Reviews » Eingabegeräte
Cooler Master Masterkeys MK750 / MK730 - Edles RGB-Tastaturduo im Test
25.03.2020 - 09:00

Die richtige Tastatur kommt für jede(n) in einer anderen Form aus der Verpackung. Manche bevorzugen eine möglichst einfache, schlichte und preiswerte Tastatur, für Andere hat eine Tastatur ohne synchronisierbare RGB-Beleuchtung, mechanischen Schaltern und möglichst vielen Sondertasten generell keine Daseinsberechtigung. Zwischen den beiden Extremen gibt es jedoch eine große Gruppe an Interessenten, welche so gesehen das Beste aus beiden Welten wollen. Das wären zum Beispiel mechanische Schalter in einem möglichst schlichten Gehäuse oder zu einem geringen Preis. Gleichzeitig will aber nicht jeder auf eine Beleuchtung verzichten, welche sich im Dunkeln als recht nützlich herausstellen mag. Zudem werden die Fans der TKL-Tastaturen immer mehr, also jene, welchen den klassischen Nummernblock rechts der Pfeiltasten nicht mehr wollen, um damit kompaktere Arbeitsplätze zu ermöglichen.




Mit der Cooler Master Masterkeys MK750 und der kleinen Schwester ohne Zehnertastenblock namens MK730 möchte der taiwanesische Hersteller Cooler Master ein Rundum-Sorglos Paket anbieten. Neben einer soliden Auswahl an Cherry MX-Schaltern für den eigenen Geschmack, genauer Red, Brown und Blue, bieten die Neulinge eine umfangreiche RGB-Beleuchtung, magnetisch montierte Handballenablagen und ein abnehmbares Kabel im USB-C Standard. Dazu kommen hochwertige Materialien wie Aluminium für das Gehäuse und Leder für die Ablage. Zudem benötigen weder die MK750 noch die MK730 zwingend eine Treibersoftware, auch wenn diese zusätzlich noch vorhanden ist, da alle Funktionen wie Makros oder die individualisierbare Tastenbeleuchtung komplett über die Tastatur steuerbar sind. Preislich bewegt man sich allerdings im oberen Segment, 150 Euro für die MK750 und 120 Euro für die TKL-Variante MK730 wollen eine überlegte Investition sein.

Ob sich diese auszahlt, folgt auf den nächsten Seiten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!


Danksagung

Wir danken der Firma Cooler Master für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.











Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Verpackung und Lieferumfang

Beide Verpackungen sind sich recht ähnlich, was angesichts der engen Verwandtschaft beider Tastaturen auch nicht verwunderlich ist. Farblich dominierend sind ein sehr dunkler Grauton und Violett, letzteres kommt stellenweise zum Hervorheben von wichtigen Eigenschaften zum Einsatz. Die Vorderseite zeigt dabei die Tastatur und verrät uns den Namen, Hersteller und den Schaltertyp. Die violetten Seitenflächen beinhalten den Produktnamen oder rechtliche Hinweise sowie Barcodes. Eine Übersicht der bedeutendsten Funktionen folgt auf der Rückseite, dazu gehören neben den mechanischen MX-Schaltern die RGB-Beleuchtung sowie eine magnetisch befestigte Handballenablage.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Innerhalb dieser äußeren Verpackung gibt es eine weitere, dieses Mal schwarze Schachtel, in welcher sich die Tastatur samt Zubehör befindet. Interessant ist dabei ein kleiner Designunterschied: Kommt die MK750 noch in einer unbedruckten, gänzlichen schlichten Umhüllung einher, ziert die Mitte der MK730 bereits ein kleines, spiegelndes Cooler Master Logo und zusätzlich steht auf der Innenseite ein Motivationsspruch.


Bild vergrößern Bild vergrößern
Bild vergrößern Bild vergrößern


Sämtlicher Inhalt ist noch einmal extra gegen Transportbeschädigungen geschützt. Im Falle der Tastatur gibt es einen eigenen Stoff-Umschlag, welcher auch mehrere Male problemlos verwendet werden kann und dazu hochwertig wirkt. Weiteres Zubehör wie das USB-Kabel (Typ-A auf Typ-C), alternative Tastenkappen und das Tool zum Abnehmen der Kappen sind in kleinen Plastik-Umschlägen eingewickelt. Zusätzlich gibt es noch eine Kurzanleitung, welche in Stichworten und Piktogrammen die wichtigsten Funktionen für die On-The-Fly Programmierung zwecks RGB und Makros erklärt.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Um der eigenen Tastatur noch etwas mehr Persönlichkeit zu verleihen, legt Cooler Master neun violette Tastenkappen bei. Diese decken WASD, die Pfeiltasten und ESC ab. Wichtig ist dabei, dass hier nur das jeweilige Symbol der Taste abgebildet ist. Da die Pfeiltasten aber auch für die Steuerung der Geschwindigkeit und Richtung der RGB-Beleuchtung zuständig sind und die schwarzen Pendants dementsprechend zusätzliche Gravuren besitzen, sollte man sich überlegen, ob man auch wirklich wechseln will.


