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Roundup: In-Ears unter 50 Euro
08.09.2011 - 08:00

Kopfhörer sind allgegenwärtig: Bei fast jedem Handy, bei jedem MP3-Player liegt ein Modell bei. Wie viel Geld in die Qualität dieser gesteckt wird, hängt vom Hersteller, seiner Erfahrung und seinem Geschäftsmodell ab. Dennoch sucht man nach beigelegten Kopfhörern hoher Qualität meist vergebens, weil im Endeffekt die Qualitäten des Geräts kaufentscheidend sind. An dieser Stelle wird also häufig gespart. Und das ist sparen an der falschen Stelle, zumindest aus Sicht des Kunden.
In diesem zweiteiligen Round-up wollen wir eine Marktübersicht über die Kopfhörer-Spezies der In-Ear-Kopfhörer geben. Professionelle Musiker setzen auf der Bühne auf diese Modelle, weil sie klein sind, leicht, und wegen ihrer Bauweise bestmöglichen Sound bieten - In-Ear-Monitoring ist ein großes Thema im Musikbusiness.

Wir befassen uns nicht mit solch kostspieligen Exemplaren, sondern steigen in dem Bereich ein, bei dem sich ein Aufrüsten von durchschnittlichen mitgelieferten Ohrhörern lohnt. Die Grenze nach oben: Jeder Ohrhörer in Teil 1 muss unter 50 Euro zu haben sein. Beim zweiten Teil wird dann verdoppelt: 100 Euro sind die Obergrenze.

Wir sind uns darüber bewusst, dass es beim Kauf nicht immer auf reine Klangqualität ankommt. Stimmen Zubehör, Haltbarkeit und Design, investieren die meisten Leser einmalig mehr in überdurchschnittliche Ohrhörer als die 20 Euro-Modelle im Monatstakt wechseln zu müssen. Wer aber all den "Schnickschnack" rund um die Ohrhörer nicht braucht, kann gleichen Klang zu halbem Preis erhalten.
Wir nehmen uns dieser Problematik an und versuchen Vorzüge und Nachteile einzelner Kopfhörer vorzustellen, ohne den Vergleich untereinander zu verlieren.





Danksagung

Wir bedanken uns bei allen Herstellern für die Vergabe der Samples an uns. Ohne diese Unterstützung hätte dieses Round-up nicht zustande kommen können.






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Die Technik hinter den In-Ear-Kopfhörern

Zu Beginn dieses Round-ups möchten wir, zumindest vereinfacht, noch einen kurzen Blick auf die Technik in den In-Ears werfen. Unsere Aufmerksamkeit gebührt nach einer Betrachtung der Bauarten zuerst einer elektromagnetischen Kraft, welche für die Funktion aller Lautsprecher von elementarer Bedeutung ist. Anschließend beschäftigen wir uns mit der am häufigsten verwendeten Bauweise der In-Ears.

Bei fast allen Exemplaren wird man die Angabe eines dynamischen Wandlers finden. Was bedeutet diese aber eigentlich? Allgemein wandelt ein Energiewandler eine Energieform in eine andere um. In unserem Fall wird elektrische Energie (z.B. vom MP3-Player) in kinetische Energie (Membranbewegung) umgewandelt. Dieser dynamische Wandler übernimmt die Transformation der elektrischen in die kinetische Energie, also Bewegungsenergie und somit Bewegung der Luft.

Im professionellen Bereich hingegen hat sich beim In-Ear-Bau sich die Bauweise "Balanced-Armature" (kurz: BA) fest etabliert, die dynamischen Modelle sind hier weniger zu finden. Übersetzt bedeutet "Balanced Armature" "ausgewogener Anker". Jene Bauweise ist komplexer als die eines Modells mit dynamischen Wandlers und daher auch kostspieliger. Der fundamentale Vorteil dieser Technik ist ihr höherer Wirkungsgrad und häufig authentischere Wiedergabe. Diese Bauform startet aber erst im dreistelligen Bereich und wird der Vollständigkeit halber hier nur kurz angesprochen. Ein Exemplar mit dieser Technik wird es im zweiten Teil des Roundup aber geben.

