Reviews » Audio
Creative Sound BlasterX H7 Tournament im TRV-Check!
25.11.2018 - 08:00

Der Name Creative ist für viele Nutzer ein wohlbekannter Begriff. So ist der Hersteller bereits seit Jahrzehnten im Audiobereich vertreten und hat sich dabei vor allem auf dem PC-Markt durch qualitativ hochwertige Audio- und Soundprodukte einen guten Namen machen können. Das Sortiment reicht hierbei von Soundkarten, Headsets, Kopfhörern und Lautsprechern bis hin zu Web-Cams. Da Creative aber nicht nur in der gehobenen Preisregion vertreten ist, sondern auch Produkte für den kleinen Geldbeutel anbietet, ist es Interessenten möglich, aus einer Vielzahl von Produkten zu wählen - damit wird sichergestellt, dass für jeden Anwender auch etwas Passendes dabei ist.

Und weil sich Creative seit jeher die Meinungen, Kritiken und Empfehlungen aus der Gamingszene zu Herzen nimmt, schafft es der Hersteller, eine stetige Verbesserung des Sortiments anzubieten. Dies ist auch mit einer der Gründe, warum sich die Produkte einer großen Beliebtheit unter den Spielern und den audiophilen Nutzern erfreuen, nicht zuletzt verstärkt durch den Fakt, dass sich die "SoundBlaster"-Reihe bereits über 400 Millionen Mal verkauft hat. Doch die Konkurrenz schläft nun mal nicht, die Auswahl groß, womit es für die Interessenten nicht immer leicht ist, ein passendes Gerät für die eigenen Anwendungsgebiete zu finden - gerade bei Headsets verliert sich so mancher im Angebotsdschungel der verschiedenen Hersteller. Vergleichsseiten gibt es im Internet reichlich, aber ein umfangreicher Testbericht dürfte für die meisten Käufer wesentlich interessanter sein. Und mit genau so einem Bericht können wir in diesem Fall wieder dienen!




Im heutigen Test wollen wir euch das Creative SoundBlaster X H7 in der "Tournament Edition" vorstellen. Hierbei handelt es sich um ein 7.1 Surround-Sound Gaming-Headset, welches im oberen Preisbereich angesiedelt ist. Mit aktuell rund 100 Euro (je nach Händler) ist das SoundBlaster X H7 zwar nicht das teuerste Produkt aus dem Hause Creative, allerdings erwartet man als potentieller Käufer schon durchaus einiges an Gegenwert für diesen Preis. Wir wollen heute herausfinden, wie sich das Headset in unserem Soundparcours schlägt, wie es um die Qualität steht, welche Features und Eigenschaften das Produkt mitbringt. Ob sich aus unserer Sicht ein Kauf des Gaming-Headsets also lohnt, erfahrt ihr auf den nachfolgenden Seiten.

Das Team TRV wünscht euch viel Spaß beim Lesen!


Danksagung

Wir danken der Creative für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.










Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Verpackung und Lieferumfang

Das Design und die Haptik der Verpackung wirkt sehr durchdacht und hochwertig. Creative liefert das Headset in einem farblich in rot und schwarz gestalteten Karton an den Kunden aus. Die Vorderseite schmückt sich mit dem aufgedruckten Bild des Produktes, welches hier von der rechten Seite gezeigt wird. Daneben listet der Hersteller unter der Produktbezeichnung "Sound Blaster X H7 Tournament Edition" einige Informationen des Headsets auf. Im unteren Bereich befindet sich der "Creative" Schriftzug sowie die Information, dass es sich um ein "7.1 Surround Sound Gaming Headset" handelt.


