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  Stromversorgung gut und günstig - 5 preiswerte Office-Netzteile im Test
Stromversorgung gut und günstig - 5 preiswerte Office-Netzteile im Test
04.05.2012 von Philip Pfab





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Spire BlackDragon ATX 2.3 (SP-R-400WTB-PFC) 400W

Der Hersteller Spire, gegründet 1998, ist bei uns im deutschsprachigen Raum bezüglich Netzteilen ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Bekannt sind eher die Kühler und Gehäuse. Da Spire nun aber auch mit den Netzteilen auf den deutschen Markt kommen möchte, konnten wir das Spire BlackDragon (SP-R-400WTB-PFC) 400 Watt bereits testen.


Verpackung
Spire liefert den schwarzen Drachen in einem 26 x 21 x 10 cm kleinen Karton aus. Die Vorderseite zieht neben einer Abbildung des Netzteiles ein blau-schwarzer Drache. Daneben gibt es eine Liste der Features. Die Liste der Anschlüsse und die Leistungsangaben finden sich auf der Rückseite.

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Nach dem Brechen der Siegel und dem Öffnen des Kartons zeigt sich das Netzteil und das Zubehör. Neben dem Handbuch und der Garantiekarte finden sich auch Schrauben, ein Kaltgerätekabel und drei Klett-Kabelbinder.

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Äußeres
Das Netzteil selbst ist vollständig schwarz lackiert. Dazu schmückt Spire seinen Drachen mit Aufklebern. Ok, die Leistungsangaben, die Seriennummer und die Siegel müssen sein. Aber dann noch drei Aufkleber extra - uns ehrlich gesagt zu viel. Zudem ist einer der Aufkleber deutlich schief aufgeklebt und zwei stehen bereits im Auslieferungszustand ab. Der Lack ist unempfindlich für Staub und Tapser, allerdings hat zumindest unser Exemplar bereits im Auslieferungszustand kleine Kratzer und Lackierfehler. Solche Schlampereien sind natürlich schade. Das Lüftergitter ist Bestandteil des Gehäuses, aber einwandfrei. Die Einbautiefe ist mit 14 cm problemlos. Im Betrieb wird das Netzteil von den LED's des Lüfters blau beleuchtet.

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Anschlüsse und Kabel
Spire stattet sein Black Dragon 400 W mit schwarz gesleevten Kabeln aus. Die Kabeldurchführung ist leider nicht mit Kunststoff oder Gummi geschützt, aber immerhin gibt es keine scharfe Kante. Der 20+4 Pin ATX Anschluss ist 45 cm lang. Der 4+4 Pin 12 V Anschluss ist mit etwa 48 cm ebenfalls für die meisten Gehäuse ausreichend. Eine versteckte Verlegung hinter dem Mainboard wird jedoch eine Verlängerung voraussetzen. Großes Lob gibt es für die beiden PCI-Express 6+2 Pin Anschlüsse. Gerade da einerseits die CPUs immer sparsamer werden, die Grafikkarten aber sich in wahre Energiefresser verwandeln, ist die Entscheidung, zwei 6+2 Pin Anschlüsse zur Verfügung zu stellen, die richtige Antwort. Da könnte so mancher Konkurrent endlich abkupfern und auch in der 400 W Klasse nachziehen. Dazu gibt es noch zwei Stränge mit zwei Molex und zwei Stränge mit zwei SATA Anschlüssen. Insgesamt stellt diese Anschlussvielfalt derzeit die Referenz in der 400 W Klasse dar.


Schutzschaltungen
Spire stattet das Black Dragon offiziell mit allen notwendigen Schutzschaltungen aus.

  • UVP (Unterspannungsschutz: Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen unter einen gewissen Toleranzwert fallen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • OVP (Überspannungsschutz: Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • SCP (Kurzschlusssicherung: Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.)
  • OPP (Überlastschutz: Wenn das System “überdimensioniert“ ist, also mehr Leistung vom Netzteil beansprucht wird als es leisten kann, wird diese Sicherung ausgelöst.)
  • OCP (Überstromschutz: Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein als angegeben, schaltet das Netzteil automatisch ab.)

Als Ergänzung gibt’s noch OTP, d.h. einen Überhitzungsschutz. Überhitzt das Netzteil, schaltet es sich ab, um eine Beschädigung zu vermeiden. Das Schutzschaltungspaket sollte daher vollständig sein.


Leistung
Spire verspricht 400 W Gesamtleistung. Davon sind bis zu 360 W (also 90% der Gesamtleistung) auf den 12 V Schienen verfügbar. Der Drache kuschelt daher auch gerne mit modernen Systemen, die die 12 V Leitung besonders fordern. Das Netzteil ist bei 80plus.org derzeit nicht gelistet, trotzdem erwarten wir eine Effizienz auf 80plus Niveau im Praxistest.


Garantie
Spire gibt für seine Netzteile 2 Jahre Garantie. Leider ist man nur garantieberechtigt, wenn man das Produkt innerhalb 30 Tagen nach Kauf bei Spire registriert. Garantiezusagen an die Produktregistrierung zu knüpfen ist nicht gerade kundenfreundlich. Schließlich ist es unnötiger Aufwand für den Kunden und man kann die Registrierung auch leicht vergessen. Da sollte Spire eine weniger bürokratische Lösung finden. Zudem sitzt die Europazentrale in den Niederlanden, was die Portokosten für einen Austausch erhöht. Immerhin verweist Spire die Kunden im Problemfall aber nicht an die Händler.


Technik
Nach dem Lösen der Schrauben und dem Brechen der Siegel (Wie immer gilt: Nicht nachmachen - Lebensgefahr!) haben wir freien Blick auf die Elektronik und den Lüfter.

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Die Technik des Spire Black Dragon stammt von Seventeam aus der PFL - Reihe. Der 85 Grad Primärkondensator stammt von CapXon und ist eine befriedigende Wahl. Da der Primärkondensator üblicherweise wenig belastet wird und durch den Luftstrom gekühlt wird, halten wir die Auswahl eines Mittelklassemodells hier für sinnvoll. Auch die 105 Grad Sekundärkondensatoren stammen von CapXon. Der blau beleuchtete Lüfter stammt von Spire und nutzt ein Gleitlager. Weitere Daten konnten wir nicht finden. Leider wird der Widerstand für den Luftstrom durch die Luftleitfolie direkt unter dem Lüfter erhöht.

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Die Eingangsfilterung ist mit zwei X-, vier Y-Kondensatoren, zwei Spulen und MOV vollständig. Der Weltrend WT7502 Sicherungschip versteckt sich auf der Rückseite der Platine. Dem öffentlich einsehbaren Datenblatt nach unterstützt er jedoch kein OCP. Anwender sollten daher dringend darauf achten, keine Verkabelungsfehler zu machen. Auch schlecht verarbeitete Kabelverlängerungen und beschädigte Adapter sind aufgrund der fehlenden OCP Funktion und der Gefahr eines schleichenden Kurzschlusses gefährlich. Die Lötqualität gewinnt keinen Preis: Die für ein 400 Watt Gerät sehr hohe Menge an Lötzinn ist der Effizienz sicher nicht förderlich.







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