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Das Grafikkarten-Roundup I - Drei Grafikkarten der Mittelklasse im Test
29.03.2014 - 01:00

In den vergangenen Wochen beruhigte sich der Grafikkarten-Markt etwas. Das Weihnachtsgeschäft ist vorbei und AMDs Topmodelle sind nun flächendeckend verfügbar. Zeit sich auszuruhen bleibt trotzdem nicht, denn Nvidia schlägt nun mit einer neuen Chip-Generation zurück. Die neue Architektur hört auf den Namen Maxwell und soll besonders mit seinen stromsparenden Eigenschaften überzeugen.

Die ersten Karten der neuen Generation sind bereits erschienen, die Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti. Ein Exemplar der GTX 750 Ti dürfen wir nun im Testlabor begrüßen. In diesem Test klären wir ob diese auch von ihrer Leistung überzeugen kann, zudem haben es zwei Grafikkarten der Mittelklasse von AMD in den Test geschafft.




Die von Zotac zur Verfügung gestellte Geforce GTX 750 Ti OC ist die kleinste und leichteste Grafikkarte in diesen Roundup. Auch preislich liegt sie mit ca. 130 Euro am niedrigsten. Ob sich die Karte trotzdem gegen die größere und teurere Konkurrenz behaupten kann, finden wir nun heraus.
Die HIS R9 270 iPower IceQ X² Turbo Boost Clock stammt aus dem Privatbesitz des Redakteurs. Besonders der geringe Preis von ca. 150 Euro animierte zum Kauf. Ob diese Karte auch das beste Angebot in diesem Roundup ist, wird der Test zeigen.
Die mit Abstand größte und schwerste Karte wurde uns von Sapphire zur Verfügung gestellt. Die R9 270X Toxic stellt das absolute Maximum in der 200 Euro-Klasse dar. Ob die Karte ihren Ansprüchen gerecht wird, wird sich zeigen.


Danksagung

Wir danken den Firmen Sapphire und Zotac für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung der Testsamples.









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Die Testkandidaten im Überblick

Alle Testkandidaten lassen sich aufgrund ihres Preises grob in der Mittelklasse einordnen, jede der Grafikkarten hat jedoch ihre eigenen Stärken und Schwächen.
Die GTX 750 Ti basiert auf einer neuen Chipgeneration, diese ist besonders Stromsparend, sodass die TDP der Karte nur bei 60 Watt liegt. Theoretisch müsste sich die Grafikkarte dadurch ohne zusätzlichen Stromstecker betreiben lassen, da der PCI-Express Slot 75 Watt zur Verfügung stellt. Zotac geht allerdings auf Nummer sicher und platziert einen 6 Poligen Stromstecker auf der Platine, der weitere 75 Watt liefern kann.


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Technisch ist sie den beiden AMD-Grafikkarten etwas unterlegen, der Chip ist kleiner und besitzt weniger Shader-Einheiten, zudem besitzt die Grafikkarte nur ein 128 bit-Speicherinterface. Aufgrund ihrer geringen Leistungsaufnahme und Größe würde man diese Karte eher für HTPCs als in Spiele-PCs empfehlen, ob diese ersten Eindrücke gerechtfertigt sind, verraten wir im Fazit.
Die AMD Radeon R9 270 unterscheidet sich gegenüber der R9 270X nur durch die etwas niedrigeren Taktraten. HIS reizt dieses Limit bereits komplett aus und liegt nur weniger MHz unter einer R9 270X. Theoretisch müsste sich die Grafikkarte ja problemlos auf das Niveau einer R9 270X bringen lassen, aber AMD hat hier ein paar Hürden aufgestellt. Die erste Hürde ist die maximal mögliche Leistungsaufnahme. Wie auch die GTX 750 Ti von Zotac, hat die HIS einen 6-Poligen Stromstecker und kann so maximal 150 Watt aufnehmen(es gibt allerdings auch R9 270 mit zwei 6 pin Stromanschlüssen). Allerdings liegt schon die TDP bei 150 Watt, die TDP einer R9 270X liegt bereits bei 180 Watt. Ist die Grafikkarte damit schon ausgereizt? Das klären wir im internen Teil des Tests.
HIS preist die Grafikkarte attraktiv ein, diese bekommt man bereits für 150 Euro. Ob sich die Grafikkarte auch die Preis-Leistungs-Krone schnappen wird, zeigen wir im Fazit.


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Die Sapphire ist das Alphatier aller R9 270X. Im Vergleich zur Referenzkarte hat Sapphire die Taktraten von Chip und Speicher um satte 100 MHz angehoben. Schon mit der werksseitigen Übertaktung sollte die Karte im Revier weit teurerer Grafikkarten wildern. Allerdings ist bei den genannten Taktraten noch nicht Schluss, Sapphire spendiert der Grafikkarte ein massiv verbessertes PCB und eine der größten Custom-Kühllösung, die in dieser Preisklasse zu haben ist. Mit knapp 31 cm Länge passt die Grafikkarte nur in größere Gehäuse.
Wie gut sich der massive Kühler schlägt und ob sich die Grafikkarte ebenso gut übertakten lässt, zeigen wir in den Lautstärkemessungen im hinteren Teil. Die Sapphire Toxic ist gleichzeitig eine der teuersten R9 270X, sie ist aktuell für etwas mehr als 190 Euro zu bekommen.



