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Jonsbo CR-701 RGB im Test
04.12.2018 - 08:00

Vor knapp einem Jahr hatten wir bereits Jonsbos TopBlower HP-625 bei uns im Test, der mit einer hochwertigen Verarbeitung und guter Kühlung bei leisem Betrieb durchweg überzeugen konnte. Im ersten Quartal dieses Jahres erweiterte der Hersteller bereits sein Portfolio und veröffentlichte dessen kleineren Bruder CR-701 RGB, den wir euch heute im Test vorstellen möchten. Wobei die Bezeichnung „kleiner Bruder“ zurückhaltend zu wählen ist, da die Maße nur wenige Millimeter geringer ausfallen. Die Unterschiede liegen aber im Detail, denn der 75 mm hohe Neuling nutzt mit fünf Heatpipes eine weniger als der HP-625, hat ein überarbeitetes Montagesystem und setzt auf einen anderen Lüfter mit (nicht steuerbarem) Farbwechsel. Wie er mit seinem Vorgänger mithalten und sich gegen die anderen Kühler des Test-Parcours behaupten kann, wird sich auf den folgenden Seiten zeigen.




Danksagung

Wir danken der Firma PC-Cooling für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.









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Verpackung

Die Verpackung des CR-701 wird genau wie bei dem HP-625 neutral und unauffällig gehalten, wirkt dadurch aber auch nicht überladen. Die unbeschichtete Pappe ist sehr stabil und robust, wodurch der Inhalt gut vor äußeren Einflüssen geschützt wird. Auf der Oberseite ist neben der Kühlerbezeichnung eine große Seitenansicht des Kühlers zu sehen. Ein separat angebrachter Aufkleber weist auf die Beleuchtung des Lüfters hin. Bei unserem Modell ist dieser schwarz mit dem Schriftzug „RGB“. Bei anderen inzwischen im Umlauf befindlichen Modellen kann es aber auch ein weißer Aufkleber sein, auf dem „COLOUR“ steht. Der Inhalt der Verpackung bleibt aber identisch.

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Weitere Informationen zum Kühler findet man auf den umliegenden Seiten. Während auf der Front nur groß der Name steht, werden auf der rechten Seite einige Features, wie die vernickelten Heatpipes und der beleuchtete Lüfter, hervorgehoben. Auf der linken Seite findet man hingegen die umfangreiche Tabelle mit den technischen Daten. Bereits hier fällt positiv auf, dass alle gängigen CPU-Sockel unterstützt werden.

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Lieferumfang

Im Inneren der Verpackung wird der CR-701 mit seinem ab Werk vormontierten Lüfter von unten und oben mit einer Polsterung fixiert, welche eventuelle Stürze und Stöße kompensiert und ihn so vor Schäden schützt. Das Zubehör sitzt in einer separaten Verpackung neben dem Kühler und beinhaltet, außer einem kleinen Schraubendreher, praktischerweise alles, was man zur Montage benötigt. Trotz der umfangreichen Kompatibilität zu den CPU-Sockeln ist der Inhalt nicht überladen. Um die Wärmeleitpaste bei Bedarf mehrmals zu nutzen, wurde hier auf eine wiederverschließbare Spritze gesetzt, welche das Gesamtpaket abrundet. In der beiliegenden Anleitung wird die Installation sehr gut und einfach erklärt, wobei die Montageschritte für Intel- und AMD-Sockel auf der Vorder- und Rückseite separiert wurden. Die Abbildungen sind groß, deutlich und auch ohne Text einfach zu verstehen, wodurch auch Anfänger keine Probleme bekommen sollten.


Zum Lieferumfang gehören:
  • 1x Kühler inkl. montierten Lüfter
  • 4x Schrauben für die Montageschienen
  • 4x Unterlegscheiben
  • 4x Abstandhalter
  • 4x Montageschrauben
  • 1x Intel-Montageschienen
  • 1x AMD-Montageschienen
  • 4x Sechskantmuttern
  • 1x Kleiner Sechskantschlüssel
  • 1x Spritze Wärmeleitpaste (wiederverschließbar)
  • 1x Anleitung