Die Funktion verschiedener Lautsprecher basiert auf der Lorentzkraft. Dies gehört zum Teilgebiet der Elektrodynamik in der Physik und besagt, dass ein elektromagnetisches Feld eine Kraft – die Lorentzkraft – auf eine Elektrizitätsmenge ausübt. Ein Magnet beeinflusst also elektrische Ladungen. Genau dies macht man sich beim Lautsprecher zunutze, um Ton zu erzeugen.

Nun kommen wir zu der spezifischen Technik, welche in allen unseren Testmodellen Verwendung fand, der des (elektro-)dynamischen Kopfhörers. Den Schall, welchen wir ja wünschen, entsteht durch Bewegung der Luft. Die Luft wird von der Kopfhörermembran in Schwingungen versetzt, was unsere Ohren wahrnehmen. Diese Membran ist direkt mit den sich bewegenden Spulen verbunden [s. Bild]. Im Lautsprecher findet ein Permanentmagnet, Schwingspule(n) und die eigentliche Membran Platz. Die stationären Magneten, grün im Bild, sorgen für ein gleichmäßiges Magnetfeld. Zum Betrieb wird Strom durch die Spule geschickt, welche sich genau im vom Permanentmagneten ausgelösten Magnetfeld befindet.

Für den Betrieb wird eine Wechselspannung angelegt, welche die Spulen im dauerhaften Magnetfeld durch die Lorentzkraft in Bewegung versetzt. Die Membran - unmittelbar mit der Spule verbunden - bewegt sich und versetzt die Luft in Schwingungen, wir haben Schall.
Die ausgegebenen Laute können nun durch unterschiedliche Spannungen verändert werden, weil sie die Wechselwirkungen zwischen Magnet und Spule beeinflussen.



Quelle: wikipedia.org



Leider verfügen aber unterschiedlich große Membranen über unterschiedliche Schwingeigenschaften. So bewegen sich große Membranen langsamer und sind prädestiniert für die Wiedergabe tiefer Bässe, während kleine, leichte Häute besser für schnelle Bewegungen und somit hohe Töne geeignet sind.
Platzbedingt ist es aber bei In-Ears nicht möglich, je einen Treiber für tiefe, mittige und hohe Töne zu verbauen, wie man es von großen Anlagen kennt. Bei manchen BA-Modellen im High-End-Bereich kommen aber auch zwei oder drei "Treiberchen" zum Einsatz. Durch die geringe notwendige Lautstärke, im Vergleich zu großen Anlagen, reicht aber ein Treiber, um tiefe, mittlere und hohe Frequenzen abzudecken.


Die Impedanz

Die Impedanz ist das Gegenstück zum bei Gleichstrom auftretenden Widerstand und befasst sich somit mit dem Wechselstromwiderstand. De facto wird der Eigenwiderstand der Spule eines Ohrhörers gemessen und in Ohm vom Hersteller angegeben, die anderen Widerstände im System (z.B. der Kabelwiderstand), sind marginal und werden nicht berücksichtigt.
Bei der kleinen Kopfhörerart sind Impedanzen zwischen 8 und 32 Ohm die Regel. Diese Angabe bezieht sich auf eine Frequenz (Spulen/Membran-Schwingungen pro Sekunde) von 1 kHz = 1000 Hz, denn die Impedanz ändert sich mit der Frequenz.
Wer nun hochwertige Hifi-Kopfhörer kennt, weiß, dass deren Impedanzen sich im Bereich von 50 bis über 600 Ohm bewegen. Ein solch hoher Widerstand würde die mobilen Geräte, an denen In-Ears eingesetzt werden, zu viel Strom kosten und die Akkulaufzeit somit stark verringern. Also haben höherohmige Kopfhörer einen höheren Stromverbrauch bei gleicher Lautheit. Ferner haben Kopfhörer höherer Impedanz eine geringere Maximallautstärke, welche durch den maximalen Strom erzeugt wird, welcher durch einen höheren Wechselstromwiderstand "gebremst" wird.
Hochohmige Lautsprecher haben aber natürlich nicht nur Nachteile. Ihr Vorteil liegt beim Klang. Durch ihre Bauweise erreichen sie ausgewogeneren Klang und können exaktere Ergebnisse abliefern.
Der Grund ist, dass bei Kopfhörern mit höherem Widerstand dünnerer Draht als Spule verwendet wird. Dadurch dass dieser dünner ist, kann durch ihn weniger Strom fließen, was den Widerstand erhöht. Der Vorteil des dünneren Drahtes ist, dass seine Masse bei gleicher Windungszahl um die Spule geringer ist und sich damit die Membran, welche in die Spule gekoppelt ist, leichter bewegen lässt. Somit lässt sich das Eingangssignal detaillierter darstellen.



