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Inter-Tech Argus SU-260: Gelungener Budget-Kühler im Test
13.10.2018 von Simon Sternbauer





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Im Detail

Die Basis-Konstruktion hält sich an die klassische Bauweise eines Tower-Kühlers, daher wird von einer Bodenplatte über Heatpipes die Wärme in den Kühlturm, beziehungsweise in dessen Lamellen geleitet, um dort von parallel zum Mainboard strömender Luft abtransportiert zu werden. Letztendlich wird durch die Anordnung ein Weitertransport der anfallenden Abwärme direkt zu einem Hecklüfter begünstigt. Auffallend ist, dass der Kühler eine überaus symmetrische Konstruktion ist. Würde man den Korpus in der Mitte durchschneiden oder der Länge nach, beide Male hätte man gleiche Hälften. Durch den Verzicht auf eine komplizierte Konstruktion mit vielen asymmetrischen Details lassen sich die Kosten niedriger halten und tragen damit zum günstigen Preis bei. Außerdem kann so auch der Lüfter bei der Montage problemlos an jede der Seiten angebracht werden.


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Rund um die schon vorab angebrachten Klammern hat Inter-Tech die ersten elf Reihen der Aluminiumfinnen etwas kürzer gehalten, um für die Finger bei der Montage noch genug Platz zu haben. Alle Lamellen darüber sind natürlich in der normalen Breite ausgeführt, um den Luftstrom ausnutzen zu können. Seitlich zu sehen ist dabei eine rundliche Einwölbung, um den Lüfter mit den entsprechenden Klammern anbringen zu können, außerdem macht es optisch auch einiges her. Generell ist die Verarbeitungsqualität gut gelungen. Die Lamellen fühlen sich zwar beim Entlangfahren mit den Fingern etwas scharf an, was aber auch an der geringen Dicke liegen kann, wurden aber ordentlich entgratet und verursachen somit keine Verletzungen. Außerdem gehört der Argus SU-260 mit 560 Gramm (inklusive Lüfter) zu einem der leichteren Vertreter seiner Größe, was eben auch auf die dünnen Lamellen zurückzuführen ist. Das ist nichts Schlechtes, denn irgendwo muss Inter-Tech für den günstigen Preis auch Material einsparen und lieber etwas leichtere, aber noch stabile Finnen als nur drei Heatpipes. Unserer Meinung ist dies eine gut durchdachte Entscheidung.


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Bei der Bodenplatte setzt Inter-Tech auf Heatpipe Direct Touch (HDT), daher liegen die einzelnen Kupferrohre direkt, also ohne eine gemeinsame Bodenplatte, auf der CPU auf. In Anbetracht des Preises eine absolut verständliche Entscheidung. Durch die insgesamt vier Heatpipes mit je sechs Millimeter Durchmesser, die mit kleinem Abstand zueinander eingearbeitet sind, liegt auch an der äußeren Fläche des Heatspreaders eines der Kupferrohre auf und kann die Hitze abtransportieren. Die Kontaktfläche ist sehr gut und plan verarbeitet, selbst der ansonsten so typische Spalt zwischen Heatpipe und umliegenden Material ist minimalst. Auch hier hat Inter-Tech erneut sehr gute Arbeit geleistet.


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Der Lüfter stammt natürlich ebenfalls aus eigenem Hause, allerdings konnten wir dazu leider keine genaueren Daten als die auf der Verpackung finden. Das mag auch daran liegen, dass der Hersteller die Luftquirle nicht separat verkauft. Sicher sagen können wir allerdings, dass das vorliegende 120 Millimeter-Modell mit PWM angesteuert wird und der Drehzahlbereich von 600 bis 1400 U/min reicht. Die Spannung liegt dabei natürlich bei 12 Volt, für den Abtransport der warmen Luft sorgen neun Schaufeln. In Kombination mit dem Kühlkörper kann der Lüfter bis zu 150 Watt an thermischer Verlustleistung abtransportieren. Für den von Inter-Tech ausgesuchten Einsatzbereich im aktuellen Mainstream-Sektor, also Intel 115x und AMD AMx/FMx Sockel, genau richtig. Auffällig sind die orangen Lüfterblätter, dafür hält sich der schwarze Rahmen farblich sehr zurück. Zusammen mit den silber glänzenden Finnen und kupfernen Heatpipes ein etwas gewöhnungsbedürftiges, aber dennoch gelungenes Gesamtbild mit klarem Wiedererkennungswert.


