Folgen Sie uns auf Twitter  »  TRV bei Facebook  »  Besuche unseren YouTube-Channel  »  Kontakt  »  Werbung  »  Datenschutz  »  Impressum  »  
Start Reviews/Artikel Forum News Partner
Passwort vergessen?
Artikel » Reviews » Pappe trifft HDD-Gehäuse - Convar BytePac
  Seite: 1 2 3 4 5  

  Pappe trifft HDD-Gehäuse - Convar BytePac
Pappe trifft HDD-Gehäuse - Convar BytePac
04.11.2011 von Max Doll





Inhalts-Navigation:


Einbau und Betrieb

Wie funktioniert nun ein BytePac? Zuerst wird das gute Stück geöffnet und die Festplatte, in unserem Falle eine Samsung HD105J, eingesetzt. Das funktioniert logischerweise völlig ohne Werkzeug, hält die heimische HDD aber auch so sicher an Ort und Stelle - obwohl das BytePac gerade von Innen wie ein reines Spielzeug aussieht. Um das Speichermedium sicher zu halten, muss außerdem die Doppelte Papplage unter dem Deckel eingefaltet werden. Die vorgesehenen Knickpunkte sind allerdings von der Außenseite kaum zu erkennen, wenngleich die Anleitung den Vorgang aufführt. Danach gilt es, die "Wartungsklappen" zu öffnen, um von außen an die Anschlüsse gelangen zu können. Wer mag, darf zur zusätzlichen Belüftung auch noch den Aufsteller ausklappen. Nun noch schnell das Kabel anstecken und ran an den Rechner - fertig innerhalb von maximal zwei Minuten. Natürlich sollte klar sein, dass ein Pappprodukt ein Ge-, vor allem aber ein Verbrauchsgegenstand ist und als solcher nur eine potentiell begrenzte Haltbarkeit aufweist. Im Testbetrieb wies der Aufsteller an der Griffkante leichte Verformungen auf. Optisch unschön, wenngleich in keinerlei kritischem oder schädlichem Rahmen. Ein Fingerzeig allerdings auf die begrenzte Haltbarkeit des BytePacs - solide, aber nicht für die absolute Ewigkeit. Gut gelöst wurde auch der Kabelteil: Direkt an die HDD darf sich ein gut 100 cm langes Kabel schmiegen, das in einem Hub für Strom- und Datenströme mündet. Hier geht es per eSATA wahlweise direkt an den PC oder an den USB 3.0 Adapter, ganz nach Wunsch. Das ermöglicht gleichzeitig ein Umsatteln auf künftige Anschlussformate mit relativ geringen Kosten und wenig Aufwand, da nur ein Teil des Kabelgewirrs zu tauschen ist.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Nun verspricht der Hersteller neben dem wunderbar funktionierenden "easy access" auch noch eine erhebliche Dämm- und Kühlwirkung. Natürlich muss derlei in Relation gesehen werden: Mit einer Dämmbox kann das BytePac nicht konkurrieren, wohl aber hochfrequente Geräusche filtern. Damit wird die HDD nicht vorrangig leiser, aber angenehmer zu hören. Auch Vibrationen werden, wohl aufgrund des "weichen" Materials recht gut gefiltert. Zu Lasten der Temperatur? Mitnichten - mehr als 32 Grad (HWMonitor 1.18) erreichte unsere Festplatte während der Benchmarks zu keiner Zeit.


Bild vergrößernBild vergrößern


Im Alltagsbetrieb vermag sich das Ökowunder gut zu behaupten. Das Buchdesign sichert eine gewisse Unauffälligkeit - sofern der Besitzer denn auch echte besitzt - und die Möglichkeit zur Beschriftung sowohl der Festplatte durch die mitgelieferten Sticker als auch ihrer Umverpackung hilft beim Archivieren großer Datenmengen. Auf einen An- und Ausschalter muss aber verzichtet werden - aus ist, wenn Kabel ab. Schade, denn ein kleines, unauffälliges Modell am großzügig bemessenen Anschlusskabel wäre keine so schlechte Idee gewesen und hätte abseits des ultra mobilen Einsatzgebietes Vorteile verschafft.


Weil kalter Stahl trotzdem solider als pappiger Karton bleibt, wollten wir auch wissen, wieviel ein BytePac verträgt und haben ihm Gewalt angetan: Mit einer ausgemusterten 6,3 GB Festplatte gefüllt wurde das gute Stück aus normaler Schreibtischhöhe - einem realistischen Szenario - auf Teppichboden fallen gelassen. Mehrfach. Mit der normalen Wischbewegung spielte das BytePac jedoch Katze und fiel auch im fünften Versuch noch munter auf die flachen Seiten. Zu verzeichnen waren nur minimale Beschädigungen, die aus hervorstehenden Teilen des Testpiloten resultierten, ein Merkmal, das heutige HDDs aber nicht mehr aufweisen. Die Stellen allerdings sind mit normalem Cover nicht mehr sichtbar - enttäuschend. In Versuch Nummer Sechs haben wir das mutige BytePac deshalb vorsätzlich schräg am Boden aufkommen lassen, was an den Faltstellen der doppellagigen Gehäusewänden zu etwas mehr Spiel führte, die Funktionalität aber ebenfalls nicht einschränken konnte. Nur der Spannpunkt im Innenraum wurde etwas in Mitleidenschaft gezogen, was der Festplatte etwas Bewegungsspielraum gab.


Bild vergrößern Bild vergrößern
Noch lacht der Testpilot...

Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern


Außerdem haben wir einmal geschaut, wie sich Flüssigkeit auf das Gehäuse selbst ohne seine Kleidung auswirkt. Ein paar Wassertropfen machen dem Material allerdings wenig aus, weshalb eine Spezialbehandlung notwendig wurde: Ein paar Sekunden unter dem Wasserhahn, um die Oberfläche des Gehäuses gleichmäßig zu bedecken (Thailand-Aufbau). Obwohl auch etwas Wasser in die Belüftungsschlitze lief, blieb eine Sinflut im Innenraum aus. Etwas feucht und sicher nicht ganz gesund, aber kein GAU. Lediglich die Pappe quoll auf, was aber der Funktionsfähigkeit immer noch keinen Abbruch tut. Nur Tauchen zu gehen empfiehlt sich eindeutig nicht - eigentlich logisch. Insgesamt überrascht die Haltbarkeit des BytePacs also im weit positiven Bereich und lässt sich so leicht kaum aus der Ruhe bringen. Ein kleiner Hinweis für die Forscher im Leser: Derlei fällt natürlich nicht unter die von Convar vorgesehene "ordnungsgemäße Nutzung" und damit auch nicht unter die Garantie.





  Druckansicht
 

Seite: 1 2 3 4 5
Seitenanfang
nach oben

Copyright © 2009 - by Tech-Review.de

Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004