Der Frequenzgang

Die Frequenz beschreibt, wie oft die Membran (bzw. die Spule) in der Lage ist, sich pro Sekunde zu bewegen. Hierbei werden oft Werte zwischen 4 und 25.000 Hz angegeben, was natürlich nur im Labor möglich ist. Kaum ein Audiosignal verfügt über derartig extreme Frequenzen, da sie das menschliche Gehör gar nicht wahrnehmen kann. Es reicht nur von etwa 35 bis 16000 Hz. Ältere Menschen hören die extremen Frequenzen oft nicht mehr, wohingegen junge Leute diese deutlich besser wahrnehmen.


Vor- und Nachteile der In-Ears

Der erste fundamentale Vorteil kann im Straßenverkehr ein No-Go sein. Die Umgebungsgeräusche werden ausgesprochen gut gedämpft. Wenn man konzentriert Musik lauschen will, möchte man nicht gestört werden. Die Gummikappe der Ohrhörer passt sich dem Gehörgang an und verschließt annähernd luftundurchlässig. Folglich kann nur noch wenig ungewollter Schall ins Ohr eindringen, der Hörer kann sich voll auf den Musikgenuss konzentrieren. Natürlich differiert die Qualität der Dämpfung von Modell zu Modell. Ferner gibt es eine Technik namens "Noise Isolation", auf welche zwei Modelle im Testfeld setzen. Hierbei werden die Umgebungsgeräusche durch entgegengesetzte Wellen kompensiert. Eine genaue Erläuterung folgt.
Während die von außen kommenden Geräusche gedämpft werden, gelangt natürlich auch nur sehr wenig Ton von den In-Ears nach außen. Dadurch ist einmal lautes Hören möglich und zum anderen gehen keine Details oder bestimmte Frequenzen verloren. Außerdem stört man niemanden in seiner Umgebung.
Natürlich ist die kleinste Kopfhörerspezies leicht, komfortabel und kompakt. Die transportablen Ohrhörer lassen den Einsatz an fast jedem Ort zu und klingen überall identisch. Durch den Sitz im beginnenden Gehörgang wird ein Mittendrin-Gefühl vermittelt.

Vollkommen ist aber auch der In-Ear-Kopfhörer nicht: Richtungsortung und Bass am ganzen Körper können nur mit großen, stationären Anlagen erreicht werden. Mit ohrschießenden Kopfhörern in Hi-Fi-Bauweise kann man zumindest eine grobe Richtungsortung realisieren, mit In-Ears nicht - hier heißt es Stereo. Richtungsortung benötigt man aber bei Musik üblicherweise nicht und auch unterwegs kann man bei Filmen auf Laptop, Tablet oder Smartphone auf Richtungsortung verzichten.



Testmethodik

Eines vorweg: Über besondere Messtechnik verfügen wir nicht. Bei den Tests verlassen wir uns voll und ganz auf unser Gehör, welches bereits viel Erfahrung sammeln konnte. Als technische Hilfsmittel wurde primär Audacity verwendet. Mit der Software lassen sich unter anderem Sinustöne erstellen, welche uns verraten, welche Frequenzen sauber abgebildet werden können.
Alle Kopfhörer wurden mit allen aufgelisteten Filmen und Songs an den dafür vorgesehenen Geräten getestet. Später werden wir nicht auf jeden einzelnen Unterpunkt eingehen, sondern Auffälliges umfassend beschreiben.


Testgeräte
  • Angeschlossen an Auzentech Bravura
  • Samsung Galaxy S2 an Kopfhörer-Out
  • Onkyo 607 an Kopfhörer-Out


Die in grau dargestellten Geräte wurden nur vereinzelt für Vergleiche zwischen den Ohhörern hinzugezogen, Testgerät war die Auzentech Bravura.


