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Das Grafikkarten-Roundup II - Fünf Grafikkarten der Einsteigerklasse im Test!
19.04.2014 - 17:04

Nachdem wir uns einige Vertreter im Mittelklasse-Roundup genauer angeschaut haben, ist nun die Einsteigerklasse an der Reihe. Wir haben daher fünf Testkandidaten in der Redaktion versammeln können und haben diese auf Herz und Nieren geprüft. In der Preisregion von 40-70 Euro gibt es viele Grafikkarten mit DDR3 oder GDDR5-Speicher, wir haben uns daher die Radeon R7 240 mit beiden Speicherarten geordert. Die GT 630 und GT 640 von Nvidia unterscheiden sich ebenfalls hauptsächlich durch die Art des Speichers.




Den Beginn macht die HIS Radeon R7 240 1GB GDDR5. Diese Grafikkarte ist aktuell zwar nicht in Deutschland erhältlich, sie ist aber trotzdem ein guter Vergleich der Speichervarianten. Die XFX Radeon R7 240 2G DDR3 haben wir im freien Handel erworben. Sie kommt mit einem doppelt so großen Speicher wie die HIS R7 240 daher, ob die Grafikkarte davon profitieren kann, klären wir im Artikel. Eine Besonderheit ist die passive Kühlung und die Grafikkarte kommt zusätzlich im Low-Profile Format daher.

Die MSI Radeon R7 250 1GB GDDR5 ist die größte Karte im Test, sie markiert mit knapp 70 Euro auch die preisliche Spitze. Ob sich die Karte gegen die Konkurrenz durchsetzen kann schauen wir ebenfalls später. Auf der grünen Seite beginnen wir mit der Palit Geforce GT 630 1GB DDR3. Die Grafikkarte ist nicht nur extrem kompakt, sie bleibt auch mit einem Preis von 40 Euro absolut erschwinglich. Wir sind gespannt ob die Leistung trotzdem überzeugen kann.

Das Roundup wird von der Gainward Geforce GT 640 1GB GDDR5 komplettiert. Diese bietet gegenüber der GT 630 nicht nur höhere Taktraten, sondern auch einen besseren Speicher.

Statusupdate: Die GeForce GT 630 und GT 640 wurden mittlerweile durch die GeForce GT 730 ersetzt, welche es sowohl mit DDR3, als auch mit GDDR5-Speicher zu kaufen gibt. Rein technisch hat sich bis auf eine minimale Änderung der Taktraten nichts getan, weswegen dieser Artikel seine Aktualität beibehält.


Danksagung

Abgesehen von der XFX R7 240 stellte uns AMD sämtliche Testsamples zur Verfügung, dafür möchten wir uns herzlich bedanken!









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Die Testkandidaten im Überblick

Die Preisklasse von unter 100 Euro wird von Testern eher stiefmütterlich behandelt, schließlich sind die neuen High-End-Grafikkarten jenseits von 500 Euro viel spannender. Dabei wird allerdings oft vergessen, dass ein großer Teil aller Verkäufe genau in dieser Preisklasse stattfinden. Wir möchten daher für alle Interessenten Klarheit über die Grafikleistung in dieser Klasse geben und haben daher fünf Grafikkarten von 40 bis 70 Euro getestet.


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Die neuen AMD-Grafikkarten R7 240 und R7 250 stellen die Nachfolger der Radeon HD 7730 und 7750 sowie der vereinzelt noch erhältlichen Radeon HD 6570 und HD 6670 dar. Beide Grafikkarten basieren auf dem Ende 2013 vorgestellten Oland Chip, der R7 240 fehlen im Vergleich zur größeren Schwester jedoch ein paar Shadereinheiten. Während die R7 240 fast ausschließlich mit DDR3-Speicher angeboten wird ist die R7 250 mit GDDR5-Speicher beliebter als die DDR3-Versionen. Wir haben uns daher zusätzlich zur HIS R7 240 eine Version mit DDR3-Speicher organisiert, um die Marktlage besser einschätzen zu können.

Die Nvidia Geforce GT 630 und GT 640 waren bisher noch als Fermi-Ableger bekannt, nun wurden diese ohne Namensupgrade still und heimlich durch die Kepler-Generation ersetzt. Insbesondere die GT 640 erfreut sich aktuell steigender Beliebtheit als PhysX-Beschleuniger, da diese ausreichend Leistung für wenig Geld bietet, gleichzeitig gegenüber älteren Grafikkarten der Fermi-Generation aber deutlich stromsparender ist.

Wo wir grade bei dem Thema Stromsparen sind: Keine der getesteten Grafikkarten benötigt einen externen Stromstecker, also kommen alle Testkandidaten mit den 75 Watt aus dem PCI-Express Slot aus.


Die Testkandidaten im Detail

Modellbezeichnung: HIS Radeon R7 240 1G GDDR5 XFX Radeon R7 240 2GB DDR3 passiv MSI R7 250 1GB GDDR5 Palit Geforce GT 630 1GB DDR3 Gainward Geforce GT 640 1GB GDDDR5
Chipbezeichnung*: Oland Pro Oland Pro Oland XT GK208-301-A1 GK208-400-A1
Shadereinheiten /TMUs / ROPs*: 320 / 20 / 8 320 / 20 / 8 384 / 24 / 8 384 / 16 / 8 384 / 16 / 8
Transistoren/ Die-Größe*: 1,04 Mio. / 90 mm² 1,04 Mio. / 90 mm² 1,04 Mio. / 90 mm² ? / 79 mm² ? / 79 mm²
Herstellungsprozess*: 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Speichergröße/-art*:
1 GB GDDR5 2 GB DDR3 1 GB GDDR5 1 GB DDR3 1 GB GDDR5
Speicherinterface*: 128 bit 128 bit 128 bit 64 bit 64 bit
Chiptakt(Boost)/ Speichertakt (MHz)*:
730 (780) / 1150 730 (780) / 800 1000 (1100) / 1150 902 (-) / 900 1046 (-) / 1252
Leistungsaufnahme (TDP)*:
50 W 50 W 75 W 25 W 49 W
DirectX*: 11.2 11.2 11.2 11.0 11.0
Abmessungen(LxBxH): 157x97x33 mm 178x56x34 mm 194x98x36 mm 116x56x36 mm 145x56x25 mm
Preis: ca. 58 € ca. 53 € ca. 65 € ca. 40 € ca. 60 €
Preisvergleich: Geizhals
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* Herstellerangabe


Eine Besonderheit ist uns im Test aufgefallen: Während die Palit Geforce GT 630 schon von außen klar als PCI-Express x8 Grafikkarte zu erkennen ist, werden auch die AMD-Grafikkarten mit dem Oland-Chip mit PCI-Express 3.0 x8 angebunden.




