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Phanteks PH-TC12LS und PH-TC14S im Vergleichstest
20.05.2015 - 08:00

CPU Kühler: Es gibt sie in allen Formen und Farben, von kleiner als ein gutes Buch bis größer als manche Grafikkarte. Und genau so sieht es bei den Herstellern aus. Manche setzten auf Masse, andere auf ausgefeilte Kühlstrukturen und wiederum andere auf einen hohen Luftdurchsatz.

Während die Mehrheit der Hersteller in Asien (Südkorea, China, Taiwan) ihren Sitz haben, gibt es vor allem in Europa einige interessante Alternativen, so zum Beispiel das dänische Unternehmen Phanteks. Dieses Team konnte bereits mit seinem Erstling, dem PH-TC14PE, den großen Durchbruch erlangen. Heute dürfen sich bei uns gleich zwei Kühler von Phanteks der Aufgabe stellen, neue Bestwerte zu erreichen.

Mit dem PH-TC12LS erreichte uns ein Topblow-Kühler, der PH-TC14S ist hingegen ein Dual-Tower-Kühler mit einem Lüfter, welche in der Mitte sitzt. Gemeinsam haben beide die schwarze-weiße Farbgebung, welche durch silberne Elemente (vernickelte Heatpipes) ergänzt werden.




Der TC12LS wurde vor allem für kleinere System konzipiert, daher hat man an dieser Stelle eher Wert auf eine flache Bauart gelegt. Phanteks hat es sich allerdings nicht nehmen lassen, einen Lüfter mit 25 mm Dicke einzusetzen, dadurch sollte sich auch die Lautstärke im Rahmen halten. Der Dual-Tower Kühler TC14S hingegen besitzt einen 140 mm Lüfter, welcher in der Mitte zwischen den beiden Kühlkörpern sitzt. Dadurch erhofft die Firma Phanteks sowohl die angesaugte, als auch die durch den Lüfter gepresste Luft effektiv zu nutzen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!


Danksagung

Wir danken Caseking für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung der beiden Testsamples.









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Technische Daten

Phanteks PH-TC12LS Phanteks PH-TC14S
Lüfteranzahl 1 x 120 mm 1 x 140 mm
Lüfterdrehzahl 500 - 1800 U/Min 400 - 2000 U/Min
Anschluss 4 Pin PWM 4 Pin PWM
Anzahl Heatpipes 6 6
Sockelunterstützung AMD AM2 - AM3+; FM1 -FM2+ AM2 - AM3+; FM1 -FM2+
SockelunterstützungIntel 775, 1366, 1150 -1156, 2011(-3) 775, 1366, 1150 -1156, 2011(-3)
Maße inkl.Lüfter (in mm) 120 x 120 x 75 142 x 74 x 161
Gewicht inkl. Lüfter 500 g 740 g
Preis ca. 40 € ca. 50 €


Gemäß der Ausrichtung auf die verschiedenen Anwendungsgebiete überraschen die technischen Daten nicht. Gemeinsam haben beide Kühler die Heatpipes (sechs Stück), einen Lüfter mit 4-Pin PMW-Anschluss und auch die Lüfter drehen annähernd gleich schnell. Gut finden wir, dass die minimale Drehzahl beider Lüfter sehr niedrig ist, daher sollte einem lautlosen Betrieb bei minimalem PWM-Impuls nichts mehr im Wege stehen. Eine ausgezeichnete Kompatibilität zu allen gängigen Mainstream-Sockeln ist auch mit an Bord. Die Ausnahme stellt hier, wie so oft, der AMD AM1 Sockel dar, welcher sich im Low-End Preisbereich befindet.

Die größten Unterschiede finden sich, natürlich nicht überraschend, in den Abmessungen und dem Gewicht wieder. Wiegt der TC12LS für einen Topblower hohe 500 Gramm, bringt der TC14S 740 Gramm auf die Waage. Das Gewicht schlägt sich auch in den Abmessungen nieder. Der TC12LS ist mit seinen 120x120 mm in Länge und Breite exakt an den Lüfter angepasst, die Höhe ist mit 75 mm gut, in Mini-PCs sollte der Kühler allerdings keinen Platz mehr finden. Dagegen benötigt der Tower-Kühler mit 161 mm in der Höhe deutlich mehr Platz, ist dafür mit gerade einmal 74 mm in der Breite jedoch außerordentlich schmal für einen Kühler dieser Größe.

Eine genauere Betrachtung der beiden Kühler folgt auf nun den beiden nächsten Seiten.