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Montage

Da wir den Argus SU-260 auf einem Intel-System montieren, müssen wir zuerst den Montage-Ring vorbereiten. Auf einem AMD-Mainboard könnte man direkt zur Installation des Kühlers springen. Generell sei dazu allerdings gesagt, dass auf den AMx und FMx Sockel das Anbringen nur in zwei Richtungen möglich ist. Zum Glück bestehen die beiden Optionen jedoch aus dem Einbau mit Lüfterrichtung RAM oder zum Heckauslass, also dem horizontalen Einbau und nicht in der vertikalen Lage, die für den optimalen Luftstrom oftmals hinderlich ist.
Zurück zu unserem Mainboard: Die fast durchsichtig, milchigen Steck-Teile werden an die jeweils für den Sockel passende Position gesteckt. Bei 115x-Systemen ist das die Mitte, 775 wäre innen und 1366 außen. An einem hörbaren Klacken erkennt man zudem, dass es an der entsprechenden Stelle eingerastet ist. Nun kann der Ring auf das Mainboard gesteckt werden. Zum Abschluss dieses Schrittes gilt es noch die schwarzen Stifte von oben einzusetzen und damit die Konstruktion zu fixieren.


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Jetzt wird die Schutzfolie von der Bodenplatte des Kühlers entfernt und Wärmeleitpaste auf den Heatspreader der CPU aufgetragen. Dies ist besonders wichtig, da ansonsten keine ordentliche Kühlung zustande kommen kann und der PC spätestens unter Last überhitzt. Die beiden Halteklammern rechts und links des Lüfters sind nun dafür vorgesehen, in den entsprechenden Haken am Montagering einzurasten und damit den Kühler an Ort und Stelle zu halten.
In der Theorie ist das sehr schlüssig und einfach, in der Praxis kommt allerdings der geringe Abstand zu den umliegenden Bauteilen erschwerend hinzu. Bei uns bestand auf der oberen Seite das Problem, dass wir nahe dem Spannungswandlerkühler sowie entsprechender Bauteile auf dem Mainboard nur wenig Platz haben, auf der unteren Seite hingegen ist die System-SSD in direkter Nähe positioniert. Durch die notwendige Kraft, um die Klammern hinunterzudrücken und einzuhaken, ist die Nähe zu den Komponenten auf dem Mainboard allerdings stellenweise sehr hinderlich oder durch das hohe Risiko, dabei ein wichtigstes Bauteil zu beschädigen, auch gefährlich. Hier zeigt sich einfach, dass eine klassische Lösung mit Backplate und Verschraubung nicht ohne Grund zum de-facto Standard geworden ist. Außerdem wird bei dieser Art der Montage der Druck und die Gewichtskraft gleichmäßiger verteilt und lastet nicht auf vier Kunststoff-Halterungen. Ob und wie nun umliegende Bauteile von der Einschränkung betroffen sind, unterscheidet sich allerdings auch stark von Mainboard zu Mainboard. Auf manchen Modellen sitzen deutlich weniger oder gar keine Komponenten in den Arealen, wo für uns die Problemzonen lauern. Wir haben, für die Montage, letztendlich zuerst bei der Halterung nahe dem Spannungswandler eingehängt und anschließend auf der anderen Seite, wo die SSD sitzt, hinuntergedrückt. Mit etwas Kraftaufwand geht das dann dafür recht simpel von der Hand.


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Ist der Kühler allerdings einmal montiert, sitzt er fest an Ort und Stelle und es fehlt nur mehr der Anschluss des Lüfters an das Mainboard. Jener braucht während der gesamten Montage nicht einmal entfernt und erneut montiert werden, eine sehr schöne Sache. Stellenweise war allerdings die Anleitung in der Schriftgröße viel zu klein gedruckt und wir mussten uns sehr bemühen, trotz Brille und jungen Augen, das Gezeigte auch lesen zu können. Eine etwas größere Schrift und mehr Papier hätten hierbei wirklich nicht geschadet. Leider steht die Anleitung auch nicht auf der Produktseite als PDF zur Verfügung, womit ein genauer Blick und etwas logisches Mitdenken von großem Vorteil ist.


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Zusammengefasst ist es eine, egal ob Intel oder AMD, sehr simple Montage. Aufpassen heißt es halt beim Anbringen des Kühlers wegen des geringen Abstands zu umliegenden Bauteilen.




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