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  Stromversorgung gut und günstig - 5 preiswerte Office-Netzteile im Test
Stromversorgung gut und günstig - 5 preiswerte Office-Netzteile im Test
04.05.2012 von Philip Pfab





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LC-Power Silver Shield LC7300 V2.3 300W

LC-Power hat in den einschlägigen Foren einen eher durchwachsenen Ruf. Andererseits wird das Silver Shield 300W häufig gelobt. Der Hersteller verspricht echte 300 Watt und eine hohe Effizienz für einen Preis im Budget-Bereich. Und da es das einzige 300W Netzteil mit 80plus Silber Zertifizierung ist, war unsere Neugier natürlich dementsprechend groß. Im Vergleich zum einzigen 80plus Gold Netzteil, dem Huntkey Jumper, kostet es zudem gerade mal gut die Hälfte. Da musste natürlich unbedingt ein Exemplar für unser Roundup her. Nun aber alles der Reihe nach.


Verpackung
LC-Power liefert sein Silver Shield in einem 24 x 20 x 10 cm kleinen, schicken weißen Karton mit Tragegriff aus. Die Gestaltung der Vorderseite kommt dabei ganz ohne Marketinggeblubber aus. Auf der Rückseite finden sich die Versprechen des Herstellers in zahlreichen Sprachen. Auf der linken Seite findet sich der Aufdruck mit den obligatorischen technischen Daten.

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Nach dem Öffnen zeigen sich das mit einer Luftpolsterfolie geschützte Netzteil und das Zubehör. Letzteres ist spartanisch, LC-Power spendiert neben der Kurzanleitung nur ein Kaltgerätekabel. Wer einen neuen Rechenknecht zusammenstellt, wird sich über die fehlenden Schrauben ärgern.

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Äußeres
Das Netzteil selbst ist in Weiß gehalten. Das schwarze Lüftergitter mit dem silberfarbenen Markenlogo in der Mitte bildet den dazu passenden Kontrast. Auf der beim ATX konformen Einbau der linken Seite zugewandten Fläche befindet sich der Aufkleber mit den technischen Daten. Die Verarbeitungsqualität des Netzteilgehäuses ist einwandfrei, Blechstärke, Kanten und Lack machen einen guten Eindruck. Fingerabdrücke und Staub bleiben unsichtbar. Die Abmessungen sind mit 86 mm (Höhe) x 150 mm (Breite) x 140 mm (Tiefe) problemlos.

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Anschlüsse und Kabel
Werfen wir einen Blick auf die Verkabelungsmöglichkeiten. Die gute Nachricht vorneweg: Der Kabelausgang ist mit einem Plastikring ausgestattet, ein Durchscheuern der Kabel wird damit verhindert. Der ATX Anschluss ist als 20+4 Pin mit etwa 40 cm Länge ausgeführt. Ebenso lang ist der EPS 4+4 Pin Anschluss. Dazu gibts noch einen PCI-Express 6-Pin mit 45 cm Länge. In Anbetracht der Leistung von immerhin 300 W und der Tendenz, dass zwar einerseits die CPUs immer sparsamer werden, andererseits die Grafikkarten immer mehr Strom fressen, ist ein einzelner PCI-Express 6-Pin nicht optimal. Andererseits verfügen viele andere 300 W Netzteile noch gar nicht über PCI-Express Anschlüsse. Zudem gibt es ja Adapter. Für die restlichen Komponenten gibts noch zwei Stränge mit je zwei SATA Anschlüssen (40 cm + 55 cm) und einen Strang mit drei Molexsteckern (30 cm + 45 cm + 60 cm) sowie einem festen Floppystecker. Hier würden wir einen Adapter auf Floppy bevorzugen, da nur noch wenige Geräte diesen Anschlusstyp verwenden.