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Lieferumfang

Wenden wir uns zuerst der Verpackung zu. Diese ist kompakt gehalten. Farblich werden hier mit dunklen Tönen aus Blau und Grau gearbeitet. Auf dem Deckel ist eine schemenhafte Abbildung des Kühlers, dazu das Firmenlogo und der Produktname zu entdecken. Links befinden sich die sehr umfangreichen und dazu auch sehr detaillierten technischen Daten. Uns fehlen hier Abbildungen, anhand deren die Abmessungen erklärt werden, wie es bei anderen Kühlern der Fall war. Die rechte Seite wird von Produktversprechungen eingenommen (in Englisch) und auf der Oberseite wird in neun verschiedenen Sprachen noch einmal der Kühler vorgestellt. Auf der Unterseite der Verpackung sind drei weitere Darstellungen des Kühlers.


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Öffnet wir nun die Verpackung, fällt sofort die gute Polsterung auf. Phanteks verzichtet zum Glück nicht auf Schaumstoffpolster, welche schützen und gefährliche Stöße abfangen sollen. Das Zubehör wird in einer separaten, kleinen Schachtel geliefert. Dort ist es noch einmal logisch unterteilt zwischen Intel- und AMD- Zubehör. Zusätzlich gibt es noch Wärmeleitpaste in einer Spritze, sehr schön.

Enthalten sind: Kühler und Lüfter, Montagesets, ganze vier (!) Anleitungen in verschiedenen Sprachen und die Wärmeleitpaste. Erfreulich ist jetzt schon, dass das Montageset aus wenig Teilen besteht, das lässt auf einen einfachen Einbau hoffen.




PH-TC12LS im Detail

Mit dem TC12LS bekommt der Käufer genau das, was er sich erwartet: Einen Topblower. Das dieser aber nicht ganz der klassischen Vorstellung entspricht, mag auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich sein. Doch beginnen wird von vorne.


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Das vorherrschende Designelement ist die Farbgebung in schwarz. 45 Lamellen sind komplett in schwarz gehalten. Diese sind erfreulich stabil und sauber entgratet. Sechs Lamellen hat Phanteks allerdings gekürzt, damit die Montage nicht unnötig kompliziert wird.

Die Heatpipes, ebenfalls sechs an der Zahl, sind dagegen vernickelt und nicht extra schwarz lackiert worden. Störend ist dies auf keiner Weise, ganz im Gegenteil, es fügt sich nahtlos in die Optik ein. An den Enden der Heatpipes befinden sich Kappen, welche wie der Kühlkörper ebenfalls schwarz gehalten sind. Sieht in den Augen des Redakteurs sehr schick aus und dürfte unserer Meinung nach auch die bessere Lösung gewesen sein, anstatt offene Enden rausstehen zu lassen.

Geradezu konträr dazu gestaltet sich der Lüfter: Schwarzer Rahmen mit weißen Rotorblättern. Was aber nicht heißt, dass es schlecht oder komisch aussieht. Es stellt wiederum das Gegenteil dar, eine bessere Entscheidung hätte Phanteks an dieser Stelle nicht treffen könnten. Eine weitere Farbe wie blau hätte etwas deplatziert gewirkt, der schlichte und einfache Stil im Farbton verleiht dem Kühler seine eigene Eleganz.


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Doch leider hat auch alles seine Schattenseite. Bei unserem Testmuster ist die Bodenplatte, gelinde gesagt, eine kleine Katastrophe. Kratzer und kleine Dellen sind hier leider an der Tagesordnung. Ob es sich hier um ein Montagsmodell oder um ein B-Ware-Modell handelt, können wir an dieser Stelle leider nicht sagen, wir hoffen es aber. Ein Hinweis darauf könnte jedoch die schlecht aufgebrachte Schutzfolie auf der Bodenplatte sein, welche schief und an den Ecken nicht mehr glatt war. Leider hat sich der Lieferant trotz Nachfrage nicht zu dem Thema geäußert.


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Allgemein ist die Verarbeitung des TC12LS ausgesprochen gut und das Design eine Augenweide. Das fast schon perfekte Bild trübt leider die Bodenplatte, wobei wir hier die Schuldfrage nicht beantworten können oder direkt mit dem Finger auf jemanden Zeigen möchten.

UPDATE:
Neue Erkenntnisse zur Verarbeitung der Bodenplatte sind im Fazit ergänzt!


