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  Roundup: In-Ears unter 50 Euro
Roundup: In-Ears unter 50 Euro
08.09.2011 von Gordian Hoffmann





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Sony MDR-EX300

Das Einstiegsmodell von Sony in diesem Test macht preislich nur einen winzig kleinen Schritt nach vorne. In tiefem Schwarz liegt der MDR-EX300 knapp unter dreißig Euro, in weißer Farbe bei rund 35 Euro. Beide Modelle, welche heute unseren Testparcours durchlaufen, werden genau wie die Sennheiser CX 281 mit besonders klarem Sound beworben.
Sony bezeichnet die EX-Reihe, welcher die Probanden angehören, bereits als Hochleistungsserie. Schon beim Anblick wirken viele Ohrhörer von Sony irgendwie anders als die der Konkurrenz. Das liegt an den um 90° gedrehten Treibern, die für eine sehr flache Bauweise in die eine Richtung sorgen - dafür stehen die Ohrhörer aber mehr aus dem Ohr heraus. Der klangliche Vorteil resultiert aus größeren möglichen Lautsprecheroberflächen. So hat der MDR-EX300 1,35 cm Membrandurchmesser. Ein solcher wäre bei konservativer Bauweise nicht möglich.

Die Japaner von Sony haben in über sechs Dekaden ihre Produkte immer wieder verbessert und neue Bereiche erkundet. Die Produktpalette ist zu lang, um sie aufzuzählen. Bekannte Geräte sind neben Audio Spielekonsolen, Technik rund um Fernseher und Computer und Kameras. Über 150.000 Mitarbeiter hat das weltweit agierende Unternehmen.


Grunddaten:
  • Frequenzgang: 5 - 24000 Hz (Herstellerangabe)
  • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
  • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,05 cm herausstehend (verlängert)
  • Gesamtkabellänge: 1,58 m (gemessen), asymmetrisch, fein rau (gemessen)
  • Grundkabellänge: 64 cm ab linkem Ohrhörer (gemessen)
  • Wandler: dynamisch
  • 2 Jahre Garantie
Lieferumfang:
  • Ohrhörer "MDR-EX300"
  • Ohrpassstücke in S, M und L
  • Stofftransporttasche mit Hardcase
  • Verlängerungskabel für Klinke
  • "Cordadjustor"
  • Anleitung
  • Garantiekarte
An dieser Stelle können wir einen anstandslosen Lieferumfang attestieren. Neben den Ohrpassstücken ist ein sehr gefälliges Stoffcase für die Ohrhörer mitgeliefert. Letztere werden zur Aufbewahrung in eine für sie vorgeformte Kunststoffhalterung gelegt, das Kabel herumgewickelt. Bei der Verbindungsleistung hat sich Sony etwas Besonderes überlegt. Um auch eine Nutzung mit einem vorgeschalteten Mikrofon zu erlauben, und um durch ein zu langes Kabel nicht an Klangqualität einzubüßen, wird das Kabel aufgeteilt und ein Kunststoffwickler zum Verkürzen des Kabels beigelegt, was bei einigen Aktivitäten sinnvoll ist.
Außerdem haben wir, anders als bei den vorherigen Modellen, ein asymmetrisches Kabel. In diesem Fall ist die Leitung zum rechten Ohr länger. Zuerst wird dieser in den Gehörgang eingeführt, anschließend der Linke hinter dem Kopf vorbeigeführt und in das Ohr gesteckt, sodass das Kabel über den Nacken führt. Der Hauptstrang führt nicht zentral vor dem Körper entlang, sondern seitlich versetzt. Es besteht auch die Möglichkeit, das Kabel am Rücken zu verlegen. Trägt man das Abspielgerät in der Hosentasche, wird das oft als angenehmer empfunden. Optisch nehmen sich beide Techniken nicht viel. Bei der symmetrischen Variante sieht man von vorne mehr Kabel, bei der asymmetrischen hinten. Denn bei letzterem bildet sich oft eine große Schlaufe, weil das Kabel zum weiter entfernten Ohrhörer auch gerne mal über das notwendige Maß länger ist und somit am Rücken herunterhängt. Ein oft monierter Nachteil der unterschiedlichen Kabellängen ist allerdings, dass am Ohr mit dem kürzeren Ohrhörer mehr gerissen wird, währenddessen das andere entlastet ist.


