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Kurzreview: Arctic Sound P533 Military Headset
18.03.2019 - 09:00

Der Name Arctic in Kombination mit dem Bereich der Lautsprecher- und Kopfhörersparte dürfte sich für die meisten Leser etwas ungewohnt anhören. Neben verschiedenen Kühllösungen im Sektor der CPUs, GPUs und Gehäuse sowie Produkten wie Monitorarmen, TV-Halterungen und Ladegeräten ist der Hersteller auch im Bereich der Audiogeräte tätig geworden. Bereits seit 2012 ist Arctic hier mit Headsets, Kopfhörern und mobilen Lautsprechern in dieser Marktregion aktiv. Neben Bluetooth-Lautsprechern und Soundboxen, sowie diverse Kopfhörer für den sportlichen Einsatz bietet der Hersteller auch die sogenannte "P533-Serie" an. Unter diesem Brand verstecken sich drei Headsets des gleichen Typs, welche sich jeweils nur in Kleinigkeiten voneinander unterscheiden. Das Arctic P533 Military stellt in dieser Serie den günstigsten der drei Kandidaten dar. Wir haben uns das Headset für den Gebrauch in unserer Redaktion gekauft und sind daher besonders auf den Testbericht gespannt.




Im April 2016 auf den Markt gekommen, ist das Produkt damit bereits seit fast drei Jahren zu haben. Mit einem Preis von rund 40 Euro und einem wirklich sehr extravaganten Design hebt es sich von anderen Headsets zumindest optisch sehr stark ab. Die angepeilte Zielgruppe stellen hier ganz klar die Gamer dar. Im heutigen Testbericht wollen wir überprüfen, ob uns das relativ günstige Headset denn auch von seiner Tonleistung überzeugen kann. Wir nehmen es dazu einfach mal näher unter die Lupe, klären euch über die technischen Details auf und unterziehen das P533 natürlich auch unserem Praxistest, um zu bewerten, wie gut oder schlecht sich das Gerät in puncto Audio- und Mikrofonqualität schlägt.

Wir wünschen nun viel Spaß beim Lesen!









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Verpackung und Lieferumfang

Kommen wir zunächst zur Verpackung und dem Lieferumfang, welcher dem P533 Military beigelegt wird. Der Karton, in welchem das Produkt an den Käufer ausgeliefert wird, ist recht auffällig in Holzkisten-Optik gestaltet. Hier dominiert ganz klar der "Military"-Aspekt", auf welchem natürlich auch das Headset ausgelegt ist - unserer Meinung nach ein interessant-frisch gewähltes Design von Arctic. Auf der Vorder- und Nebenseite der Verpackung sind keine Informationen zu finden. Die Rückseite hingegen listet alle wissenswerten Eigenschaften rund um das P533-Headset sowie dessen technische Details tabellarisch auf. Ebenso findet sich eine Abbildung des Produktes mit dazugehörigen mehrsprachigen Beschreibungstexten, sowie einer textbasierten Zusammenfassung auf der unteren Hälfte der Rückseite.


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Die Verpackung lässt sich wie gewohnt auf der Oberseite öffnen. Im Inneren des Kartons befindet sich, in Folie eingepackt, die robuste, schwarze und doch sehr wertige Transporttasche für das P533. Jene ist im Inneren sogar mit Polsterstoff für den besonderen Schutz während des Transports ausgearbeitet. In der Transporttasche befindet sich zudem der Lieferumfang des Headsets in Form der Kurzanleitung und des 2 m langen Verlängerungskabel (3,5 mm Klinkenanschluss). An dieser Stelle möchten wir ein Lob an Arctic für das Beifügen der besagten Transporttasche aussprechen. Das sehen wir in dieser Form und speziell auch in dieser Preisklasse zum ersten Mal. Sehr schön!

Hier ein kurzer Überblick über den Lieferumfang des P533 Military:
  • Headset P533 Military
  • Schutz- bzw. Transporttasche
  • Kurzanleitung (Bedienungsanleitung)
  • 2 m Verlängerungskabel (3,5 mm Klinke)


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Detailbetrachtung des Arctic P533 Military

Nun widmen wir uns der näheren Begutachtung und klären über die technischen Details des Headsets auf. Positiv überrascht sind wir über das Gewicht von 375 Gramm - das Headset ist, so kann man es durchaus ausdrücken, ein regelrechter Leichtbau. Das geringe Gewicht schlägt sich dementsprechend auch auf einen angenehmen Tragekomfort bei dauerhafter Nutzung in unterschiedlichsten Situationen nieder - mehr dazu aber im Praxistest dieses Artikels.