Bild vergrößern Bild vergrößern Bild vergrößern


Auf der linken und rechten Seite der Verpackung listet Creative weitere Eigenschaften des Headsets auf - hier wird sowohl auf die 50 Millimeter-Treiber, das Mikrofon, sowie das allgemeine Design und auf den Tragekomfort eingegangen. Des Weiteren werden erste Informationen bezüglich der herunterladbaren Software preisgegeben. Die Rückseite ist mit Abstand am informationsreichsten - denn hier entdecken wir neben ein erneutes Abbild des Blaster X H7 auch dessen beschriebene Kerneigenschaften. Auf diesem befinden sich an jeder abgebildeten Komponente des Headsets Nummern (1 - 7), welche mit entsprechenden Infotexten kurz und knackig erklärt sind. Darunter listet Creative den im Karton enthaltenen Lieferumfang, sowie die technischen Daten von Headset bzw. Korpus und Mikrofon auf. Der letzte Abschnitt der Rückseite besteht aus diversen Zertifikatsauflistungen, Serien- und Produktnummern sowie Warnhinweisen, allgemeinen Informationen, Postanschriften und Telefonnummern.

Nimmt man beide Seiten der Verpackung in die Hand und hebt jene an, so gleitet der innere Teil des Kartons heraus - zum Vorschein kommt das akkurat in seiner Plastik-Ummantelung abgelegte Headset. Unter der Umverpackung legt der Hersteller einen kleinen Karton mit dem entsprechenden Lieferumfang bereit. Zusammengefasst bekommt der Käufer beim Kauf des Produktes:
  • Creative SoundBlaster X H7 Tournament mit integrierter Steuerung
  • Abnehmbares Mikrofon
  • Kurzanleitung (Bedienungsanleitung)
  • USB-Typ A zu USB-Typ B Kabel (1,5 m)
  • 3,5 mm 4-Poliges Audiokabel (0,8m)


Bild vergrößern


Technische Daten

Gerade bei Wiedergabegeräten ist die eingesetzte Technik maßgebend für entsprechende Ausgabequalität. Das 3,5 mm - Klinkenkabel ist mit einer Länge von 80 mm, wie wir finden, ausreichend bemessen und kann, ebenso wie das USB-Kabel, an das feste 40 mm lange Kabel ergänzt werden. Für jene Käufer, welche sich allerdings über eine längere Anschlussmöglichkeit freuen, hat Creative auch ein 150 mm langes USB-Kabel für den Betrieb an Rechnern und Notebooks beigefügt. Mit einem Gewicht von 363 Gramm ist das H7 nicht unangenehm schwer zu tragen. Am fest installiertem Bedienelement lässt sich das Mikrofon ein- und ausschalten, die Lautstärke regeln, die Musikwiedergabe pausieren sowie eingehende Anrufe, sofern das Gerät am Smartphone benutzt wird, angenommen werden. Die Ton-Frequenzen bewegen sich dabei über den menschlichen Wahrnehmungsbereich von 20-20000 Hertz und sind in dieser Konstellation bei den meisten Headsets auf dem Markt auffindbar. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass diese Angabe keine Aussage für die tatsächliche Klangqualität des Produktes wiedergibt. Mit einem Widerstand (die Impedanz) von 32 Ohm ist auch für On-Board-Sounchips oder Smartphones der Betrieb vollkommen problemlos. Die 50 mm - FullSpectrum Treiber (die Lautsprecher selbst) sorgen für die entsprechende Ton-Wiedergabe und sind für den Anwendungsbereich auch ausreichend groß dimensioniert.

Für eine übersichtliche Darstellung der wichtigsten technischen Daten haben wir folgende Tabelle bereitgestellt:


Hersteller Creative
Modellbezeichnung Sound BlasterX H7 Tournament
Kabellänge  40 mm
Länge USB Adapter / Klinke 150 mm / 80 mm
Sensitivitätder Lautstärke 118 dB +/- 3dB
Sensitivitätohne Bass 109 dB +/- 3 dB
Lautsprecher: 50 mm Treiber
Frequenzbereich: 20-20000 Hz
Widerstand 32 Ohm
Bedieneinheit: Lautstärkeregler, Mikrofonschalter, Wiedergabesteuerung
Anschlüsse: vierpoliger 3,5 mm Klinkenstecker, USB-Adapterkabel
Preis ~ 97 Euro
Garantie 2 Jahre (Hersteller)






Inhalts-Navigation:










Inhalts-Navigation:


Das Creative H7 im Detail

In der Detailbetrachtung schauen wir uns das Creative H7 nun einmal genauer an und wollen vor allem auf die Punkte „Verarbeitung“, „Features“ und dem „Tragekomfort“ eingehen. Hat man das Produkt zum ersten Mal in der Hand, fällt sofort das erstaunlich geringe Gewicht von 363 Gramm auf - dadurch lässt sich mit dem Headset aber zugleich wunderbar hantieren. Dominierend wirken natürlich die Farben Schwarz und Rot, welche sich ebenso wie die Farben auf dem Karton, im entsprechenden Produkt wiederspiegeln. Dabei ist das Headset als solches in schwarz lackiert. Hingegen sind die Kabel, welche vom Korpus in die Ohrmuscheln/Lautsprecher führen, das feste Hauptkabel und die Innenpolsterung der Ohrmuscheln in Rot gehalten. Der allgemeinen Verarbeitung können wir definitiv einen Pluspunkt geben - hierbei haben wir keine negativen Auffälligkeiten gefunden. Die Materialien sind mit Bedacht gewählt worden und tragen zur hervorragenden Verarbeitung und dem geringen Gewicht bei. Selbst typische Knarz- oder Kratzgeräusche, welche diverse Headsets beim Aufsetzen oder Zurechtbiegen von sich geben, können wir beim Creative H7 nicht verzeichnen. Sehr schön!


Bild vergrößern Bild vergrößern


Die Polsterung des Kopfbügels besteht aus einem schwarzen Kunstlederüberzug, welcher innen, so fühlt es sich jedenfalls an, mit Schaumstoff gefüllt ist. Der geringe Anpressdruck auf den oberen Kopfbereich ist hierbei wirklich sehr angenehm und lässt insofern keine Wünsche offen. Auf der Oberseite der Kopfpolsterung befindet sich zudem der "Sound BlasterX" Schriftzug. Bei den Scharnierabdeckungen für die Höhenverstellung der Ohrmuscheln bzw. Lautsprecher handelt es sich um normales, schwarzes Plastik, welches an den Seiten entsprechende Grate aufweist. Hier hätten wir uns unter Umständen höherwertigere Materialien oder eine bessere Entgratung aus Optikgründen gewünscht. Allerdings ist das nun wirklich Meckern auf hohem Niveau, denn für sich genommen sind die Abdeckungen, bis auf die besagten Grade, absolut frei von Mängeln. Die Scharniere selbst machen auf uns einen sehr hochwertigen Eindruck. Sie bestehen aus schwarzen, gebürsteten Aluminium und sind an beiden Ohrmuscheln mit jeweils zwei Verbundstücken fest montiert.

Dadurch lassen sich die Ohrmuscheln senkrecht in beide Richtungen neigen, allerdings sorgt die entsprechende Bauform des Headsets dafür, dass sich diese nicht drehen oder anderweitig verstellen lassen können. Wir finden das durchaus schade, denn dieser Fakt nagt etwas an dem individuellen Tragekomfort, da jeder Nutzer ein Headset eben lieber etwas anders auf dem Kopf sitzen hat. Um die Situation aber nicht schlechter darzustellen, als sie wirklich ist, müssen wir dem Creative H7 in Punkto Tragekomfort ein klares Lob aussprechen. Kein vorher getragenes Headset konnte den Redakteur derartig positiv überraschen wie der heutige Testkandidat. Egal ob stundenlange Gaming- oder Musik-Sessions, ein Serien- oder Filmabend oder ein langanhaltender Spaziergang im Freien, das Creative H7 hat hier auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der sehr milde, ja schon fast nicht spürbare Anpressdruck, gepaart mit dem geringen Gewicht sorgen dafür, dass das Tragen des Headsets zu keiner Zeit unangenehm oder gar schmerzhaft wird. Selbst die eingeschränkte Drehbarkeit der Ohrmuscheln fällt hierbei praktisch gar nicht auf. Somit zielt das Produkt durch einen hervorragenden Tragekomfort in genau jene Zielgruppe, welche vom Hersteller auch angesprochen wird: Gamer.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Ebenso positiv wie der Tragekomfort fallen uns die hinteren Abdeckungen der 50 mm FullSpektrum-Treiber des Creative H7 auf. Die Oberfläche besteht aus schwarzen, gebürstetem Aluminium und enthält den gleichen Schriftzug "Sound BlasterX" wie auf der Oberseite der Kopfpolsterung. Der Bereich für das große, rote "X" ist zudem im Aluminium ausgelassen und gibt dem Ganzen einen cool wirkenden Look. Gefällt uns! Die Polsterung der Ohrmuscheln besteht aus einem weichen, sehr angenehmen Kunstlederüberzug. Ebenso wie bei der Kopfpolsterung vermuten wir dahinter eine Schaumstoffeinlage. Die beiden Einsätze sorgen in Kombination natürlich auch für den oben positiv niedergeschriebenen Tragekomfort. Wichtig zu erwähnen ist hierbei noch, dass die Schweißentwicklung nahezu nicht vorhanden ist - wir würden die Ohrmuscheln also als durchaus atmungsaktiv bezeichnen. Die direkten Treiber können wir durch den undurchsichtigen, roten Stoffschutz vor den Löchern nicht erkennen. Auf jenem ist allerdings für die entsprechende Seite ein großes "L" bzw. "R" aufgedruckt, welches dafür sorgt, dass das Headset nicht falsch aufgesetzt werden kann.