Vergleichsaudiogeräte
  • AKG 430 Kopfhörer
  • AKG K830 BT
  • Sennheiser CX 350 Street II
  • Teufel Motiv 2
  • Teufel System 6 THX
  • JBL EON 15P


Testdateien
  • Filme:
    • BD Inception
    • BD Gladiator

  • Musik:
    • Elektronische Musik:
      • Armin van Buuren - This world is watching me
      • Totally Enormous Extinct Dinosaurs - Garden

    • Rockmusik:
      • AC/DC - Back in Black
      • Yellowcard- Breathing

    • Hip Hop:
      • Deichkind - Luftbahn
      • Die Fantastischen Vier - Ichisichisichisich

    • Klassik:
      • Beethoven Nr.5

    • Andere:
      • Bonaparte - Fly a plane into me
      • La Brass Banda - Autobahn

    • Konzerte:
      • DVD Rammstein - Völkerball "Amerika"
      • DVD Genesis - When in Rome "I can't dance"
      • BD Sting - Live in Berlin "Englishman in New York"
      • BD Shakira - Oral Fixation Tour "Don't Bother"





Durch immer hochauflösendere Displays auf mobilen Geräten macht es durchaus Sinn, einem Film auf diesen zu sehen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, neben verpflichtender Musik auch zwei Filmsequenzen in den Parcours aufzunehmen. Bei den beiden Filmen wurden jeweils die ersten 12 Minuten angesehen, bei den Konzert-Aufnahmen der in Anführungszeichen markierte Titel.












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Sennheiser CX 281

Nicht nur den Einstieg in dieses Review macht der CX 281 von Sennheiser, sondern auch in der Produktpalette des Traditionsunternehmens steht das Modell der Street-Serie weit unten. Trotz einer deutlich höheren Empfehlung, wird der In-Ear-Kopfhörer schon für rund 25 Euro gehandelt. Wie wir sehen werden, steht das "Rundherum" bei diesem Modell ganz weit oben.

Sennheiser ist seit über 55 Jahren im Geschäft. Die über 2000 Mitarbeiter befassen sich mit Audiotechnik im Markt für Heimanwender und Profis. Hergestellt werden Mikrofone, Kopfhörer und Geräte zur Soundübertragung via Funk.


Grunddaten:
  • Frequenzgang: 19 - 20500 Hz (Herstellerangabe)
  • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
  • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,5 cm herausstehend
  • Kabellänge: 1,33 m, symmetrisch, grob aufgeraut (gemessen)
  • Wandler: dynamisch
  • Lautstärkeregler
  • Garantie: 2 Jahre
Erfahrungsgemäß gibt es viele Nutzer, die schon nach den technischen Aspekten entscheiden, ob der Ohrhörer als Produkt in Frage kommt. Ein Mittel, um mit dem großen Angebot zurechtzukommen. Die Symmetrie des Kabels, die Länge, Garantie, ein einzelner Regler für die Lautstärke, ein Clip zur Fixierung am Shirt oder schierweg die Bauweise eines Ohrhörers können hier entscheidend sein. Aufpassen sollte man aber bei Frequenzgang und Impedanz, welche in der Regel erstaunlich wenig über den eigentlichen Sound aussagen.

Der CX 281 bringt bereits recht viel Luxus mit. Neben technischen Durchschnitts-Angaben kann man den Lautstärkeregler als positiv bewerten. Die Garantie ist mit zwei Jahren ausreichend dimensioniert. Am Ende des 1,33 m langen Kabels, welches auch für große Personen ausreicht, ist ein im eingesteckten Zustand 15 mm herausstehender Klinkenstecker.


Lieferumfang:
  • Ohrhörer "CX 281"
  • Ohrpassstücke in S, M und L
  • Transporttasche in passendem Rot-Ton
  • 3,5 mm -> 2 x 3,5 mm Y-Splitter "Share Adapter"
Trotz seines Einstiegspreises wird der Nachfolger des CX 280 ab Werk mit mehr als nur mit dem Nötigsten ausgestattet. In der Verpackung sind neben obligatorischen Ohrpassstücken eine farblich angepasste Schutzhülle und ein auf "Share Adapter" getauftes Adapterstück. Letzterer ist ein Y-Stecker, welcher den Anschluss eines zweiten Paars Ohrhörer erlaubt. Der Vorteil liegt in der verringerten Störung der Umgebung und darin, selber in vollen Audiogenuss zu kommen - auch zu zweit. Der praxisbezogene Lieferumfang weiß zu gefallen.