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Zugegebenermaßen: Die Military-Optik des Produktes lässt uns während des Verfassens dieses Testberichtes durchaus hin und wieder schmunzeln - das gewählte Design würden wir als durchaus gewagt, aber dennoch frisch im Headset-Bereich einschätzen. Dennoch macht die Verarbeitung des Headsets auf dem ersten Blick schon mal einen wirklich positiven sowie soliden Eindruck auf uns. Die gewählten Materialien erachten wir in dem Preisrahmen von 40 Euro als durchaus angemessen - Kunststoff, Aluminium und Kunstleder sind hierbei dominierend eingesetzt. Die Farbwahl begrenzt sich beim P533 auf die typischen Militär-Farbtöne in Form von Schwarz, Ocker und hellen- sowie dunklen Brauntönen. Die Kopfpolsterung im oberen Bereich besteht, ebenso wie die Polsterung der Ohrmuscheln, aus schwarzem Kunstleder. An den Nähten der entsprechenden Polsterungen stellen wir keine Auffälligkeiten oder ungenaue Arbeiten fest - die Nähte sind an jeder Stelle hervorragend verarbeitet. Innerhalb der Ohrmuscheln versteckt sich hinter einem schwarzen Stoffbezug die beiden 40 mm Neodymium-Treiber. Übrigens: Der Tragestil des P533 ist Ohrumschließend und lässt dementsprechend keinen Freiraum für Störgeräusche von außen.


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Ebenfalls sehr gut umgesetzt sind die Aluminiumbügel- und Scharniere. Ein durchdachtes und solide gewähltes Material, da gerade die Scharniere und Bügel beim allgemeinen Handling sowie auf dem Kopf des Anwenders selbst einer entsprechenden Belastung ausgesetzt sind. Sehr gut! Auch kann sich die Verarbeitung der angesprochenen Komponenten sehen lassen. Keine Kanten, keine Kratzer, keine Abplatzer oder Ähnliches. Jedoch folgt auf dieses Lob auch ein ernüchternder Negativpunkt, welcher uns beim P533 leider absolut nicht gefallen hat: die Größenverstellung des Headsets. Diese fällt im Gegensatz zu anderen Headsets verhältnismäßig klein aus und ist zudem wirklich schwergängig einzustellen. Aufgrund der geringen Verstellmöglichkeit in der Höhe bzw. Größe ist es dem Redakteur nicht gelungen, eine annehmbare und dauerhafte Trageposition zu finden. Sehr schade, wie wir finden. An den Scharnieren und am Kopfbügel entlang führt das 1,2 m lange, schwarze und vierpolig ausgeführte 3,5 mm Klinkenkabel, welches eine ebenso hervorragende Verarbeitung in der Gesamtlänge und am Anschluss aufweist. Durch die 3,5 mm Klinke kann das P533 problemlos an jedem Smartphone, Tablet und sogar an XBOX- und Playstation 4 -Controllern angeschlossen werden. Eine Treiberinstallation ist hierfür natürlich nicht notwendig. Einfach einstecken und los geht's. Möchte man das Headset am Notebook oder Rechner nutzen, so greift man ganz einfach zum mitgelieferten, 2 m langen, 3,5 mm Verlängerungskabel für Audio und Mikrofon. Integriert in jenes Verlängerungskabel ist zudem der Splitter, welches das 3,5 mm Klinkenkabel für die getrennten Kanäle von Audio und Mikrofon in jeweils einen separaten Stecker aufteilt.


