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  Prozessor mit Grafikeinheit: Sandy Bridge im Test
Prozessor mit Grafikeinheit: Sandy Bridge im Test
26.02.2011 von Max Doll & Dennis Hensel





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Übersicht

  • CPU Cores: 2 oder 4
  • Integrierte GPU bei allen Modellen
  • Hyperthreading (i7, i3 und i5 2390)
  • L1 Cache: 64 kByte pro Core
  • L2 Cache 256 kByte pro Core
  • L3 Cache bis zu 8 MB- shared
  • BCKL (BaseClock): 100 MHz (beim Vorgänger 133MHz)
  • Taktraten ohne Turbo CPU: 2,2 GHz (Pentium G620T) bis zu 3,4 GHz (I7 2600 und I7 2600k)
  • Taktraten ohne Turbo GPU: 650 MHz bis 850 MHz (???)
  • TPD: 35/65/95 W
  • Ram: DDR3 Dual Channel bis zu 2666 MHz
  • Controller mit 16 PCIe 2.0 Lanes direkt in der CPU



CPUs

Grundsätzlich geändert hat sich auch das Namensschema. Der Übersichtlichkeit hat das leider nicht gut getan. Für den LowEnd Markt dient nach wie vor die Bezeichnung "Pentium" mit den Zusatz "G". Hierbei handelt es sich um simple DualCore CPUs mit integrierter Grafikeinheit, deren Markteinführung allerdings noch aussteht. Darüber bleibt prinzipiell die alte "i"-Nummerierung erhalten, während die erste Zahl die Grundsätzliche Leistungsklasse angibt. Intel orientiert sich hier prinzipiell an der Anzahl der Kerne. Ein i3 mit zwei Rechenwerken samt Hyper Threading ist damit langsamer als der i5 mit deren vier. Der i7 verfügt dann wieder über vier weitere logische Prozessoren (HyperThreading/SMT) und etwas mehr Cache. Die folgende Ziffer gibt dann die Leistungseinstufung innerhalb dieser Kategorie preis. Theoretisch, denn praktisch wird das Namensschema vom Start weg durch den i5 2390 torpediert. Dieser müsste eigentlich über vier Rechenkerne verfügen - in der Tat aber bekommt König Kunde einen i3 mit Turbo-Modus und reduzierter TDP. Der nominell langsamere i5-2300 hingegen ist ein vollwertiger Quadcore und damit der höher klassifizierten CPU vorzuziehen. Ein Umstand, der OEMs freut - man denke hier an aggressive Media-Markt Werbung, die bekanntlich auf starke Schlagwörter setzt. Im Einzelhandel ist der Prozessor momentan noch nicht zu erwerben. Wie alle "nur" für OEMs konzipierten Produkte dürfte das aber nur eine Frage der Zeit sein.

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Die Zukunft ist grau: Sandy Bridge in voller Montur


Schließlich gibt der letzte Buchstabe der Produktbezeichnung nun Hinweis auf spezielle Produkteigenschaften. "k" zeigt einen freien Multiplikator bis maximal 65, d.h. theoretische 6500 MHz. Zum Übertakten ist allerdings ein P67-Chipsatz Pflicht. Außerdem verfügen die "k"-CPUs im Desktop-Bereich exklusiv über die stärkste Grafikeinheit, die HD3000. Mobile-CPUs setzten grundsätzlich auf das große Modell. Das Kürzel "s" gibt wie gewohnt stromsparende Prozessoren mit reduzierter TDP von maximal 65 Watt an. Aus diesem Grund ist auch der Takt herabgesetzt, mit Leistungsabschlägen ist also nicht nur hinsichtlich des Stromverbrauches zu rechnen. Der Buchstabe "T" hingegen legt hier noch eine Schippe auf und verbleibt bei maximal 35 Watt. Ideal z.B. für enge Gehäuse wie HTPCs, Mini-PCs und anderen Multimedialösungen.