Technische Daten Cooler Master MK730

Abmessungen (L x B x H):360 mm x 192 mm x 42 mm
Layout:89 DE-ISO
Zusatztasten:Keine
Gewicht:
698 g
Kabel:180 cm, USB 2.0 mit Typ-C Stecker auf der Tastaturseite
Schalter:
Cherry MX Blue
Key Rollover:NKRO
Tasten:Zylindrisches Profil aus ABS-Kunststoff,
Beschriftung per Lasercut-Verfahren
Ausstattung:Hanballenablage, Medien-Funktionen, Makros, Windows-Key Lock
Beleuchtung:RGB-Beleuchtung,
Diverse Beleuchtungsmodi
Preis:130 Euro
Preisvergleich:
Geizhals Deutschland


Technische Daten Cooler Master MK750

Abmessungen (L x B x H):438 mm x 192 mm x 42 mm
Layout:105 DE-ISO
Zusatztasten:4
Gewicht:
1000 g
Kabel:180 cm, USB 2.0 mit Typ-C Stecker auf der Tastaturseite
Schalter:
Cherry MX Brown
Key Rollover:NKRO
Tasten:Zylindrisches Profil aus ABS-Kunststoff,
Beschriftung per Lasercut-Verfahren
Ausstattung:Hanballenablage, Dezitierte Medien-Funktionen, Makros, Wndows-Key Lock
Beleuchtung:RGB-Beleuchtung,
Diverse Beleuchtungsmodi
Preis:135 Euro
Preisvergleich:
Geizhals Deutschland





Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


MK730 im Detail

Sehr auffällig ist das schlichte Auftreten. Das hört sich natürlich erst einmal nach einem gewissen Widerspruch an, in Anbetracht der mit optischen Gimmicks und ausgefallenen Designelementen ausgestatteten Konkurrenz ergibt dies jedoch wieder ein stimmiges Bild. So verzichtet Cooler Master unter anderem auf ein groß platziertes Logo, lediglich eine einzelne Kappe links der rechten Strg-Taste besitzt den stilisierten Umriss des Herstellerlogos. Besondere Aufmerksamkeit fällt sofort auf die Oberfläche aus gebürstetem Aluminium, welche durch ihren leicht silbernen Ton aber nicht aus der Gesamtoptik herausfällt, sondern mit dem restlichen Kunststoff-Gehäuse eine gut durchdachte Einheit bildet. Potenzielle Interessenten mit einer Vorliebe für brachial wirkende Eingabegeräte dürfte der zurückhaltende Look natürlich weniger gefallen, auf der anderen Seite halten wir es subjektiv gesehen für eine ausgezeichnete Wahl seitens Cooler Master, die MK730 nicht in eine Nische hineinentwickelt zu haben.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Die Unterseite bietet, neben den aufklappbaren Standfüßen und mehreren Rutschsicherungen, die Möglichkeit, das mitgelieferte 1,80 Meter USB-Kabel auf drei Wegen zu verlegen. Das erspart unnötige Distanzen auf dem Schreibtisch und sorgt daher auch für eine geordnete und schlichte Optik. Seitens der Tastatur setzt die MK730 auf den moderneren USB-C Stecker, für den Rechner ist weiterhin USB-A angedacht. Lediglich etwas mehr Platz im Gehäuse hätten wir uns gewünscht, um das Kabel nicht so stark abbiegen zu müssen. Es existiert zwar ein kurzer Knickschutz direkt am Stecker, dennoch wäre uns mehr Spielraum lieber gewesen. Dafür weiß die Rutschfestigkeit zu überzeugen, vor allem in Verbindung der gerne genutzten Handballenablage, dazu gleich mehr, mussten wir uns während der Testlaufzeit kein einziges Mal über eine übermäßig verrutschte Tastatur ärgern.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Um für etwas mehr Individualität in der grau-schwarzen Welt der MK730 zu sorgen, legt Cooler Master insgesamt neun zusätzliche Tastenkappen für WASD, Pfeiltasten sowie Escape aus violettem Material bei. Optisch sind diese gut gelungen und geben der Tastatur ein nettes Aussehen. Allerdings sind bei den Pfeilasten nicht mehr alle Gravuren der schwarzen Kappen vorhanden, die Markierungen für die Effektrichtung sowie -Geschwindigkeit fehlen hier vollständig. Insgesamt trotzdem eine gute Idee.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Die beigelegte Handballenablage fügt sich dank der geraden Kanten mit abgeschrägten Ecken sehr gut in die Gesamtoptik ein. Durch eine dezente Schrägstellung liegen die Hände auch in einem günstigen Winkel zum Tippen auf, ohne es schmerzhaft steil werden zu lassen. Durch einen, eher schwachen, magnetischen Mechanismus ist die Auflage zudem nicht fix mit der Tastatur verbunden, sondern liegt an der unteren Kante an. Der Vorteil ist das einfache Anbringen und Entfernen. Nachteilig sehen wir jedoch, dass das gute Stück so zum Verrutschen neigt. Im Test war das zu Beginn öfter der Fall, nach einer kurzen Phase der Ein- und Umgewöhnung an diese unübliche Befestigung blieb dann aber alles an Ort und Stelle. Positiv sehen wir zudem, dass eine bereits vorhandene Handballenablage durch die klare, kantige Form der Tastatur problemlos verwendet werden kann, das ist leider nicht immer so.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Wie der ein oder andere bereits auf den Bildern erspäht haben mag, sind neben den bekannten Symbolen auch sehr viele Zweitbelegungen auf die Tastenkappen gedruckt worden. Das betrifft die komplette F-Reihe, sowie der komplette Block oberhalb der Pfeiltasten inklusive eben jener. Zur besseren Übersicht haben wir eine kleine Liste der Optionen erstellt. Aktivieren lassen sich die Zweitbelegungen, wie vielleicht von Notebooks bekannt, über die FN-Taste, welche in unserem Fall jene mit dem Cooler Master Logo links der rechten Strg-Taste liegt.