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Ap­ro­pos Mikrofon - das hätten wir ja fast vergessen. Gleich zu Beginn möchten wir erwähnen, dass sich das Mikrofon nicht vom Headset trennen lässt und somit mit dem P533 als Einheit agiert. Wer sich schon immer einmal wie ein Helikopterpilot fühlen wollte, dürfte um das Arctic P533 wohl kaum herum kommen - denn das fest am Headset montierte Mikrofon setzt der ganzen Militär-Aufmachung des Produktes sprichwörtlich die Krone auf. Der Gelenkarm, an welchem das Mikrofon selbst montiert wurde, lässt sich insgesamt sowohl nach oben als auch nach unten bewegen. Ebenso kann die ganze Einheit auch durch ihren Aufbau weiter nach innen – damit näher an den Mund heran - oder nach außen vom Mund weg positioniert werden. Zu guter Letzt lässt sich das Mundstück des Mikrofons selbst auch nochmal bewegen. All diese Gelenke ermöglichen es dem Nutzer, das Mikrofon ganz nach eigenem Wunsch passend einzustellen und ebenjenes zum Beispiel bei Nichtgebrauch auch schnell nach oben wegzuklappen. In Punkto Verarbeitung haben wir an dieser Stelle bis auf die auffallenden Plastikkanten am Mundstück nichts zu bemängeln. Für unseren Geschmack könnte allerdings die Verstellung des Gelenkarms nach innen und außen etwas einfacherer von der Hand gehen - man muss schon ordentlich ziehen, bis sich der Arm bewegt - aber das ist Meckern auf hohem Niveau und wird von uns nicht als direkter Kritikpunkt angesehen. Außen an der rechten Ohrmuschel befindet sich zudem der Lautstärke-Drehregler, welcher sich - sehr fein abgestimmt - angenehm bedienen lässt. Wir freuen uns, dass Arctic hierbei auf das endlose Drehen des Drehreglers verzichtet hat - somit hat der Regler zwei entsprechende Anschlagpunkte für die höchste und niedrigste Lautstärke. Im Großen und Ganzen sind wir mit der Aufmachung und der Verarbeitung des P533 wirklich zufrieden und haben zumindest in dieser Kategorie nicht viel zu beanstanden.


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Technik und technische Details

Maßgebend für die Wiedergabe eines jeden Audiogerätes ist natürlich die eingesetzte Technik. Unserer Meinung nach ist das vom Hersteller fest montierte 3,5 mm Klinkenkabel mit 1,2 m ausreichend lang bemessen. Für den Einsatz an Rechnern und Notebooks ist das 2 m lange Verlängerungskabel aber definitiv lohnenswert - längere Anschlussmöglichkeiten sind für viele Nutzer essentiell. Mit einem Gesamtgewicht von 375 Gramm lässt sich das P533 zudem nicht schwer tragen und liegt, verglichen zu anderen Headsets, somit absolut in der Norm. Mit einem Frequenzbereich von 20-20000 Hertz bewegt sich das Headset im angegebenen menschlichen Wahrnehmungsbereich und ist in dieser Konstellation bei den meisten Headsets auf dem Markt auffindbar. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass diese Angabe keine Aussage für die tatsächliche Klangqualität des Produktes wiedergibt. Die Impedanz, also der Widerstand, von 16 Ohm ist für jeden On-Board-Soundchip sowie für Smartphones problemlos machbar. Die 40 mm Neodymium Treiber sind in diesem Preisbereich absolut üblich und für den eingesetzten Anwendungszweck auch ausreichend groß bemessen.

Um eine übersichtlichere Darstellung der technischen Details zu bieten, haben wir hier eine passende Tabelle vorbereitet:


Hersteller Arctic
Modellbezeichnung P533 Military
Kabellänge (fest) 1,2 m
Länge (Verlängerung) 2 m
Gewicht 375 Gramm
Empfindlichkeit >95 dB/mW
Lautsprecher: 40 mm Neodymium Treiber
Frequenzbereich: 20-20000 Hz
Widerstand 16 Ohm
Bedieneinheit: Lautstärkeregler, Mikrofonarm schwenk- und neigbar
Anschlüsse: Zwei- und Vierpoliger 3,5 mm Klinkenstecker
Preis ~ 40 Euro
Garantie 2 Jahre (Hersteller)





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Praxistest

Hinweis vorweg: Bevor wir uns dem wohl wichtigsten Teil des Testberichtes widmen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Beurteilungen bezüglich der wahrgenommenen Klangbilder subjektiv betrachtet werden sollte. Da jeder Mensch Klänge unterschiedlich angenehm - oder eben unangenehm wahrnimmt, müssen die wertenden Aussagen des Redakteurs als persönliche Ansicht angesehen werden. Zudem möchten wir anmerken, dass der Praxistest ohne entsprechend teures Equipment durchgeführt wurde. Auch einen absolut schalldichten Raum können wir für den Test leider nicht bereitstellen.