Die Testkandidaten im Detail

Modellbezeichnung: Zotac Geforce GTX
750 Ti
HIS Radeon R9 270 IceQ X² Turbo AMD Radeon R9 270X Sapphire Radeon R9 270X Toxic
Chipbezeichnung*: GM107-400-A2 Curacao Pro Curacao XT Curacao XT
Shadereinheiten /TMUs / ROPs*: 640 / 40 / 16 1280 / 80 / 32 1280 / 80 / 32 1280 / 80 / 32
Transistoren/ Die-Größe*: 1,87 Mio. / 148 mm² 2,80 Mio. / 212 mm² 2,80 Mio. / 212 mm² 2,80 Mio. / 212 mm²
Herstellungsprozess*: 28 nm 28 nm 28 nm 28 nm
Speichergröße/-art*:
2 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5
Speicherinterface*: 128 bit 256 bit 256 bit 256 bit
Chiptakt(Boost)/ Speichertakt (MHz)*:
1046 (1124) / 1350 950 (975) / 1400 1000 (1050) / 1400 1100 (1150) / 1500
Leistungsaufnahme (TDP)*:
60 W 150 W 180 W 185 W
DirectX*: 11.0 11.1 11.1 11.1
Abmessungen(LxBxH): 203x100x35 mm 224x100x37 mm -/- 305x108x43 mm
Preis: ca. 130€ ca. 150€ -/- ca. 190€
Preisvergleich: Geizhals-Deutschland Geizhals-Deutschland -/- Geizhals-Deutschland
* Herstellerangabe






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Sapphire R9 270X Toxic

Die Sapphire Toxic erreichte uns eingepackt in einem großen Hochglanz-Karton. Die lange Grafikkarte ist sicher in einer elektrostatischen Tüte verpackt, welche in einem Mantel aus Schaumstoff gehüllt ist.
Sapphire verkauft seine Grafikkarten normalerweise in zwei Versionen: Lite Retail und Full Retail. Die Sapphire Toxic ist nur in der Full Retail-Version erhältlich, entsprechend üppig fällt der Lieferumfang aus:
  • 1x HDMI-Kabel
  • 1x Crossfire-Bridge
  • 1x DVI-VGA Adapter
  • 2x Molex zu 6 Pin PCI-E Stromstecker
  • Treiber-CD inklusive Sapphire-Aufkleber für das Gehäuse
  • ein kleines Handbuch(Quick Installation Guide)
  • ein Faltblatt zur Registrierung bei Sapphire


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Als die Grafikkarte aus der Verpackung befreit worden ist, fällt sofort das hohe Gewicht von ziemlich genau einem Kilogramm auf, zudem ist die Grafikkarte mit ihrer Länge von fast 31 cm ein eindrucksvolles Stück Technik.
Auf dieser Länge lassen sich problemlos ganze drei Lüfter unterbringen, Sapphire setzt hier auf zwei 92 mm und einen 80 mm Axial-Lüfter.
An der Slotblende befinden sich zwei DVI-Ausgänge, zudem ein HDMI und ein Display-Port Ausgang.


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Sapphire hat der Toxic einige Gadgets spendiert: Mit den beiden 6-Pin Stromanschlüssen kann die Grafikkarte so maximal 225 Watt aufnehmen, das sollte problemlos ausreichen. Die Stecker zeigen zur Oberseite der Karte, was angesichts der Kartenlänge als vernünftig einzuordnen ist.
Die Sapphire R9 270X Toxic besitzt zwei Crossfire-Anschlüsse, so ließe sich theoretisch ein Triple-Crossfire realisieren. Neben diesen Verbindungen befindet sich ein Schalter. Die Grafikkarte verfügt über ein Dual-Bios, einmal ein UEFI und ein non-UEFI Bios, die man mit Hilfe dieses Schalters wechseln kann. Das Sapphire-Logo ist in einem dezenten Gelbton beleuchtet.


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Schauen wir uns nun die Rückseite der Karte an: Sapphire installierte eine stabile Backplate, damit die Grafikkarte aufgrund ihrer Länge und des massiven Kühlapparats nicht im Gehäuse durchhängt. Als Kühlplatte sollte diese allerdings nicht verstanden werde, wenngleich diese im Bereich der Spannungswandler sehr warm wurde.
Am hinteren Teil der Karte befindet sich eine Reihe von LEDs, die die Temperatur der Karte anzeigen. Diese leuchten sehr hell in einem Blauton.

An dieser Stelle müssen wir etwas anmerken: Unser Testmuster hat schon eine lange Reise durch einige andere Redaktionen hinter sich, entsprechend fällt auch ihr Zustand aus. Liebe Kollegen, bitte geht etwas sorgfältiger mit euren Testmustern um!

Interessiert hat uns natürlich auch die Kühllösung, sodass wir diese zur Analyse demontierten. Der Grafikchip wird von einer massiven Kupferplatte mit dem Kühler verbunden, auch die Speicherbausteine haben direkten Kontakt zum Kühler. Leider wurden die Spannungswandler hierbei etwas vernachlässigt, diese müssen mit einem kleinen Passivkühler auskommen. Immerhin liegen diese im Luftstrom der Lüfter. Die Kühlfläche wird mit Hilfe von drei Heatpipes vergrößert, die mittlere Heatpipe ist mit ca. 10 mm Durchmesser als massiv zu bezeichnen.




Im Vergleich zu einer Referenzkarte hat Sapphire das PCB massiv umgebaut und verbessert, so fällt zum Beispiel die Spannungsversorgung wesentlich besser aus. Diese besteht aus 6+1 Phasen, sechs Phasen sind hierbei für den Grafikchip zuständig, eine Phase für den Speicher. Ob sich dieser Aufwand auch auf die Übertaktungsergebnisse auswirkt, klären wir im hinteren Teil des Tests.Sapphire verbaut Speicherbausteine von Hynix. Normalerweise befinden sich Bausteine von Elpida auf den AMD-Grafikkarten, wir halten Hynix allerdings für hochwertiger, da diese Speicher höhere Taktraten erreichen.