Montage

Auch wenn die Montage insgesamt mit sehr wenigen Teilen auskommt, hätte jene gerade deswegen etwas komfortabler ausfallen können. Zuerst werden auf der Backplate die Montagestifte angebracht, folgend wird diese von hinten auf das Mainboard gegeben. Anschließen müssen die Abstandshalter hinaufgesteckt und die Haltebügel befestigt werden, das geschieht mittels vierer Rändelschrauben. Nun wird der Kühlkörper auf die CPU gesetzt, der Querbalken auf die Bodenplatte des Kühlers gelegt und die beiden kleinen Schrauben festgezogen.

Das gestaltet sich doch aus zweierlei Gründen umständlich. Erstens muss dazu der bereits vorinstallierte Lüfter abgeschraubt werden, da zwischen den Lüfterblättern nicht genug Platz für einen Schraubenzieher/Schraubendreher ist. Zweitens ist es eine Arbeit, welche viel Fingerspitzengefühl erfordert, damit diese kleinen Schrauben richtig angebracht werden, vor allem in kleineren Gehäusen mit wenige Platz. Immerhin sind diese so dimensioniert, dass ein zu starkes Anziehen nicht möglich ist.




Zusammenfassend geht die Montage in Ordnung. Gröbere Verständnisprobleme gibt es dank den sehr guten Anleitungen nicht und das Zusammenspiel aus Bildern und Text funktioniert sehr gut. Trotzdem ist das Anbringen des Querbalkens eine kleine Qual, zumindest empfand es unser Tester als solches. Hier sollte Phanteks etwas nachbessern, da vor allem in kleineren Gehäusen es damit zu unnötigen Problemen kommen kann (z.B. Schrauben weg ect.).




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Lieferumfang

Die kürzest mögliche Beschreibung der Verpackung wäre wohl: „Sieht bis auf die Größe und die anderen Daten doch genauso aus“. Logisch, da beide Kühler zur gleichen Zeit vorgestellt worden sind. Daher kommt auch hier wieder eine Variation aus Blau und Grau zum Einsatz, die Töne sind dunkel gehalten. Auch gibt es vorne wieder eine schematische Abbildung des Kühlers sowie ein Phanteks-Logo und der Name. Links befinden sich die, sehr umfangreichen und detaillierten, technischen Daten. Uns fehlen hier wiederum die Abbildungen. Die rechte Seite wird von Produktversprechungen eingenommen (ebenfalls in Englisch) und auf der Oberseite wird in neun verschiedenen Sprachen noch einmal der Kühler vorgestellt. Auf der Unterseite der Verpackung sind es auch drei weitere Darstellungen des Kühlers.


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Der Lieferumfang fällt erneut sehr ähnlich aus, allerdings sind es für die Montage ein paar Teile weniger, da der Querbalken an der Bodenplatte des TC14S bereits angebracht ist. Auch die Spritze mit Wärmeleitpaste ist vorhanden, sehr schön.




PH-TC14S im Detail

In Sachen Layout erwartet uns hier eine spannende Kombination. Ein Doppelturm-Kühler, welcher allerdings mit nur einem Lüfter gekühlt wird. Ähnliches durfte sich bei uns auch schon anhand des Noctua NH-D9L bewähren. Dabei wird der Lüfter in der Mitte der beiden Kühlblöcke positioniert, um sowohl durch Pull (anziehen der Luft) als auch durch Push (blasende Luft) einen Kühleffekt zu erzielen. Dabei ragt der 140 mm Lüfter auf allen Seiten über die beiden Kühlkörper heraus - das könnte leider verschenke Leistung sein. Vielleicht wäre ein 120 mm Lüfter hier passender gewesen, so hatte man die Abmessungen noch etwas verkleinern können.


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Dafür ist die Breite des Kühlkörpers beachtlich gering, was durch die schmale, aber dafür lange und hohe Doppelturmbauweise erreicht wird.

Der Kühlkörper des TC14S ist wie der TC12LS komplett in schwarz gehalten und am oberen Ende hat der Hersteller eine dickere Platte aufgesetzt, um einen optisch sauberen Abschluss zu erreichen. Besonders zu erwähnen an dieser Stelle ist die wiederholt ausgezeichnete Entgratung der Lamellen, scharfe oder gar schnittgefährliche Kanten finden sich nirgends.