Bild vergrößern


Das fest verbundene, ca. 40 mm lange, rote Kabel führt vom linken Treiber aus runter an die Multimediaeinheit. Hier können diverse Funktionen, betreffend des Headsets, durchgeführt werden. Dazu zählt zum einen das Aktivieren und Deaktivieren des mitgelieferten Mikrofons, die stufenlose Verstellung der Lautstärke mit Hilfe eines Drehrades und der Multimedia-Steuerung zum spielen sowie pausieren der Musik und der Rufannahme (sofern das Headset in Verbindung mit einem Smartphone steht). Selbst Skype-Anrufe können mit dem H7 während der Nutzung am Rechner problemlos angenommen werden. Am unteren Teil der Steuerung befinden sich die Adapter-Eingänge für das mitgelieferte, 80 cm lange 3,5 mm Klinken- und 150 cm lange USB-Kabel. Die Qualität der Kabel kann sich wirklich sehen lassen - wir können das Material schwer beschreiben, aber wir würden sagen, dass es sich um ein verstärktes, gummiartiges Material handelt, welches sich hochwertig und vor allem enorm wertig anfühlt. Die Kabel sind so formstabil, dass wir es trotz aller Bemühungen nicht geschafft haben, jene zu verheddern. Die Kontakte des 3,5 mm Klinkenkabels sind zudem vergoldet, dies hätten wir uns gerne auch bei den Anschlüssen des USB-Kabels gewünscht. Wie bereits angesprochen liefert Creative beim H7 zwei weitere Adapterkabel mit, welche zum einen den Betrieb eines Smartphones über die 3,5 mm Klinke ermöglichen lässt, zum anderen kommt beim Einsatz an einem Rechner oder Notebook das USB-Verbundstück in Frage.


Bild vergrößern

Bild vergrößern Bild vergrößern


Das im Lieferumfang enthaltene Mikrofon ist abnehmbar und mit ungefähr 18 cm ausreichend bemessen. Die Verarbeitung lässt keine Wünsche offen, das Mikrofon wirkt stabil und ist zudem frei justierbar. Die entsprechende Buchse am Headset ist so geformt, dass sich das Mikrofon stets in der richtigen Ausrichtung zum Anwender befindet. Auf einen Popschutz zum Vorbeugen von störenden Geräuschen wird beim Creative H7 verzichtet. Ob sich das bei der Sprachqualität bemerkbar macht, sehen wir auf der nächsten Seite, beim Praxistest!


Bild vergrößern Bild vergrößern






Inhalts-Navigation:











Inhalts-Navigation:


Hinweis vorweg: Bevor wir uns dem wohl wichtigsten Teil des Testberichtes widmen, möchten wir darauf hinweisen, dass die Beurteilungen bezüglich der wahrgenommenen Klangbilder subjektiv betrachtet werden sollte. Da jeder Mensch Klänge unterschiedlich angenehm - oder eben unangenehm wahrnimmt, müssen die wertenden Aussagen des Redakteurs als persönliche Ansicht angesehen werden. Zudem möchten wir anmerken, dass der Praxistest ohne entsprechend teures Equipment durchgeführt wurde. Auch einen absolut schalldichten Raum können wir für den Test leider nicht bereitstellen