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HIS Radeon R7 240 1GB GDDR5

Die HIS Radeon R7 240 erreichte uns in einer kompakten Verpackung. Die Grafikkarte ist sicher in einer Antistatik-Tüte gehüllt und zwischen zwei Plastikabdeckungen befestigt. Zum Lieferumfang können wir leider keine Angaben machen, da dieser bei unserem Sample leider komplett fehlte.


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Mit einer Länge von knapp 16 cm fällt die Grafikkarte sehr kompakt aus, anders als einige andere Testkandidaten kommt sie jedoch als Fullsize und nicht im Low-Profile Format daher. Auch wenn die Singleslot-Blende anderes vermuten lässt: Der Kühler bedeckt auch den benachbarten Slot auf dem Mainboard. HIS bezeichnet die Konstruktion als iCooler. Der Kühler wird von einem 80 mm Axial-Lüfter mit Frischluft versorgt.


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An der Slotblende befindet sich neben dem üblichen DVI- und HDMI-Ausgang auch ein alter D-Sub Anschluss. Damit lässt sich die Grafikkarte ohne Adapter auch an sehr alte Bildschirme anschließen. Die HIS überragt den PCI-Express Slot nur um ca. einen Zentimeter, Platzprobleme sollte es hier also nicht geben. Einen externen Stromstecker benötigt die Karte nicht, hier reichen die 75 Watt aus dem Slot völlig aus.


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Auf der Rückseite sind keine Besonderheiten zu sehen. Der Kühlkörper der Grafikkarte wird mit vier Schrauben auf Position gehalten.


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Das Platinenlayout ist von der HIS R7 250 GDDR5 abgeleitet, allerdings fehlen hier ein paar Bauteile. So muss beispielsweise der Grafikchip mit einer kleineren Spannungsversorgung auskommen. Während die HIS R7 250 über zwei Phasen verfügen kann, gibt es bei der R7 240 nur eine Phase. Der Grafikspeicher kommt von Elpida. Die Speicherbausteine haben keinen Kontakt zum Kühlkörper und müssen mit dem erzeugten Luftstrom auskommen. Der Kühlkörper besteht aus einem einfachen Aluminium-Block, auf Heatpipes verzichtet HIS, dies ist angesichts der zu erwartenden Leistungsaufnahme auch nicht nötig.





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XFX Radeon R7 240 Core Edition passiv 2GB DDR3

Unsere XFX R7 240 haben wir bei einem normalen Onlinehändler bestellt. Dementsprechend kam die Grafikkarte auch mit dem normalen Zubehör an:

  • zwei Low-Profile-Blenden
  • Treiber CD + kleines Handbuch mit der Installationsanleitung
  • Quick Install Guide
  • zwei Hinweiskarten für die Garantie
  • zwei Faltblätter mit Werbung für andere XFX-Produkte


Insgesamt ist der Lieferumfang vollständig, die vielen einzelnen Blätter hätte man hingegen auch etwas komprimieren können.


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Die XFX R7 240 kommt mit einem schlichten Dual-Slot Passivkühler daher. Der dunkle XFX-Aufkleber dient hauptsächlich dem Design und ist auf dem Passivkühler verklebt. Mit einer Länge von fast 18 cm ist die Grafikkarte zwar vergleichsweise lang, kommt dafür aber im Low-Profile Format daher. Auch der Kühler vergrößert die Außenabmessungen der Grafikkarte nicht.


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In der Dual-Slot Blende befinden sich auch hier neben einer DVI- und HDMI-Buchse noch ein alter D-Sub Ausgang. Hierbei spart man sich bei älteren Bildschirmen einen Adapter. In die obere Blende ist das XFX-Logo in die Schlitze für Frischluft integriert. Mangels eigenen Lüfter wird die Grafikkarte davon allerdings nicht viel profitieren können. Auf der Rückseite gibt es keine Überraschungen, ein externer Stromanschluss ist auch hier nicht nötig.


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Auf der Rückseite der Platine befinden sich einige Besonderheiten. XFX hat diese nach hinten hin abgerundet und mit zwei Löchern versehen, allerdings werden diese von der passiven Version nicht genutzt. Es gibt noch eine baugleiche Core-Version der R7 240, diese besitzt eine größere Abdeckung die dort befestigt wird. Desweiteren befinden sich noch vier Speicherchips auf der Rückseite der Grafikkarte. Dies verwundert nicht, da die XFX mit zwei Gigabyte Speicher antritt, die zusätzlichen Speicherbausteine finden hier ihren Platz.


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Auf der Vorderseite fällt als erstes der um 45 Grad gedrehte Grafikchip auf. Dies ist dem geringen Platzangebot auf der Platine geschuldet. Die Speicherbausteine werden von Hynix zugeliefert. Die Spannungsversorgung fällt vergleichsweise üppig aus, hier kümmern sich zwei Phasen um den Grafikchip und eine um die Speicherbausteine. Diese werden vom Passivkühler nicht gekühlt. Der Kühler wird von einer langen Heatpipe durchzogen um die Abwärme der Grafikkarte großflächig zu verteilen. Ob sich die aufwendige Kühllösung bezahlt macht, klären wir im späteren Teil des Reviews.