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Bei den Heatpipes findet der Redakteur insgesamt sechs Stück, welche nicht schwer zu finden warenzwinkern. Diese bestehen aus Kupfer, die ebenfalls vernickelt wurden und sich damit auch optisch sehr gut ins Gesamtbild einfügen. An den Enden befinden sich Abschlusskappen, welche wie der Kühlkörper in schwarz gehalten sind. Die Heatpipes sind ebenfalls sauber verarbeiten und münden in eine vernickelte Bodenplatte.

Diese ist beim TC14S wie die des TC12LS … leider eine kleine Katastrophe! Kratzer und Dellen, wohin das Auge reicht. Doch es gelten auch hier wieder die selben Mutmaßungen wie beim TC12LS. Ob es ein Montagsmodell ist oder B-Ware können wir wiederum nicht sagen. Wir hoffen aber auf das Beste, dass es sich um eine Ausnahme handelt und nicht um die Regel. Leider hat sich der Lieferant trotz Nachfrage nicht zu dem Thema geäußert.

UPDATE:
Neue Erkenntnisse zur Verarbeitung der Bodenplatte sind im Fazit ergänzt!


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Montage

Die Montage ist beim TC14S wirklich sehr gut gelungen, was vor allem daran liegt, dass der Querbalken bereits vorinstalliert ist. In allen anderen Punkten sind die Schritte des TC14S gleich mit jenen des TC12LS. Montagestifte auf die Backplate gesteckt, Abstandshalter und Montagebügel angebracht mittels der Rändelschrauben. Folgend wird der Kühler aufgesetzt und festgezogen. Der Lüfter, welcher vorinstalliert ist, muss dazu leider abmontiert und danach wieder angebracht werden, etwas unschön. Dasselbe Problem existiert auch beim TC12LS.




Kurz und knapp gesagt ist die Montage sehr einfach zu bewältigen. Die Anleitungen in mehreren Sprachen (auch in Deutsch) leisten ihren Beitrag dazu. Die nervige Anbringung des Querbalkens wurde hier effektivst umgangen, daher sollte die Montage auch für Laien einfach zu bewältigen sein.




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Testumgebung

Der Test wird in einem offenen Testsystem durchgeführt, Gehäuselüfter fallen daher weg. Die Umgebungstemperatur lag in diesem Test bei 23° Celsius.


CPU: Intel Core i7 2600 @3,60 Ghz
CPU-Kühler: Siehe Test
Mainboard: Gigabyte GA-Z68XP-UD3
Arbeitsspeicher: 2 x 4 GB Hynix 1600 Mhz
Grafikkarte: Sapphire Radeon HD 4670 Passiv
SSD/ Festplatte:
OCZ Solid 3 64 GB
Netzteil: Seasonic Platinum Fanless 400W
Bildschirm:
Belinea EnergyStar


Um die Lautstärke möglichst differenziert zu messen, haben wir auf komplett passive Komponenten zurückgegriffen. Vor allem das Netzteil erweist sich hier gerne als Störfaktor, daher haben wir uns für ein passiv gekühltes Modell entschieden. Bei der Grafikkarte ging die Wahl zur passiv gekühlten Radeon HD 4670 von Sapphire. Die ausgesuchte SSD besitzt zudem keine beweglichen Teile und ist damit komplett geräuschlos. Die Lautstärkemessungen haben wir mit Hilfe eines Voltcraft SL-100 durchgeführt, das Schallpegel-Messgerät wurde zudem in einem Abstand von 30 cm vom Lüfter positioniert.

Die CPU wird mit Prime95 in Small FFTs belastet, damit lassen sich möglichst hohe Temperaturen erreichen und das volle Potenzial des Kühlers austesten.




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Temperaturen

Werfen wir doch nun einen Blick auf die Kühlleistung, diese ist natürlich eine der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Kühlers, der PC soll ja nicht überhitzen.




Überraschend ist keines der Ergebnisse bei 50% PWM-Drehzahl für uns. Vor allem die geringe Kühlfläche und der langsam drehende Lüfter des TC12LS verursachen den schlechtesten Temperaturwert, den wir gemessen haben. Trotzdem müssen wir hier sehr lobend erwähnen, dass die Temperatur unter, der für uns, kritischen Marke von 80 Grad Celsius bleibt.

Ermunternder ist hier auf jeden Fall das gute Abschneiden des TC14S. Das Topergebnis des H5 Universal hat noch kein Kühler geknackt, daher sind die wenigen Grad Abstand zum Mugen 4 oder zum Mugen Max nicht weiter relevant und sichern dem Phanteks-Kühler eine gute Platzierung.