Musik-Test



Wir haben uns für eine aussagekräftige Beurteilung der Musikwiedergabe diverse Titel aus den verschiedenen Genres ausgesucht und wollen hierbei auf die Stärken und Schwächen des Creative H7 eingehen. Folgende Musiktitel haben wir uns beim Test angehört, um soundtechnisch ein breites Spektrum abdecken zu können:

  • Klassik
    • Tjønneblomen - Danish String Quartet
  • Pop
    • Zu dir - LEA
  • Rock
    • Savior - Rise Against
    • Metalingus - Alter Bridge
    • Unbelievable - EMF
    • Attention Attention - Shinedown
  • Elektro/House:
    • Pretty Good - Green Sky
    • Karmon - Bluesky
  • Metal:
    • In Waves - Trivium

Beurteilung
Wir würden die Klang-Atmosphäre als eher warm bezeichnen, was bedeutet, dass vor allem die Mitten und der Bass besonders gut dargestellt werden und sich sehr präsent zeigen. Unserer Meinung nach könnten allerdings die Hochtöne durchaus klarer sein. Im Stück "Tjønneblomen" kam es beim Einsatz von höherer Lautstärke dazu, dass die Instrumente an bestimmten Passagen etwas verzerrt klangen. Allerdings hält sich das noch vollkommen im Rahmen und fällt wirklich nur dann auf, wenn man auch wirklich ganz genau hinhört. Besonders gefallen hat uns beim Lied "Zu Dir" von LEA die glasklare Wiedergabe der Stimme, so etwas haben wir beim Vergleich anderer Kopfhörer und Headsets lange nicht mehr erlebt - selbst beim Einsatz der Mitten und des Basses konnte das Headset die klare Trennung der entsprechenden Tonquellen halten - sehr gut! Beim Einsatz der Lieder "Metalingus" und "Savior", sowie "Attention Attention" und "Unbelievable" konnte das Creative H7 seine Stärke beim Einsatz von tiefen Mitten und dem Bass sehr gut zeigen. Die Lieder klingen enorm kraftvoll und sehr sauber abgestimmt, ohne andere Tonquellen zu unterdrücken. Positiv ist uns beim Lied "Unbelievable" aufgefallen, dass das H7 gerade beim Einsatz der doch eher tieferen Grundtonlage in ruhigeren Passagen keine elektronischen Effekte im Song selbst unterdrückt und auch die Stimme des Sängers klar ausstrahlen kann.

Freunde des Basses kommen, wie bereits angesprochen, alles andere als zu kurz. Wir würden sogar behaupten, dass die Bassdarstellung die definitiv größte Stärke des Creative H7 ist. Gerade im Song "In Waves" von Trivium, welches praktisch vom Dauereinsatz des kraftvollen Schlagzeuges lebt, kann das Headset sein volles Potential ausleben. Das Schlagzeug wird hier sehr bestimmend und vor allem herausragend klar wiedergegeben - vor allem ab Minute 3:35 müssen wir hier ein entsprechendes Lob an das H7 aussprechen! Liebhaber von elektronischer Musik können sich ebenso freuen, denn auch hier liefert das Creative H7 bei verhältnismäßig hoher Lautstärke ein sehr klares und sauberes Klangbild ohne Verzerrungen ab, besonders der glasklare Tiefe Bass im Lied "Bluesky" hat uns ab Minute 1:35 wirklich sehr überzeugt! Das Headset macht hierbei seinem Preis alle Ehre! Unser Cooler Master MasterPulse-R ist in unserem Test als Vergleichsprodukt leider, trotz des nur geringfügig niedrigeren Preises, absolut kein Konkurrent was Tonqualität, Tontrennung und einer klaren Wiedergabe angeht. Beim Musiktest kann sich die Leistung des H7 also schon einmal sehen lassen - in diesem Sinne können wir gespannt bleiben ob sich der gute Ton auch durch Filme, Spiele und Serien weiterzieht.