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MSI R7 250 1GD5 OC

Die größte Grafikkarte im Test benötigte auch die größte Verpackung, diese fällt zum Teil mehr als doppelt so groß aus wie die der anderen Grafikkarten. Der Lieferumfang fällt hingegen nur sehr mäßig aus:
  • Treiber-CD
  • Quick Installation Guide

Mehr Zubehör benötigt man in dieser Preisklasse allerdings auch nicht.


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Mit einer Länge von fast 20 cm und dem Fullsize-Format ist die MSI R7 250 vergleichsweise riesig. Die großflächige Plastikabdeckung der Grafikkarte ragt allerdings ein wenig über die Platine hinaus und vergrößert die Fläche der Grafikkarte zusätzlich. Als Lüfter setzt MSI auf einen großen 92 mm Axial-Lüfter, den man in dieser Form auch auf vielen teureren Twin-Frozr Karten aus dem Hause MSI wieder findet.


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An der Slotblende gibt es auch hier keine Überraschungen. Die drei Bildschirmausgänge findet man in der Anordnung auch auf den beiden anderen AMD-Grafikkarten wieder. In die obere Slotblende wurde das MSI-Logo eingearbeitet, die Schlitze werden jedoch aufgrund der Abdeckung des Kühlers nicht genutzt. Auf der Rückseite der Grafikkarte gibt es keine Überraschungen, auch hier fehlt ein externer Stromanschluss.


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Auf der Rückseite der Platine gibt es ebenfalls keine Besonderheiten. Da die Grafikkarte nur über einem Gigabyte an Speicher verfügt, müssen keine Speicherbausteine auf die Rückseite ausgelagert werden, alles hat seinen Platz. Gut zu sehen ist die überstehende Plastikabdeckung des Kühlkörpers.


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MSI nutzt für die R7 250 ein etwas verändertes Platinendesign als HIS. Trotzdem gibt es keine großen Unterschiede, zwei Phasen für die Stromversorgung sind für den Grafikchip zuständig, eine für den Grafikspeicher. Dieser wird von Elpida zugeliefert und ist identisch mit dem der HIS. Als Kühler nutzt MSI einen einfachen Aluminium-Block mit einigen abstehenden Kühlrippen. Ob die einfache Kühlkonstruktion mit der Abwärme fertig wird klären wir im hinteren Teil des Tests.




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Palit GeForce GT 630 1GB DDR3

Die kleinste Grafikkarte im Test kommt auch in einer sehr kompakten Verpackung daher, welche grade mal ein Din-A5 Blatt ausfüllen kann. Auch der Lieferumfang ist knapp gehalten:
  • Treiber-CD
  • Handbuch

Da es sich hier um eine Low-Profile Karte handelt, hätten wir uns zumindest über passende Slotblenden gefreut.


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Mit einer Außenlänge von knapp 12 cm ist die Grafikkarte vergleichsweise winzig, zudem füllt sie einen PCI-Express x16 Steckplatz nur zur Hälfte (x8) aus. Während die Slotblende ein Single-Slot Design suggeriert, verdeckt der Passivkühler auch den benachbarten Steckplatz.


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Die Anschlüsse an der Slotblende bieten keine Überraschungen. DVI, HDMI und D-Sub haben wir bisher auf allen Testkandidaten vorfinden können. Auch hier kann man sich einen DVI-VGA-Adapter einsparen. Der schlichte Passivkühler passt genau auf die Platine und vergrößert die Abmessungen nicht.


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Auf der Rückseite, die sich unter vielen Aufklebern versteckt, bietet die winzige Platine keinerlei Überraschungen.


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Die Spannungsversorgung der Karte fällt spartanisch aus, Grafikchip und -Speicher teilen sich hier genau eine Phase. Ein Anschluss für Lüfter ist auf dieser Platine ebenfalls vorhanden, allerdings wird dieser hier nicht genutzt. Der DDR3-Grafikspeicher wird von Micron zugeliefert. Der Kühlblock besteht aus schwarz lackierten Aluminium und ist simpel aufgebaut, eine Heatpipe fehlt zum Beispiel. Der Grafikspeicher wird hier jedoch auch nicht mitgekühlt.




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Gainward GeForce GT 640 1GB GDDR5

Bereits beim Betrachten der Produktverpackung wird deutlich, dass Gainward zum Palit-Konzern gehört. Diese sind exakt gleich groß und ähnlich bedruckt. Auch der Lieferumfang verwundert daher nicht:
  • Treiber-CD
  • Handbuch

Insgesamt vermissen wir auch hier die Low-Profile Blenden.


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Im Vergleich zur Palit GT 630 ist die Gainward GT 640 eine vollwertige PCI-Express x16 Grafikkarte. Mit einer Länge von 14,5 cm und dem Low-Profile Format bleibt sie trotzdem sehr kompakt, Platzprobleme sollte es hier keine geben. Der knallrote Axiallüfter besitzt einen Durchmesser von 60 mm.


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Die Slotblende überrascht nicht, diese Anschlüsse haben wir in dieser Anordnung bei sämtlichen Testkandidaten gesehen. Der Kühlkörper ist übrigens etwas flacher als 2 Slots, man spricht hier von einem 1,5 Slot Design. Der benachbarte Steckplatz ist trotzdem für andere Karten blockiert. Auf der Rückseite der Pixelschleuder gibt es keine Besonderheiten, einen externen Stromsteckeranschluss gibt es hier ebenfalls nicht.


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Auf der Rückseite der Platine wird wieder die Verbundenheit zu Palit deutlich. Die Aufkleber kommen uns daher bekannt vor, auch die roten Unterlegscheiben für die Schrauben haben wir schon einmal gesehen. Sonst gibt es hier allerdings keine Überraschungen zu sehen.


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Im Vergleich zur GT 630 von Palit fällt die Spannungsversorgung hier größer aus. Grafikchip und -Speicher teilen sich zwei Phasen zur Stromversorgung. Der Grafikspeicher wird von Samsung zugeliefert und kommt ohne Kühlung aus. Auch hier wird die Kühlung von einem simplen Aluminium-Block übernommen.




