Reviews » Lüfter / Kühler
Arctic Freezer 34 eSports DUO - Eine gelungene Evolution!
09.12.2019 - 09:00

Bereits im letzten Jahr hatten wir Gelegenheit mit dem Freezer 33 eSports ONE auf Tuchfühlung zu gehen. Arctic hatte damals viel Engagement in ihre Produktpflege gesteckt, die sich unterm Strich wirklich bezahlt gemacht hat. Doch jeder neue Pfad, den man einschlägt, wirft auch Mal seine Schatten. Mit dem BioniX F120 Gaming Lüfter hat man die neuen Lösungen stilvoll implementiert. Unser Test ergab gerade bei der Lautstärke Potenzial nach oben, respektive unten. Über eine beigelegte Montageanleitung hätte sich der testende Redakteur ebenso gefreut, fand unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit die Entscheidung trotzdem nicht gänzlich nachvollziehbar.


Mit dem Freezer 34 eSports geht Arctic den konsequenten Schritt, ihr Produkt weiter zu verbessern. Mit den optimierten BioniX P-Lüftern soll das Abführen der Abwärme ein neues Level erreichen. Auf der Website misst man sich mit der von uns getesteten DUO-Variante selbstbewusst mit dem Dark Rock 4 Pro. Auch der NH-D15 soll sich noch in Schlagdistanz befinden und das zu einem sehr attraktiven Preis von aktuell 30 Euro. Garniert wird das Angebot von einer zehnjährigen Garantie, die selbst die üblichen Gewohnheitstiere zum Wechsel des CPU-Kühlers animieren könnte. Dank der geringen Bauhöhe von lediglich 150 Millimetern setzt der Hersteller seinen Fokus auch auf eine hohe Kompatibilität und durch die verwendete Direct-Touch-Technologie kann der bereits relativ niedrig angesiedelte Verkaufspreis realisiert werden. Um ein breites Portfolio an Prozessoren abzudecken, wurde die Kühlleistung auf satte 200 Watt TDP (Thermal Design Power) spezifiziert. Als besonderes Schmankerl werden insgesamt fünf Farbvarianten zum Kauf angeboten, auf und Herz und Nieren testen wir heute die gelbe Variante.

Viel Spaß beim Lesen,
Euer Team TRV!


Danksagung




Wir danken der Firma Arctic für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.








Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Verpackung und Lieferumfang

Die Farbgebung der Umverpackung erinnert zwar stark an den Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund, Arctic weist damit aber lediglich auf die gewählte Farbe der BioniX P120 Lüfter hin. Ansonsten fällt die Kartonage extrem kompakt aus. An der Größe gemessen könnte sich hier gut und gerne eine Maus im inneren Verstecken. Die Dokumentation ist nicht nur sachlich, sondern vielmehr vorbildlich gestaltet, ohne dabei überladend zu wirken. Auf der Vorderseite wirbt man mit der großzügigen Garantie von insgesamt zehn Jahren und verrät nur, um welche Variante des Kühlers es sich genau handelt.

Die Rückseite behandelt zum Großteil die verwendeten Lüfter. Schließlich ist es die signifikanteste Veränderung zum direkten Vorgänger. Neben einem hochwertigen und leisen hydrodynamischen Gleitlager (Fluid Dynamic Bearing), weist Arctic besonders auf den deutlich verbesserten statischen Druck hin. Darunter befindet sich ein Diagramm, welches den Kühler auf einem AMD Ryzen 7 2700X mit dem Freezer 33 sowie AMDs Wraith Spire vergleicht. Die Leistungsangabe sah auf der Website noch viel optimistischer aus, wenngleich die Grafik dem Nutzer ebenso offeriert, hier ein leistungsstarkes Produkt zu erworben zu haben.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Auf den Seiten der Verpackung kehrt Arctic vornehmlich zu den klassischen Werten zurück. Hier findet sich eine Skizze, welche die einzelnen Bauteile übersichtlich präsentiert. Aber auch die technischen Daten sowie eine Auflistung der wichtigsten Produkteigenschaften und des Lieferumfangs ergänzen die Kartonage sinnvoll.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Nach dem Auspacken findet der Käufer zuerst einen Zettel, der dem Anwender für die Wahl des Produktes dankt. Sollte man einmal Probleme haben, wurden vorsorglich bereits die Kontaktmöglichkeiten des Supports hinterlegt. Zusätzlich wird der Nutzer gebeten, seine positiven Erfahrungen bei Amazon oder den unzähligen Social Medias seinen Mitmenschen mitzuteilen. Aus Sicht des Marketings finden wir diese Aktion ziemlich genial, den umweltbewussten Unternehmensgrundsätzen kann man so allerdings nur sehr schwer gerecht werden. Der zusätzliche QR-Code ist deshalb genauso fehl am Platz, da sich die entsprechende Grafik bereits auf der Umverpackung befindet.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Das Zubehör im Überblick:
  • 1x Backplate
  • 2x Montage-Halterungen
  • 4x Abstandshalter für die Intel LGA 1150/1151/1155/1156
  • 4x Abstandshalter für Intel LGA 2011/2011-3/2066
  • 4x Abstandshalter für AMD AM4
  • 2x Schrauben für die Verbindung der Montage-Halterungen am Kühlkörper
  • 4x Flügelmuttern für die Befestigung des Kühlkörpers mit der Backplate
  • 2x BioniX P120 120-Millimeter-Lüfter
  • 1x Tüte MX-4 Wärmeleitpaste