  • F1 bis F4: Beleuchtungsmodus und Farbabmischung
  • F4 bis F8: Weitere Beleuchtungseinstellungen
  • F9: Windows Key Lock
  • F10: LED-Beleuchtung aufnehmen
  • F11 und F12: Makro aufnehmen bzw. löschen
  • Druck/Rollen/Pause: Makro-Steuerung
  • Einfg, Entf, Pos1, Ende: Start/Pause, Stopp, Vor, Zurück
  • Bild hoch / runter: Lauter/Leiser
  • Pfeiltaste links/rechts: Effektrichtung
  • Pfeiltaste hoch/runter: Effektgeschwindigkeit

In den meisten Fällen geht die Steuerung auch sehr gut von den Händen, lediglich am Anfang mag man durch die schiere Anzahl und der Funktionsvielfalt noch etwas überfordert zu sein. Die wichtigsten Kombinationen sind jedoch schnell erlernt und liegen auch recht sinnvoll.




Inhalts-Navigation:











Inhalts-Navigation:


MK750 im Detail

Als das große Geschwisterchen bedarf die MK750 eigentlich gar nicht mehr so vieler Worte wie man denken mag, jedoch unterscheiden sich die Schwestermodelle in einigen Punkten. Gleich bleibt aber auf jeden Fall die Materialauswahl, Aluminium für die obere Platte und Kunststoff für alle anderen Flächen. Erneut gilt, dass durch das schlichte Design und der Verzicht auf überzogene Designelemente ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Die FN-Taste mit stilisiertem Cooler Master Logo ist ebenfalls wieder mit an Bord.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößernBild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Die Unterseite bietet, neben den aufklappbaren Standfüßen und mehreren Rutschsicherungen, die Möglichkeit, das mitgelieferte 1,80 Meter USB-Kabel auf drei Wegen zu verlegen. Neben einer schlichteren Optik spart man somit auch oftmals unnötige Kabellängen auf dem Tisch. Seitens der Tastatur setzt die MK750, wie die kleine Schwester, auf den modernen USB-C Stecker, für den Rechner ist USB-A angedacht. Auch hier hätten wir uns etwas mehr Platz im Gehäuse gewünscht, um das Kabel nicht so stark abbiegen zu müssen. Dafür weiß die Rutschfestigkeit auch bei der MK750 zu überzeugen, vor allem in Verbindung der mitgelieferten Handballenablage brauchten wir uns nicht über eine verrutschte Tastatur ärgern.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Natürlich liegen auch bei der MK750 die alternativen, violetten Tastenkappen im Lieferumfang mit dabei. Neben den gezeigten Pfeiltasten gibt es noch entsprechende Variationen für den WASD-Bereich sowie die ESC-Taste. Optisch fügen passt dies gut in das Gesamtbild. Allerdings sind bei den Pfeilasten nicht alle Gravuren der vormontierten Kappen vorhanden, die Markierungen für die Effektrichtung sowie -Geschwindigkeit fehlen.


Bild vergrößern


Mit ihrer leichten Schrägstellung und sanfter, angenehmer Oberfläche aus Kunstleder ist die Handballenablage eines der sinnvollsten Features der Masterkeys MK750. Dank der kantigen Optik mit abgeschrägten Ecken fügt sie sich zudem auch gut in die längliche Gesamterscheinung mit ein. Die Ablage wird mittels einer schwach-magnetischen Vorrichtung an die Tastatur gekoppelt, das erleichtert die Anbringung ungemein. Zum Nachteil kommt hier am Anfang aber, dass das gute Stück am Beginn, genau wie bei der Mk730, zum Verrutschen neigt. Mit fortschreitender Nutzungsdauer stellt man sich als Benutzer jedoch auf diese Eigenheit ein und verschiebt nichts mehr aktiv. Dank der klaren Formgebung des Gehäuses ohne Aussparungen und anderen Verzierungen kann zudem jederzeit eine bereits vorhandene Handballenablage verwendet werden.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Wie beim Schwestermodell erkennt man, dass neben den bekannten Symbolen auch sehr viele Zweitbelegungen auf die Tastenkappen gedruckt wurden. Auch hier betrifft es die komplette F-Reihe, die drei Tasten (Druck, Rollen, Pause/Unterbrechung) rechts davon, Bild Auf/Ab sowie die Pfeiltasten. Zur besseren Übersicht haben wir eine kleine Liste der Optionen erstellt. Aktivieren lassen sich die Zweitbelegungen, wie vielleicht von Notebooks bekannt, über die FN-Taste, welche in unserem Fall jene mit dem Cooler Master Logo links der rechten Strg-Taste liegt. Zusätzlich sind im Falle der MK750 noch vier dezidierte Schalter oberhalb des Zehnerblockes für Start/Pause, Stop, Vor und Zurück verbaut.

  • F1 bis F4: Beleuchtungsmodus und Farbabmischung
  • F4 bis F8: Weitere Beleuchtungseinstellungen
  • F9: Windows Key Lock
  • F10: LED-Beleuchtung aufnehmen
  • F11 und F12: Makro aufnehmen bzw. löschen
  • Druck/Rollen/Pause: Makro-Steuerung
  • Bild hoch / runter: Lauter/Leiser
  • Pfeiltaste links/rechts: Effektrichtung
  • Pfeiltaste hoch/runter: Effektgeschwindigkeit




Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Tastenkappen

Da beide Tastaturen mit einer aufwendigen RGB-Beleuchtung werben, will diese auch entsprechend auf den Tasten in Szene gesetzt sein. Daher sind die Kappen aus transluzentem ABS-Kunststoff gefertigt und mit einem schwarzen Coating überzogen. Alle Beschriftungen sind anschließend mittels des sehr gebräuchlichen Lasercut-Verfahrens in das Material geschnitten worden. Die Höhe ist jener anderen Tastaturen mit Cherry MX bzw. MX-kompatibler mechanischer Tastaturen angepasst und die Tastenkappe besitzt eine zylindrische Form. Dank einer Kreuzaufnahme im Innern samt zusätzlicher Stabilisation durch kleine Kunststoffstützen kommt nur das obligatorische "Wobbeln" durch den Schalter auf, die Kappe selbst sitzt sehr stabil. Das Material beziehungsweise die Oberfläche erwies sich während der Testlaufzeit als resistent gegen Schmutz.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Beleuchtung

Ein gewichtiges Kaufargument bei modernen und vor allem preislich höher angesiedelten Tastaturen ist eine umfangreiche RGB-Beleuchtung. Darunter versteht man jedoch nicht nur vollständig konfigurierbare Einzeltasten, sondern auch aufwendige Effekte, hohe Leuchtkraft und andere Alleinstellungsmerkmale. Gleich vorneweg: Das ist Cooler Master bei beiden Tastaturen durchaus gelungen, vor allem die kleinere Variante MK730 überzeugt uns mit sehr detailgetreuen und kräftigen Farben. Etwas schwächer fällt hier das große Schwestermodell aus, vor allem bei Weiß und Gelb gibt es einen dezenten Grünstich. Dieser fällt allerdings im Alltag weniger auf als im direkten Vergleich. MX-Typisch überzeugt die Ausleuchtung im oberen Teil der Tasten, während Sonderzeichen wie das Euro-Symbol oder der Klammeraffe etwas im Dunkeln gelassen werden. Zumindest subjektiv erscheint uns aber die Ausleuchtung etwas kräftiger als bei vergleichbaren Tastaturen, perfekt ist sie trotzdem nicht.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Besonderes Augenmerk wurde von Cooler Master auf die Seitenflächen gelegt. So gibt es jeweils links und rechts einen in sechs einzelne LEDs unterteilten Leuchtstreifen, welcher natürlich bei den Effekten miteinbezogen wird, aber auch individuell konfigurierbar ist. Dasselbe gilt auch für die Vorderseite, welche typischerweise von der Handballenablage komplett verdeckt wird. Dort ziert über die ganze Länge ein, in der Mitte sogar noch mit den Umrissen des Cooler Master Logos versehener, Leuchtstreifen die Front. Hier sind zudem gleich die dreifache Menge an einzeln ansteuerbaren LEDs verbaut, womit einer vollständigen Anpassung wirklich nichts mehr im Weg steht. Eine Voraussetzung ist aber, dass keine Handballenablage in Verwendung ist, was wir für unüblich halten, immerhin wird diese auch direkt mitgeliefert und steigert den Schreibkomfort wesentlich. Insgesamt ist es trotzdem schön, dass dieses Gimmick eingebaut wurde.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Extrem umfangreich fällt die Liste sämtlicher Beleuchtungsmodi aus, welche Cooler Master zur Verfügung stellt. Allerdings sind nicht alle von Haus aus aktiviert, manche müssen erst über die Cooler Master Portal Software aktiviert und konfiguriert werden. Zu einem kleinen Überblick des Treibers kommen wir später. Angesichts der Fülle halten wir dieses Vorgehen für eine tragbare Lösung, ganz "On-the-fly" lässt sich die Tastatur damit aber nicht betreiben, wie es noch auf der Rückseite der Verpackung steht.

Zusammenfassend stehen folgende Beleuchtungsmodi bei beiden Tastaturen zur Auswahl:

  • Statisch - Eine Farbe
  • Farbwelle - RGB-Welle über die Tastatur
  • Kreuzmodus - Zeile und Spalte der gedrückten Taste leuchten auf
  • Einzelne Taste - Die gedrückte Taste leuchtet auf
  • Anpassung - Voll anpassbare Beleuchtung auf jeder einzelnen Taste
  • Sterneffekt - Tasten leuchten zufällig auf
  • Regentropfen - Leuchtstreifen von oben nach unten in einer Spalte der Tastatur
  • Farbkreis - Farben wechseln sich nacheinander ab
  • Atmend - Pulsierender Farbwechsel
  • Welligkeit - Farbwelle nach links und rechts ausgehend von der gedrückten Taste
  • Mehrere Ebenen - Farbebenen mit unterschiedlichen Effekten können übereinandergelegt werden
  • Mehrere Zonen - Einzelnen Zonen werden unterschiedliche Effekte zugeordnet
  • Systemstatus - Equalizer oder CPU-Auslastung visualisiert
  • Schneefall - Langsam von oben nach unten leuchtende Einzeltasten
  • Reaktiver Schlag - Umgebung der gedrückten Taste leuchtet auf
  • Herzschlag - Umgebung der gedrückten Taste pulsiert einmal auf
  • Feuerball - Links und Rechts der gedrückten Taste Farbeffekt über mehrere Reihen zum Rand der Tastatur
  • Kreisspektrum - RGB-Welle im Kreis um den Mittelpunkt der Tastatur
  • Reaktiver Tornado - Kreisförmige Farbwelle um die gedrückte Taste
  • Wasserwelle - Welleneffekt ausgehend von der gedrückten Taste zum Rand der Tastatur
  • Spiel Snake - Im Buchstabenbereich kann Snake mittels der Pfeiltasten gespielt werden
  • Aus - Abschalten der Beleuchtung