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Testergebnisse und Testumgebung

Alle Grafikkarten werden in einem offenen Testaufbau auf Performance, Leistungsaufnahme, Temperaturen sowie Lautstärke getestet. Es wurden die jeweils aktuellen Treiber von AMD (Catalyst 13.12) und Nvidia (Forceware 335.23) verwendet.




Das Testsystem im Überblick

CPU: Intel Core i5-3470 @ 4,0 GHz
CPU-Kühler: Scythe Mugen 4 PCGH-Edition
Mainboard: Asrock Z77 Extreme4
Arbeitsspeicher: 2x 4GB G.Skill Sniper DDR3-1600 CL9-9-9-24
Grafikkarte: siehe Test
SSD / Festplatte:
Samsung 840 Evo 500GB
Netzteil: Seasonic X850
Bildschirm:
BenQ G2220HD
Sonstige Hardware:
Asus Xonar DGX


Die CPU konnte mit Hilfe des Z77-Mainboards etwas übertaktet werden und ist stark genug für alle aktuellen Grafikkarten. Das Mainboard unterstützt auch SLI und Crossfire, sodass wir diese falls möglich nutzen werden.

Als Schallpegel-Messgerät setzen wir ein Voltcraft SL-100 ein, welches den Schalldruck ab 30 dB(A) misst. Die Lautstärke wird aus einer Entfernung von 50 cm zur Quelle gemessen.

Als Energiekosten-Messgerät kommt ein Profitec KD302 zum Einsatz, die angegebenen Werte werden an der Steckdose gemessen. Die Temperaturmessungen wurden bei einer Raumtemperatur von 21°C durchgeführt.





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Overclocking

Vor den eigentlichen Spielebenchmarks überprüfen wir alle Grafikkarten auf ihr Overclocking-Potential und binden die Ergebnisse direkt in die Spielebenchmarks ein. Dazu müssen wir anmerken, dass jede Grafikkarte hinsichtlich des Übertaktungs-Potential ein Unikat ist, wir können die erreichten Taktraten daher nicht in ihrer Reproduktionsmöglichkeit garantieren.



Übertaktung der HIS R7 240 1GB GDDR5

Unser Exemplar ließ sich sehr gut übertakten, weswegen die Regler vom Catalyst Control Center oder dem MSI Afterburner schnell an das Limit geschoben waren. Wir haben daher auf das Programm Sapphire Trixx zurückgegriffen, welches den Regelbereich automatisch erweitert. In der Anwendung "Catalyst Control Center" musste dazu jedoch noch das Powerlimit um das Maximum von 20% angehoben werden.
Die HIS R7 240 taktet mit 730 MHz Chiptakt, welcher auf maximal 780 MHz im Boost ansteigen kann. Der Grafikspeocher taktet mit 1150 MHz. Diese Taktraten konnten wir erreichen:




Das Übertaktungsergebnis kann sich absolut sehen lassen, der Grafikchip ließ sich auf satte 1240 MHz(+ 59%) übertakten. Der Grafikspeicher schaffte immerhin ansehnliche 1390 MHz(+ 20,9%). Insgesamt überraschte uns das sehr gute Übertaktungsergebnis, aber wenn man sich einmal die Technik anschaut, erklärt sich so einiges:
Die Radeon R7 240 und R7 250 basieren beide auf dem Oland-Chip. Der R7 240 fehlen zwar ein paar Shader, aber technisch sind beide Kerne identisch. AMD taktet die R7 250 mit 1050 MHz Boost-Takt, die R7 240 liegt jedoch nur bei 780 MHz Boost-Takt. Dieses Brach liegende Potential bei der R7 240 lässt sich hervorragend ausnutzen, wenn man sich das Übertakten zutraut.


Übertaktung der XFX R7 240 Core Edition passiv 2GB DDR3

Genau wie bei der R7 240 von HIS waren auch bei der XFX R7 240 die Regler schnell am Anschlag, weswegen wir auch hier das Programm Sapphire Trixx nutzten. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass der Passivkühler der XFX schon mit normalen Taktraten überfordert ist, weswegen wir eine Übertaktung der Karte nicht empfehlen. Auf der vorletzten Seite im Review zeigen wir eine Möglichkeit, wie man dieses Problem jedoch einfach umgehen kann - wenn es auch nur eine Kompromiss-Lösung ist.

Die R7 240 verfügt über 730 MHz Chiptakt, welcher mit Hilfe des Boost auf 780 Mhz gesteigert werden kann. Der DDR3-Speicher taktet niedriger als die GDDR5-Variante der HIS R7 240, hier liegen 800 MHz an. Diese Taktraten erreichten wir mit Hilfe der Modifikation:




Das Übertaktungsergebnis fällt insgesamt gesehen sogar noch besser aus als das der HIS R7 240. Wir erreichten einen Chiptakt von 1195 MHz(+ 53,2%), welcher etwas niedriger liegt als beim Schwestermodell von HIS. Dies liegt daran, dass XFX die GPU-Voltage um 0,05V verringert hat, welche sich aber nicht weiter erhöhen lässt. Der Speicher erreicht satte 1250 MHz, was eine Steigerung von 56,3% bedeutet. Normalerweise vergeben wir ab einer durchschnittlichen Taktsteigerung von 30% einen Overclocking-Award, das Modell von XFX liegt fast bei der doppelten Steigerung!



Übertaktung der MSI R7 250 1GD5 OC

Der Übersichtlichkeit halber übertakteten wir die R7 250 von MSI ebenfalls mit dem Programm Sapphire Trixx. Bei unserem Testexemplar handelt es sich schon um eine übertaktete Veriante der R7 250, der Chiptakt wurde um 50 MHz angehoben und liegt nun bei maximal 1100 MHz im Boost. Der Speicher taktet wie bei den kleineren R7 240 Modellen mit GDDR5-Memory mit 1150 MHz. Diese Taktraten erreichten wir:




Erwartungsgemäß fällt das Potential hier deutlich geringer aus. Der Grafikchip ließ maximal 1220 MHz(+ 11%) zu, beim Grafikspeicher erreichten wir immerhin 1375 MHz(+ 19,6%). Dieses Ergebnis bestätigt die bei der HIS aufgestellten Vermutungen bezüglich des Oland-Chips.