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HIS R9 270 iPower IceQ X² Turbo Boost Clock

Unser Exemplar der HIS R9 270 kommt aus dem freien Handel. Der Karton ist etwas kleiner als bei der Sapphire Toxic und wirbt mit allerlei Features, auf die wir im Test noch genauer eingehen werden.
Das Innere des Kartons ist genau wie bei Sapphire aufgebaut, die Grafikkarte ist in einer Antistatik-Tüte eingepackt und steckt in einer Schaumstoff-Hülle. Der Lieferumfang fällt vergleichsweise knapp aus:
  • 1x Crossfire-Bridge
  • 1x DVI-VGA Adapter
  • eine Pappverpackung in der die folgenden Teile sauber sortiert sind
  • Quick Installation Guide
  • Treiber-CD
  • ein kleiner Aufkleber für das Gehäuse


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Die Grafikkarte passt mit einer Länge von ca. 22 cm problemlos in alle normalen Gehäuse. Eine Backplate fehlt, außerdem besteht die Hülle des Kühlkörpers aus Plastik, hier macht sich der Kostendruck bemerkbar. Allerdings ist die Karte dadurch auch sehr leicht und handlich.
An der Slotblende befinden sich neben einem DVI und einem HDMI-Ausgang noch zwei mini Display-Port Anschlüsse. Entsprechende Adapter fehlen allerdings im Lieferumfang der Karte.




Die Abwärme des Grafikchips wird mit Hilfe von drei Heatpipes abgeführt, der Kühlkörper wird mit Hilfe von zwei 80 mm Axial-Lüftern gekühlt. Die Plastikabdeckung der Grafikkarte kann die Abwärme erstaunlich gut aus dem Gehäuse leiten, ein großer Teil der warmen Luft fließt aus den Kühlschlitzen des Slotblechs. Leider steht die Plastikabdeckung im hinteren Teil der Karte etwas über, hier hätte man noch etwas an Länge einsparen können.


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Der 6-Pin Stromanschluss zeigt auf die Rückseite der Karte, hier revidiert sich die Kritik der überstehenden Plastikabdeckung des Kühlers etwas, da auch der Stromstecker ein wenig Platz benötigt.
Die Rückseite der Karte wird nicht durch eine Backplate geschützt oder stabilisiert, die halten wir aufgrund der Länge der Karte aber auch nicht für notwendig. Auf der Oberseite der Karte befindet sich ein Anschluss für die Crossfire-Bridge, so ließ sich die HIS mit der Sapphire im Crossfire-Verbund betreiben.




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Zotac Geforce GTX 750 Ti OC

Die Zotac GTX 750 Ti OC kommt im kleinsten Karton daher. Die Grafikkarte ist in einer Antistatik-Tüte eingepackt und mit Pappe im Karton fixiert worden. Den Lieferumfang kann man als üppig bezeichnen:
  • 1x DVI-VGA Adapter
  • 1x Doppel-Molex zu 6-Pin PCI-E Stromstecker
  • Treiber-CD inklusive großen Zotac-Aufkleber für das Gehäuse
  • ein Handbuch
  • ein Quick Installation Guide


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Mit einer Länge von ca. 20 cm ist die GTX 750 Ti die kürzeste Grafikkarte in diesem Testfeld. Trotzdem ist sie im Vergleich mit anderen Herstellerkarten sogar als lang zu bezeichnen, die Referenzplatine fällt noch deutlich kürzer aus. Am Slotblech befinden sich zwei DVI-Ausgänge, des Weiteren befinden sich dort noch ein HDMI-Anschluss und ein Display-Port Ausgang.




Zotac setzt auf ein Doppellüfter-Design, die Referenzkarte der Geforce GTX 750 Ti muss mit einem Lüfter auskommen. Die beiden Axial-Lüfter haben einen Durchmesser von 75 mm. Nicht auf dem Bild zu sehen ist, dass Zotac sogar eine Heatpipe in dem Kühlkörper verbaut. Diese verteilt die Wärme allerdings nur auf der Länge des Kühlkörpers.
Die Abdeckung des Kühlers sieht zwar schnittig aus, steht am hinteren Teil der Grafikkarte allerdings ein paar Zentimeter über, hier würde wertvoller Platz in kleinen ITX-Gehäusen verschwendet werden. Die GTX 750 Ti würde theoretisch SLI unterstützen, dies ist von Nvidia aber bisher noch nicht im Treiber integriert worden.


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Die Karte besitzt einen 6-Pin Stromanschluss, dieser wird von oben angeschlossen.
Auf der Rückseite der Karte gibt es ein paar Besonderheiten: So gibt es für Kühler insgesamt acht Bohrungen, auch wenn diese Version nur die äußeren Löcher nutzt. Ist dies eventuell ein Hinweis auf passiv gekühlte Versionen?
Auf der Rückseite wäre noch Platz für zusätzliche Speicherbausteine gewesen, welche allerdings nicht genutzt werden. Die damit verfügbaren 4 GB GDDR5 Speicher wären angesichts der zu erwartenden Leistung des Grafikchips auch massig übertrieben gewesen.
Leider erlaubte uns Zotac nicht, den Kühler von der Platine zu entfernen, diese Bilder müssen wir euch daher schuldig bleiben. Allerdings befindet sich schon eine weitere GTX 750 Ti in unserem Testlabor, bei der wir entsprechende Bilder nachreichen werden!