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Optik und Verarbeitung:

Die in weiß und schwarz erhältlichen MDR-EX300 verfügen laut Sony-Homepage "über ein witziges Design", was hoffentlich ein Übersetzungsfehler ist. Im Gegenteil - treten die Ohrhörer besonders in der schwarz/silber-Kombination ausgesprochen seriös auf. Sie wirken auf den ersten Blick aber etwas ungewohnt. Durch die Drehung des Treibers ist der In-Ear-Kopfhörer in die eine Richtung nämlich etwas größer als üblich.
Die Schwarz-Silber-Verbindung wirkt edler und etwas zurückhaltender als das Reinweiß. Dank Apple sind aber auch weiße In-Ears keine Seltenheit mehr und nicht nur als Autofarbe Trend, sodass das helle Modell nicht mehr auffälliger ist.




Die Verarbeitung der Lautsprecher und auch die des Zubehörs ist ausgezeichnet. Die verschiedenen, nahtlos verbundenen Plastik harmonieren gut. Der Übergang von Ohrhörer zu Kabel erfolgt mit einem Kunststoffstück, das immer dünner wird, aber leider an das Edelstahlelement sehr schlecht angefügt ist. Der Rest ist solide, nur der Klinkenstecker des Verlängerungskabels wirkt wieder etwas instabil, ist dabei aber zumindest platzsparend. Lobend ist das schwarze, rechteckige Case hervorzuheben, welches schön anmutet und wie die Ohrhörer gut verarbeitet ist.


Praxisgebrauch:

Das asymmetrische Kabel führt dazu, dass nur links Zug entsteht. Daher fällt dieser auch bei gleichem Zug doppelt so leicht heraus als bei normaler Bauweise, weil die volle am Kabel wirkende Kraft auf einen der Ohrhörer wirkt. Dies erschien uns in der Praxis wenig komfortabel. Abgesehen davon war das asymmetrische Kabel angenehm, große Vorteile gibt es aber auch nicht. Die Beigaben präsentierten sich als nützlich, genau wie die gut dimensionierte Kabellänge. Nur der "Cordadjustor" hätte etwas dezenter ausfallen können. Berührungen des Kabels wurden nicht weiter übertragen oder gar verstärkt. Durch die Bauform wirkte der leichte Kopfhörer aber im Ohr zu Beginn etwas ungewohnt, auf Dauer aber wechselte dieses Gefühl in bequemes Tragen.


Klangeindrücke Film:

Ein etwas anderes Bild als beispielsweise beim Sennheiser CX 281 zeigt sich hier. Der gesamte Klang ist präziser, bestimmender. Dabei ist das Hören erst etwas spannender, weil man auf irgendeine Weise in eine Art Bann gezogen wird. Einige Geräusche, besonders im hohen Bereich, werden leicht überzeichnet, was diesen Effekt vermutlich verstärkt. Die Präzision ist aber, wie gesagt, eminent. Die davon abhängige Sprachverständlichkeit war entsprechend gut.


Klangeindrücke Musik:

In verschiedenen Songs unterschiedlicher Genres konnten wir feststellen, dass der MDR-EX300 mit wenig Druck daherkommt. Weiterhin bleibt das Volumen im guten Bereich. Die Abstimmung ist homogen und auch die Auflösung erfolgt sehr fein. Filigranität kann das Sony-Modell aufweisen und wirkt dadurch unheimlich präsent, wenn auch insgesamt etwas peppig.
Im Vergleich zum CX 281 kann er überzeugen, durch Bass und Feinauflösung, wie auch schon der Philips-Proband. Der große, gedrehte Treiber kostet dem Modell aber viel Druck. Die direkte Einstrahlung des CX 281 oder auch Philips SHE-9750 und vieler folgender Modelle ist hier vorne.
Insgesamt gefällt der Kandidat besonders bei akustischer Musik, wie auch der Klassik. Im elektronischen Bereich fehlt leider die Power.


Fazit:

Der MDR-EX300 ist ein gut verarbeiteter Kopfhörer, der mit passendem Zubehör zu einem sehr angemessenen P/L-Verhältnis den Testparcours durchlief. Klanglich gesehen wusste er durch Feinauflösung in allen Frequenzbereichen zu überzeugen, ohne zu viel Volumen einzubüßen. An Druck fehlt es aber leider ein wenig.
Der EX300 ist sehr ausgereift und durchdacht. Die Kabellängen, der kleine Klinkenstecker, das Verlängerungskabel und das Zubehör erleichtern den Alltag. Ein kleiner Konstruktionsfehler beim Übergang zum Kabel und der etwas schwache Schalldruck schmälern den guten Eindruck aber geringfügig.



  • Optik, Verarbeitung
  • Präzision, Ausgewogenheit
  • Lieferumfang
  • Kabelaufteilung




  • Übergang zu Kabel etwas dünn
  • partiell drucklos



    Links zum Produkt:






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