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Optik und Verarbeitung:

An dieser Stelle ist der Eindruck, gemessen am Preis, gut. Das Street-Modell optisch einer Zielgruppe zuzuordnen, gelingt uns nicht. Durch die Beschreibung könnte man aber auf junge Adressaten schließen. Das teils mit Goldakzenten konstruierte Design kann aber allen gefallen, währenddessen rot mehr Frauen ansprechen wird.
Der große Lautstärkeregler, der Kabeltrenner und auch die Ohrhörer selbst werden von formschönen Wellen geschmückt. Einen Hauch Extravaganz bringt die Rot-Bronze-Kombination definitiv mit sich. In echt wirken die kleinen "Stöpsel" aber immer etwas zurückhaltender als auf Produktbildern.
Die Verarbeitung ist als ordentlich zu beurteilen. Die rot-glänzenden Kappen wirken wie aufgesetzt auf das matte Bronze. Kanten gibt es nicht. Etwas brüchig scheint der Klinkenstecker, im Endeffekt war er aber im Testverlauf stabil.


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Praxisgebrauch:

In der Praxis machte sich bemerkbar, dass durch eine fehlende Zugentlastung leichter an den Ohrhörern gezogen wird. Der Lautstärkeregler erschwert natürlich dabei zusätzlich das Kabel, indem es nach unten zieht. Letzterer ist aber ohnehin ziemlich leicht. Es gibt Menschen, die der Zug stört, es gibt Personen, die ein Clip zum Anheften am Shirt stört. Hier muss man sich überlegen, was einem wichtig ist. Einen Clip kann man in jedem Fall noch nachkaufen, sollte er einmal nicht mitgeliefert sein.
Durch das geringe Gewicht empfangen wir den leichten Zug nicht als störend. Sonstige negative Erfahrungen machten wir nicht, die Ohrhörer fanden guten Sitz im Ohr, auch wenn das haftende Gefühl ein wenig gefehlt hat. Die Umgebungsgeräuschdämpfung war folglich nicht besonders stark. Die Kabellänge machte sich im Einsatz positiv bemerkbar, gleich wie der Lautstärkeregler, weil man unterwegs nicht das Abspielgerät aus der Tasche nehmen muss und zudem erheblich feiner konfigurieren kann als mit 5 oder 10 %-Skalen der Mobiltelefone. Für mehr als eine Feinjustierung ist der Gummiregler auch nicht gedacht, denn er deckt keinen besonders großen Lautstärkebereich ab. Wie schon öfter beobachtet, wird der Ton, wenn die Leitung zu den Ohrhörern an irgendetwas schabt, hervorragend weitertransportiert. Dies ist leicht störend.
Das Gewicht stellte sich als positiver Aspekt heraus. Man spürte die Ohrhörer glücklicherweise kaum im Ohr.


Klangeindrücke Film:

In die jeweils spannende Atmosphäre taucht man mit dem CX 281 recht leicht ein. In "Inception" wird man von der Stimmung in der zweiten Traumebene beeindruckt. Wird bei tiefem Bass-Flair parallel noch gesprochen, wirkt die Sprache aber etwas zu schwach. Ein Vergleich mit Anlagen, die einzelne Treiber für die Sprache aufweisen, kann man ohnehin nicht anstellen, ein wenig mehr Sprachverständlichkeit trotz Nebengeräuschen hätten wir uns aber gewünscht. Während Audacity gute Basswerte realisierte, empfanden wir den Bass in der Praxis nicht als tief genug.
Durch einen recht hohen Bass rutschen die Effekte näher an die Frequenz einer Männerstimme, sodass diese ein wenig verschluckt wird. Die Basseffekte wirken aber trotzdem voll und bestimmt. Die Effekte spielen sich aber bei einer höheren Frequenz ab als bei unseren Vergleichsgeräten. Bei dem Preis des CX 281 kann man darüber hinwegsehen. Zudem stellten wir fest, dass extrem hochfrequente Geräusche wie das Zischeln der Pfeile in "Gladiator" sehr ausgeprägt waren.


