatt teilen und sich untereinander austauschen. Ebenfalls haben wir dort das Gehäuse zusammengestellt, verleimt und die Klebestellen zusätzlich mit einer Nagelpistole verstärkt. In der Rückwand befindet sich ein großes Loch für den 140 Millimeter Lüfter, während in der Bodenplatte 16 Löcher für Luftzufuhr gebohrt wurden. Die ungefähr einen Zentimeter hohen Standfüße sorgen für Frischluft von unten. In der inneren Trennwand sind unten zwei Durchführungen für Kabel und in der Front Löcher, bei denen später die ATX Verlängerungen nach außen geführt werden sollen. Im leicht abgesenkten Deckel der vorderen Kammer finden indes 16 x 3 Millimeter Buchsen ihren Platz, neben einem großen Loch für die dazugehörigen Kabel. Doch dazu mehr im zweiten Teil des Aufbaus!


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Für die beiden abnehmbaren Deckel haben wir unterschiedliche Verschlüsse vorgesehen: Der große Deckel ist an den vier Ecken mit jeweils einem 3 Millimeter Stahlstift mit der Kiste verbunden, wobei die vorderen drei Seiten zusätzlich mit etwas Moosgummi lichtdicht gemacht wurden. Der kleine Deckel wiederum wird lediglich von zwei kleinen Schnappverschlüssen gehalten.

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Alles in allem ein eher simples Gehäuse, welches im Bau trotzdem erstaunlich viel Zeit in Anspruch genommen hat. Das lag zum einen an der geringen Erfahrung unseres Redakteurs im Verarbeiten von Holz, zum anderen an seinem Hang zum Perfektionismus. Auch wenn manche Spaltmaße sehr zum Leidwesen unseres Tastatur-Testers Daniel F. nicht perfekt sind, erfüllt das Gehäuse seine Aufgabe hervorragend – das Licht bleibt zuverlässig im Inneren und die Trennwände schützen Lüfter und Verkabelung vor der Hitzestrahlung.

Mooooment, Hitze? Holz? Ist das eine gute Idee? An sich nein, weshalb unsere Lastbank auch nie unbeaufsichtigt betrieben werden darf. Dasselbe Problem hätte man auch wenn die Energie anderweitig (beispielsweise in Widerständen) umgesetzt wird. MDF ist aber temperaturresistent genug, dass die Dauer eines üblichen Tests (zusammen mit dem Lüfter, der einen Teil abtransportiert) absolut kein Problem für das Gehäuse darstellt.


Baubericht Teil 2: Elektronik und Verkabelung

Nun kommen wir zum im wahrsten Sinne des Wortes spannenden Teil, dem Aufbau der eigentlichen Elektronik. Als Erstes wurde auf ein Holzbrett eine Anordnung von 16 Lampensockeln montiert. Hierfür haben wir die entsprechenden Löcher gebohrt und die Sockel anschließend mit Holzschrauben verschraubt. Um die Hitze der Lampen etwas vom Brett fernzuhalten, haben wir dieses vorher noch mit Aluminium-Klebeband beklebt, welches die thermische Strahlung teilweise reflektiert. In jeden dieser Sockel kommt eine 50 Watt Halogenbirne, was eine maximale Gesamtlast von 800 Watt ermöglicht – genug, um 550 oder 650 Watt ATX Netzteile auf Herz und Nieren zu testen und auch 750 Watt Netzteile mit enger OCP/OPP sind noch testbar.

Anschließend folgte der aufwändigste Part: Die Kabel der Sockel waren ausnahmslos deutlich zu kurz, weshalb alle verlängert werden mussten. Aufgrund der einfachen Beschaffung haben wir hierfür herkömmliches Installationskabel für 230 Volt verwendet, auch, wenn dessen unnötig dicke Isolierung etwas mehr Platz benötigt als es bei dedizierten 12 Volt Kabeln der Fall gewesen wäre. Diese Kabel wurden nun zusammen mit dem beigelegten Verlängerungskabel des Lüfters verlegt. Letzteres mussten wir leider zerschneiden und daraufhin ohne den überraschend hochwertigen Sleeve verbauen.


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In der vorderen Kammer wartete nun noch ein Haufen Kabel darauf, sinnvoll gebändigt zu werden. Hier haben wir Platinenmaterial als Verteilerplatten genommen und an die Kabel angelötet. Im Deckel fanden, wie bereits vorher erwähnt, 16 x 3 Millimeter Goldkontaktbuchsen aus dem Modellbau-Bereich ihren Platz, welche innen alle mit einer Platine verbunden wurden. An diese haben wir vier weitere dieser Buchsen angelötet. Daran können die vom Netzteil kommenden Verlängerungen angesteckt werden, sodass der Deckel abnehmbar bleibt. Oben hingegen kann pro Buchse je eines von einer Lampe kommende Kabel angesteckt werden, um die Lampen einzeln zu „schalten“. Über den Schalter im Deckel kann der Lüfter wahlweise an 5 Volt oder 12 Volt betrieben werden. Auch hier haben wir darauf geachtet, dass er Steckbar bleibt.

Die unzähligen Masse-Kabel der Lampen hingegen wurden, zusammen mit den Massekabeln die vom Netzteil kommen, auf einer Platine verlötet. Diese haben wir dabei länger gewählt als nötig gewesen wäre, da hier ursprünglich eine Einschaltstrombegrenzung folgen sollte, um den sehr hohen Einschaltstrom, den diese Lampen verursachen, davon abzuhalten die OCP des Netzteils auszulösen. Später haben wir uns dafür allerdings etwas anderes überlegt. Die Lampen werden mit einem Widerstand zwischen Buchse und Stecker „vorgeheizt“, ehe sie normal angeschlossen werden. Was als Notlösung beim ersten Test der Lastbank angewandt wurde, funktionierte so gut, dass wir es am Schluss beibehalten haben.

Für 3,3 Volt und 5 Volt haben wir uns gegen eine variable Last entschieden und einfach eine fixe Last von grob 2 Ampere pro Schiene genommen. Genauer sind es 2,28 Ohm auf 5 Volt und 1,58 Ohm auf 3,3 Volt. Das kommt der Last in einem realen, aktuellen System sehr nahe, in denen die 5 Volt und 3,3 Volt Schienen sehr schwach und konstant belastet werden und die effektive Last fast ausschließlich auf 12 Volt erfolgt. Das dritte Foto zeigt die Widerstandsbank, für welche wir verschiedenste alte, bereits herumliegende Hochlastwiderstände verwendet haben.


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Das kleine rote Kästchen an der Front stammt aus dem 3D Drucker und beinhaltet je zwei Messpunkte für Masse, +3,3 Volt, +5 Volt und +12 Volt, um im Betrieb mit einem Oszilloskop und Multimeter zugleich Spannungen messen zu können.


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