Folgen Sie uns auf Twitter  »  TRV bei Facebook  »  Besuche unseren YouTube-Channel  »  Kontakt  »  Werbung  »  Datenschutz  »  Impressum  »  
Start Reviews/Artikel Forum News Partner
Passwort vergessen?
Artikel » Reviews » Karlume: Ich sehe, was du suchst…
   

  Karlume: Ich sehe, was du suchst…
Karlume: Ich sehe, was du suchst…
01.07.2011 von Karl Koreander

Sommer, Sonne, Sonnenschein, zieh ich mir ziemlich gerne rein. Getreu dem Motto der Fantastischen Vier habe ich mich die letzten Wochen mal geistig ausgeklinkt und das Hirn morgens nicht in den Kopf gesetzt. Eigentlich wie ein normaler Arbeitstag bei Tech-Review – nur ohne News schreiben. Meine treuen Leser mögen es mir verzeihen.

Was macht man so im Sommer? Braun werden. Hat super geklappt – wenn ich mich in einer der zahlreichen Pfützen gewälzt habe. Nur geht die Farbe dann zu schnell ab – oder gerade dann nicht, wenn man ins Straßencafe oder die nächste Eisdiele will. Dabei gibt es eigentlich genug öffentliche Duschen, denn ich habe mir wohl die regenreichsten Sommerwochen für den Urlaub ausgesucht. Na ja, einer muss sie ja erwischen. Damit entfallen auch Dinge wie Eis essen, Bier im Park trinken und Bikinimädels am Badesee nachstarren.

Also das kleine schwarze Büchlein raus – ok, ist mittlerweile aus Kunststoff, nennt sich Handy, aber ist weiterhin schwarz – und mal die weiblichen Bekanntschaften durchgeklickt. Wenn schon Urlaub, dann brauche ich nen Urlaubsfi… flirt… Namen rausgesucht, kurzes Stalking bei Facebook und Google und schon stehen drei Damen zur Auswahl. Ich entscheide mich für frisch getrennt und auf der Suche – zudem neuestes Mitglied in drei Single-Gruppen bei Facebook. Da sollte was gehen.

Ich erspare euch die Details, denn das Vorspiel dauert ja gerade schon länger als bei Vielen der Hauptakt und langsam sollte ich mal zum Punkt kommen. Nein, nicht der mit dem G. Ich werd' ja auch nicht jünger. Mit der Dame läuft alles super. Viel Spaß, nette Gespräche, guter Sex (ja, auch im Alter geht das noch…) Also lasse ich mich hinreißen zuzuhören und schnappe aus Versehen das Stichwort "Unterwäsche" auf. Kombiniert mit "Sexy", "neu" und "einkaufen". Während bei vielen Damen allein beim letzten Begriff die Synapsen Amok laufen und der Eisprung vorgezogen wird, läuft bei mir in der Gesamtkombination das Kopfkino. Irgendwie profitiere ich ja auch von der Neuanschaffung. Da helfe ich gerne. Also Rechner an und auf Recherchereise gegangen.

Was es nicht alles gibt – und wie lange man sich durch so Unterwäsche-Webseiten klicken kann. Beeindruckend. Während ich bei Schuhen spätestens beim dritten Paar abschweife und mir erst mal die neusten Nachrichten bei Bild, Stern und Co reinziehe, ist meine Aufmerksamkeitsspanne nun deutlich höher. Ich merke gar nicht, dass ich mir drei Stunden lang nackte Haut… ähhh… die neusten modischen Ergüsse… Entwürfen (natürlich) anschaue. Schnell meine Favoriten in eine Mail gepackt und an die Dame meines Herzens verschickt. Thema durch. Dachte ich.

Zwei Tage später kommt eine Bekannte vorbei. Ihr wisst schon. Platonisch. Wir waschen uns aber vorher. Ne, sind halt nur Freunde. Sieht aber auch nicht so geil aus… Also sie… Ich soll ihr am Rechner mal zeigen wie man Firefox benutzt. Hat ihr jemand zu geraten. Sei besser als der Internet-Explorer. Ach ne… Echt? Da helfe ich doch gerne. Ich bin ja nett. Ne, eigentlich nicht, aber ich kann a) Microsoft ärgern und b) habe ich gelesen, dass hübsche Frauen eine häßliche Freundin haben. Bin gespannt welche Granate sie im Schlepptau haben wird. Aber das später…

Also Rechner an, Browser auf und dann direkt zur eBucht. Noch während die Seite lädt, bauen sich direkt die letzten Suchergebnisse auf. Besonders ein durchsichtig-rosaschimmernder Babydoll (für die Nerds: wie ein Lätzchen – nur für Frauen) weckt ihr Interesse. Wieso das denn angezeigt wird? Was weiß ich, erwidere ich und suche schnell eine Alternative. Also ab auf Tech-Review. Sichere Gefilde. Hardware. Hartware trifft es wohl besser. Denn in der Werberotation erscheint ein Werbebanner nach dem nächsten. Und die Damen sind immer leichter bekleidet. Es beginnt mit den bekannten Marken und endet dann bei den harten Sachen aus einschlägigen Versandkatalogen. Mein Kopf wird immer röter. Egal welche Seite ich aufrufe – die nackten Frauen verfolgen mich. Kein Entrinnen. Niente. Nix. Schöne neue Welt, in der man immer thematisch die Werbung von Produkten bekommt, nach denen man gesucht hatte...

Meine Bekannte bemerkt meine unübersehbare Verlegenheit und erklärt lächelnd: "Wofür du das Internet nutzt, ist wohl klar. Wie war das noch? Internet is for porn?"

Nie wieder online shoppen. NIE WIEDER!


  Druckansicht
 

Seitenanfang
nach oben

Copyright © 2009 - by Tech-Review.de

Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004

Anzeige