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Testergebnisse und Testumgebung

Alle Grafikkarten werden in einem offenen Testaufbau auf Performance, Leistungsaufnahme, Temperaturen sowie Lautstärke getestet. Es wurden die jeweils aktuellen Treiber von AMD (Catalyst 13.12) und Nvidia (Forceware 335.23) verwendet.




Das Testsystem im Überblick

CPU: Intel Core i5-3470 @ 4,0 GHz
CPU-Kühler: Scythe Mugen 4 PCGH-Edition
Mainboard: Asrock Z77 Extreme4
Arbeitsspeicher: 2x 4GB G.Skill Sniper DDR3-1600 CL9-9-9-24
Grafikkarte: siehe Test
SSD / Festplatte:
Samsung 840 Evo 500GB
Netzteil: Seasonic X850
Bildschirm:
BenQ G2220HD
Sonstige Hardware:
Asus Xonar DGX


Die CPU konnte mit Hilfe des Z77-Mainboards etwas übertaktet werden und ist stark genug für alle aktuellen Grafikkarten. Das Mainboard unterstützt auch SLI und Crossfire, sodass wir diese Möglichkeiten nutzen werden.

Als Schallpegel-Messgerät setzen wir ein Voltcraft SL-100 ein, welches den Schalldruck ab 30 dB(A) misst. Die Lautstärke wird aus einer Entfernung von 50 cm zur Quelle gemessen.

Als Energiekosten-Messgerät kommt ein Profitec KD302 zum Einsatz, die angegebenen Werte stammen also aus der Steckdose. Für den realen Stromverbrauch einer Komponente, müsste noch der Wirkungsgrad des Netzteils einberechnet werden.




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Overclocking

Mittlerweile hat fast jeder Customhersteller ein eigenes Overclocking-Programm entwickelt. Das bekannteste dürfte der MSI Afterburner sein, aber auch Sapphire, HIS und Zotac haben eigene Programme entworfen. Besonders gefallen haben uns die Programme von Sapphire und Zotac, weswegen wir diese Anwendungen für unsere Übertaktungstests verwendeten.
Vorab möchten wir anmerken, dass jeder Grafikchip ein Unikat ist und das Übertaktungspotential jeder Karte unterschiedlich ist. Es könnte sein, dass baugleiche Grafikkarten ein deutlich besseres oder schlechteres Übertaktungspotential aufweisen.


Übertaktung der HIS R9 270


Das Übertaktungsprogramm von Sapphire lässt sich auch mit Grafikkarten von anderen Herstellern nutzen. Da uns die Anwendung von HIS nicht zusagte, haben wir die Übertaktung der Karte mit dem Programm Sapphire Trixx vorgenommen. Die HIS R9 270 taktet mit maximal 975 MHz Chiptakt und 1400 MHz Speichertakt. Diese stabilen Taktraten konnten wir mit unseren Exemplar erreichen:




Das Übertaktungspotential der Radeon R9 270 ist ordentlich, maximal 1100 MHz Chiptakt (+ 13 %) und 1550 MHz Speichertakt (+ 11 %) waren möglich. Unsere Sorgen bezüglich der knappen Stromversorgung waren damit unbegründet, die Karte ließ sich gut übertakten.
Sogar die Voltage des Grafikchips konnten wir von normalen 1,187 V auf maximal 1,300 V setzen, dies haben wir allerdings aus Rücksicht auf die Lebensdauer der Komponenten unterlassen.


Übertaktung der Sapphire R9 270X Toxic


Die Taktraten der Sapphire Toxic liegen mit 1150 MHz Chiptakt und 1500 MHz Speichertakt schon sehr hoch für diesen Grafikchip, sie ist eine der am stärksten übertakteten Custom-Modelle. Mit dem Programm Sapphire Trixx konnten wir folgende Taktraten erreichen:




Angesichts des Aufwands den Sapphire mit der modifizierten Platine betreibt, fällt das Übertaktungspotential etwas enttäuschend aus. Der Grafikchip ließ sich auf 1195 MHz übertakten (+ 4%), der Speicher erreichte stabile 1620 MHz (+ 8 %). Erschwerend kommt noch hinzu, dass die GPU-Voltage nicht angehoben werden kann - diese liegt mit 1,219 V schon am Maximum. Von einem Modell, das an Übertakter gerichtet ist hätten wir hier mehr erwartet.
Die Taktraten liegen jedoch deutlich über der HIS R9 270 (+9 % / +5 %) und noch deutlicher über einer R9 270X mit Standardtaktraten (+14 % / +16 %), weswegen unser Exemplar eine der schnellsten erhältlichen R9 270X sein dürfte.



Übertaktung der Zotac GTX 750 Ti


Schon die normalen Taktraten fallen etwas höher aus als von Zotac versprochen. Die Karte boostet in Spielen auf 1162 MHz, während 1124 MHz versprochen wurden. Schauen wir nun, welche Taktraten die kleine Karte erreicht. Dazu haben wir das Hauseigene Programm Zotac Firestorm verwendet:




Was für eine Überraschung! Dass sich die neue Maxwell-Generation gut übertakten lässt, haben wir schon aus anderen Quellen erfahren können, aber dieses Ergebnis überraschte uns dann doch. Satte 1315 MHz Chiptakt (+ 26 %) und 1620 MHz Speichertakt (+ 20 %) erreichte unser Exemplar. Ob uns Zotac hier ein besonders gutes Exemplar zugeschickt hat, können wir natürlich nicht nachprüfen, das Ergebnis ist dennoch hervorragend. Die Karte boostet in Spielen sogar auf 1432 MHz, einzig im 3DMark Firestrike fielen die Taktraten auf knappe 1400 MHz. Dies ist ein hervorragendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass wir das Powertarget nicht anheben konnten.
Die GPU-Voltage ließ sich im Zotac Firestorm freischalten, aber eine Erhöhung von 1,200 V auf maximal 1,213 V halten wir nicht für nennenswert.