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Technische Details

In der Einleitung bezeichneten wir den CR-701 ja als „kleinen Bruder“ des HP-625, mit dem Hinweis, dass dies auf die Größe bezogen nur zurückhaltend gemeint ist. Denn mit seinen Außenmaßen von 125 x 120 mm fällt er nur leicht geringer aus; der HP-625 kommt hier auf 138 x 123 mm. Die Höhe der beiden ist hingegen fast identisch, denn der CR-701 ist mit 75 mm nur unauffällige 2 Millimeter kleiner. Der ab Werk montierte 120 mm-Lüfter (PWM-gesteuert) wird von vier Schrauben fixiert, wodurch er leicht zum Reinigen entfernt oder ausgetauscht werden kann. Entgegen seines Vorgängers hat dieses Modell nur sieben Blätter (anstatt neun), welche aber breiter und mit zusätzlichen Strukturierungen auf der Ober- und Unterseite versehen sind, die den Luftstrom optimieren und Luftverwirbelungen vermindern sollen.

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An allen vier Ecken befinden sich beidseitig Gummierungen, welche den Lüfter vom Kühler entkoppeln, damit Vibrationen nicht auf diesen übertragen werden sollen. Eine genaue Modellbezeichnung ist leider nicht vorhanden; da dieser derzeit allerdings nicht im Handel erhältlich ist, müsste man sich im Fall eines Defekts an den Hersteller wenden. Das einzige vergleichbare Modell wäre der Jonsbo FR-501 RGB, der allerdings nur einen 3-Pin-Anschluss besitzt.

Von der Unterseite kann man gut auf die fünf vernickelten Heatpipes sehen, welche eine Dicke von sechs Millimetern haben und quer durch den Lamellenblock verlaufen. Bei der Kühlfläche setzte Jonsbo, genau wie bei dem Vorgänger HP-625, auf DirectTouch, wodurch die Heatpipes direkt auf dem Prozessor aufliegen. Diese Fläche wurde sehr sauber und plan geschliffen. Auf der Oberseite sind noch weitere Kühlrippen aus Aluminium gefräst. Jonsbo hat um den kompletten Lamellenblock einen Rahmen aus gebürstetem, schwarz eloxierten Aluminium montiert, auf dessen Frontseite sich der Hersteller mit einer Gravur verewigt hat. Dies sieht nicht nur edel und zeitlos aus, sondern dient gleichzeitig als Befestigungsrahmen für den Lüfter sowie zur Verdeckung der Heatpipes, deren sauber abgerundete Enden vorne aus dem Lamellenblock ragen.

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Im Gesamten ist der CR-701 sehr hochwertig und robust gebaut. Scharfe Schnittkanten oder Ähnliches waren nicht auffindbar. Sollte auf der schwarzen Eloxierung des Aluminiumrahmens mal ein Fingerabdruck sein, lässt sich dieser auch einfach entfernen – als fleckenanfällig würden wir den Rahmen aber nicht bezeichnen.

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technische Daten
Hersteller Jonsbo
Modellname
CR-701 RGB
Modell-Nr. CR701B
Sockel-Kompatibilität Intel-Sockel: 775 / 1150 / 1151 /1155 / 1156
AMD-Sockel: FM1 / FM2(+) / AM2(+) / AM3(+) / AM4
Gesamtmaße (Länge x Breite x Höhe) 125 x 120 x 75 mm
Gesamtgewicht (mit / ohne Lüfter) -/-
TDP 135 W (laut Herstellerangabe)
Materialien Kupfer, Aluminium





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Montage des Kühlers

Das Montieren des CR-701 ist recht einfach und auch für Anfänger problemlos umzusetzen. Als erstes legt man den Kühler umgedreht auf den Tisch und befestigt mit den vier kleinen Schrauben die Halterungsschienen, was in unserem Fall die für Intel-Sockel sind. Anschließend steckt man die Montageschrauben in die Langlochpositionen des entsprechenden CPU-Sockels und schraubt die Abstandhalter auf die Gewinde. Nun sitzt alles fest in seiner Positionen. Dies ist sehr angenehm, da es die Montage deutlich erleichtert. Der HP-625 hatte hier noch keine fixierten Schrauben.