Schön anzusehen sind, wie bei vielen RGB-Tastaturen, Effekte wie Farbwelle sowie das Kreisspektrum, wenn man es möglichst bunt haben möchte. Der Equalizer beim Systemstatus funktioniert gut, bei der CPU-Auslastung hatten wir jedoch bei beiden Modellen kein Glück. Trotz einer konstant hohen Auslastung aller Rechenkernen blieben die MK730/MK750 dunkel. Unter Anpassung steht dann die volle Farbpalette für jede einzelne Taste zur Verfügung, hier man kann sich entsprechend austoben. Die Kombination multipler Effekte ist mittels mehrerer Ebenen bzw. mehrere Zonen möglich, dies führt aber mitunter zu kuriosen, knalligen Ergebnissen. Zuletzt ist Snake natürlich ein kleines Novum, dass der Klassiker direkt auf der Tastatur spielbar ist. Der Sinn dahinter mag natürlich fragwürdig sein, als nettes Gimmick, wie kunterbunte RGB-Beleuchtungen generell stellenweise gesehen werden, funktioniert es aber allemal.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Software

Cooler Masters hauseigene Plattform für alle Geräte heißt "Portal". Jene installiert für jedes verfügbare Gerät am Computer den passenden Treiber beziehungsweise die passende Software und führt auch Firmware-Updates durch. Das ist, wenn man mehrere Geräte aus dem Hause Cooler Master besitzt, durchaus praktisch und verhindert, dass mehrere, separate Programme installiert werden. Hinzu ist die Oberfläche in der Regel sehr einheitlich gehalten, womit es keiner großen Umgewöhnung benötigt. Das zeigt sich vor allem bei den beiden Tastaturen, weswegen die folgenden Bilder rein die MK730 zeigen, die MK750 hat aber denselben Funktionsumfang, keine Sorge.


Bild vergrößern


Der Erste der vier Tabs kümmert sich um die Beleuchtung. Hier lassen sich alle Effekte an- und ausschalten, die Effektoptionen konfigurieren sowie bei Bedarf die Farben und Geschwindigkeit einstellen. Dabei sei aber gesagt, dass nur die niedrigste Stufe einen ruhigen Eindruck hinterlässt, alles darüber macht so mancher Diskothek ernsthafte Konkurrenz. Eine wirklich langsame Einstellung gibt es also nicht, hier würden wir uns etwas mehr Diversität wünschen.


Bild vergrößern


Auf der nächsten Seite dreht sich alles um Makros. In der ersten der drei Spalten werden jene angelegt, mittig wird ein entsprechendes Eingabefeld für die Aufnahme zur Verfügung gestellt. Die Zuweisung an eine Taste erfolgt in der letzten Sektion.


Bild vergrößern


Im dritten Abschnitt erfolgt eine Übersicht der an Makros zugewiesenen Tasten (in violett) sowie die Möglichkeit, Tasten anders bzw. erneut zuzuweisen. In unserem Fall haben wir das vorher erstelle Makro auf die Taste "Q" gelegt. Diese Ansicht ist dabei sehr übersichtlich und erleichtert die Verwaltung, sobald multiple Zuweisungen existieren.


Bild vergrößern


Die Tastatur stellt vier Profile zur Verfügung, das momentan Aktive kann im letzten Tab sehr einfach und unkompliziert umgeschaltet werden. Dazu steht auch der Import und Export sowie ein Reset zur Verfügung, falls man das Betriebssystem neu aufsetzt beziehungsweise bei den Einstellungen Mist gebaut hat.


Schalter

Cooler Master bietet beide Tastaturen mit Cherry MX Schalter der Typen Blue, Brown und Red an. In unserem Fall hat uns der Hersteller zwei der drei Varianten zur Verfügung gestellt. Die kleinere MK730 besitzt die für Vielschreiber prädestinierten blauen Schalter, im großen Schwestermodell kommen die beliebten Allrounder MX Brown zum Einsatz. Beiden Schaltern ist das taktile Feedback beim Schreiben gleich, ein akustisches Signal in der Form eines Klickens wie auf einer Schreibmaschine bietet jedoch nur der MX Blue. Jene sind auch etwas schwerer zum Drücken als die braunen Pendants, welche sich dafür auch beim Spielen schneller betätigen lassen. Ausgewiesene Zocker dürften aber ohnehin die roten Kollegen bevorzugen, da hier durch einen linearen Tastenweg und durchgehend gleichbleibender Auslösekraft schnellere Tastendrücke möglich sind, der genaue Auslösepunkt aber nicht mehr zu spüren ist. Welcher Schalter der Richtige für einen selbst ist, kann jedoch nicht zwingend aufgrund des Einsatzgebietes festgelegt werden. Während man sicherlich als reiner PC-Spieler den hohen Kraftaufwand der MX Blue als nervig empfindet, können für einen selbst die roten Schalter auch zu leicht sein oder zu wenig Feedback geben. Umgedreht ist gibt es natürlich auch Fälle, wo begnadete Vielschreiben das Klicksen nicht hören möchten oder das taktile Feedback als störend empfinden. Daher sind die vorgeschlagenen Anwendungsgebiete nur ein Richtwert und zuletzt gilt es immer, die Schalter auch selbst auszuprobieren.