Technische Daten

Arctic Freezer 34 eSports DUO
Modell Arctic Freezer 34 eSports DUO
Kompatibilität Intel LGA 1150/1151/1155/1156/2011-0/2011-3/2066

AMD AM4
Abmessungen (H x B x T) 157 mm x 124 mm x 103mm
Thermal Design Power 210 W
Garantie 10 Jahre
Preis 40 Euro
Preisvergleich Geizhals Deutschland
Hersteller Arctic




Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


CPU-Kühler im Detail

Ähnlich wie bei seinem Gegenüber entscheidet der Mensch innerhalb der ersten Sekunden, ob er ein Produkt potenziell kaufen würde oder nicht. Um dieses Verfahren positiv zu beeinflussen, bedienen sich die Hersteller ganz besonders an einem Instrument, der Optik. Dies kann auch durch hohen Wiedererkennungswert herbeigeführt - wie beispielsweise dem roten Ferrari - oder aber mit einer zeitgemäßen Erscheinung realisiert werden. Beim Freezer 34 eSports DUO setzt Arctic auf den aktuellen Trend und präsentiert den Kühlkörper vollständig in einem matten Schwarz. Dabei darf natürlich nicht das Herstellerlogo fehlen, welches standesgemäß die oberste Aluminium-Finne ziert. Wie für die Single-Tower Bauweise typisch, fallen die Abmessungen sehr kompakt aus. Dadurch ergibt sich bezüglich des Steckplatzes vom Arbeitsspeicher eine nahezu perfekte RAM-Kompatibilität.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Die Aluminium-Lamellen wirken im Zusammenspiel mit dem Kühlblock sehr harmonisch und suggerieren nicht nur auf den ersten Blick eine gelungene Qualität bei der Verarbeitung der einzelnen Bauteile. Nirgends konnten wir unsauber verarbeitete Bereiche ausmachen, die auf ein mangelhaftes Entgraten der Finnen hinweist. Bei der Kühlfläche setzt Arctic auf die Direct-Touch Technologie, die aus Kostengründen auf ein späteres Vernickeln verzichtet. Als Vorteil nennen die Hersteller oftmals einen besseren Kontakt zwischen den - in diesem Fall vier - verbauten Heatpipes und CPU-Heatspreader, die theoretisch eine effizientere Kühlleistung erreichen könnte. In der Praxis hält sich dieses Phänomen hartnäckig, liefert in Messungen jedoch bis heute nicht die entscheidenden Beweise. Als Argumentation wird auf die viel geringere Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Kupfer verwiesen. Doch das Element leitet die Wärme - wenn auch geringer - eben in den gesamten Block. So kann für das Abführen der Abwärme im Umkehrschluss eine größere Fläche genutzt werden, statt lediglich den Bereich zu nutzen, an denen die Heatpipes direkten Kontakt mit dem Prozessor haben.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Im Gegensatz zu seinem Vorgänger setzt die Freezer 34 Serie auf den BioniX P120 Lüfter, die sich im direkten Vergleich durch ein neues Design mit fünf geschwungenen Lamellen besonders für den Einsatz an Kühlkörpern eignen sollen. Laut internen Messungen von Arctic liegt der statische Druck sogar um bis zu 33 Prozent höher als bei Vertretern der vorher verwendeten F-Serie. Für ein gewisses Maß an Individualität ist ebenfalls gesorgt. Je nach persönlichem Geschmack lassen sich die Lüfter in unterschiedlichen Farben erwerben (Weiß, Gelb, Grün, Rot und Grau).