Übertaktung der Palit GT 630 1GB DDR3

Die AMD-Grafikkarten wiesen ein zum Teil extrem hohes Übertaktungs-Potential auf. Können die Nvidia-Grafikkarten dieses Potential ebenfalls erreichen? Der Grafikchip der Palit GT 630 taktet mit 902 MHz, einen Boost gibt es hier nicht. Der DDR3-Grafikspeicher taktet mit 900 MHz. Als Übertaktungsprogramm nutzen wir den Gigabyte OC-Guru, welches sich noch vom letzten Test mit der Gigabyte GTX 750 Ti noch auf dem PC befand. Viele andere Programme funktionieren jedoch genau so gut. Diese Taktraten erreichten wir:




Der Grafikchip wies ein ordentliches Übertaktungspotential auf und lief in Tests mit 1124 MHz(+ 24,6%) ohne Abstürze. Der Speicher ließ sich auf 1025 MHz übertakten(+ 28,1%). Insgesamt sind das sehr ordentliche Werte, welche allerdings von den beiden R7 240 in den Schatten gestellt werden.



Übertaktung der Gainward GT 640 1GB GDDR5

Die Geforce GT 630 und GT 640 basieren auf dem selben Grafikchip und unterscheiden sich nur hinsichtlich der PCI-Express Anbindung und dem verbauten Speicher. Auch die Taktraten der GT 630 sind deutlich geringer. Wiederholt sich hier die Geschichte mit dem Oland-Grafikchip? Der Grafikchip der Gainward GT 640 taktet mit 1046 MHz, der GDDR5-Speicher taktet mit 1252 MHz. Diese Taktraten erreichten wir (anklicken zum Vergrößern):


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Der Grafikchip wies ein höheres Potential auf als gedacht, ließ er sich doch deutlich höher übertakten als bei der GT 630 und konnte mit 1228 MHz(+ 17,5%) ohne Abstürze betrieben werden. Der Grafikspeicher schaffte es währenddessen sich auf bis zu 1502 MHz(+ 20%) übertakten zu lassen.




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Spielebenchmarks 1

Nachdem wir nun alle Testkandidaten gründlich untersucht und getestet haben, müssen diese nun im Praxistest zeigen was sie können. Dazu wurden alle Spiele mit den maximal möglichen Details und maximalen Kantenglättungsmodi eingestellt.



Thief liegt den AMD-Grafikkarten wesentlich besser als den Konkurrenten von Nvidia. Obwohl die XFX R7 240 ihren 2 GB großen Grafikspeicher gut füllen kann, liegt sie deutlich hinter der Version mit 1 GB GDDR5-Speicher.



In Battlefield 4 können die übertakteten Varianten der R7 240 ein sehr gutes Ergebnis einfahren. Während sich die durchschnittliche Framerate der XFX R7 240 fast verdoppelt, schlägt die HIS R7 240 sogar das größere Modell von MSI. Die GT 640 kann ebenfalls solide Ergebnisse vorzeigen.



Während die Gainward GT 640 ein gutes Ergebnis abliefert und mit den teureren Grafikkarten von AMD konkurriert, liegt die Palit GT 630 abgeschlagen am Ende des Feldes. Die übertakteten AMD-Grafikkarten können sich darüber hinaus deutlich von den normalen Versionen absetzen.



Risen 2 zeigt sich hinsichtlich der Grafikanforderungen sehr genügsam, die getesteten Grafikkarten können hier die höchsten Frameraten verbuchen. Der Unterschied zwischen DDR3 und GDDR5-Speicher wird hier besonders deutlich, die Grafikkarten von XFX und Palit liegen mit Abstand am Ende des Testfeldes.


Weitere Tests folgen auf der nächsten Seite.



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Spielebenchmarks 2



Sleeping Dogs bleibt weiterhin eine Nvidia-Domäne, auch in diesem Roundup können sich die GT 630 und GT 640 gegen deutlich teurere AMD-Grafikkarten durchsetzen.




Während die Palit GT 630 abgeschlagen am Ende des Testfeldes liegt, präsentiert sich die Gainward GT 640 sehr gut und liegt fast auf dem Niveau der R7 250 von MSI. Die XFX R7 240 kann hier erstmals von ihrem größeren Speicher Gebrauch machen und liegt auf dem Niveau der R7 240 mit dem GDDR5-Speicher.




Der 3DMark zeigt deutlich das Potential der übertakteten Grafikkarten auf, so kann die XFX R7 240 um über 50 % zulegen, die HIS R7 240 überholt sogar die MSI R7 250. Bei den Nvidia-Grafikkarten gibt es keine Überraschungen, diese liefern solide Ergebnisse.




Die im 3DMark gewonnenen Erkenntnisse bestätigen sich hier noch einmal, auch die Rangfolge ist identisch.





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Im Vergleich mit den älteren Grafikkarten-Tests haben wir nun zwei neue Indizes zum bisherigen Performance-Index ergänzt.

Der Preis-Leistungsindex verdeutlicht, welche Grafikkarten aktuell das beste Preis-Leistungsverhältnis haben. Hierbei nehmen wir die zum Test aktuellen Preise auf geizhals.at und teilen diese durch die erreichte Prozentzahl aus dem Performance-Index. Je kleiner das Ergebnis ist, desto besser ist das Preis-Leistungsverhältnis.

Der Stromverbrauch heutiger PCs nimmt ein immer wichtigeres Kriterium ein, aus diesem Grund haben wir einen Performance-Pro-Watt Index erstellt. Hierbei nehmen wir die erreichte Prozentzahl aus dem Performance-Index und teilen sie durch die Leistungsaufnahme bei Spielen. Je größer der Wert am Ende ist, desto effizienter arbeiten die Grafikkarten.