Qualitativ sind wir aber mit beiden uns vorliegenden Schaltertypen sehr zufrieden und freuen uns auf die Option, gegebenenfalls auf ein lineares Modell setzen zu können. Während etwas mehr Auswahl, zum Beispiel in Richtung der mittlerweile selten gewordenen MX Black oder den neueren Silent bzw. Speed Schaltern interessant wäre, ist durch die drei verfügbaren Möglichkeiten sicherlich etwas für den eigenen Geschmack dabei.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Folgend haben wir eine Tabelle angefertigt, welche die Unterschiede der verschiedenen Schalter-Varianten noch einmal in übersichtlicher Form für Euch aufzeigt:


Für Spieler
Cherry MX-Black   Cherry MX-Red  
Schalter: Linear Schalter: Linear
Umschaltpunkt: nicht spürbar Umschaltpunkt: nicht spürbar
Weg bis zum Schaltpunkt: 2 mm ab Ausgangsposition
4 mm oberhalb Boden
Weg bis zum Schaltpunkt: 2 mm ab Ausgangsposition
4 mm oberhalb Boden
Klickpunkt: nicht spürbar Klickpunkt: nicht spürbar
Auslösekraft: 40-80g, 60g typisch Auslösekraft: 45g für den Federwiderstand allgemein
Datenblatt: PDF Datenblatt: PDF
       
Für Kombinierer
Cherry MX-Brown   Cherry MX-White/Clear  
Schalter: Taktil Schalter: Taktil
Umschaltpunkt: spürbar Umschaltpunkt: spürbar
Weg bis zum Schaltpunkt: 2 mm ab Ausgangsposition
4 mm oberhalb Boden
Weg bis zum Schaltpunkt: 2 mm ab Ausgangsposition
4 mm oberhalb Boden
Klickpunkt: nicht spürbar Klickpunkt: nicht spürbar
Auslösekraft: 45g für Federwiderstand allgemein,
ca. 55g Spitzenwert zum Überwinden des Schaltpunktes
Auslösekraft: 55g für Federwiderstand allgemein,
ca. 65g Spitzenwert zum Überwinden des Schaltpunktes
Datenblatt: PDF Datenblatt: PDF
       
Für Vielschreiber
Cherry MX-Blue    
Schalter: Taktil und mit ausgeprägtem Klickpunkt
Umschaltpunkt: präzise spürbar
Weg bis zum Schaltpunkt: 2 mm ab Ausgangsposition
4 mm Hub
Klickpunkt: spürbar
Auslösekraft: 50g für Federwiderstand allgemein,
ca. 60g Spitzenwert zum Überwinden des Schaltpunktes
Datenblatt: PDF
Quelle: tomshardware.de
© Gifs: by "Leathel Squirrel" von Geekhack.org


Beurteilung des Redakteurs:

Schreiben kann man auf beiden Tastaturen wirklich gut, vorausgesetzt, man benutzt die mitgelieferte oder eine eigene Handballenauflage. Ansonsten liegen die Tasten einfach sehr hoch und das schmerzt durch einen steilen Anstellwinkel in den Gelenken. Bei der Ergonomie zeigen sich Cooler Masters neue Abkömmlinge von einer guten Seite, Unterschiede gibt es dank der faktischen Baugleichheit, sieht man einmal vom Zehnerblock ab, nicht. Sämtliche Tasten lassen sich gut erreichen und auch die Zweitbelegungen mit den Medienfunktionen sind so komfortabel zu bedienen, wie man zwei Tasten eben gleichzeitig drücken kann.

Sauer stößt uns nach längerer Benutzung jedoch auf, dass vor allem bei der MK 750 keine dezidierten Anzeigen für Num-Lock, Caps-Lock und Scroll vorhanden sind. An deren Stelle sind zwar grundsätzlich praktische Medientasten platziert worden, dies halten wir allerdings für einen schlechten Tausch. Das liegt vor allem daran, dass bei manchen Effekten die dafür zuständigen Tasten auf der Tastatur leuchten, obwohl die Funktion deaktiviert ist. Vor allem bei Capslock ist das extra verwirrend, weil man so nie sicher sein kann, ob nun alle Buchstaben in Großschrift erscheinen oder nicht. Als alternative Positionierung könnten wir uns den freien Bereich über den Pfeiltasten vorstellen, dort wäre noch entsprechend Platz.

Mit den Cherry MX Tastern hat Cooler Master eine gute Wahl getroffen, sowohl die bei uns verfügbaren MX Brown als auch MX Blue erledigen ihre Arbeit sehr präzise. Das Tippgefühl ist ausgezeichnet, metallische Ping-Geräusche sind hier ein Fremdwort. Doppelte Anschläge sind durch das taktile Feedback, solange man etwas Gefühl beim Tippen aufweist, ausgeschlossen. Mit etwas Übung gilt dies, so viel können wir aus Erfahrung sagen, aber auch mit den roten Schaltern. Subjektiv fällt das zügige Tippen mit den blauen und braunen Modellen einfacher aus, das ist aber meckern auf hohem Niveau.

Die individuellen Eindrücke über die Schalter sind die subjektiven Erfahrungen des zuständigen Redakteurs und demnach nicht direkt auf alle anderen Anwender übertragbar.





Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Anti-Ghosting und Jamming

Zu Beginn des Tests in diesem Bereich wollen wir zunächst erklären, wobei es sich beim Phänomen "Ghosting" und "Jamming" eigentlich handelt.

Unter den Begriff "Ghosting" versteht man das Problem, dass auf einer Tastatur einige Tastenkombinationen nicht mehr funktionieren, wenn man versucht mehrere Tasten zeitgleich zu drücken. Problematisch sind hier eigentlich alle Tastaturen, dessen Verschaltung der Tasten auf einer Spalten-Zeilen-Matrix basieren. Hierbei zeigen sich die Phänomene, dass sich bestimmte Tasten nicht oder nur sehr träge drücken lassen, oder eine Taste aktiviert wird, die garnicht gedrückt wurde (Ghost). Um ein Beispiel zu nennen: Wenn man die Tasten A und W gedrückt hält und versucht mit Q eine weitere Funktion aufzurufen so wird dies in den meisten Fällen ebenso verschalteter Modelle nicht gehen, oder es wird der Versuch mit der Taste S quittiert. Gefühlt sind die gedrückten Tasten in dem Moment nicht mehr existent (Jamming) oder wie von "Geisterhand", werden andere Tastenaktionen gestartet, welche nicht gewollt waren.