Musik-Test



Wir haben uns für eine aussagekräftige Beurteilung der Musikwiedergabe diverse Titel aus verschiedenen Genres ausgesucht und möchten hierbei prüfen, wie sich das Arctic P533 in den entsprechenden Musik-Genres schlägt. Folgende Titel haben wir uns beim Test angehört, um soundtechnisch ein breites Spektrum abdecken zu können:

  • Klassik
    • Tjønneblomen - Danish String Quartet
  • Pop
    • Zu dir - LEA
  • Rock
    • H-Blockx - Countdown to Insanity
    • Metalingus - Alter Bridge
    • Unbelievable - EMF
    • Getting Away with Murderer - Papa Roach
  • Elektro/House:
    • Hanging On (Original Mix) - Andre Crom, Teenage Mutants
    • Thinking About (Frey Remix) - Loulou Players, Frey
  • Metal:
    • Vice Grip - Parkway Drive

Beurteilung

Die Klang-Atmosphäre des Arctic P533 würden wir ganz klar als kalt bezeichnen. Das bedeutet, dass vor allem die Hochtöne, die Höhen und auch die Mitten besonders gut zur Geltung kommen. Doch wo die Hochtöne eine starken Präsenz zeigen, können die Tieftöne, die Bässe, des P533 leider nicht überzeugen. Wir müssen ganz klar feststellen, dass uns der Bass in jedem der ausgewählten Musiktitel wesentlich fehlt und nicht ausreichend genug zur Geltung kommt. Für das Lied "Tjønneblomen" dürfen wir dem P533 aber ganz klar ein Lob aussprechen - wie bereits angesprochen liefert das Headset hier in Form der Hochtöne (Höhen) eine hervorragende Leistung ab. Die glasklare Wiedergabe des Streichquartetts und der klaren Trennung jener einzelnen Instrumente sowie der dynamische Aufbau der Lautstärke bis hin zum eigentlichen Höhepunkt des Stücks lässt sich mit dem Headset wirklich sehr genießen - gefällt uns! Auch Lea's "Zu dir" ist, ungeachtet davon, dass das Lied absolut nicht unserem Musikgeschmack entspricht, ein ebenso großer Genuss - subjektiv gesehen. Lea's Stimme wird ganz klar vom Rest der eingesetzten Instrumente und der elektronischen Nebenmelodie getrennt. Somit verhindert das Headset ein Verschwimmen und Unterdrücken der Stimme, was uns gerade bei diesem Lied positiv auffällt. Aber auch hier sollten wir darauf verweisen, dass es sich bei "Zu dir" um einen Song handelt, welcher besonders von Mitten und Höhen lebt und in welchem es nahezu keinen tieferen Bass als unterstützende Einheit zu beachten gibt - dadurch wirkt das Lied sehr lebhaft und auch bei hoher Lautstärke nicht zerkratzt oder unangenehm. Sehr schön!

Liebhaber eines kraftvollen und dominierenden Basses müssen wir allerdings voll und ganz enttäuschen. "Countdown to Insanity" von H-Blockx lassen wir an dieser Stelle noch durchgehen, da dieser Rocktitel zwar dynamisch genug ist, aber nicht allzu stark vom Bass lebt - allerdings stellen wir schon hier das sehr kalte Klangbild des Headsets fest, welches bei einem entsprechenden Pop-Titel wie "Zu dir" oder eines Klassik-Stücks wie "Tjønneblomen" noch nicht derartig in den Vordergrund tritt. Im Song "Getting Away with Murderer" von Papa Roach fällt sofort auf, wie leblos und teilweise schon, so eigenartig es klingen mag, unangenehm das Lied wirkt. Nicht nur die Tatsache, dass der reine Bass nahezu vollkommen fehlt, macht die kalte Grundeinstellung der Wiedergabe über das P533 sämtliche Restsympathie, welche wir für diesen Titel übrighaben, zunichte. Da der Bass, welcher normalerweise ausreichend in Titeln wie "Getting Away with Murderer", "Vice Grip" oder "Metalingus" vorhanden ist, nicht über das Headset wiedergegeben wird, verschwimmen während des Hörens auch die Stimme des Sängers und teilweise auch ganze Instrumente aus der Wiedergabe in den Hintergrund - wirklich sehr schade, denn das trübt den gesamten Musikgenuss leider maßgebend negativ. Im Genre House fällt dieser Negativpunkt natürlich ebenso auf. Allerdings würden wir dem Headset an dieser Stelle eine neutrale Note geben, da in unseren ausgewählten und darüber hinaus in vielen weiteren House-Titeln Höhen und Mitten ebenso präsent sind, wie Tieftöne bzw. der Bass. Denn auch an dieser Stelle kann das P533 mit seiner hervorragenden Wiedergabe der Hochtöne und dynamisch geregelten Mitten punkten. Teilweise fällt der gänzlich fehlende Bass beim Hören derartiger Titel schon gar nicht mehr auf, sodass das Hören dieses Genres problemlos auch über einen langen Zeitraum möglich ist. Dennoch: Fehlender Einsatz eines kraftvollen Basses ist für Musikliebhaber alles andere als schön - an dieser Stelle hat uns das P533 ganz klar enttäuscht.