Der Drehzahlbereich erstreckt sich von 200 bis 2100 Umdrehungen pro Minute bei einem adäquaten Volumenstrom von maximal 114,79 m³/h, um damit einen effektiven Abtransport der entstehenden Abwärme zu realisieren. Mit einem 4-Pin PWM Anschluss ausgestattet und einer Lautstärke von bis zu 20 Dezibel, soll dieser zwar hörbar, aber nicht zu laut seinen Dienst verrichten. Um das umzusetzen, verfügt der Ventilator bereits ab Werk über Anti Vibe-Pads.


Montage

Vor der eigentlichen Montage muss der Anwender zunächst die entsprechende Montageanleitung organisieren. Hierfür reicht es aus, den QR-Code auf der Umverpackung oder der Karte zu scannen. Alternativ kann auch die Website von Arctic besucht werden. Zusätzlich stellt Arctic ein Video zur Verfügung, in dem jeder Arbeitsschritt genau dokumentiert ist.




Die Installation ist in der Theorie sehr einfach gehalten und benötigt nur wenige Arbeitsschritte. Da wir die Backplate des AMD Retention Moduls benötigen, muss zuerst der überschüssige Rest entfernt werden. Anschließend sind die Abstandshalter mit der Backplate zu verschrauben. Nun werden die Montage-Halterungen am Kühlkörper fixiert. Damit die entstehende Abwärme der CPU auch abgeführt werden kann, ist es an der Zeit, die Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader (IHS) des Prozessors zu verteilen. Anschließend wird der Freezer 34 eSports DUO mit den Flügelmuttern fest auf dem Sockel verschraubt. Zu guter Letzt müssen beide BioniX P120 Lüfter wieder zurück an ihren angestammten Platz. Nachdem auch die Ventilatoren dank integriertem 4-Pin-PWM Stecker schnell mit dem Prozessor-Lüfter-Anschluss verbunden sind, freuen wir uns darauf, zu sehen ob sich Arctics CPU-Kühler wirklich in den höheren Regionen positionieren kann.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Anmerkung: Wie wir festgestellt haben, fallen die Gewinde der Abstandshalter, welche für die Befestigung der Backplate genutzt werden etwas zu lang aus. Daraus resultiert, dass die Backplate zu viel Spiel hat. Demnach liegt sie nicht komplett fest am Mainboard an. Prinzipiell ist der Umstand nicht schlimm, bei der Montage mit bereits im Gehäuse eingebauten Komponenten lässt sich der Freezer 34 eSports aber nicht mehr ohne weiteres montieren, da die Backplate zu weit aus den Sockellöchern rutscht. Die Gewinde, auf denen die Flügelmuttern verschraubt werden müssen, sind dann zu kurz und ragen nicht mehr durch die Montage-Halterungen. Der Redakteur hat den Versuch trotzdem gewagt, konnte die Installation jedoch nur mit einer zweiten Person erfolgreich beenden. Für eine komplikationslose Montage muss daher zumindest bei AM4 das Mainboard ausgebaut werden. Der Umstand ist für das Jahr 2019 unserer Meinung nach ein absolutes No-Go.




Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Testsystem

Testsystem
CPU: AMD Ryzen 5 1600
CPU-Kühler: Arctic Freezer 34 eSports DUO
Lüfter: 2x 120 mm
Statischer Druck: -
Luftdurchsatz: 114,79 m³/h*
Lüftergeschwindigkeit: 200 - 2100 U/min*
Lautstärke: 30 dB
Mainboard: Gigabyte GA-AB350-Gaming 3
Arbeitsspeicher: 4x 4 GB ADATA XPG Z1 Gold Edition CL 16 DDR4-3333 MHz @ 2133 MHz
Grafikkarte: XFX Radeon R5 230 1 GB DDR3
HDD / SSD: Samsung SSD 830 128 GB
Gehäuse: Fractal Design Arc Midi R2
Gehäuselüfter: -
Netzteil: Cougar GX-S450
Wärmeleitpaste: Arctic MX-4
 

* Herstellerangabe



Um das volle Potenzial aus unseren Testkandidaten herausholen zu können, setzen wir bei unserem Testsystem auf den Zeppelin-Die basierenden AMD Ryzen R5 1600. Im Jahr 2017 kam endlich die lang erwartete Zen-Architektur aus dem Hause Advanced Micro Devices (AMD) in den Handel und ebnete so den Weg für Sechskern- und Achtkern-Prozessoren im Mainstream-Segment. Durch ihre sehr hohe Rechenleistung, beispielsweise für Foto- und Videobearbeitung, sowie einer guten Spiele-Performance, etablierte sich die CPU in Windeseile zum absoluten Sweetspot im Massenmarkt. Des Weiteren muss sich der Freezer 34 eSports DUO in unserem Testparcours unter anderem gegen eine Vielzahl verschiedenster leistungsstarker Kühllösungen behaupten. Gerade der NH-D15 konnte sich durch seine hervorragende Kühlleistung in der Vergangenheit als unsere Referenz etablieren. Wir sind gespannt, ob Arctics zweite Generation der Freezer-Serie der Konkurrenz Paroli bieten kann, und in welchem Bereich des Testfeldes man sich am Ende genau einordnet!