Im Bereich des Marketings werben die Hersteller oftmals mit Anti-Ghost-Technologie, was jedoch nicht bedeutet muss, dass dieses Problem garnicht mehr auftritt, sondern hier wird meist auf favorisierte Tastenbereiche oder bestimmte Tastenlimits gesetzt. So kann sich das Anti-Ghosting auf die Tasten der WASD beschränken oder auf die maximale Anzahl der gleichzeitig zu klickenden Tasten.

Die Ursache dieses Problems liegt in der Schalt-Matrix der Tastatur: So ist es bei normalen Folien-Tastaturen Gang und Gebe, dass man nicht jedem einzelnen Kontakt (Taste) eine separate Leitung zur Klick-Auswertung spendiert, sondern dies in Form von Spalten und Zeilen samt Kontaktflächen auf einer Folie ermittelt. Beim Drücken einer Taste erkennt hierbei ein Controller das sich ergebene Muster (Pattern) anhand der kurzgeschlossenen Spalten und Zeilen und kann diese entsprechend interpretieren da es damit eine direkte Zuordnung gibt.


Eine vereinfachte Darstellung:


Hierbei wird nur eine Taste gedrückt. Der Controller interpretiert den richtigen Befehl anhand des Kurzschlusses der Spalte Y mit der Zeile X.


Dieses hier soll das Drücken von zwei Tasten darstellen, die alle noch voneinander leitungstechnisch getrennt sind.


Beim Drücken von zwei Tasten in einer Spalte, also einer Leitung, ist es schon komplizierter, aber durch die Zeilenkennung noch kein Problem.





Erst beim Drücken von drei beieinanderliegenden Tasten, wobei jeweils zwei auf einer Spalte oder Zeile liegen, ist für den Controller die eindeutige Zuweisung schon nicht mehr machbar und das Ghost/Jamming-Phänomen geschieht. Man darf sich so eine Matrix nämlich nicht wie ein Schachfeld vorstellen, wo jede Leitung noch zusätzlich in einzelne Felder unterteilt ist. Zur Erkennung eines Tastenschlages wird bei einer Rubberdome- oder Folientastatur die komplette Leitung kurzgeschlossen, was bedeutet das mehrere Tastenschläge auf derselben Leitung (z.B. in einer Spalte) nur noch durch die Zusatzangabe der Zeile erkannt wird. Fehlt diese Zusatzinformation, indem zum Beispiel mehr als eine Taste je Leitung gedrückt wird, kann der Controller die Zuordnung nicht mehr umsetzen.


Key Rollover

Um beide Probleme, also Ghosting und Jamming, zu umgehen, müssen die Tasten so verschaltet und aufgebaut sein, dass eine eindeutige Zuweisung möglich ist. Die Lösung heißt hier Key-Rollover: Hierbei sind die Tasten einzeln verschaltet und meist durch eine Diode zusätzlich entkoppelt, darüber hinaus muss der verbaute Controller all diese Informationen auch entsprechend sauber verarbeiten können. "N-Key" steht in diesem Fall für beliebig viele und "Rollover" für gedrückte Tasten.

Dies hat zur Folge, dass der Anwender mit zwei Händen eigentlich nicht in der Lage sein sollte, eine fehlerhafte Tastenschlagzuweisung zu erreichen und die Anzahl der gleichzeitig möglichen Tastenschläge damit bis ins Unendliche geht. In unserem Test gab es jedenfalls keinen entsprechenden Fehlerfall, denn die MK730 und die MK750 verfügen über eine ma­kel­lose Ausgabe.




Mitmachtest: Aufklappen

PS2 / USB und Polling-Rate

Auch hier müssen wir wieder mit langweiliger Theorie nerven: Bei Tastaturen die noch über PS2 angeschlossen wurden, geschah die EVA, also das Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe-Prinzip in Echtzeit, da dieses Gerät einem festen Interrupt im System zugeordnet wurde, der durch kein anderes Gerät belegt sein konnte. Hierbei hat das Gerät beim Auftreten eines Ereignisses dieses selbstständig an den Computer in Echtzeit übermittelt. Bei einem USB-Anschluss teilen sich aber viele Geräte diese universelle Schnittstelle. Hier werden nun innerhalb eines gewissen Zeitabstands periodisch alle angeschlossenen Geräte abgefragt, ob neue Befehle vorliegen. Dieser festgelegte Zeitabstand wird Polling-Rate genannt. Bei den Befehlen kann es sich dabei um Tastenschläge, Druckeraufträge und ähnlichem handeln, die von den Geräten chronologisch in eine Art Zwischenpuffer gespeichert werden. Dieses Interrupt-Paket ist in seiner Aufnahmekapazität aber begrenzt. Um diese Begrenzung zu Umgehen und einen möglichst geringen Abtast-Intervall zu erreichen kann man bei USB vom Gerät her nun so tun, als seien es mehrere Geräte (Devices).

Werden mehrere Devices in einem Gerät emuliert, erhöht sich natürlich auch der Abtastvorgang und damit verringert sich die Zeitspanne zwischen Auftreten des Ereignisses (z.B. Tastendruck) und der Weiterleitung an das System.