Filme und Spiele



Natürlich spielt beim Kauf eines Headsets nicht nur die Musikwiedergabe eine Rolle - auch Filme und Serien, vor allem aber Games und Online-Sessions mit Freunden oder Alleine darf man hierbei nicht außer Acht lassen. Für den Praxistest in diesem Abschnitt haben wir uns für den Film "Star Trek Beyond" entschieden. Der Film ist durch seine Aufmachung sehr aktionsgeladen, gerade die Special-Effects sollten eine gute Testgrundlage darstellen. Darüber hinaus bietet der Film aber auch ein großes Maß an Textpassagen und Tiefe, um ruhige Szenen beurteilen zu können. Die Serie "Lost" ist zwar schon einige Jahre alt, dient für den Test allerdings als unserer Meinung nach nahezu perfekter Kandidat um zu prüfen, wie das Creative H7 mit Szenen hoher Spannung, gleichzeitigem Musikeinsatz und intensiven Schleichmomenten sowie intensiven Textpassagen umgeht. Der rasche Szenenwechsel macht "Lost" für uns daher zum wichtigsten Testmedium an dieser Stelle. Natürlich dürfen wir auch das Gaming nicht vernachlässigen. Hierfür haben wir uns "Battlefield 1" als entsprechendes Testspiel ausgesucht. Die Szenerie, die Geräuschkulisse und die gesamte Aufmachung sind besonders interessant um die Wirkung des Basses und der Darstellung von Hintergrundgeräuschen herauszufinden.

Beurteilung
In "Star Trek Beyond" fällt vor allem die, wie bereits im Musiktest beschrieben, glasklare Wiedergabe der Musik und Special-Effects positiv auf. Den Raumklang kann das Headset sehr realgetreu wiedergeben, ohne dabei Hintergrundgeräusche zu vernachlässigen oder gar zu verschlucken. Besonders bei der Serie "Lost" ist uns dieser Fakt sehr angenehm aufgefallen. Die Folgen der Serie sind oftmals mit Schleichszenen durch den Dschungel versehen - somit kann das Headset besonders bei derartigen Passagen punkten. Stichwort: Spannung! Das Creative H7 schafft es durch die klare Trennung von den Geräuschquellen und der klaren Wiedergabe der Stimm- und Vokalszenen die gewisse, vorherrschende Grundspannung der Serie mühelos halten zu können. Auch der dynamische Raumklang hat uns im Test überzeugen können.

Ebenso in Gaming-Sessions macht das Headset eine hervorragende Figur. Die bereits beschriebenen Vorteile des H7 ziehen sich auch durch den Spiele-Test weiter durch. "Battlefield 1" lebt, wie praktisch jeder andere Shooter auch, von voluminösen, basshaltigen und kräftig abgestimmten Soundkulissen. Mit unter dem Einsatz von Fahrzeugen, Flugzeugen und sonstigen Vehikeln welche natürlich auf der Karte je nach Entfernung zum Spieler eine entsprechende Geräuschkulisse bieten. Auch hier macht sich wieder die warme Klangatmosphäre des Headsets bemerkbar. Die Tonquellen können sehr gut zugeordnet werden - egal ob ein Flugzeug, welches am anderen Ende der Karte seine Kreise zieht, ein brüllender Panzer oder der Gegner, welcher sich zwei Häuser entfernt versucht, an uns heran zu schleichen: Gehört haben wir ihn trotzdem. Das Headset schafft es tatsächlich die Geräusche so exakt wiederzugeben, dass es schon fast real wirkt. Spiel-Sessions bringen mit dem H7 daher einen besonderen Spaßfaktor mit, da sich das Headset hierbei durchweg keine Fehler leistet.



Das Mikrofon

Selbstverständlich kommt ein Headset nicht nur beim Musik- oder Filmgenuss zum Einsatz. Oftmals sind Skype- und Teamspeak-Gespräche oder Multiplayeraktionen in Games ein fester Bestandteil der Nutzung eines Headsets. In diesem Zusammenhang haben wir uns dafür entschieden eine entsprechende Windows-Recorder-Aufnahme mit dem Mikrofon des Creative H7 zu erstellen.