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Spielebenchmarks Teil 1

Nun genug der Theorie, wie schlagen sich die Karten in der Praxis? Dazu haben wir die Testkandidaten durch acht Spiele und Benchmarks gejagt, mit zum Teil überraschenden Ergebnissen und Problemen. Der Übersichtlichkeit halber haben wir die Benchmarks auf zwei Seiten aufgeteilt.
Alle Spiele wurden mit den maximal möglichen Details getestet, inklusive Anti-Aliasing und Anisotropischer Filterung.


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FPS = mehr ist besser

Thief ist solch ein problematischer Fall. Das Spiel ist brandneu auf dem Markt, da kann es hinsichtlich der Treiber schon einmal hapern. Crossfire funktionierte leider nicht, weswegen sich das System im Mittelfeld des Vergleichs wiederfindet. Auch mit Mantle gibt es noch Probleme, weswegen wir auf diesen Test vorerst noch verzichten werden.
Erwartungsgemäß liegen die Grafikkarten von AMD deutlich vor der GTX 750 Ti, diese kann aber aufgrund des hohen Overclockings viel Boden gut machen.


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FPS = mehr ist besser

Bei Battlefield 4 sieht die Situation mit den Treibern schon besser aus, auch wenn sich das Spiel mit Mantle leider noch nicht benchen lassen will. Das Crossfire-System kann sich sehr gut von den restlichen Testkandidaten absetzen, auch die GTX 750 Ti schlägt sich relativ gut.


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FPS = mehr ist besser

Hitman: Absolution liegt den Grafikkarten von AMD sehr gut, auch das Crossfire-System kann sich deutlich absetzen.


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FPS = mehr ist besser

Risen 2 machte leider ein paar Probleme, das Spiel wollte mit den übertakteten Versionen der Sapphire und der HIS nicht mehr starten, sodass wir diese Werte leider nicht ermitteln konnten.
Das Spiel zeigte ein eigenartiges Verhalten hinsichtlich der Konfigurationen. Das Crossfire-System kann sich kaum von den restlichen Grafikkarten absetzen.


Weitere Tests folgen auf der nächsten Seite.



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Spielebenchmarks Teil 2

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FPS = mehr ist besser

Das Spiel ist Mitglied im Gaming Envolved Programm von AMD, daher könnte man davon ausgehen, dass dieses Spiel auf genannten Grafikkarten richtig gut laufen sollte.
Falsch gedacht, die GTX 750 Ti setzt sich völlig überraschend selbst gegen die Sapphire R9 270X Toxic durch!



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FPS = mehr ist besser

Far Cry 3 sorgt hier für keine Überraschungen, das Crossfire-System skaliert sehr gut und die Rangfolge der restlichen Grafikkarten überrascht nicht.



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FPS = mehr ist besser

Der 3DMark Firestrike zeigt das Potential der GTX 750 Ti auf, diese kann mit ihrer hohen Übertaktung einer R9 270 gefährlich werden.



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FPS = mehr ist besser

Im Heaven-Benchmark geht es sehr knapp zu, die GTX 750 Ti rückt der R9 270 auf die Pelle, welche wiederum der R9 270X gefährlich nahe kommt.


Das Fazit und einen Performance-Index seht ihr auf der nächsten Seite.





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Performance-Index

Nachdem nun eine größere Anzahl an aktuellen Spielen und Benchmarks getestet wurde, ist es nun an der Zeit diese Ergebnisse in einem Index zusammen zu fassen.




Die HIS R9 270 mit Standardtaktraten wurde in jeden Spiel als Referenz genommen, so kommt die Karte im Vergleich auf 100 Prozent. Mit dem Overclocking kann die Karte immerhin um fast 9 % zulegen, erreicht aber nicht die Sapphire R9 270X Toxic.
Diese liegt schon mit den Standardtaktraten um ca. 15 % vor der HIS R9 270, mit Overclocking übertrifft sie diese sogar um fast 20 %. Die Zotac GTX 750 Ti erreicht wenig überraschend die niedrigsten Prozentzahlen, sie liegt ca.20 % hinter der HIS. Aufgrund der sehr guten Overclocking-Eigenschaften kann es die GTX 750 Ti jedoch fast mit der HIS R9 270 aufnehmen.
Das Crossfire-Gespann kann sich deutlich absetzen. Wenn man sich andere Tests und Benchmarks anschaut, kann es das Gespann mit einer R9 290 oder einer GTX 780 aufnehmen, bei einem wesentlich geringeren Preis!
Wer ein Crossfire-taugliches Mainboard und ein gutes Netzteil besitzt, kann hier ein gutes Schnäppchen machen. Mikroruckler haben wir nur unterhalb von 40 fps bemerkt, aber diese Einschätzung ist immer subjektiv.





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Temperaturen

Alle Temperaturwerte wurden im offenen Aufbau vorgenommen. In Gehäusen mit einem guten Airflow können daher noch bessere Werte zustande kommen, Gehäuse mit wenig Gehäuselüftern dürften die getesteten Werte aber eher nicht erreichen.




Alle Grafikkarten liegen absolut im grünen Bereich. Die übertakteten Karten wurden hier nicht berücksichtigt, da die Übertaktung keine Auswirkungen auf die Taktraten im idle haben. Alle Grafikkarten takten sich massiv herunter um Strom zu sparen.