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An dieser Stelle sollte man überprüfen, in welcher Ausrichtung man den Kühler auf dem Board montieren möchte. Das ist wichtig, damit man bei den breiten Außenmaßen nicht mit anderen Bauteilen kollidiert. Dies ist überwiegend bei m-ITX zu beachten, denn je nach dem, an welcher Position der CPU-Sockel sitzt, kann es eng werden. Bei unserem ITX-Mainboard sitzt der Sockel sehr mittig, dennoch müssen wir mit den breiten Maßen aufpassen. Die äußeren Flanken des Kühlers ragen knapp über unsere fest verbauten WiFi-Verschalung, was aber kein Problem ist. Jedoch sollte man auf den Arbeitsspeicher achten, wenn dort Kühlkörper verbaut sind - denn Platz sind für diese kaum vorhanden. Unser RAM hat eine Bauhöhe von 34,57 mm und ist damit knapp zu hoch. In den äußeren Slot passte der Speicher nur, weil der RAM-Kühler oben eine Abrundung hat, auf der die Alu-Lamellen leicht anliegen – in den CPU-zugewandten Steckplatz hätte es nicht gepasst. Der Vorgänger HP-625 hat hier etwas mehr zugelassen, wodurch wir mit unserem Test-RAM auch den inneren Slot nutzen konnten. Hier raten wir klar zu normalen Arbeitsspeichern ohne Kühlkörper (oder zumindest nur einen sehr flachen). Bei größeren Mainboards, bei denen der Abstand zu den Arbeitsspeicherschnittstellen meistens etwas weiter ist, besteht keine Sorge.

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Hat man eine passende Position gefunden, legt man den Kühler nun in entsprechender Ausrichtung - mit der Kühlfläche nach oben - auf den Tisch und trägt die Wärmeleitpaste auf die CPU. Anschließend setzt man das umgedrehte Mainboard auf dem CR-701 auf. Am hilfreichsten ist dabei ein Blick von oben durch die Montagelöcher des Mainboards, wodurch man dieses beim Aufsetzen optimal an den Montageschrauben des Kühlers ausrichten kann. Nun hält man das Board in seiner Position fest, steckt die Unterlegscheiben auf die Gewinde und schraubt per Hand die Sechskantmuttern so weit drauf, bis sie aufliegen. Abschließend werden diese mit dem beiliegenden Sechskantschlüssel abwechselnd über Kreuz festgezogen, bis das Ende der Gewinde erreicht ist.

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Auf der Oberseite des Mainboards sitzen die Abstandhalter auf der Platine, um diese nicht zu verkratzen. Die Unterlegscheiben schützen hingegen die Unterseite vor mechanischer Beschädigung durch die Sechskantschrauben. Nachdem der Lüfter am entsprechenden Port angeschlossen wurde, ist das System startbereit. Durch seine in Position bleibenden Montageschrauben wäre auch eine Montage am aufrecht stehenden Mainboard kein Problem – insofern hier die Boardrückseite frei zugänglich ist.

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Die Lüfterbeleuchtung

Kommen wir nun auf die bereits angesprochene Beleuchtung des Lüfters. Für diese sorgen zehn LEDs, die auf der Platine rund um die Antriebsspulen sitzen. Diese wechseln die Farben eigenständig und sind nicht selbst steuerbar, was etwas schade ist. Allerdings verlaufen die Farben in einem langsamen Intervall, wodurch es keinesfalls hektisch wirkt. Farbverläufe? Ja, denn sie wechseln nicht einfach im Kompletten. Auf einer Seite des Lüfters fängt ein Farbwechsel an und verteilt sich dann langsam rings um den ganzen Lüfter. Bei einer hellen Umgebung fallen die Farben nur dezent auf, weshalb sie erst bei einer Raumabdunklung, oder zumindest in einem Gehäuse, mehr zur Geltung kommen. Aber auch hier sind die Farben keinesfalls überstrahlt. In Kombination mit seinem generellen Erscheinungsbild wirkt es sehr stimmig.

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Grundlegende Information und Philosophie bezüglich des Testsystems

Auf diesem i5-System werden wir uns überwiegend mit Kühllösungen beschäftigen, die für HTPCs (Home Theater Personal Computer) und kleine Gaming-Cubes von Interesse sind und sich somit speziell für kleinere Gehäuse eignen. Darunter gehören überwiegend Modelle, die eine Höhe von 100 mm zumeist nicht überschreiten.

Aber nicht nur neue Kühler werden getestet! Auch auf diverse ältere Produkte, die eventuell in Vergessenheit geraten sind, werden wir den einen oder anderen Blick werfen. Somit entdeckt man vielleicht ein Modell erneut, der für das eigene, neue Multimedia- oder Gaming-System interessant sein könnte.