Dasselbe Bild zeichnet sich auch bei 75% PWM-Drehzahl ab. Der TC12LS liegt weiterhin am letzten Platz, der Abstand zum Scythe Iori hat sich allerdings um ein Grad erhöht. Sehr gut ist dafür das weiterhin gute Abschneiden des TC14S, welcher sich als überaus Drehzahlkonstant beweist, daher reagiert er weder außerordentlich gut oder schlecht auf erhöhte Drehzahl.




Bei 100% PWM-Drehzahl zeigt sich ein gemischtes Bild. Der TC14S zeigt hier was er kann und liegt gleichauf mit dem Mugen 4, welcher vorher stets besser kühlte. Damit liefert der Kühler eine gute und schön konstante Performance, diese gefällt uns sehr gut. Leider scheint der TC12LS durch seinen kleinen Kühlkörper limitiert zu sein, welcher auch bei größeren Drehzahlen nicht konstant mehr Kühlleistung bietet. Daher vergrößert sich der Abstand zum Scythe Iori weiter auf ganze vier Grad Celsius.

Insgesamt stellt uns nur die Kühlleistung des TC14S zufrieden, der TC12LS enttäuscht uns an dieser Stelle leider.




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Lautstärke

Schauen wir einmal, welcher Kühler im Vergleich der Lautstärke die besseren Resultate liefert. Vorab eine kleine Definition zur besseren Einordnung:


Bis 32,9 dB(A) Unhörbar leise bis sehr leise
Von 33,0 bis 34,9 dB(A) Leise bis leicht hörbar
Von 35,0 bis 39,9 dB(A) Hörbar bis deutlich hörbar, die Komponente sollte aus einem geschlossenen Gehäuse herauszuhören sein
Ab 40 dB(A)
Störend laut




Bei 50% PWM-Drehzahl sind beide Kühler durchaus hörbar, wenn auch nicht störend. Trotzdem ist vor allem die Lautstärke des TC12LS ein Patzer, welcher nicht sein hätte müssen.




75% PWM-Drehzahl stellt sich, wie bereits bei anderen Tests, als das interessanteste Messergebnis da. Der TC14S läuft hier zu seiner Höchstform auf. 32,8 dB(A) sind, gemessen an der Kühlleistung, ein wirklich hervorragender Wert. Der TC12LS skaliert ähnlich mit der Lautstärke, sie steigt kaum an. Dafür liegt er auch bei der Kühlleistung auf dem letzten Platz. Hier hätte man vielleicht etwas mehr Drehzahl geben können.




Auch die Ergebnisse der Messungen bei 100% können sich sehen lassen, wobei sich hier der TC14S wieder positiv hervor tut. Gerade einmal 35,5 dB(A) lassen ihn gleichauf liegen mit dem Mugen Max, wobei letzterer etwas besser kühlt, dafür sperriger ist. Auch der TC12LS erweist sich als durchaus leise, wobei darunter die Kühlleistung leidet. Etwas mehr Drehzahl hätte schon sein dürfen.

Insgesamt stellt uns die Lautstärke beider Kühler zufrieden, auch wenn bei Minimaldrehzahl durchaus weniger hätte sein dürfen. Der TC14S weis uns im Ganzen betrachtet sehr gut zu gefallen, da seine Werte bei 75% und 100% PWM-Drehzahl wirklich hervorragend sind. Auch der TC12LS ist kein Brüllwürfel, wobei sich hier die Frage stellt, ob doch etwas mehr Lautstärke für eine bessere Kühlleistung geopfert werden hätte sollen. Es ist natürlich eine Geschmackssache, wir sind allerdings dieser Meinung.




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Fazit


Fazit TC12LS



Hat uns der TC12LS nun wirklich überzeugen können?
Nein, leider nicht, hier überwiegt die zu schlechte Kühlleistung und die Verarbeitungsmacken an der Bodenplatte. Das heißt allerdings nicht, dass es für den Kühler nicht seine Käufer gibt, denn er hat natürlich auch seine gute Seite. Dazu zählen die exzellente Verarbeitung des Kühlkörpers selber, die kompakten Abmessungen und damit die gute Kompatibilität zu kleinen Gehäusen. Auch ist für die Größe die Lautstärke sehr annehmbar, lediglich bei der Minimaldrehzahl sollte er wirklich noch ein gutes Stück leiser sein. Der Einbau geht im Allgemeinen in Ordnung, nur sollte beachtet werden, dass die Anbringung des Querbalkens schwierig ist.

