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  Prozessor mit Grafikeinheit: Sandy Bridge im Test
Prozessor mit Grafikeinheit: Sandy Bridge im Test
26.02.2011 von Max Doll & Dennis Hensel





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Overclocking


Egal ob neu oder alt, das Übertakten der eigenen Hardware setzt nicht nur Leistung frei, es macht auch Spaß. Bei den neuen Intel-Prozessoren hat sich die Vorgehensweise jedoch radikal verändert. Ganz von vorne erklärt setzt sich der Takt einer CPU aus dem FSB bzw. der BaseClock (BCLK) in Verbindung mit dem sogenannten Multiplikator zusammen. Prinzipiell war letzterer seit langem fix, um teurere Prozessoren attraktiv zu halten - denn der maximal mögliche Takt beim Overclocking war sowohl durch die Güte der einzelnen Muster als auch durch das technologische Limit einer Serie bedingt. Eine günstige CPU ließ sich also unter Umständen genauso stark takten wie eine teurere, oder aber auf das Niveau der weit teureren bringen. Hier haben bislang die Hersteller der Mainboards gegengehalten, denn Overclocking war eine verkaufsfördernde Maßnahme. Limitierend aber war immer der FSB bzw. der BCLK - zumindest ersterer hing immer am Mutterbrett fest. Doch wer über den FSB übertaktet, übertaktet alle damit verbundenen Geräte wie Festplatten, Controller, selbst die Grafikkarte mit. Deshalb wurden die Takte mit Teilern versehen, fixiert und mit jeder Menge Voodoo zur Stabilität erzogen. Die Auswirkungen eines hohen FSB wurden auf die wenigen Komponenten beschränkt, die diese klaglos wegstecken. Aus und vorbei mit Sandy Bridge. Intel sieht nunmehr keinerlei Teiler vor. Der BCLK lässt sich bei extrem guten Boards um etwa 7-8 MHz erhöhen, was selbst bei den High-End Prozessoren nicht einmal 100 MHz mehr Takt bedeutet. Dafür kann man den BCLK in 0,01 MHz Schritten an das absolute Maximum annähern, auch wenn das wenig Sinn macht: Die Festplatte zum Beispiel freut sich keinesfalls über ihre Übertaktung. Damit ist Intel zurück zu den absoluten Anfängen des Übertakten gelangt, zu seligen Zeiten des frühen AMD Sockels A, SD-RAM und den ersten Athlon-CPUs. Allerdings konnte man bei diesen immerhin den Multiplikator per Silberlack freischalten, was nun ebenfalls verbaut ist.

Ganz gegen das Übertakten hat sich Intel allerdings nicht gewandt. Nunmehr gibt es CPUs mit dem "k"-Attribut, bei denen der Multiplikator zwischen 16 und 65 frei wählbar ist, was früher den teuren Extreme-CPUs vorbehalten war - gerade noch im 3-Stelligen Eurobereich. Einen kleinen Testlauf dieser Art findet man mit bereits beim älteren Sockel 1156. Den "k"-Rechenwerken war aber eher ein Schattendasein beschieden. Der Aufpreis hält sich mit etwa 10-15€ in argen Grenzen. Verzichtet man auf diesen Obolus, lässt sich der Takt maximal in Höhe des Turbo-Modus verstellen, d.h. um den Wert 4 und damit 400 MHz erhöhen.
Voraussetzung ist jedoch der P67-Chipsatz. Die kleineren H67 und H61 verfügen nur über VGA-Ausgänge, um die integrierte Grafikeinheit zu nutzen. Taktsteigerungen sind hier grundsätzlich nur mit Bereich des Turbo-Modus möglich - sofern der Hersteller diese Option überhaupt vorsieht. Da es mit ein paar Tricks immerhin möglich ist, teilweise höhere Multiplikatoren zu starten, besteht die Hoffnung auf eine findige Community, die zumindest für bestimmte Boards ein Mod-BIOS veröffentlicht.

