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  Roundup: In-Ears unter 50 Euro
Roundup: In-Ears unter 50 Euro
08.09.2011 von Gordian Hoffmann





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AKG K390 NC

AKG bezeichnet die AKG K390NC auch schlicht als "Black Mamba". Die Giftschlange verfügt über eine Besonderheit, welche die Österreicher mit dem wunderschönen Begriff "Active Noise Cancelling" beschreiben. Diese Technik soll zusätzlich zum abgedichteten Gummi die Umgebungsgeräusche effektiv minimieren, mit einer Technik, welche bei kostspieligen Modellen gerne Einsatz findet - oder auch schon bei Philips für wenig Geld. Die Mamba aber hat eine, wohlbemerkt unverbindliche Preisempfehlung von 129 Euro. Auf der Straße muss man aber nur 50 Euro für die Schlange zahlen. Solche Preisdifferenzen sind stets interessant - die technische Beurteilung folgt.


Grunddaten:
  • Frequenzgang: 12 - 24000 Hz (Herstellerangabe)
  • Impedanz: 32 Ohm (Herstellerangabe)
  • Klinkenstecker: 3,5 mm, gerade, 3,0 cm herausstehend (gemessen)
  • Kabellänge: 1,0 m + 0,48 m, symmetrisch (gemessen)
  • Wandler: dynamisch
  • 2 Jahre Garantie
Lieferumfang:
  • Ohrhörer "K 390 NC"
  • Ohrpassstücke in S, M und L
  • Kunstledercase
  • 3,5 mm Kabel für iPhone,
  • 3,5 mm Kabel für Nokia
  • Adapter von 2 x 3,5 mm Klinke Mono auf 3,5 mm Stereoklinke (Flugzeugadapter)
  • Anleitungen
Ein kompletter Auftritt, die Beigaben sind "Premium" und in einer Vielzahl vorhanden. Nur den für die Umgebungsgeräuschunterdrückung notwendige AAA-Akku vermisst man.
Die Einteilung der Kabel ist sinnvoll gewählt. Bis zum großen Active Noise Cancellor gibt es je nach Gerät ein Kabel, das etwa einen Meter lang ist. Fest an der Oberseite des großen Brockens, der die Umgebungsgeräusche weiter minimieren soll, gehen die Kabel zu den Ohrhörern weiter. Es ist mit 0,48 m ordentlich bemessen.
Der "Flugzeugadapter" splittet das Stereosignal auf zwei Mal Monosignal auf - bekannt vom SHN-7500.


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Optik und Verarbeitung:

Keine Mamba ist so tiefschwarz wie das Modell von AKG. Die silberglänzenden Akzente hingegen entsprechen aber den Farben eines Jungtiers dieser Art. Insgesamt ist die Optik schlicht. Das seriöse Schwarz harmoniert hervorragend mit den silbernen Akzenten. Der K390NC wirkt also auch zu Anzug und Krawatte nicht ungewöhnlich, ist aber für den Freizeitbereich dennoch geeignet.
Die Verarbeitung können wir an keiner Stelle tadeln, weil die Materialien auf einem Niveau sind, das auch für 130 Euro angemessen wäre. Glücklicherweise ist die Preisangabe des Herstellers ja erheblich höher als bei den meisten Anbietern.


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Praxisgebrauch:

Der Active Noise Cancellor ist, auch aufgrund der einzulegenden Batterie, ein echter Brocken. Dieser muss irgendwo in der Nähe vom Kopf platziert werden, etwa an der T-Shirt-Oberseite. Abgesehen davon, dass dies keine optische Verschönerung darstellt, ist wie bei Philips das Gewicht nicht zu verachten. Das T-Shirt wird leicht nach vorne gezogen, wenn man den schwarzen Kasten daran befestigt. Für das Gewicht und die Größe ist die Befestigung aber erstaunlich leicht und angenehm ausgefallen. Auch die Ohrhörer selber sind gut zu tragen, aber nicht solche Leichtgewichte wie die berühmten 3-Gramm-Modelle aus eigenem Hause.
AKG wird aber einen solchen Kasten nicht ohne Grund an das Kabel gebunden haben. Die Filterung von Umgebungsgeräuschen erfolgt, abgesehen von der Dämpfung der Ohrpassstücke, durch identische Technik wie schon beim SHN-7500 von Philips (s.S.7).
Wir simulierten ein Szenario, indem im 15 m² großen Testraum, etwa 2 m vom Tester entfernt, ein normales Gespräch zwischen zwei Personen stattfand, andere Musik abgespielt wurde, ein Küchenmixer in Betrieb genommen wurde, et cetera. Mit aktiviertem Active Noise Cancelling konnten die Dämpfungs-Bestwerte im Testfeld erreicht werden - subjektiv auch spürbar besser als beim Philips-Modell mit ANC. Höhere Frequenzen wurden besser gedämpft als tiefere, weil Letztere nicht nur gehört, sondern auch gespürt werden. Das Spüren können die In-Ears natürlich nicht beeinflussen, extrem hohe Frequenzen über 15.000 Hz drangen hingegen auch einfacher durch. Die Frequenzen, welche effektiv gedämpft werden, sind also nicht sehr breitbandig, ähnlich wie beim Probanden aus den Niederlanden. Insgesamt weist das AKG-Modell eine bessere Dämpfung als der deutlich billigere Philips auf.
Bekannt für Nebengeräuschunterdrückung ist eine Verzögerung des eigentlich wiederzugebenden Klanges, da der Gegenschall der Musik hinzugefügt wird, aber erst berechnet werden muss. Wir müssen lobend erwähnen, dass wir dies beim K 390 NC nicht feststellen konnten. Der Sound selber unterscheidet sich zwischen aktiviertem und deaktiviertem ANC nicht. Mit dem zugeschalteten Sonderfeature kann man den Muting-Knopf benutzen, ohne nicht.
Die integrierte Telefoniefunktion funktioniert gut. Die Sprachverständlichkeit am Ende der Leitung war ähnlich gut wie die eines aktuellen Smartphones.


Klangeindrücke Film:

Der Klang präsentiert sich als sehr angenehm, aber weniger spektakulär. Effekte werden nicht überzeichnet, Höhen zischeln nicht. Ein wenig Lautstärke sollte man dem K 390 NC geben, bei zu geringer Intensität flacht der Spaßfaktor wirklich stark ab. Trotzdem wird entspanntes Hören über lange Zeiträume ermöglicht.


Klangeindrücke Musik:

Musik wird klar und nicht überspitzt wiedergegeben. Der Sound ist wie auch beim iE71 von Beyerdynamic sehr ausgewogen und ermöglicht angenehmes Lauschen. Oder besser doch nicht lauschen, denn der Bass macht einem hier einen Strich durch die Rechnung, weil er bei geringen Lautstärken wenig Druck erzeugen kann. Ab mittlerer Lautstärke klingt auch dieser super, weil er sehr definiert abspielt.


Fazit:

Der K390NC von AKG ist der Geheimtipp für Genießer: Die Mamba schlängelte sich mit ausgewogenem Klang, gut funktionierendem ANC, hochwertigem Zubehör und einem erstaunlich geringen Preis für das gebotene durch unseren Parcours. Etwas überdimensioniert ist aber der fest ans Kabel integrierte Kasten, der die Umgebungsgeräusche dämpft. Während die Ohrhörer im Sitzen bequem sind, würde man beim Laufen gerne auf die Dämpfung verzichten. Im Verhältnis zur ANC steht der Komfortverlust nämlich nicht immer. Vom Tragen des K390NC im Straßenverkehr ist durch das neue Feature also noch mehr abzuraten als bei allen anderen Ohrhörern. Man bekommt nämlich von sich annähernden Autos nur noch sehr wenig mit.


Unser Resümee ist, dass der K390NC beispielsweise zum Einsatz im Zug, im Wartesaal, am Flughafen oder im Bus optimal ist. An diesen Stellen stören einen die genannten negativen Attribute der klanglich sehr homogenen Ohrhörer nicht und auch die Möglichkeit des Telefonierens ist hier bestens möglich. Wer andenkt, die Ohrhörer primär in diesen Bereichen zu nutzen, sollte zuschlagen, denn der Preis ist mit gut 50 Euro momentan spitze. Aus diesem Grund sprechen wir auch den P-L-Award "gut" aus.




  • Preis/Leistung
  • Kompletter Lieferumfang
  • Lautstärkeregler
  • gute Kabellänge
  • Angenehme Auflösung der Höhen und Mitten
  • guter Tragekomfort




  • etwas schwacher Bass
  • Sprachverständlichkeit nimmt bei Filmen mit Nebengeräuschen ab


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