So schön das auch sein mag, es gibt bessere Alternativen. Namentlich bietet sich hier vor allem der Scythe Iori an, welcher vor allem bei der Bodenplatte deutlich besser verarbeitet ist (so stellen wir uns das vor) und auch etwas besser kühlt. Dazu ist jener auch noch spürbar günstiger, denn die 40 Euro eines TC12LS sind für die vorliegende Leistung einfach zu viel. Wir raten daher allgemein vom Kauf ab, vor allem, da es keine genaueren Auskünfte über die Bodenplatte gibt.

UPDATE:
Auf Nachfrage bei Caseking wurde uns bestätigt, dass die Bodenplatten bei unserem Modell eindeutig eine Ausnahme darstellt. Zitat Caseking: "Muster ist ein Fall für die RMA und wird getauscht. Das ist nicht die Regel das der Kühler so aussieht.“. Außerdem wurde uns ebenfalls ein Foto geschickt, auf welchen der eigentliche Zustand zu sehen ist.


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© by Caseking


Damit wird der Kritikpunkt, dass die Bodenplatte schlecht verarbeitet ist, aus der Liste entfernt. Allerdings möchten wir unsere Empfehlung des Scythe Iori weiter aufrecht erhalten, können aber den TC12LS nun auch empfehlen. Wir fügen den "Quality-Check" Award dazu, der "Tech-Check Befriedigend" bleibt durch die schlechte Kühlleistung dafür bestehen.



  • Kompakte Abmessungen
  • Schönes Design
  • Kühlt verhältnismäßig leise ...
  • Verarbeitung des Kühlkörpers sehr gut ...
  • Verpackung informativ und schlicht




  • ... aber schlecht
  • Für die Leistung zu teuer


    Awards:


    Links zum Produkt



    Fazit TC14S



    Auch mit dem TC14S liefert Phanteks einen schön designten Kühler ab. Die Schwarz-Weiß-Nickel-Kombination passt hervorragend zueinander und kann sich optisch ansprechend zu einer aktuellen Hardware dazu gesellen. Doch vor allem die Kühlleistung weiß zu gefallen, diese ist in allen Lagen mehr als ausreichend und lässt auch noch genug Spielraum für Übertaktungsversuche. Dazu kommt die Lautstärke, die nur bei 50% PWM-Drehzahl etwas leiser sein könnte, in allen anderen Lagen aber sehr gut ist. Dabei ist der TC14S, für einen Doppelturm-Kühler, sehr schlank. Lediglich in der Breite (bedingt durch den Lüfter) muss der potenzielle Käufer aufpassen, falls er ein gewisses Luftpolster zum ersten Erweiterungsslot haben möchte. Das ist aber gut verschmerzbar, da die Grafikkarte auf modernen Mainboards in Slot 2 verbaut wird und Slot 1 oftmals frei bleibt.

    Die Montage geht sehr einfach und schnell von der Hand, vor allem der bereits montierte Querbalken erleichtert vieles. Die Installationsanleitungen teilen die Sprachen, darunter natürlich Deutsch, auf mehrere Bögen auf. Daher hat jede Sprache seine eigene Anleitung und man muss nicht extra nach der eigenen Sprache suchen, sehr angenehm.

    Wir können den TC14S wirklich wärmstens empfehlen, da er abgesehen von seinem Preis von etwa 50 Euro und der bei uns katastrophalen Bodenplatte, zu überzeugen weiß. Interessenten sollten aber, wie bereits erwähnt, zuerst ihr Gehäuse ausmessen, ob er auch wirklich Platz findet. Dennoch ist der Kühler definitiv ein sehr attraktives Angebot, ein Lob an Phanteks.

    UPDATE:
    Das Update des TC12LS gilt natürlich auch für den TC14S, daher entfernen wir den Kritikpunkt der schlechten Bodenplatte aus unserer Pro/Contra-Liste. Folgend erhält der Kühler auch den "Qualitiy-Check gut" Award und der "Tech-Check gut" wird, da nur mehr der Preis als Mangel vorhanden ist, durch einen "Tech-Check sehr gut" ersetzt.



  • Schlanker Doppelturm-Kühler
  • Kühlt ausgezeichnet
  • Dabei auch leise
  • Kühlkörper ist gut verarbeitet ...
  • Verpackung informativ und schlicht




  • Teuer



    Awards:


    Links zum Produkt




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  • Simon Sternbauer


    gedruckt am 11.12.2019 - 19:56
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=16519