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Warmer Bruder: Der Standardkühler


Der Maximale CPU Takt liegt so theoretisch mit dem 65x Multiplikator bei satten 6500 MHz oder 6,5 GHz. In der Praxis sieht das aber wieder anders aus. Hier hängt der maximal erreichbare Takt von der Güte der jeweiligen CPU ab - allerdings auch nur mit einem gescheiten Kühler. Die mitgelieferte Version von Intel taugt nicht einmal als Frisbee. Durch die Fertigungstoleranzen bei der Herstellung ist das Übertakten und damit die maximal erreichbare Geschwindigkeit ein Glücksspiel und vom Einzelfall abhängig. Der Vorgang selbst ist nach den eher schwierigen Nehalem-CPUs mit ihren zig Spannungen und Einstellungen geradezu erschreckend einfach. Multiplikator wählen und Spannung (Vcore) erhöhen und den Zauber genießen. Trotz der selbst mit mittelprächtiger Luftkühlung erfrischend geringen Temperaturen sollte man mit der Vcore aber nicht übertreiben. Sicherlich verlockt ein Takt von 5 GHz, wobei in der Regel aber über 1,4V nötig sind. Sicherlich, Intel spezifiziert maximal sogar satte 1,5 Volt. Trotzdem sollte man sich im Interesse der Lebensdauer für den Dauerbetrieb bei 1,35, besser 1,325V begnügen. Erste Erfahrungen scheinen dies zu bestätigen.

Schon Anfang Dezember gab es Foren User die Sandy Bridge CPUs ihr eigen nennen konnten, nicht nur als so genanntes Engineering Sample sondern sogar Retail Modelle. Bei den 2500k CPUs lag da der maximale erreichbare stabile CPU Takt bei 4800 MHz und bei den 2600k Modellen 5000 MHz, allerdings bei Spannungen von teils über 1,4 Volt. Das ist schon ein erstaunlicher Takt, wenn man sich anschaut, was für einen Grundtakt die CPUs haben. Ende Dezember kamen dann Gerüchte auf, wonach Intel eine bisher nicht dokumentierte Bios Funktion mit einer Taktsperre geheim gehalten hat. Anfang Januar, passend zum Offiziellen Release der Sandy Bridge CPUs, haben die Boardhersteller diese Funktion, genannt "PLL Override", in ihr Bios eingebaut. PLL Override erhöht die Taktgrenze des in der CPU verbauten Taktgebers. Diese benötigt mit steigendem Takt auch mehr Spannung als der Prozessor selbst. Seit dem Release dieser Bios Versionen gibt es in den Hardware Foren Screenshots von 2500k-Prozessoren mit stabilen 5200 MHz, vom 2600k sogar mit stabilen 5500 MHz bei Luftkühlung.

Eine Wasserkühlung oder sogar das beim extremen Übertakten übliche Trockeneis/LN2 bringt hier bisher keine Verbesserung. Die Wasserkühlung bringt zwar geringere Temperaturen, leider aber nicht gleichzeitig mehr Takt. Die vorherigen CPU Generationen skalierten dagegen gut mit sinkenden Temperaturen, gerade im Minusbereich. Aber auch hier versagt die Sandy Bridge Generation. Eisige Kälte bewirkt eher im Gegenteil eine Verringerung des Taktpotentials. Woran das genau liegt kann man noch nicht sagen. Die Extrem-Overclocker sind schon auf der Suche nach einer Lösung für dieses „Problem“.

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Unser 2500K ist ein Engineering Sample, welches von Intel vor Release an die Boardhersteller/Entwickler zur Evaluation schickt um die Mainboards zu entwickeln und auf Bugs zu überprüfen. Für den Overclocking Test nutzen wir das Biostar TP67XE, 2*2GB Exceleram DDR3 1600 CL6@1,65V und ein Super Flower Golden Green 700W Netzteil. Bei unserem Sample liegt der maximal erreichbare Takt bei 4700 MHz mit 1,392V Spannung. 1400 MHz Taktsteigerung durch gerade einmal 0,12V mehr Vcore lassen unser Herz höher springen. Die PLL Override Funktion zeigt bei unserer CPU allerdings keine Wirkung. Entweder ist hier das Engineering Sample oder das verwendete BETA Bios schuld.

Nachfolgend zeigen wir den Lohn unserer Mühen.




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