Klangeindrücke Musik:

Bei der Musik weiß der CX 281 durch ein recht ausgewogenes Klangbild zu überzeugen. Übertönungen der sehr hohen Töne kamen, außer am Mobiltelefon, auch hier zum Beispiel bei "This world ist watching me" vor. Der Hersteller wirbt mit einer besonders guten Auflösung. In der Tat war sie bei den Mitten gut und bei den Höhen nur minimal schlechter. Eine Vermischung, ein Schmieren findet nur in geringem Maße statt. Der "Englishman in New York" und auch der elektronische Titel "Garden" belegen dies. Richtig anspruchsvoll ging es wieder bei Beethoven zu. Wer hier auf anfängliche tiefe Töne spekuliert hat, wird enttäuscht. Die restliche Auflösung ist auch hier wieder gut. Die festgestellten Vermischungen sind nicht unbedingt schön, aber bei einem Blick auf Preis und Zubehör zu verkraften.


Fazit:

Der Sennheiser CX 281 ist ein preiswerter In-Ear-Kopfhörer für den Einsteigerbereich, der auch auf das Zubehör und eine gewisse Gemeinschafts-Komponente Wert legt. Mit der beiliegenden Tasche ist er gut geschützt. Insgesamt wirkt er robust. Das extravagante Design muss gefallen, ist aber weniger auffällig, als man es bei manchen Bildern meinen könnte. Die Verarbeitung überzeugt. Der Klangeindruck ist gut, der Bass ausbaufähig, besonders im Vergleich zur guten Mitten- und Höhen-Auflösung, welche wir in diesem Preisbereich nicht erwartet hätten. Mit ein wenig Feingefühl und Zeit kann man im Equalizer noch ein wenig optimieren. Der Tragekomfort ist gut, leider hat der CX 281 aber keine Zugentlastung, sodass es vorkommen kann, dass man sich die Ohrhörer aus den Ohren reißt.

Empfehlenswert ist dieses Sennheiser-Modell, wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat und dabei auf nichts verzichten möchte. Wirkliche Schwächen hat der 25 Euro-Kopfhörer nicht, der Bass könnte etwas tiefer sein, die Auflösung filigraner - mit den späteren 50 Euro Modellen kann er natürlich nicht mithalten, vor allem auf klanglicher Ebene. Eine Steigerung zu den meisten mitgelieferten Ohrhörern wird oft erzielt, manche Modelle von beispielsweise Creative oder Apple erreichen aber ähnliches.




  • Preis/Leistung
  • Kompletter Lieferumfang
  • Lautstärkeregler
  • Angenehme Auflösung der Höhen und Mitten
  • guter Tragekomfort




  • schwacher Bass
  • Sprachverständlichkeit bei Nebengeräuschen mäßig


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    Philips SHE-9750

    Philips wurde vor 120 Jahren gegründet und produzierte von dort an Glühbirnen. Bis heute wurden sowohl Produktionsstätten als auch Portfolio erweitert. In Medizin- und Lichttechnik wäre die Firma mit über 100.000 Mitarbeitern nicht mehr wegzudenken. Die dritte große Sparte aber ist die Unterhaltungselektronik, welche von Fernsehern bis zu Radios reicht. Zu diesem Teil gehört auch der Proband SHE-9750, welchen uns die Holländer neben einigen anderen Modellen freundlicherweise für dieses Round-up geschickt haben.
    Den Start macht das Modell mit einem Anschaffungspreis von etwa 30 Euro. Schon für diesen Preis verspricht Philips "absoluten Komfort". Um dies zu erreichen, werden spezielle Gelpads eingesetzt, welche verhindern, dass der harte Kunststoff das Ohr berührt - und sich sogar "an das Ohr anpassen". Zudem behauptet Philips dadurch eine bessere Umgebungsgeräuschabsorbation zu erzielen. Wir können also gespannt sein, was diese alternative Polsterung an Vorteilen und Nachteilen bringt.

    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 5 - 23500 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, gerade, 2,5 cm herausstehend (verlängert)
    • Gesamtkabellänge: 1,26 m (gemessen), symmetrisch
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie
    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "SHE-9750"
    • Ohrpassstücke in S, M und L
    • Hardcase zur Aufbewahrung
    Das Spektrum der Töne soll von 5 bis 23500 Hz reichen. Viel greifbarer für unser Gehirn ist die Kabellänge von 1,26 m, welche sofort als völlig ausreichend empfunden wird. Zum Lieferumfang gehört neben den Ohrpassstücken in üblichen Größen auch ein ordentliches Hardcase, welches Platz für den Ohrhörer und kleineres Zubehör hat, aber ein wenig mehr Aufmerksamkeit beim Hereinlegen der Ohrhörer möchte.