Filme und Spiele



Natürlich spielt beim Kauf eines Headsets nicht nur die Musikwiedergabe eine Rolle - auch Filme und Serien, vor allem aber Games und Online-Sessions mit Freunden oder Spielrunden alleine darf man hierbei nicht außer Acht lassen. Für den Praxistest in diesem Abschnitt haben wir uns für eine Folge (Staffel 3 / Folge 11 – Blu-Ray) der Serie "Battlestar Galactica" entschieden. Die Serie ist dank ihrer Weltraum-Szenerie der ideale Kandidat, um das Headset in unterschiedlichsten Situationen testen zu können. Packende Raum- und Bodenkämpfe, intensive Gespräche, spannende Momente und eine durchweg angespannte Atmosphäre machen "Battlestar Galactica" zu einem sehr interessanten Testkandidaten. Natürlich dürfen wir auch das Gaming nicht vernachlässigen. Hierfür haben wir uns "Planetside 2" als entsprechendes Testspiel ausgesucht. Der Free-To-Play Shooter lebt von seinen großartigen und riesigen Schlachten, bei welchen gut und gerne einmal mehrere Hundert Soldaten, sowie Fahr- und Flugzeuge mit ihren Projektil- und Laserwaffen um entsprechende Gebiete kämpfen. Special-Effects, Sprachkommandos und Teamplay sind hier der Schlüssel zum Erfolg - dazu bedarf es natürlich auch eines passenden Wiedergabegerätes um Feinde und Fahr- sowie Flugzeuge, zum Beispiels nachts, schon meilenweit orten zu können.


Beurteilung
Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass das P533 im Bereich der Serien und Spiele zwar eine durchwachsene, aber dennoch solide Leistung abliefert. Während der gesamten Folge von "Battlestar Galactica" konnte uns das Headset zu keinem Zeitpunkt wesentlich negativ enttäuschen - in diesem Zuge allerdings auch nicht wesentlich positiv überzeugen - praktisch das solide Mittelmaß, wie wir finden. Raumkämpfe können gerade durch die dumpfen Explosionen im Weltraum kraftvoller zur Geltung kommen - die Spannung und Aufregung während eines Angriffes bleibt durch die gut dosierten Mitten und sehr guten Höhen aber dennoch erhalten - das freut uns. Auch kann das Headset tiefsinnige Gespräche passend wiedergeben, ohne dabei Hintergrundgeräusche wie andere Personen in der Kantine, Schweißarbeiten am Schiff oder das leichte Rauschen der Schiffstriebwerke zu unterdrücken. Dennoch fällt, auch wenn wir es an dieser Stelle nicht erneut negativ andeuten wollen, der fehlende Bass auf. Einige Situationen könnten durchaus spannender und dynamischer abgestimmt sein, wenn das Headset ein wärmeres Klangbild hätte.

Nach ungefähr drei Stunden Spielzeit im First-Person-Shooter "Planetside 2" haben uns allerdings genau so viel Spaß gemacht, wie mit anderen Kopfhörern oder Headsets - zwar fällt auch hier der, nun schon oft genug angesprochene, fehlende Bass deutlich auf, jedoch sind wir während des Spieles genug mit uns und unserem Umfeld beschäftigt, als das uns dieser Punkt wirklich bedeutend negativ auffallen würde. Die Geräuschkulisse wird klar trennbar wiedergegeben - Feinde sind in ruhigen Momenten aufgrund ihrer Schrittgeräusche problemlos zu orten und auch heranpreschende Panzer können schon kilometerweit ausgemacht werden. Das P533 verschlingt keine Geräusche in den Hintergrund und kann die Tonquellen klar und strukturiert voneinander trennen, ohne dabei auf wesentliche und primäre Töne verzichten zu müssen. Als positiv empfanden wir zudem, dass das Headset trotz seiner Bass-Schwäche in der Lage ist, während einer Schlacht, inmitten des Tumults, auch weiter entfernte Explosionen an den Spieler weitergeben zu können. Bei Planetside 2 sind wir mit der Wiedergabequalität des Testkandidaten also durchweg zufrieden.



