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  Chroma in günstig? Ein Baubericht
Chroma in günstig? Ein Baubericht
29.11.2016 von M.Plattner





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Technische Grundlagen und Ideensammlung

Um eine elektronische Testlast zu realisieren gibt es verschiedenste Ansätze. Was alle gemeinsam haben – viel Strom muss in viel Wärme umgewandelt werden. Technisch gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten.

Der wohl professionellste ist, mit einem Schaltwandler eine regelbare Konstantstromquelle zu realisieren und diese an eine Widerstandsbank anzuschließen. Die Leistung wird von den Widerständen in Wärme umgewandelt, aber der Strom kann digital geregelt werden. Ebenfalls sehr elegant ist die Option, direkt mit großen Leistungshalbleitern den Strom zu verheizen – auch hier kann man den Strom sehr präzise digital regeln. Beide Aufbauten sind gut steuerbar, man könnte sogar vollautomatisch oder über einen PC den Strom kontrollieren und Kennlinien aufzeichnen. Damit geht allerdings ein deutlich größerer Aufwand einher, gute Kenntnisse in Analog- sowie Leistungselektronik sind nötig und der Aufbau ist zeitaufwändiger sowie deutlich teurer. Damit verfehlen beide unsere Idee der „günstigen Lastbank für jeden“, die kostengünstig und einfach auf- und nachgebaut werden kann. Professionelle Testlasten (Chroma, Sunmoon und Ähnliche) arbeiten aber vermutlich nach einem der beiden ebengenannten Prinzipien.

Eine weitere Möglichkeit ist, steckbare oder schaltbare Widerstände zu verwenden, sodass, je nachdem wie viele parallel geschaltet werden, ein anderer, fixer Strom fließt. Leistungswiderstände der benötigten Klasse sind bereits ziemlich kostengünstig erwerbbar (3-5 € pro 50 Watt Widerstand), benötigen aber einen großen Kühlkörper mit aktiver Kühlung, immerhin muss dieser insgesamt bis zu 550 Watt abführen (also ungefähr die siebenfache Abwärme einer i7 4770k!). Während dieser Aufbau bereits gut möglich gewesen wäre, hat am Ende der simpelste und am einfachsten Nachzubauende gesiegt. Anstelle von 50 Watt Widerständen haben wir 50 Watt Halogenbirnen verwendet. Diese sind für den Dauerbetrieb an 12 Volt ausgelegt und müssen somit nicht weiter aktiv gekühlt werden. Sie haben sehr geringe Anschaffungskosten und in jedem Elektro-Geschäft ist günstiger Ersatz beschaffbar, wenn eine Birne mal kaputtgehen sollte.

Großer Nachteil der 12 Volt Lampen ist jedoch, dass ihre eigentliche Aufgabe darin besteht, Licht abzugeben. Das tun sie nur zu gut, wie wir während eines ersten Tests feststellen durften. 10 dieser Lampen an einem Netzteil tauchten den ganzen Raum in blendend helles Licht und strahlten eine enorme Menge an Hitze ab, sodass wir uns nach einer Weile an einem 50 cm daneben liegenden Multimeter fast die Finger verbrannt hätten. Ab da war klar – die Lastbank muss in ein Gehäuse. Hier ein Schnappschuss aus einem der ersten Testläufe mit offenem Deckel:




Buchsen für ATX 24pin, EPS 8pin und PCIe 8pin sind schwer zu beschaffen sofern man keine 1000 Stück aus Fernost ordern will. Hierbei kam uns Caseking als Partner zu Hilfe und unterstützte uns mit Komponenten für den Bau. Neben einem hervorragend leisen 140 Millimeter Noiseblocker eloop, welcher langsam Frischluft durch die Teststation pustet, stellten sie uns auch einen Satz an ATX Verlängerungen zur Verfügung, von welchen wir nur die Buchsen verwenden werden. An dieser Stelle nochmal vielen Dank Caseking. Nun waren alle Teile beschafft, der Bau konnte beginnen!

Kurze Liste der verwendeten Bauteile:
  1. 16 x GY6.35 Sockel
  2. 20 x 12 Volt 50 Watt GY6.35 Halogenlampe
  3. 1 x 24 Pin Verlängerung
  4. 1 x CPU 8 Pin Verlängerung
  5. 4 x PCI-E 8 Pin Verlängerung
  6. 1 x 140mm Noiseblocker Eloop
  7. 1 x Wippschalter mit Mittelposition
  8. 20 Paar 4 mm Goldkontaktstecker (Modellbau-Zubehör)
  9. 4 x 2,2 Ohm 5 Watt Lastwiderstand (Last für 5 Volt Schiene)
  10. 3 x 4,7 Ohm 5 Watt Lastwiderstand (Last für 3,3 Volt Schiene)
  11. Etliche Meter 2,5 mm² Kabel
  12. Holz und Verschluss-Schnapper für das Gehäuse
  13. Altes Platinen-Rohmaterial als "Stromverteiler"





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