Als Spiel wurde das etwas weniger anspruchsvolle TrackMania² Stadium gewählt. Alle Grafikkarten wurden 15 Minuten lang belastet, bis sich die Temperaturen eingependelt hatten.
Auch in diesem Szenario liegen alle Temperaturen vollkommen im grünen Bereich, Sorgen sollte man sich erst jenseits der 80 Grad-Grenze machen.
Die Sapphire profitiert von dem sehr großen Kühler, auch das Overclocking hatte hier keine Auswirkungen. Die Grafikkarten von HIS und Zotac liegen nur wenige Grad über der Sapphire, auch hier hatte das Overclocking nur wenige Auswirkungen auf die Temperaturwerte.




Der Furmark stellt einen Extremfall für die Kühlung einer Grafikkarte dar. Diese Belastung wird im Normalfall nie vorkommen, man kann die Schwächen einer Kühlung auf diesem Wege sehr gut erkennen.
Zunächst verwundern die geringen Temperaturwerte der Zotac, diese unterscheiden sich kaum von dem Spieleszenario. Die Grafikkarte läuft hier leider extrem in das Powerlimit, sodass sich diese stark drosselte, im übertakteten Fall um ca. 300 MHz!
Beide Grafikkarten von AMD hielten ihren Turbotakt, sodass die Werte besser mit dem vorherigen Szenario vergleichbar sind. Die Sapphire hat aufgrund ihres riesigen Kühlers etwas mehr Reserven, jedoch liegen beide Karten noch im grünen Bereich was die Temperaturen anbelangt.




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Lautstärke/Stromverbrauch

Die Lautstärke wurde im offenen Testaufbau gemessen, im geschlossenen Gehäuse sollten die Grafikkarten noch etwas leiser sein.




Die Zotac GTX 750 Ti bleibt im idle angenehm leise und ist nur mit Mühe aus dem schon sehr leisen Testsystem heraus zu hören. Die drei Lüfter der Sapphire Toxic machen sich im Leerlauf bemerkbar, diese pusten schon hörbar vor sich hin. Neuere Versionen mit dem Tri-X Kühler schalten im idle zwei der drei Lüfter ab, was für eine deutliche Geräuschreduzierung sorgen sollte.
Die HIS ist die lauteste Karte im idle, leider machen die Lüfter mit deutlich hörbaren Lagergeräuschen auf sich aufmerksam.




Auch hier zeigt sich das gleiche Bild. Die GTX 750 Ti von Zotac bleibt sehr leise, ebenso in der übertakteten Version. Die drei Lüfter der Sapphire nehmen ihren Job etwas zu ernst, sodass die Karte unnötig laut wird.
Die Lüfter der HIS drehen noch weiter auf, verstärkt durch die Lagergeräusche ist die Karte leider nicht mehr als relativ leise einzustufen.




Auch wenn dieses Lastszenario vermutlich nie eintreffen wird, zeigt es doch deutlich die Unterschiede in der Kühlung. Die Zotac bleibt weiterhin erfreulich leise, angesichts der Temperaturen kann die Karte sogar mit der idle-Drehzahl betrieben werden. Auch wenn die Geräuschkulisse immer subjektiv ist, würden wir der Karte das Prädikat "Silenttauglich" vergeben.
Die Lüftersteuerung der Sapphire ist unserer Meinung nach zu aggressiv eingestellt, mit einer angepassten Lüfterkurve erhält man aber eine durchaus leise Grafikkarte.
Unser Exemplar der HIS R9 270 fiel mit den Lagergeräuschen der Lüfter auf, diese ratterten und klackerten sehr laut. Ob dies bei allen Karten der Baureihe so vorkommt, können wir nicht überprüfen, aktuell können wir diese Grafikkarte jedoch nicht als "leise" einschätzen.

Die nachfolgenden Angaben wurden einem Energiekosten-Messgerät an der Steckdose entnommen. Der reale Wert dürfte demnach noch etwas niedriger sein.




Es verwundert nicht, dass die Grafikkarten einen höheren Stromverbrauch haben als das System ohne externe Grafikkarte. Allerdings macht sich hier die aufwendige Platine der Sapphire bemerkbar, diese benötigt deutlich mehr Strom als die kleinere HIS.
Bei dem Crossfire-System haben wir angemerkt, dass das ULPS abgeschaltet ist. ULPS bedeutet "Ultra-Low Power State", hierbei wird im idle die zweite Grafikkarte abgeschaltet, sodass das Crossfire System fast auf die Stromverbräuche der Einzelkarten kommt. Wenn man allerdings die Taktraten der Karten ändern möchte, verweist uns das Übertaktungsprogramm auf das ULPS, wir mussten es daher abschalten.




In diesem Szenario kann man die deutlichen Unterschiede der einzelnen Konfigurationen sehen. Die Zotac bleibt erfreulich sparsam, dies ist eine der Stärken der neuen Maxwell-Architektur.
Die beiden AMD-Grafikkarten haben eine deutlich höhere Leistungsaufnahme, wobei die Sapphire aufgrund ihrer höheren Taktraten, sowie der höheren GPU-Voltage hier etwas über der HIS liegt.
Das Crossfire-System bleibt angenehm sparsam, wenn man bedenkt, dass hier zwei Grafikkarten arbeiten. Schon ein gutes 500 Watt Netzteil würde hier im optimalen Effizienzbereich arbeiten.