Chipsätze

Mit "Sandy Bridge" spaltet Intel nicht nur die Sockel in verschiedene Gruppen, sondern auch die Mainboards. Der P67-Chipsatz ist eher für "Gamer" und "Enthusiasten" gedacht und entsprechend in höheren Preisregionen angesiedelt. Für Grafikkarten stellt er ein PCIe 2.0 Interface mit maximal 16-facher Geschwindigkeit bereit. Alternativ kann man die Lanes auch auf zwei Slots mit achtfacher Anbindung aufteilen, etwa für SLI oder CrossFire. Zusatzchips können über weitere acht Lanes des 2.0 Standards verbunden werden. Per Spezifikation sind außerdem 14 USB 2.0, vier SATA2 und zwei SATA3 Ports vorgesehen. Endlich also natives Serial ATA 3. Nur zwei Ports sorgen allerdings nach wie vor für die Anwesenheit von Zusatzchips auf den Mainboards. Bei USB 3.0 ändert sich hingegen nichts. Fehlt, muss nachgerüstet werden. Beim P67 eine Selbstverständlichkeit, bislang ist kaum ein Mainboard ohne zumindest zwei der High-Speed Ports am Markt aufgetaucht.

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Der H67 zeigt sich weniger als kleiner Bruder des P67 als vielmehr in der Rolle des Multimedia- und Office-Spezialisten. CrossFire und SLI sind hier nicht vorgesehen, dafür aber DVI, HDMI und DisplayPort. Ein zweiter PCIe-16x Slot ist zwar möglich, wird aber nur mit vierfachem Speed angesteuert. Hier lässt sich endlich die integrierte Grafikeinheit der StaubCPUs nutzen. Übertakten hingegen ist verboten, selbst mit freiem Multiplikator. Man kann lediglich bei einigen Platinen die zusätzlichen Taktstufen des Turbos aufschlagen, also maximal 400 MHz. Zudem ist der RAM-Takt auf 1333 MHz limitiert. Warum? Wissen wir nicht. Ärgerlich ist es allemal, denn der Grafikchip ist sowieso auf jedem neuen Prozessor. "Gamer" und Übertakter würden sich sicherlich über die Möglichkeit freuen, ihre Grafikkarte im Idle abzuschalten und stattdessen auf die ungenutzte, sparsame Intel-Lösung zu setzen. Zumal, und hier kommt noch ein Intel-Knaller, die schnellste Grafikeinheit den "k"-CPUs mit freiem Multiplikator vorbehalten ist. Man kann also entweder mit dem H67 diese Funktionalität nutzen oder mit dem P67 übertakten. Wer den Aufpreis spart, muss mit fixem Takt und der schwächeren GPU vorlieb nehmen. Ansonsten ist die Ausstattung identisch zur Performance-Version.

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Am 20.02. sollte Gerüchten zufolge mit dem H61 eine Low-Budget Version des H67 präsentiert werden. Durch die Probleme mit den Chipsätzen (s.u.) ist darauf aber wohl vorerst nichts geworden. Aus Kostengründen gibt es hier "lediglich" zehn USB 2.0 Ports und vier SATA2 Anschlüsse, Version 3 fehlt gänzlich. Auch die PCIe-Lanes zur Anbindung von Zusatzchips wurden auf vier beschnitten. Der Preis soll dafür um die 60€ liegen, ideal also für z.B. HTPCs. Weiteren, mittlerweile von Intel bestätigten Gerüchten nach wird außerdem noch ein Z68-Chipsatz erscheinen. Dieser soll die Overclocking-Features des P67 mit der integrierten Grafik des H67 verbinden. Ein Erscheinungstermin ist ebenso wie der vermutlich hohe Preis noch unbekannt. Auch hier wird es wohl durch die Probleme mit dem Chipsatz zu Verzögerungen kommen.