Performance-Index



Insgesamt gesehen ist die Performance der Grafikkarten mit DDR3-Speicher eher enttäuschend gering. Einzig die XFX kann mit ihrer starken Übertaktung noch ein wenig auftrumpfen.
Die R7 240 mit GDDR5-Speicher muss sich deutlich der GT 640 geschlagen geben, einzig mit Übertaktung kann sie einigermaßen aufschließen. Die MSI R7 250 kann sich erwartungsgemäß an die Spitze des Testfeldes setzen, allerdings mit einem geringeren Abstand als zunächst vermutet.
Gegen die bisher getesteten Modelle sehen allerdings alle Testkandidaten kein Land, schon die Geforce GTX 750 Ti leistet mehr als das Doppelte.


Preis-/Leistungsindex



In dieser Statistik stellt sich heraus, dass die Geforce GT 640 und die Radeon R7 250 das beste Preis-Leistungsverhältnis der getesteten Karten besitzen. Die kaum günstigeren R7 240 Grafikkarten lohnen sich preislich nicht. Auch die wesentlich günstigere Geforce GT 630 kann nur wenig überzeugen, dazu erbringt diese Grafikkarte einfach zu wenig Leistung. Aktuell bietet die Radeon R9 270 das beste Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt.


Performance-Pro-Watt Index



Zugegeben, dieser Index ist für kleinere Grafikkarten nicht ganz fair, da wir nur die gesamte Leistungsaufnahme des PCs messen können. Kleinere Grafikkarten haben daher auch einen kleineren Anteil am gesamten Stromverbrauch des PCs. Trotzdem kann Nvidias Maxwell-Generation zeigen was in ihr steckt, beide Geforce GTX 750 Ti setzen sich an die Spitze der Tabelle. In unserem Roundup können die Nvidia-Grafikkarten ebenfalls überzeugen, denn die GT 640 liegt mit Abstand in vorderster Front des Testfeldes.




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Temperaturen

Alle Temperaturwerte wurden im offenen Aufbau vorgenommen. In Gehäusen mit einem guten Airflow können daher noch bessere Werte zustande kommen, Gehäuse mit wenig Gehäuselüftern dürften die getesteten Werte aber eher nicht erreichen. Alle Temperaturwerte wurden bei einer Raumtemperatur von 21°C ermittelt.

In diesem Test kommen erstmals komplett passive Grafikkarten zum Einsatz. Wir sind gespannt wie sich diese gegen ihre Konkurrenten mit Lüftern durchsetzen können.




Erwartungsgemäß können die passiven Grafikkarten nicht ganz mit den aktiven mithalten, trotzdem sind die Werte noch relativ problemlos. Die HIS R7 240 und die MSI R7 250 können sogar neue Bestwerte hinsichtlich der Temperaturen aufstellen.




Während die HIS R7 240, die MSI R7 250 und die Gainward GT 640 problemlose Temperaturwerte aufs Parkett werfen, liegt die passive Palit GT 630 bei ca. 80 Grad Celsius. Auch dieser Wert ist noch problemlos, viel höher sollte die Temperatur allerdings nicht steigen.

Dieser Fall ist bei der XFX R7 240 eingetreten. Grafikkarten mit passiver Kühlung steigen langsamer in der Temperatur als ihre Kollegen mit Lüftern. Die in dem Diagramm dargestellten Werte entsprechen 15 Minuten Spielelast, die Temperatur der XFX R7 240 war zu dem Zeitpunkt noch fleißig am Steigen. Aus Rücksicht auf die Grafikkarte haben wir den Test dann unterbrochen, 100°C und mehr wären allerdings kein Problem gewesen. Das ist eindeutig zu viel, die Grafikkarte von XFX ist daher auf einen guten Airflow im Gehäuse angewiesen.




Furmark erzeugt die maximal mögliche Leistungsaufnahme einer Grafikkarte. Der Test ist zwar nicht zu vergleichen mit alltäglichen Aufgaben, er zeigt allerdings deutlich die Schwächen eines Kühlers auf. Während die HIS R7 240 und die Gainward GT 640 mit dem Belastungstest keine Probleme haben, liegt die MSI R7 250 mit 75°C und 83°C noch knapp im unbedenklichen Temperaturbereich.

Die Palit GT 630 drosselt sich im Furmark-Test auf 766 MHz, der Passivkühler kann die Grafikkarte so noch auf 87°C halten. In der übertakteten Version drosselt sich die Grafikkarte nur noch auf 988 MHz und der Kühlkörper ist vollkommen überfordert, wir erreichten nach kurzer Zeit 97°C, an der Stelle brachen wir den Test ab. An dem passiven Kühlkörper bestand übrigens akute Verbrennungsgefahr, dieser hätte sich auch problemlos als Grill geeignet.

Noch schneller als bei der GT 630 erreichten wir diese Temperatur mit der XFX R7 240. Wir müssen daher feststellen, dass der Kühlkörper dieser Grafikkarte einfach unzureichend ist. Auch dieser Kühlkörper wurde so warm, dass man sich problemlos die Finger daran verbrennen konnte.




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Lautstärke / Stromverbrauch

Die Lautstärke wurde im offenen Testaufbau gemessen, im geschlossenen Gehäuse sollten die Grafikkarten noch etwas leiser sein.




Alle in diesem Roundup getesteten Grafikkarten mit Lüftern sind im idle lauter als sie eigentlich sein müssten. Zwar fallen die Lüftergeräusche nicht aus dem Rahmen, zumindest die HIS lässt sich mit Hilfe des MSI Afterburners noch deutlich drosseln. Das die passiven Grafikkarten lautlos bleiben, verwundert sicherlich nicht.




Alle Grafikkarten bleiben vom Geräuschniveau absolut im Rahmen und fallen nicht unangenehm auf. Angesichts der zum Teil sehr niedrigen Temperaturwerte wäre hier allerdings noch etwas Handlungsspielraum gewesen.

Das Problem mit dem Spulenfiepen trat auch dieses mal auf. Während es bei der HIS schon ab niedrigen dreistelligen Frameraten hörbares Spulenfiepen gibt, machten die passiven Grafikkarten in der Hinsicht überhaupt keine Probleme. Die Grafikkarten von MSI und Gainward blieben hier etwas unauffälliger, hier stellte sich Spulenfiepen erst ab ca. 1000 fps ein.