Testverfahren

Damit wir die Drehzahlen, die Kühlleistung und die Lautstärke des Freezer 34 eSports DUO besser bewerten können, haben wir insgesamt drei verschiedene Testszenarien durchgeführt, in denen unseren Testprobanden ihr vollständiges Potenzial abverlangt wird. Um sehr viel Abwärme zu erzeugen, verwenden wir im Testparcours das Stress-Test-Tool "Core Damage", welches unseren AMD Ryzen 5 1600 kräftig ins Schwitzen bringt. Anschließend führen wir jeweils eine Testsession bei 50-, 75- und 100 Prozent PWM-Drehzahl durch, womit wir die Leistung aller im Testparcours befindlichen Modelle korrekt miteinander vergleichen können.


Die Kühlleistung werden wir in einem geschlossenen System ermitteln, da normalerweise das Gehäuse bei den Anwendern ebenfalls geschlossen zum Einsatz kommt. Das hat den Vorteil, das reale Einsatzgebiet bestmöglich nachzustellen. Zur Feststellung der Lautstärke wurde eine Lautstärkemessung mit Hilfe eines PCE-MSM 2 durchgeführt. Das Schallpegelmessgerät wird dafür in einem Abstand von 50 Zentimeter vor dem Gehäuse positioniert. Die Ergebnisse der Lautstärkemessungen können sich von Redakteur zu Redakteur unterscheiden. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messungen bei den Redakteuren? Dies erläutern wir hier:

 Aufklappen


Um die ermittelten Werte unabhängig von äußeren Einflüssen wie etwa der Jahreszeit oder der Witterung vergleichbar zu machen, geben wir das Ergebnis als Differenz zur Raumtemperatur in Kelvin an. Das bedeutet, wenn die Temperatur um ein Grad steigt, ist das bei Celsius und Kelvin gleich viel. Lediglich der Punkt an dem null Grad ist unterscheidet sich. Daher sind die Messwerte immer als "X Grad mehr als die ermittelte Zimmertemperatur" zu lesen.


Ein Beispiel: Ein Testsample erreicht bei der Messung 25 Grad Kelvin, die Raumtemperatur liegt hingegen bei 22 Grad Celsius. Die CPU wird letztendlich insgesamt 47 Grad heiß.


Folgende Software benutzen wir für unseren Test:




Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Drehzahl

Im Vorfeld haben wir zuerst die Drehzahlbereiche mit Hilfe der Gigabyte SIV Software ermittelt, um einen ersten Eindruck auf die mögliche Kühlleistung und die Geräuschentwicklung zu erhalten. Um die Performance des Freezer 34 eSports DUO besser beurteilen zu können, haben wir uns dazu entschieden die Messungen mit beiden sowie einem Lüfter(n) durchzuführen. Im Testfeld ordnet sich der BioniX P120 Lüfter mit ungefähr 2000 Umdrehungen pro Minute relativ weit oben ein. In der Regel lassen sich durch den Drehzahlbereich erste Rückschlüsse auf die Lautstärke ziehen. Unser Testfeld ist zwar groß, bei der Auswahl an Herstellern aktuell jedoch stark limitiert. Daher fällt es uns schwer die ersten Einschätzungen entsprechend zu skalieren. Erfahrungsgemäß sollte sich Arctics Schützling unter Umständen im gehobenen Mittelfeld positionieren können.

Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100 Prozent.




Lautstärke

Angesichts der ermittelten Drehzahlen konnten wir bereits vor den folgenden Messergebnissen mit höheren Datensätzen bei dem Schallpegel ausgehen. Und in der Tat fällt der Spitzenwert mit 38,9 Dezibel bei Betrachtung des gesamten Testfeldes ziemlich hoch aus. Nur gut, dass dieses Szenario im Alltag so gut wie keine Relevanz hat, denn bei 75 Prozent PWM-Drehzahl fällt der Wert um 2,5 Dezibel (35,8 dB) geringer aus. Bei Verwendung von lediglich einem Lüfter sinkt der Wert abermals um 2,3 (100 %) respektive 1,9 (75 %) Dezibel und lässt uns gleichzeitig erahnen, mit welcher Geräuschkulisse die non-DUO Variante ihre Arbeit verrichten sollte. Neben den reinen Messwerten hat eine weitere Komponente ziemlich großen Einfluss auf die wahrgenommene Lautstärke. Die Rede ist vom eigenen, subjektiven Empfinden, denn jeder nimmt Geräusche anders wahr und bewertet diese dementsprechend unterschiedlich. Im Fall des Redakteurs waren die Ventilatoren zwar durchaus wahrnehmbar, eine störende oder unangenehme Geräuschkulisse produzierten sie aber nicht. Es gibt durchaus Lösungen der Mitbewerber, die im Testfeld von den reinen Zahlen besser abgeschnitten haben, dafür aber Frequenzen erreichten, die von uns subjektiv lauter oder als störender bewertet wurden.