P67:
Ram: DDR3 800-DDR3 2166 MHz
PCIe: 2.0, 1x16 oder 2x8 und 8x 2.0 Lanes
SATA2: 4x
SATA3: 2x
RAID Mode: 0, 1, 0/1, 5, JBOD, Matrix
USB: 14x USB 2.0
Netzwerk: Gigabit

H67:
Ram: DDR3 800-1333 MHz
PCIe: 2.0, 1x16 und 8x 2.0 Lanes
SATA2: 4x
SATA3: 2x
RAID Mode: 0, 1, 0/1, 5, JBOD, Matrix
USB: 14x USB 2.0
Netzwerk: Gigabit
GPU-Support

H61: (Release ~20.02.2011)
Ram: DDR3 800-1333 MHz
PCIe: 2.0, 1x16 und 4x 2.0 Lanes
SATA2: 4x
Netzwerk: Gigabit
USB: 10x USB 2.0
GPU-Support



Aufgrund der vielen Neuerungen im Chipdesign musste auch der Sockel geändert werden. Obwohl nur eine einzelne Ziffer Unterschied keine großen Veränderungen suggeriert, weicht die Belegung der Pins doch erheblich vom Vorgänger ab. Um versehentliche Missgriffe beim Basteln zu verhindern, ist daher die Montagenase etwas verrutscht. Ohne massive Gewalt wird eine S1156-CPU nicht in den aktuellen Sockel passen - und umgekehrt.

Da die Löcher für die Kühler genau denselben Abstand wie beim Vorgänger haben, können ohne Ausnahme alle LGA1156 CPU Kühler weiter verwendet werden. Einige Boardhersteller wie z.B. ASRock verwenden zusätzlich noch Bohrungen für LGA775 Kühler.


Und schon kaputt gemacht... von den Startproblemen

Noch keinen Monat waren die neuen CPUs erhältlich und schon gab es den ersten Absturz. Laut Intel kommt es - kein kann - durch einen Designfehler zu einem langsamen Verfall der SATA Ports was zu Geschwindigkeitsverlust bis hin zum Defekt führt. Betroffen sein sollen "einige Fälle", weshalb die Auslieferung der kompletten ersten Produktcharge gestoppt wurde. Mittlerweile ist das Problem behoben und soll nicht mehr auftreten. Early Adoptern hilft das aber nichts - Freude! Immerhin sind nur Systeme mit dem B2-Stepping seit dem 9. Januar betroffen, vorher verkaufte also vermutlich nicht. Mittlerweile sind daher fast alle Platinen aus dem Handel genommen worden - wer absolut nicht warten kann, kauft bei kleineren Händlern zu saftigen Preisen. Als erster Hersteller hat MSI angekündigt, dass das neue B3-Stepping ab dem 1. März im Handel auftauchen soll. Das Warten hat also bald ein Ende.


Wir haben jede Menge Boards!


Der Fehler tritt bei ungefähr 5% aller Chipsätze in den ersten 36 Monaten auf, weshalb weder Intel noch die OEMs den Fehler bemerkt hatten. Erst in der letzten Woche seien Partner auf das Problem aufmerksam geworden. Betroffen sind ohnehin und ausschließlich nur die internen SATA2 Ports, die moderneren III-Anschlüsse nicht. Endkunden, die eine luxuriös ausgestattete Platine erworben haben, müssten also nicht unbedingt umtauschen - es sei denn, sie haben jede Menge Endgeräte. Anders sieht das bei Kunden von Laptops und/oder Komplettrechnern aus. Auch hier wurde das fehlerhafte Stepping verbaut, ohne dass der Kunde auf die Bestückung mit SATA Ports Einfluss nehmen kann.

Um herauszufinden, welche Revision im heimischen Rechenknecht steckt, hat das Heise-Portal eine Batch-Datei geschrieben, die per cmd-Befehl die Kennung des Festplatten-Controller ausliest. Das Vorhandensein von Fehlern selbst wird damit nicht getestet, sondern nur die Chipsatzrevision. Das Helferlein gibts direkt bei Heise:
Chipsatzerkennung




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