Testverfahren

Als Testverfahren zur Temperaturmessung haben wir uns zwei Lastszenarien ausgesucht:
Szenario 1: Konvertieren eines Films mit "xMedia Recode" in ein anderes Format. Dies ist ein Szenario, welches einem PC mit hoher, aber realistischer CPU-Auslastung entspricht. Dabei werden ebenfalls realistische Temperaturen unter starker Last erreicht, die der Kühler bewältigen muss.

Szenario 2: CPU-Auslastung mit Prime95 (Small FFTs). Hierbei wird eine eher unrealistische, sehr hohe Temperatur erreicht, die bei einer normalen Nutzung des Systems nicht zustande kommt.

Alle Kühler werden mit der selben Wärmeleitpaste (Noctua NT-H1) betrieben. Die umgebende Raumtemperatur des nicht schalldichten Raums beträgt ~23°C.

Die Lautstärke des Kühlers wird mit einem Schallpegel-Messgerät ermittelt. Hierbei messen wir die Lautstärke bei 100%, 75%, 50% sowie bei der minimal möglichen Drehzahl des Lüfters. Die Messung erfolgt in einem Abstand von 50 cm über dem Kühler. Um möglichst alle Geräuschquellen bei den Lautstärke-Messungen zu vermeiden, nutzen wir ein passives Netzteil und eine SSD-Festplatte.
Bei allen Messungen liegt das Mainboard mit Gummi-Abstandhaltern entkoppelt frei auf dem Tisch, ohne weiteren Nebenlüfter. Die Ergebnisse der Lautstärkemessungen kann sich von Redakteur zu Redakteur unterscheiden. Wie kommt es zu den unterschiedlichen Messabständen bei den Redakteuren? Dies erläutern wir hier:

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Das Testsystem

Als Testsystem kommen folgende Komponenten zum Einsatz:

Testsystem-i5
Netzteil Fortron Aurum Xilenser 500 W (passiv)
Mainboard Asus Z170I Pro Gaming
Prozessor Intel i5-6600 (4x 3.9 GHz)*
Grafikkarte iGPU
Arbeitsspeicher Kingston HyperX Savage 8 GB (2800 MHz)
Festplatte / SSD M.2 SanDisk Z400s 128 GB
Betriebssystem Windows 10 Pro. (64 bit)
Asus-Software zur Lüftersteuerung
AI Suite 3
Schallpegel-Messgerät Voltcraft SL100
* Hinweis zur CPU: Unser i5-6600 weist unter Volllast bei Prime95 eine Vcore-Spannung von durchschnittlich 1.120 bis 1.140 Volt auf. Allerdings haben wir diesen, vom Mainboard selbst bestimmten Wert, zu Gunsten der Transparenz unverändert gelassen.





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Drehzahlen

Wie gewohnt starten wir mit den Drehzahlen und der Geräuschentwicklung des montierten Lüfters. Hier ließen wir den CR-701 RGB gegen die vorherig getesteten Kontrahenten unserer Testreihe antreten. Die Kühler wurden dabei im "PWM-Mode" betrieben, wobei wir die Lüfterdrehzahlen mit der "AI Suite 3"-Software von Asus ermittelten und steuerten. Dabei haben wir die Kühler mit verschiedenen Drehstufen laufen lassen und die Lautstärken sowie die Temperaturen in den zwei Belastungs-Szenarien gemessen.
Allgemeiner Hinweis: Im normalen Nutzungsbetrieb erreichen die Lüfter von CPU-Kühlern nie den Drehzahlbereich von 100%.

Der CR-701 RGB lag mit seinen Drehzahlen in einem eher unauffälligen Bereich und recht nah am HP-625.








Lautstärke

Als Nächstes betrachten wir die Lautstärke des montierten Lüfters. Diese haben wir mit einem Schallpegel-Messgerät gemessen, wobei der Messpunkt in einer Entfernung von 50 cm über dem offen liegenden Mainboard lag.