Kühlleistung

Auch wenn ein CPU-Kühler durch seine gesamten Eigenschaften zu einer Empfehlung reifen kann, ist es doch die Kühlleistung selbst, welcher in erster Linie die Aufmerksamkeit geschenkt wird. Schade finden wir, dass Arctic es versäumt, den Freezer 34 eSports DUO eindeutiger am Markt zu platzieren, um eine Zielgruppe zu definieren und so Marktanteile zu erschließen. Er ist weder so "gut" um in Angriffsstellung gegen den NH-D15 (Angabe Website) zu gehen, jedoch auch nicht so "schlecht", um sich nur mit dem Wraith Spire (Angabe Umverpackung) messen zu können. Vielmehr trifft er bei maximaler Leistung die goldene Mitte und hat bei niedrigeren Drehzahlen Potenzial nach oben. Im Testfeld sehen wir Cooler Masters Hyper 212 RGB Black Edition und MA610 als direkte Konkurrenten an, da sie auch bei der Lautstärke auf Augenhöhe liegen. Jedes Produkt hat seine Stärken und Schwächen, in der Summe haben wir es hier unserer Meinung nach mit der angemesseneren Lösung zu tun. Die Leistungsdaten sind eng beieinander, der Preis dafür konkurrenzlos. Dafür muss jedoch auf eine RGB-Beleuchtung verzichtet werden. Durch die unterschiedlichen Farbvarianten sollte aber definitiv für jeden Geschmack etwas dabei sein.






Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Fazit



Angesichts der Erkenntnisse, die wir während des Tests sammeln konnten, kommen wir zu dem Entschluss, dass die Freezer eSports Serie in der aktuellen Revision eine erfolgreiche Weiterentwicklung ist. Besonders der BioniX P120 Lüfter genießt einen Löwenanteil daran. Dieser wurde speziell für den Einsatz auf Kühlern konzipiert und verrichtet seinen Dienst leiser als sein Vorgänger. In der Summe hebt das den Freezer 34 eSports DUO auf ein höheres Level und das, ohne an der Preisschraube zu drehen. Als besonderen Pluspunkt kann der Garantiezeitraum von zehn Jahren angesehen werden. Kaum ein Hersteller steht scheinbar so hinter seinen Produkten wie Arctic. Ob sich das auch auf positiv auf zukünftige Sockelwechsel auswirkt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich sagen. Es liegt vor allem an dem Produktlebenszyklus, den wir heute noch nicht kennen. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch die ansprechende Optik, das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis und die solide Verarbeitung, welche keine Schwächen offenbarte.

Doch wo Licht ist da fällt auch Schatten. Etwas verwundert haben uns die unnötigen Hinweise in Papierform, die sich nicht zwingend mit dem Umweltbewusstsein des Unternehmens vertragen. An dieser Stelle hatten wir uns bei dem präsenten Thema etwas mehr Konsequenz gewünscht. Insgesamt bietet der Freezer 34 eSports DUO wenig Platz für Kritik, bei der Installation leistet sich Arctic jedoch einen Fauxpas. Da die Abstandshalter zu viel Spiel aufweisen, ist es unmöglich den Kühlkörper ohne Hilfe einer zweiten Person zu installieren, wenn das Mainboard bereits im Gehäuse montiert wurde. Dieser Umstand ist für das Jahr 2019 absolut nicht mehr zeitgemäß und unserer Auffassung nach ein absolutes No-Go.




  • Zehn Jahre Garantie
  • Hohe Kühlleistung
  • Ansprechende Optik
  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Solide Verarbeitung




  • Umweltbewusste Unternehmensgrundsätze nicht konsequent umgesetzt




  • Montage nur mit Hilfe einer weiteren Person oder ausgebautem Mainboard möglich


Awards:


Links zum Produkt




Inhalts-Navigation:





Daniel Figiel


gedruckt am 05.04.2020 - 00:48
http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=167358