Im Furmark ist die Leistungsaufnahme noch einmal deutlich höher. Man sieht, dass die Zotac hier im Powerlimit liegt, selbst die übertaktete Version kann sich kaum von de normalen Version absetzen.
Die beiden AMD-Grafikkarten erreichen eine wesentlich höhere Leistungsaufnahme, wobei wir hier insgesamt noch von relativ genügsamen Grafikkarten sprechen. Dies zeigt jedoch das Potential der neuen Maxwell-Generation!
Das Crossfire-System kommt in unserem Test auf knapp 400 Watt Leistungsaufnahme, so lässt sich unser Testsystem problemlos von einem Multi-GPU tauglichen Netzteilen wie dem Be Quiet! Dark Power Pro P10 oder dem Enermax Platimax betreiben. Wir hätten hier vor dem Test mit einem deutlich höheren Stromverbrauch gerechnet, sodass wir positiv überrascht worden sind.


Unser Hinweis

Sapphire, HIS und Zotac haben auf ihren Produktverpackungen empfohlene Leistungsangaben zum Netzteil gemacht. Zotac empfiehlt für eine GTX 750 Ti ein 400 Watt Netzteil oder größer, HIS und Sapphire sprechen sogar von 500 Watt Netzteilen.
Hier müssen wir etwas beschwichtigen, diese Angaben gelten nur für billige und veraltete Netzteile die oft nicht das leisten was auf der Verpackung steht. Wir empfehlen in dem Falle einen Neukauf des Netzteils, niemanden ist geholfen wenn das Billig-Netzteil die schöne neue Grafikkarte in den Tod reißt. Gute Markennetzeile, die mit einer der genannten Grafikkarten problemlos zurecht kommen, gibt es schon ab etwa 40 Euro.




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Der etwas andere Umbau

Nachdem die HIS R9 270 des Redakteurs hinsichtlich der Lautstärke der Lüfter nicht überzeugen konnte, packte ihn die Bastel-Leidenschaft. Das nicht ganz ernst gemeinte Ergebnis seht ihr nunzwinkern

Vorab eine Warnung für diejenigen die dieses Experiment wiederholen wollen:

Alle arbeiten geschehen auf eigene Gefahr, Tech-Review übernimmt keinerlei Haftung für entstandene Schäden!


Des Weiteren geht die Garantie der Grafikkarte bei einem Kühlerwechsel verloren, einige Hersteller machen jedoch auch Ausnahmen. Informiert euch daher vorher über die Garantiebestimmungen eurer Grafikkarte!

Zuerst noch einmal das Bild von der Grafikkarte im Originalzustand:




Der Kühler lässt sich einfach abnehmen, dazu müssen nur vier Schrauben auf der Rückseite entfernt werden. Da die Speicherbausteine der Karte nicht gekühlt werden, lässt sich der Kühler dann problemlos demontieren. So präsentiert sich dann das Ergebnis:


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Der Grafikchip wird mit einer großen Kupferplatte mit dem restlichen Kühler verbunden. Leider ertränkte HIS den Grafikchip in Wärmeleitpaste, die Menge hätte auch für drei Grafikkarten gereicht.
Auf der Platine wäre noch Platz für einen VGA-Ausgang gewesen, HIS verzichtete auf diesen zugunsten einer besseren Wärmeableitung aus dem Gehäuse. Der Grafikchip wird von einer fünf-phasigen Spannungsversorgung bespeist, für den Speicher sind zwei Phasen vorgesehen. Die Speicherchips stammen von Elpida, das entspricht der Basisausstattung für R9 270(X) Grafikkarten. Sapphire verbaute auf der Toxic höherwertigeren Hynix Speicher.

Zurück zum Kühler: Um die Lüfter mit den Kühlkörpern zu trennen, müssen weitere vier Schrauben entfernt werden.


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So präsentiert sich nun der Kühler, die Plastikabdeckung plus die beiden 80 mm Lüfter werden in Rente geschickt.
Der Kühlkörper wird nun wieder auf der Grafikkarte montiert, dieser ist mit drei Heatpipes und einer flachen Oberfläche stark genug für die R9 270.
Bevor der Kühler anschließend montiert wird, sollte man die alte Wärmeleitpaste entfernen. Dieses gestaltete sich beim Grafikchip als schwierig heraus, die Oberfläche des Chips konnte zumindest befreit werden. Mit dem Auftragen der neuen Wärmeleitpaste sollte man behutsam umgehen, diese sollte den Grafikchip nur hauchdünn bedecken.




Natürlich benötigt der Kühlkörper noch einen Lüfter. Leider befinden sich keine zwei 80 mm Lüfter im Besitz des Redakteurs, diese hätten perfekt auf den Kühler gepasst. Zwei 120 mm Lüfter waren leider zu groß, ein älterer 140 mm Lüfter passte jedoch ganz gut, in dem Beispiel handelt es sich um einen Be Quiet! Silent Wings 2 mit einer Drehzahl von 1000 U/Min.
Die abstehenden Ecken des Lüfters eignen sich hervorragend, um dort Kabelbinder zu befestigen und zu fixieren. Die alten Bohrungen des Kühlkörpers passen natürlich nicht mehr, diese lassen sich aber zum Teil hervorragend als Fixierungspunkte nutzen. Mit etwas Bastelarbeit hält der Lüfter perfekt auf dem Kühlkörper, hier ist allerdings etwas handwerkliches Geschick gefragt.




So sieht die Karte nun aus, der Lüfter steht zwar deutlich über, passt aber noch in jedes normale Gehäuse. Der Lüfter wird entweder an das Mainboard angeschlossen, oder wie im konkreten Fall an eine Lüftersteuerung.