Bei beiden Tastaturen wird dieser Trick erfolgreich angewendet und im Betriebssystem weitere USB-Geräte emuliert, durch die sich die Abtastrate damit automatisch erhöht hat, ohne direkt im System etwas zu verändern.




Die meisten Controller verwenden eine Polling-Rate von rund 125 Hertz, dies entspricht in etwa einer Zeitspanne von ca. 8 Millisekunden. Im Durchschnitt werden jedoch Intervallzeiten zwischen 0 und 4 Millisekunden erreicht. Wenn man nun also Pech hat kann es passieren, dass die Befehle des Gerätes (hier z.B. die Tastenschläge) nun 8 Millisekunden liegen bleiben. Diese Verzögerung kann natürlich mit zusätzlicher Software oder speziellen Systemeingriffen verringert werden, indem man die Polling-Rate erhöht. Viele Hersteller (speziell im Gaming-Bereich) bieten eine Option an, die maximale Abtast-Rate auf 1000 Hertz einzustellen - was dann theoretisch der Echtzeitübertragung von PS2 in nichts nachstehen würde. "Würde" ist hier aber das zu beachtende Wort, denn wenn mehrere an einen USB-Controller angeschlossene, datenintensive Geräte sich eine Leitung teilen müssen, verringert sich als logische Konsequenz die maximale Transfergeschwindigkeit je Gerät. Unter allen Datensendern muss diese Bandbreite fair aufgeteilt werden und so kann es über kurz oder lang zu sogenannten "Daten-Lags" kommen, welche sich in Störungen, Problemen oder eben längeren Verzögerungszeiten zeigen können. Die Polling-Rate lässt sich nämlich nicht auf ein Gerät beschränken, sondern umfasst den Controller an sich und damit alle verbundenen Geräte. So wäre das Abtastintervall auch beim Drucker oder Scanner erhöht, was im Fazit bedeutet das im blödesten Fall die Zeit für die Ereignismeldung länger dauert als bei normal eingestellter Polling-Rate, oder es sogar zu fehlerhaften Übertragungen kommt. Dennoch ist die Kompatibilität zur dieser hohen Abtastrate als sehr positiv zu werten.





Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Fazit

Eigentlich würden wir für zwei Produkte auch zwei Fazits schreiben, allerdings haben wir zwei sehr identischen Tastaturen, welche sich nur durch das Vorhandensein bzw. dem Fehlen des Zehnerblockes unterscheiden. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, genauso bei den Stärken als auch bei den Schwächen.

Positiv sehen wir das ausgezeichnete Tippgefühl, unabhängig der gewählten Schalter, sofern die beigelegte und magnetisch angebrachte Handballenablage verwendet wird. Diese ist durch die kunstlederne Oberfläche sehr angenehm an den Handballen und bietet eine komfortable Höhe zum entspannten Tippen. Dazu kommt ein kompaktes und durchaus edel wirkendes Design dank des Aluminium-Look der Oberfläche. Mit dabei ist, wie könnte es bei neuen Tastaturen in der höheren Preisklasse anders sein, auch eine umfangreiche RGB-Beleuchtung samt passender Software. Obwohl prinzipiell nichts Neues, ist die Auswahl an verfügbaren Effekten riesig, auch wenn einige recht ähnlich wirken. Etwas schade empfinden es wir, dass die Geschwindigkeit allgemein sehr hoch ist, mehrere langsamen Stufen würden wir daher begrüßen.

Leider verzichten sowohl die Masterkeys MK750 als auch die MK730 auf dezidierte Anzeigen für Scroll- und Capslock sowie die größere Version auf Numlock. Eine Lösung probiert Cooler Master über die Beleuchtung der entsprechenden Tasten, wobei hier einige Missgeschicke passieren. Erstens bricht man durch die bei voller Beleuchtung abgeschalteten LEDs die Immersion und hinterlässt "schwarze" Flecken in der Optik, umgedreht leuchten aber auch wiederum Tasten auf, wenn man das gar nicht will. Zweitens überschreiben einige Effekte die entsprechende Anzeige und es kann nicht nachgesehen werden, ob beispielsweise die Capslock-Funktion aktiviert ist. Die Idee dahinter ist nett, aber entsprechende separate Anzeigen wären hier sinnvoller.

Insgesamt sind die beiden Tastaturen empfehlenswert, stechen aber leider auch nicht durch ein absolutes Alleinstellungsmerkmal hervor. Die Schalterauswahl ist guter Standard, die Ergonomie und Verarbeitung passen genauso. Interessant wären, vor allem die TKL-Version, wenn der Preis noch etwas fallen würde. Mit 130 Euro handelt es sich nicht um Schnäppchen, zumal es schon empfehlenswerte Tastaturen für weniger als 100 Euro und separate Handballenablagen für kleines Geld gibt. Wer die MK730 und MK750 als für sich richtig empfindet, kann dagegen bedenkenlos zugreifen.




  • Sehr angenehmes Tippgefühl
  • Ansprechende Verarbeitung
  • Mitgelieferte Handballenablage
  • Umfangreiche RGB-Beleuchtung
  • Abnehmbares Kabel mit USB-C an der Tastatur
  • MK750: Vier dezidierte Medientasten




  • Alternative violette Tastenkappen für einige Bereiche, welche aber nicht alle Laser-Cuts haben




  • Keine dezidierten Anzeigen für Num-/Scroll-/Capslock ...
  • ... und Lösung über Beleuchtung sehr unglücklich gewählt
  • Für den aktuellen Preis etwas zu teuer



Awards:


Links zu den Produkten





Inhalts-Navigation:





Simon Sternbauer


gedruckt am 06.04.2020 - 05:27
http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=167362