Das Mikrofon

Selbstverständlich kommt ein Headset nicht nur beim Musik- oder Filmgenuss zum Einsatz. Oftmals sind Skype- und Teamspeak-Gespräche oder Multiplayeraktionen in Games ein fester Bestandteil der Nutzung eines Headsets. In diesem Zusammenhang haben wir uns dafür entschieden eine entsprechende Windows-Recorder-Aufnahme mit dem Mikrofon des Arctic P533 zu erstellen.


Vergleichsaufnahmen:

Creative Sound BlasterX H7 Tournament
Arctic P533 Military


Mit der Leistung des fest verbauten Mikrofons am P533 sind wir im Großen und Ganzen zufrieden. Störgeräusche wie zum Beispiel unangenehmes Kratzen oder Rauschen können wir auch nach langer und intensiver Nutzung nicht feststellen. In Spielsessions haben uns unsere Mitspieler problemlos sowie klar und deutlich verstehen können - lediglich die Höhen der Stimme werden etwas zu stark übermittelt. Die Lautstärke des Mikrofons wird weder als zu leise noch als zu laut aufgefasst. Ein überzeugendes Mittelmaß, wie wir finden.





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Fazit

Und schon sind wir beim Fazit des Testberichtes zum Arctic P533 Military angekommen. Was lässt sich abschließend zum heutigen Testkandidaten sagen? Nun - das Headset konnte uns nur mittelmäßig überzeugen. In einem Preisbereich von ungefähr 40 Euro gibt es auf dem Markt, gerade im Bereich der Kopfhörer und Headsets, zu viele Konkurrenzprodukte, als das wir für das Arctic P533 eine klare Kaufempfehlung aussprechen können. Unserer Meinung nach könnte der Hersteller das Produkt ruhigen Gewissens für acht bis zehn Euro weniger anbieten, um das Headset für potenzielle Käufer interessanter zu gestalten. Denn gerade was die Materialwahl und vor allem die allgemeine Verarbeitung des P533 anbelangt, kann sich der Testkandidat wirklich sehen lassen. Kunstleder am Kopfbügel und an den Ohrmuscheln, zudem noch als Memory-Foam, Aluminium für die Scharniere und den Bügel sowie hervorragend verarbeitete Nähte sprechen aus diesem Aspekt definitiv für das Produkt. Auch über die mitgelieferte Transporttasche haben wir uns gefreut - so muss man sich keine Sorgen beim Transport des Headsets zu Freunden oder Familie, zur Arbeit oder nach Hause machen. Auch das fest montierte Headset gibt, trotz des etwas blechernen Klangbildes, eine solide Leistung ab wie wir finden - hier haben wir schon wesentlich schlimmere Mikrofone erlebt, auch in dieser Preisklasse.




Das Klangbild hat bei uns jedoch einen ziemlich durchwachsenen Eindruck hinterlassen. Hochtöne wie Höhen und Mitten kann das P533 bei Musik, Serien und Spielen ausgezeichnet wiedergeben. Gleichzeitig enttäuscht der Bass allerdings auf ganzer Linie. Zeitweise sind wir der Ansicht, dass der Bass praktisch gar nicht an die Ohren weitergegeben wird. Dieser Punkt schmälert den Eindruck des Headsets natürlich immens. Auch die unzureichende Höhen- bzw. Größenverstellung des Bügels sorgt dafür, dass lange Spielsessions und eine dauerhafte Musikwiedergabe regelrecht nervig werden, da wir immer wieder damit beschäftigt sind, das Headset halbwegs gerade zu rücken, nur um bei der nächsten Kopfbewegung wieder von vorne beginnen zu dürfen. Sehr unangenehm, das müssen wir leider ganz klar so sagen. Nichts desto trotz kann das Arctic P533 durch die vorhandenen Stärken in wichtigen Aspekten punkten, sodass eine neutrale, aber dennoch leicht negativ stimmende Meinung über das Produkt zurückbleibt. Wir hoffen, dass der Hersteller die angesprochenen Kritikpunkte bei seinen kommenden Audioprodukten berücksichtigt.




  • Materialwahl
  • Verarbeitung
  • Mitgelieferte Transporttasche
  • Gute Anpassung des Mikrofonarms an eigene Bedürfnisse
  • Wiedergabe der Höhen und Mitten




  • Höhen- und Größenverstellung
  • Ungenügender Bass
  • Schwergängige Mikrofonverstellung


Awards:


Links zum Produkt





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Philipp Müller


gedruckt am 21.08.2019 - 02:27
http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=167325