Die HIS R7 240 bleibt auch im Furmark sehr leise, wenn auch leicht hörbar. Die MSI R7 250 bleibt nur in der normalen Version relativ leise, mit der Übertaktung steigt das Lautstärkeniveau deutlich an, die Grafikkarte ist dann nicht mehr als silent einzustufen. Auch die Gainward GT 640 dreht spürbar auf und wird relativ laut.

Die nachfolgenden Angaben wurden einem Energiekosten-Messgerät an der Steckdose entnommen. Der reale Wert dürfte demnach noch etwas niedriger sein.




Während die Grafikkarten von Nvidia und die HIS R7 240 vorbildlich sparsam bleiben, liegt der Stromverbrauch der anderen beiden Grafikkarten auf dem Niveau weit schnellerer Grafikkarten.




Auch bei der Spielelast bleiben die Grafikkarten von Nvidia erstaunlich genügsam, die GT 630 unterbietet dabei sogar die iGPU des Intel Core i5! Die AMD-Grafikkarten haben zum Teil eine 40 Watt höhere Leistungsaufnahme und liegen fast auf dem Niveau der Maxwell-Grafikkarten.




Unter absoluter Volllast schneiden die Nvidia-Grafikkarten nicht mehr ganz so gut ab, denn die GT 640 befindet sich nun im Mittelfeld des Roundups wieder. Das zum Teil sehr hohe Overclocking schlägt sich nun deutlich im Stromverbrauch nieder, die übertakteten AMD-Grafikkarten erreichen zum Teil das Niveau der GTX 750 Ti.


Unser Hinweis

AMD und Nvidia haben auf ihren Produktverpackungen empfohlene Leistungsangaben zum Netzteil gemacht. Nvidia empfiehlt für die beiden Grafikkarten ein 300 Watt Netzteil, bei AMD soll es ein 400 Watt Netzteil sein, für Crossfire wird gar ein 500 Watt Netzteil empfohlen.
Hier müssen wir etwas beschwichtigen, diese Angaben gelten nur für billige und veraltete Netzteile die oft nicht das leisten, was auf der Verpackung steht. Wir empfehlen in dem Falle einen Neukauf des Netzteils, niemanden ist geholfen wenn das Billig-Netzteil die schöne neue Grafikkarte in den Tod reißt. Gute Markennetzteile, die mit einer der genannten Grafikkarten problemlos zurecht kommen, gibt es schon ab etwa 30 Euro.




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Passive Grafikkarte mit einem Lüfter betreiben – Die Auswirkungen

Der Passivkühler der XFX Radeon R7 240 ist leider schon im Normalzustand mit der Hitzeentwicklung überfordert, so erreichten wir problemlos Werte von über 90°C. Trotzdem haben wir im Spieletest auch die Werte für die übertaktete Version angegeben, die Grafikkarte ließ sich zudem hervorragend übertakten. Erreicht haben wir diese Ergebnisse mit einem an die Grafikkarte angebrachten Lüfter, die Auswirkungen auf die Lautstärke und die Temperaturen zeigen wir nun.

Vorab eine Warnung für diejenigen die dieses Experiment wiederholen wollen:

Alle arbeiten geschehen auf eigene Gefahr, Tech-Review übernimmt keinerlei Haftung für entstandene Schäden!



Zunächst einmal die Grafikkarte im Ursprungszustand:




Der Kühlkörper besitzt eine gleichmäßige Oberfläche, ein 120 mm großer Lüfter würde sich dort leicht befestigen lassen. Für unseren Test haben wir daher einen be quiet! Silent Wings PWM 120 mm genommen.




Für die Befestigung benötigen wir noch ein paar Kabelbinder. Wir haben uns für die einrastenden Versionen entschieden, das Experiment klappt natürlich auch mit herkömmlichen Kabelbindern. Zu Beginn haben wir drei Kabelbinder ineinander geschoben.


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Die Kabelbinder schiebt man nun unter die Kühlfinnen. Ein wenig Vorsicht ist hierbei geboten, damit man keine elektronischen Bauteile auf der Platine beschädigt. Den Lüfter legt man erst einmal grob auf den Kühlkörper, auf Feinheiten kann man später beim Festzurren der Kabelbinder achten.




Nachdem die drei Kabelbinder platziert wurden, steckt man nun nach und nach weitere Kabelbinder ab, bis man genug Luft hat um diese komplett zusammen zu stecken. Das fertige Ergebnis sollte dann in etwa so aussehen:




Kleiner Tipp: Lieber einen Kabelbinder zu viel als zu wenig. Je mehr Stellschrauben man später hat, desto besser lässt sich dann auch der Lüfter festzurren.

Als nächstes geht es an das Festzurren des Lüfters am Kühlkörper. Hierbei muss man aufpassen, dass dieser nicht mittig auf dem Kühlkörper platziert wird, sonst passt die Grafikkarte nicht mehr in den Slot. Mit etwas Übung sollte man den Dreh allerdings ziemlich schnell raus haben. Nun wiederholt man diesen Vorgang auch auf der anderen Seite, dann sollte das Ergebnis in etwa so aussehen:


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Schauen wir nun, was der Lüfter im Praxiseinsatz gebracht hat. Wir haben dabei die Grafikkarte an ihr Limit übertaktet. Den Lüfter haben wir mit dem Mainboard verbunden, dieser läuft mit einer festen Drehzahl von 800 rpm.




Natürlich erhöht sich die Lautstärke ein wenig, der Lüfter macht trotzdem eine sehr gute Figur und positioniert sich im oberen Drittel aller getesteten Grafikkarten.




Hier wird der Umbau belohnt. Während der passive Kühler schon am kochen war, kann der Lüfter diesen in absolut problemlosen Temperaturbereichen halten. Man muss dazu bedenken, das die Grafikkarte mit dem Lüfter um ca. 50 % übertaktet wurde!

Insgesamt hat sich der Lüfter absolut gelohnt. Dieser hält sich hinsichtlich der Lautstärke in Grenzen und kann die Grafikkarte gleichzeitig hervorragend kühlen. Der Schwierigkeitsgrad des Umbaus ist in diesem Falle gering gewesen, dies kann bei anders geformten Kühlkörpern allerdings auch anders aussehen.