Im Gesamten lag die Geräuschentwicklung wie erwartet. Bei 50% seiner Drehzahlen wäre er wohl kaum bis gar nicht aus einem Gehäuse heraus zu hören. Selbst bei 60% (nicht in Diagrammen enthalten) blieb er mit 35,7 db(A) angenehm leise. Auch mit 75% bleibt das Luftrauschen des CR-701 angenehm und wäre höchstens in einem stillen Raum nur leise aus einem Gehäuse zu vernehmen. Die 100% wird er im normalen Betrieb wohl nie erreichen; hier wäre er auch aus einem Gehäuse zu hören - dies jedoch noch in einem normalen, nicht penetranten Bereich. Unterhalb der 50% wurde es noch einmal merkbar leiser und war ab da selbst im offenen Aufbau kaum wahrnehmbar.





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Temperaturen unter Last - Szenario 1

Kommen wir nun zum interessantesten Teil des Tests – den Temperaturen unter Auslastung des Prozessors. Wie gewohnt starten wir als erstes mit Szenario 1, der Temperaturentwicklung bei Konvertieren von Medien.





Der CR-701 RGB reiht sich mühelos in den oberen Bereich der Diagramme ein und liegt kaum bis nur minimal hinter seinem großen Bruder HP-625. Hier überzeugt er mühelos mit seiner Kühlleistung und zeigt, dass er auch für stärkere Prozessoren noch Reserven hat. Problemlos ist hier ein leiser und unauffälliger Betrieb, selbst unter hoher Auslastung, einfach umsetzbar.


Temperaturen unter Last - Szenario 2

Kommen wir nun zum Szenario 2, die Temperaturentwicklung beim Prime95-Small FFTs, was somit einen der härtesten (wenn auch unrealistischen) Tests für einen Kühler darstellt.





Auch in dieser unrealistischen, extremen Auslastung unter Prime95 konnte sich der CR-701 RGB beweisen, wobei sich die Temperaturen ebenfalls im erwarteten Bereich einsortierten und er somit beinahe mit dem HP-625 gleich ist.





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Fazit



Schon mit dem HP-625 zeigte Jonsbo letztes Jahr einen starken TopBlower. Dies überträgt sich auch auf den neuen CR-701 RGB, der zwar eine Heatpipe weniger besitzt, aber dennoch kaum Einbußen in seiner Leistung hat. Im Gesamten ist der Kühler massiv sowie durchgehend hochwertig verarbeitet und überzeugt problemlos unter hoher Dauerbelastung mit guten Temperaturen. Dies wurde hier ebenfalls auch mit geringer Geräuschentwicklung umgesetzt, denn der ab Werk montierte Lüfter erledigt seine Arbeit gut und unauffällig, wodurch eine hohe Kühlleistung bei leisem Betrieb ermöglicht wird. Jonsbo setzt beim Design auf dezent aber modisch - um den kompletten Lamellenblock wurde ein Rahmen aus gebürsteten, schwarzen Aluminium montiert, der die Kühlfinnen verbirgt. Der darauf sitzende schwarz-weiße Lüfter rundet in dieser Kombination das äußere Erscheinungsbild positiv ab. Die Beleuchtung ist hingegen leider nicht steuerbar, allerdings verläuft der automatische Farbwechsel-Intervall langsam, was ruhig und stimmig wirkt. Auch die Montage ist schnell und ausgesprochen einfach, was besonders Anfängern sehr entgegen kommt und ihnen keine Probleme bereiten sollte. Einzig auf die Höhe des Arbeitsspeichers sollte (wie bei allen breiten Kühlern) klar geachtet werden, besonders bei ITX-Boards oder generell nah am CPU-Sockel liegenden RAM-Slots. Seinen Platz hingegen findet der CR-701 RGB auf fast jedem Board; dafür sorgt eine breite Kompatibilität für alle gängigen und aktuellen CPU-Sockel. Der Jonsbo CR-701 RGB ist ab ~29€ im Handel zu finden, was ihn zu einer attraktiven Alternative macht.




  • Gute Kühlleistung bei leisem Betrieb
  • Auch bei höheren Drehzahlen sehr laufruhig
  • Gute Verarbeitung
  • Sockel-Kompatibilität
  • Einfache Montage
  • Optik




  • Lüfterbeleuchtung nicht selbst regelbar
  • Bei nahen RAM-Slots nur niedrige Riegel nutzbar (Board-bedingt)



  • -/-



    Awards:


    Links zum Produkt





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  • Johannes Wehner


    gedruckt am 12.12.2018 - 20:41
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=167321