Schauen wir nun, wie sich die neue Kühlung im Praxistest schlägt: Der Lüfter wurde für die Tests mit 7 V und 12 V betrieben, die Grafikkarte dabei wie in den vorherigen Tests übertaktet.




Die Temperaturen liegen im grünen Bereich, bei einer Spannung von 12 V kann sich der Kühler etwas von der ursprünglichen Kühlung absetzen.




Die Lautstärke kann hier voll überzeugen, dies liegt an dem hochwertigen und entkoppelten Be Quiet! Lüfter. Bei einer Spannung von 7 V kann man den Lüfter kaum aus dem Testsystem heraus hören, auch bei einer Spannung von 12 V bleibt der Lüfter angenehm leise. Die Standard-Kühllösung kann hier nicht mithalten.

Insgesamt war der Umbau hinsichtlich der kritisierten Lautstärke ein voller Erfolg. Der Umbau ist für geübte Schrauber absolut machbar, allen anderen empfehlen wir eine schon serienmäßig leise Grafikkarte.




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Fazit

Auf den ersten zwei Seiten dieses Tests haben wir für alle Testkandidaten eine Prognose gewagt: Die Zotac GTX 750 Ti als kleine sparsame Karte für den HTPC, die HIS R9 270 als Brot-und Butter-Modell mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis und die Sapphire R9 270X als übertaktungsfreudiges Flaggschiff der Mittelklasse. Sind diese Einschätzungen nun eingetreten? Nicht ganz!
Die Zotac GTX 750 Ti überraschte uns positiv mit dem extrem hohen Overclocking-Potential, damit machte sie sogar der HIS R9 270 Konkurrenz. Die HIS präsentierte sich ebenfalls mit einem ordentlichen Übertaktungspotential, das gute Preis-/Leistungsverhältnis kann die Karte einhalten. Einzig die Lautstärke der Grafikkarte ist zu kritisieren. Die Sapphire R9 270X Toxic beeindruckte mit ihrem sehr großen Kühler, der für sehr gute Temperaturwerte sorgte. Mit ihren hohen Taktraten konnte sich die Grafikkarte deutlich von einer normalen R9 270 absetzen. Einzig das geringe Übertaktungspotential enttäuschte etwas.



Zotac GTX 750 Ti OC

Die kleine Grafikkarte hat uns beeindruckt, die Leistungswerte sind ordentlich, der Kühler sehr leise und die Leistungsaufnahme gering. Insbesondere das Übertaktungspotential hat uns überrascht, so konnte die GTX 750 Ti fast auf die R9 270 aufschließen.
Kritisieren können wir nur die Abdeckung des Kühlers, der die Karte unnötig verlängert - dies könnte in kleinen ITX-Gehäusen problematisch werden. Mit einem Preis von ca. 130 Euro ist sie uns noch ein wenig zu teuer, hier hat die Konkurrenz von AMD ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.



  • geringes Gewicht, geringe Abmessungen
  • leiser Kühler
  • niedrige Temperaturen
  • ordentliche Spieleperformance
  • Übertaktungspotential
  • geringe Leistungsaufnahme



  • Kühler unnötig lang


    Awards:


    Links zum Produkt:



    HIS Radeon R9 270 iPower IceQ X² Turbo Boost Clock

    HIS hat eine solide Grafikkarte auf die Beine gestellt. Die R9 270 besitzt eine ordentliche Grundleistung, welche durch die guten Overclocking-Eigenschaften noch einmal verbessert werden. Die Temperaturwerte lagen allesamt im grünen Bereich und der Preis ist vergleichsweise günstig, angesichts der gebotenen Leistung.
    Den guten Gesamteindruck machen leider die lauten Lüfter zunichte, das Geräuschniveau ist für eine Mittelklasse-Grafikkarte inakzeptabel hoch.



  • geringe Abmessungen
  • gute Spieleperformance
  • Übertaktungspotential
  • Preis-/Leistungsverhältnis



  • sehr laute Lüfter
  • geringer Lieferumfang


    Awards:


    Links zum Produkt:


    Sapphire Radeon R9 270X Toxic

    Die Sapphire R9 270X Toxic wurde ihren Erwartungen insgesamt gerecht, sie erreichte sehr gute Temperaturwerte und sehr gute Performancewerte. Die Lüftersteuerung ist unserer Meinung nach aber etwas zu aggressiv eingestellt, was die Karte unnötig laut macht. Etwas enttäuscht waren wir von den Übertaktungsergebnissen, trotzdem kann die Grafikkarte insgesamt überzeugen. Der Spaß ist mit ca. 190 Euro allerdings nicht ganz billig.



  • Lieferumfang/Zubehör
  • viele Gadgets auf dem PCB
  • sehr gute Temperaturwerte
  • Spieleperformance



  • Abmessungen
  • Lüfter drehen unnötig schnell


    Awards:


    Links zum Produkt:



    Tipp der Redaktion

    Alle Grafikkarten konnten auf ihre Weise überzeugen, uns ist aber insbesondere die Performance des Crossfire-Systems aufgefallen. Zwei R9 270X ergeben grob gesagt eine R9 290! Wenn man sich einmal die Preise ansieht, liegen Grafikkarten mit einer vernünftigen Kühllösung bei ca. 400 Euro, zwei R9 270X kosten jedoch zwischen 300 und 350 Euro. Wen die Mikroruckler nicht stören und die technischen Voraussetzungen erfüllt sind (Crossfire-taugliches Mainboard, gutes Netzteil), kann hier ein echtes Schnäppchen machen.




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  • Hendrik Engelbertz


    gedruckt am 08.12.2019 - 04:40
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=16386