Die Kabellängen eignen sich eher für kleinere Gehäuse. Wer sein Silver Shield im Big Tower einsetzen oder die Kabel versteckt hinter dem Mainboard verlegen will, sollte Verlängerungen mitbestellen. In engen Gehäusen freut man sich über die gute Verlegbarkeit und die geringen Knickradien. Der Sleeve der Kabel überzeugt nicht: Er beginnt zu spät (erst deutlich außerhalb des Netzteils und endet schon ein gutes Stück vom Stecker entfernt. Beim ATX Stecker liegt er zudem nicht eng genug an. Zudem würden wir uns, da das Netzteil und sogar die Stecker in Weiß gehalten sind, auch weißen blickdichten Sleeve wünschen. Leider spielen wir in der Budgetklasse selten "Wünsch dir was".


Schutzschaltungen
LC-Power stattet sein Silberschild mit allen notwendigen Schutzschaltungen aus.

  • UVP (Unterspannungsschutz: Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen unter einen gewissen Toleranzwert fallen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • OVP (Überspannungsschutz: Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)
  • SCP (Kurzschlusssicherung: Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.)
  • OPP (Überlastschutz: Wenn das System “überdimensioniert“ ist, also mehr Leistung vom Netzteil beansprucht wird als es leisten kann, wird diese Sicherung ausgelöst.)
  • OCP (Überstromschutz: Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein als angegeben, schaltet das Netzteil automatisch ab.)

Als Ergänzung gibt’s noch OTP, d.h. einen Überhitzungsschutz. Überhitzt das Netzteil, schaltet es sich ab, um eine Beschädigung zu vermeiden. Das Schutzschaltungspaket ist daher vollständig.


Leistung
LC-Power verspricht 300 W Gesamtleistung. Diese können bei Bedarf vollständig auf der 12 V Schiene erbracht werden. Als Peakleistung sind bis zu 350 W möglich. Die Leistung, die Lautstärke und die von plugloadsolutions mit 80plus silver belohnte Effizienz werden wir später selbst in unseren Lasttests prüfen.


Garantie
LC-Power gibt auf das Silver Shield 2 Jahre Garantie. Leider ist eine Abwicklung nur über den Händler möglich. Viele Onlinehändler verlangen aber saftige Gebühren für eine Abwicklung. Auch im Falle einer Insolvenz des Händlers ist der Kunde auf Kulanz von LC-Power angewiesen. Zudem dauern Abwicklungen über den Handel unnötig lange. Die Konkurrenz bietet da deutlich besseren Service.


Technik
Nach dem Lösen der Schrauben und dem Brechen der Siegel (Wie immer gilt: Nicht nachmachen - Lebensgefahr!) haben wir freien Blick auf die Elektronik und den Lüfter.

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Die Elektronik stammt vom Hersteller Great Wall. Der 85 Grad spezifizierte Primärkondensator kommt von HEC, die 105 Grad Sekundärkondensatoren stammen vom chinesischen Hersteller Nicon, der uns bisher völlig unbekannt war. Langzeiterfahrungen zu den verwendeten Kondensatoren konnten wir daher bisher nicht machen - wir hätten lieber Produkte bewährter Marken. Der Sicherungschip ST9S429 von Sitronix ist baugleich zum S3515 von Unisonic und damit weit verbreitet. Die Schutzschaltungen OVP, UVP und OCP sind damit auf jeden Fall an Bord. Der 120 mm Lüfter trägt die Modellbezeichnung D12SM-12, nutzt ein Gleitlager, stammt von Yate Loon und ist leider direkt verlötet. Bastler würden sich einen Stecker wünschen. Die Maximaldrehzahl liegt bei 1650 Umdrehungen pro Minute.

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Die Eingangsfilterung besteht aus vier Y-Kondensatoren, zwei X-Kondensatoren, einem Ferritkern, drei Spulen und einem Thermistor. Ein MOV fehlt leider. Die Lötqualität gewinnt sicher nicht den Preis für perfekte Verarbeitung, ist aber problemlos. Die Kabelenden sind nicht perfekt gekürzt, Probleme sind aber nicht zu erwarten.







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