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  Enermax MAXPRO 500W
Enermax MAXPRO 500W
28.09.2015 von M.Plattner





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Technik im Detail

Ein Hinweis vorweg:
Nicht nachmachen! Ihr begebt euch in Lebensgefahr, wenn ihr ein Netzteil aufschraubt!

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Unter dem Deckel findet sich ein ziemlich kleines, schwarzes PCB. Wie bereits erwartet, verfügt das Netzteil über keine DC-DC Wandler. Es ist also gruppenreguliert. Der Lüfter ist ein Modell von Enermax selbst mit der Typenbezeichnung ED122512H-OD. Zu diesem spezifischen Modell konnten wir keine weiteren Angaben finden, außer den aufgedruckten 12 Volt und 0,30 Ampere. Von Hersteller gibt es verschiedene Lüfter, deren Typenbezeichnung mit ED122512H beginnt. Die genaue Klassifizierung wird dann durch die "Nachsilbe", -OD in unserem Fall, gemacht. 500-1500 U/Min Regelbereich ist aber allen gemeinsam, weshalb wir annehmen können, dass auch der hier verbaute Lüfter in diesem Bereich arbeitet.

Die Netzfilterung ist typisch für ein Netzteil dieser Leistungsklasse. Ein paar Informationen für die nicht ganz so Elektronikbegeisterten vorweg: Eine Drossel ist eine Spule. Primärseitig finden sich meist Drosseln mit zwei getrennten Spulen auf einem Kern, sodass beide "Pole" des Wechselstroms über eine Drossel fließen. X-Kondensatoren sind zwischen den beiden "Polen" des Wechselstroms eingelötete Kondensatoren, und Y-Kondensatoren zwischen jeweils einem Pol und dem Schutzleiter. Aus diesen drei Bauelementen kann man Filterglieder aufbauen, die, je nach Komplexität, unterschiedlich gut Störungen aus dem Stromnetz filtern.

Im MAXPRO 500W sind zwei Y-Kondensatoren sowie ein X-Kondensator sind direkt an der Netzbuchse angelötet. Auf dem PCB folgen eine Drossel, welche in Serie mit nur einem Leiter ist und eine Schmelzsicherung. Auf diese folgen ein Varistor als Überspannungsschutz zwischen den beiden Leitern, eine Drossel, ein X-Kondensator, eine weitere Drossel und noch zwei Y-Kondensatoren. Bis auf die eine Drossel in Serie zu nur einem der zwei Leiter, findet sich ein solches, oder sehr ähnliches Filterglied in fast allen aktuellen Netzteilen. Es ist problemlos im Stande, Störungen von außerhalb vom Netzteil fernzuhalten, und umgekehrt auch zu verhindern, dass das Netzteil andere Geräte stört. Der Varistor ist positiv hervorzuheben, denn leider verbauen nicht alle Hersteller einen solchen. Somit haben wir es hier mit einer einwandfreien Netzfilterung zu tun, die selbst in erheblich teureren Geräten noch angemessen wäre. Die Gleichrichtung des Wechselstroms wird von einem Brückengleichrichter übernommen auf den eine aktive PFC Schaltung folgt.


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Die aktive PFC und die PWM Steuerung des eigentlichen Schaltnetzteils werden beide von einem Champion CM6805B gesteuert. Diesem steht noch ein CM03X zur Seite. Laut Datenblättern umfasst Letzterer lediglich drei MOSFETs (elektronische Schaltelemente) in seinem Inneren, und kann - kombiniert mit einem passenden PFC Controller - dessen Effizienz steigern, wenn keine Last am Netzteil anliegt.

Die 5 Volt Stand-by-Spannung wird von einem TNY177 bereitgestellt, welcher mit wenigen externen Komponenten bis zu 23,5 Watt zur Verfügung stellen kann.

Auf der Sekundärseite finden sich vier Dioden im Gleichrichter. Zwei 30L60CT sind für den 12 Volt Zweig zuständig. Diese sind Doppel-Shottky-Dioden, also zwei Dioden mit besonders geringen Verlusten in einem Gehäuse. Sie können je 15 Ampere pro Diode gleichrichten. Theoretisch wären bei zwei Halbleitern mit je zwei Dioden also 60 Ampere auf 12 Volt maximal möglich. Zu den Dioden der 5 Volt und der 3,3 Volt Schiene lässt sich kein Datenblatt finden. Wie sich aus dem Platinenlayout folgern lässt, sind auch diese beiden Doppel-Dioden, vermutlich ebenfalls Shottkys. Effizientere Netzteile nutzen zur Sekundärgleichrichtung meist einen aktiven Gleichrichter (vom PWM-Controller angesteuerte MOSFETs), da ein solcher die Effizienz steigert. Hier ist wohl auch einer der maßgebenden Gründe zu finden, warum das Netzteil nur 80+ erreicht und kein höheres Zertifikat.

Die Schutzschaltungen werden von einem Sitronix ST9S429 bereitgestellt. Wir konnten zu diesem kein Datenblatt im Netz finden, aber eine Liste mit den vorhandenen Schutzschaltungen: UVP, OVP und OCP auf bis zu zwei 12 Volt, einer 5 Volt und einer 3,3 Volt Schiene. Er scheint der Belegung nach baugleich zu sein mit dem Sitronix S3515

Als Shunts kommen für alle drei Schienen Spulen auf Stab-Ferritkernen zum Einsatz, welche auch mit dem Controller verbunden sind - OCP und OVP sind also auf allen Schienen implementiert. Eine OTP wäre über den PFC Controller implementierbar - da wir aber keinen Temperatursensor finden konnten, ist ungewiss, ob eine solche implementiert ist. In unseren Belastungstests gab das Netzteil aber keinerlei Anlass zur Sorge.
Primärseitig findet sich ein 330 Mikrofarad 400 Volt Elko aus der Nippon-Chemicon KMR-Reihe. Der Primärkondensator ist nicht so ausfallgefährdet wie die Kondensatoren der Sekundärseite, und hier handelt es sich um ein ziemlich hochwertiges Modell.

Sekundärseitig finden wir verschiedenste Kondensatoren. Die 12 Volt Schiene wird von zwei CapXon Kondensatoren aus der KF Serie geglättet. Daneben finden sich noch drei Samxon GF Elkos, je einer für 3,3 Volt, 5 Volt und 5 Volt Standby. Zudem finden sich noch ein CapXon GF und zwei Su'scon MF in der Glättung der 5 Volt Schiene. Alle sind nicht als sehr langlebige Kondensatoren bekannt. Die Auswahl an Kondensatoren ist allerdings dem Preissegment entsprechend und somit auch kein wirklicher Kritikpunkt. Wer hochwertige Kondensatoren erwartet, muss mehr Geld in die Hand nehmen und ein deutlich teureres Netzteil erwerben.


An der Lötqualität gibt es nichts auszusetzen, CWT hat an dieser Stelle sehr sauber gearbeitet.







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