Vergleichsaufnahmen:

Creative Sound BlasterX H7 Tournament
Cooler Master MasterPulse-R



Das Mikrofon des Creative H7 hat uns wirklich überzeugen können. Die Sprachaufnahme zeigt keine störenden Hintergrundgeräusche oder gar Verzerrungen auf. Unangenehmes Kratzen oder Stimmaussetzer sind ebenfalls nicht festzustellen. Wir finden, dass sich Creative mit dem verbauten Mikrofon des H7 wirklich Mühe gegeben hat, um ein super Sprachbild erzeugen zu können.





Inhalts-Navigation:




Bild Musik © Katharina Hopp | Bild Film © Rainer Sturm | @pixelio.de






Inhalts-Navigation:



Fazit


Und schon sind wir beim abschließenden Fazit angelangt. An das Creative Sound Blaster H7 hatten wir durchaus hohe Ansprüche zu Beginn des Testes gestellt. Positiverweise kann das Headset im Gesamten wirklich sehr überzeugen. Besonders die Wiedergabequalität in Filmen, Serien und in Gaming-Sessions hat uns auf jeden Fall überzeugt. Das Creative H7 schafft es mühelos, eine glasklare Wiedergabe zu erzielen und selbst beim Einsatz des kraftvollen und dominanten Basses ist es uns nicht möglich, ein Verzerren oder Verschlucken anderer Tonlagen festzustellen. Auch hat uns die exakte Geräuschzuordnung während des Serien-Tests sehr gefallen! Das Headset kann spannende Szenen durch kraftvolle Untermalung von Bass und Mitten durchgehend unterstützen und somit positiv zum Film- oder Serienerlebnis beitragen. Auch das Mikrofon hat uns im Test sehr überzeugen können. Die Sprachaufnahme zeigt eine Hintergrundgeräuschlose, klare Stimmaufnahme des Redakteurs ohne Verzerren oder Kratzen, das kann sich wirklich sehen lassen!

Die allgemeine Verarbeitung und Anmutung des Produktes lässt von unserer Seite aus keine Wünsche offen - die Materialien und die Verarbeitung ist dem Preis entsprechend gehalten und muss sich vor der Konkurrenz in keiner Weise verstecken. Das Headset weist bei der Handhabung kein Knarzen auf und lässt sich durch das geringe Gewicht sehr angenehm und lange tragen. Ein spürbarer Anpressdruck ist praktisch nicht vorhanden und somit sind langwierige Film- oder Serienabende oder andauernde Gaming-Sessions absolut kein Problem. Lediglich die geringe Verstellmöglichkeit der Ohrmuscheln könnten einigen Interessenten negativ aufstoßen. Auch sollten die hohen Töne, gerade in klassischen Musikstücken, wesentlich präsenter und klarer zur Geltung kommen.




Das Creative SoundBlasterX H7 können wir jedem Interessenten ans Herz legen, welcher priorisiert auf Gaming & Filme setzt und dabei auch vor Produkten der höheren Preisklasse keinen Halt machen würde. Das Creative H7 überzeugt durch satten Sound, hohen Tragekomfort, geringes Gewicht, einem klar verständlichen sowie kratz- und störungsfreien Mikrofon, vielen Gimmicks und einer optimalen Wiedergabequalität, welche gerade in Spielen seinesgleichen sucht. Unserer Meinung nach sind die knapp 100 Euro, welche der Käufer für das Headset aufbringen muss, absolut vertretbar. Sollte sich Creative allerdings dafür entscheiden, dass H7 noch einmal 15 - 20 Euro günstiger auf den Markt zu bringen, dann kann man hier definitiv von einem Preis-Leistungskracher sprechen! Von unserer Seite aus gibt es für das Headset eine klare Kaufempfehlung!



  • hervorragender Bass
  • glasklare Tonwiedergabe
  • störungsfreies und klar verständliches Mikrofon
  • exakte Geräuschzuordnung möglich
  • sehr gute Verarbeitung und Materialwahl
  • sehr geringes Gewicht - hoher Tragekomfort




  • hohe Töne könnten herausstechender sein
  • geringe Verstellmöglichkeit der Ohrmuscheln



    Awards:


    Links zum Produkt





    Inhalts-Navigation:





  • Philipp Müller


    gedruckt am 16.12.2018 - 07:43
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=16721