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Fazit

Nach einem Marathon aus 22 Grafiken und Diagrammen, über 50 geschossenen und bearbeiteten Bildern, mehr als 300 ermittelten Benchmarkwerten, mehreren involvierten Redakteuren und einem Kühlerumbau können wir nun unsere Erfahrungen in einem Fazit zusammenfassen.

Natürlich darf man in dieser Preisklasse keine Wunder hinsichtlich der Spieleleistung erwarten, jedoch konnten nur die Geforce GT 640 und die Radeon R7 250 GDDR5 als ansatzweise Spieletauglich erklärt werden. Die Grafikkarten mit DDR3-Speicher werden spürbar durch diesen ausgebremst und die R7 240 hat mit den niedrigen Standardtaktraten zu kämpfen.

Positiv ist anzumerken, dass keine Grafikkarte mit der Lautstärke übertrieben hat, lediglich die passiven Grafikkarten waren mit der Kühlung etwas überfordert.


HIS Radeon R7 240 1GB GDDR5

Die HIS R7 240 zeigt deutlich auf, welches Potential im GDDR5-Speicher steckt. Damit konnte die Grafikkarte ihrer Schwesterkarte in allen Belangen davon ziehen. Ordentliche Spieleperformance für den Kaufpreis bekommt man allerdings erst mit der Übertaktung. Hierbei verdiente sich die Grafikkarte ihren Award, denn der Grafikchip verfügt über sehr viel Spielraum. Bastler und Übertakter können hier gegenüber einer R7 250 viel Geld sparen, alle anderen sollten lieber ein wenig höher ins Regal greifen.



  • relativ leiser Kühler
  • niedrige Temperaturen
  • hohes Übertaktungspotential




  • kein Lieferumfang
  • Leistung mit Standardtaktraten sehr gering
  • Lüfter drehen unnötig auf, die Karte könnte noch leiser sein


    Awards:


    Links zum Produkt:


    XFX Radeon R7 240 Core Edition passiv 2GB DDR3

    Die XFX R7 240 zeigte viel Licht und Schatten. Begeistert waren wir von der bislang höchsten gemessenen Übertaktung, die Grafikkarte legte zudem in Spielen deutlich zu. Leider lässt die allgemeine Spieleperformance zu Wünschen übrig, hier hilft auch der größere Grafikspeicher nicht weiter. Viel schlimmer finden wir allerdings, dass der Passivkühler mit der Kühlung des Grafikchips komplett überfordert ist. An dieser Stelle empfehlen wir eine gute Gehäuselüftung, welche das lautlose Konzept der Grafikkarte jedoch zunichte macht. Insgesamt können wir die Grafikkarte nur für bastelfreudige Übertakter empfehlen.



  • Lieferumfang
  • extrem hohes Übertaktungspotential
  • passiver Kühlkörper...




  • ...der mit der Kühlung der Karte überfordert ist
  • Spieleleistung niedrig
  • Preis-Leistung schlecht


    Awards:


    Links zum Produkt:


    MSI R7 250 1GD5 OC

    Die MSI R7 250 GDDR5 lieferte ein rundes Gesamtpaket ab. Die Grafikkarte bleibt relativ leise, bietet schon ohne Übertaktung eine brauchbare Spieleperformance und bleibt preislich im Rahmen. Viele Kritikpunkte haben wir nicht gefunden, weswegen wir diese Grafikkarte in diesem Roundup am ehesten empfehlen können.



  • relativ leise
  • ordentliche Spieleperformance
  • Preis-Leistung ok




  • Kühlerabdeckung unnötig groß
  • vergleichsweise hoher Stromverbrauch


    Awards:


    Links zum Produkt:


    Palit GeForce GT 630 1GB DDR3

    Die kleinste und günstigste Grafikkarte im Test war erwartungsgemäß mit aktuellen Spielen überfordert. Diese Grafikkarte würden wir nur für Office-Rechner ohne Onboard-Grafikchip empfehlen. Positiv bleiben jedoch die sehr geringen Abmessungen, der geringe Stromverbrauch und die passive Kühlung.



  • geringe Abmessungen
  • geringer Stromverbrauch
  • passive Kühlung




  • sehr geringe Spieleleistung
  • schlechtes Preis-Leistungsverhältnis
  • Lieferumfang


    Awards:


    Links zum Produkt:


    Gainward GeForce GT 640 1GB GDDR5

    Im Vergleich zur kleineren GT 630 konnte die Gainward GT 640 durchaus überzeugen. Angesichts des Preises bietet die Grafikkarte eine brauchbare Spieleperformance, zudem bleibt die Lautstärke im Normalfall im Rahmen. Die geringen Abmessungen sind ebenfalls erfreulich, umso unverständlicher ist der Verzicht auf Low-Profile Blenden im Lieferumfang.



  • geringe Abmessungen
  • Spieleperformance ok




  • Lüfter könnte unter Volllast leiser sein
  • Lieferumfang


    Awards:


    Links zum Produkt:


    Tipp der Redaktion

    Auch wenn wir hier Grafikkarten in einem Bereich von 40 bis 70 Euro getestet haben, Preis-Leistungskracher findet man in diesem Bereich nicht. Wir empfehlen daher etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und für ca. 90-100 Euro eine Radeon R7 260X zu kaufen. Diese liegt auf dem Niveau der Geforce GTX 750 Ti und ist daher mehr als doppelt so schnell wie die hier getesteten Grafikkarten.
    Falls etwas mehr Wert auf den Stromverbrauch gelegt werden soll, empfehlen wir eine Geforce GTX 750. Diese beginnt bei ca. 90 Euro und liegt vom Stromverbrauch sogar noch unter den meisten hier getesteten Grafikkarten. Die Spieleleistung ist ebenfalls deutlich höher, kommt allerdings nicht an die etwa gleich teure R7 260X von AMD heran.




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  • Hendrik Engelbertz


    gedruckt am 13.12.2019 - 18:06
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=16397