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    Optik und Verarbeitung:

    Schlicht, einfach, schwarz. Mit der Farbe der Nacht macht man auch heute nichts falsch. Und ein paar dezente Silberelemente schaden auch nicht - altes Konzept, immer wieder bewährt. Lässt man seinen Blick von unten beim goldenen Klinkenstecker starten, sieht man ganz oben an den Ohrhörern nur schwarz, ein paar silberne Stellen unter dem durchsichtigen Silikon folgen. Weder als Hersteller noch als Träger macht man mit diesem schlichten Design etwas falsch.

    Verarbeitungstechnisch ist alles im Rahmen. Wir hätten uns dennoch ein etwas dickeres Kabel gewünscht, welches auf Dauer in der Hosentasche schwerer einen Kabelbruch erleidet. Das Silikon wirkt zwar erst zu locker, allerdings ist diese Flexibilität essentiell für die Anpassung im Ohr.


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    Praxisgebrauch:

    Abgesehen vom bereits früher als brüchig abgestempelten Kabel schlagen sich der SHE-9750 und auch das mitgelieferte Hardcase gut. Das Konzept, durch das Gelpad den Komfort zu steigern, geht großteils auf. Wie so oft benötigen auch die SHE-9750 eine Minute, um sich im Ohr zu setzen. Auch danach spürt man sie noch leicht, weil das weiche Pad recht groß ist. Nach der Aufwärmphase hat sich das Gel zwar ein wenig angepasst, was den Komfort steigert, jedoch nicht ins Unermessliche abhebt, wie man bei seiner Produktbeschreibung fast hätte denken können. Die Pads ermöglichen eine herausragende Stabilität im Ohr, welche die SHE-9750 durchaus für sportliche Aktivitäten geeignet machen. Eine außerordentliche Dämpfung von Geräuschen rund um den Hörer war aber in keiner Situation festzustellen.
    Ein Nachteil der Verwendung von Gel ist allerdings die Säuberung. Zwar ist ein Hardcase mitgeliefert, um den Kontakt mit Staub oder Dreck zu minimieren. Das Material zieht aber genau diesen Schmutz magisch an und bindet ihn umgehend auf der klebrigen Oberfläche. Das einzige Mittel, das gut säubert: Wasser. Allerdings muss man bei der Anwendung darauf achten, dass man ein elektronisches Bauteil nicht unter den Wasserhahn halten darf.


    Klangeindrücke Film:

    Wir wurden durch eine sehr runde Wiedergabe beeindruckt. Bereits für dreißig Euro erhielten wir hier eine tolle Wiedergabe aller Frequenzen. Mitten und Höhen könnten noch einen Hauch feiner sein. Der Bass ist differenziert, aber auch ausgeprägt. Das Volumen der Stimmen und der Katapulte in "Gladiator" haben unsere Erwartungen übertroffen.


    Klangeindrücke Musik:

    Die Ohrhörer weisen eine ordentliche Wiedergabe in allen Bereichen bei leicht basslastiger Abstimmung auf. Durch den recht kräftigen Bass kommt es zu leichten Vermischungen von tiefen und mittleren Tönen, hier fehlt teilweise eine Unterscheidungsmöglichkeit. Als letzter kleiner Punkt ist noch anzumerken, dass die Höhen etwas spitzer kommen könnten. In manchen Stücken wollen die SHE-9750 die ganz hohen Frequenzen nicht so recht weitergeben. Das restliche Klangbild aber ist überdurchschnittlich. Zu diesem Eindruck gelangen wir besonders durch den tiefen, druckvollen, teils aber etwas brummigen Bass und die feinfühligen Mitten. Die Höhen stimmen bis auf den genannten Aspekt auch.


    Fazit

    Die Angabe "Absoluter Komfort" passt nicht recht zum SHE-9750. Die großen Gelpads zeigen zwar Funktion, aber sind durch ihren straffen Sitz im Ohr dem Komfort nicht zuträglich - zumindest im Test-Ohr. Stattdessen erzeugen sie exzellente Stabilität. Einen Nachteil hat die alternative Konstruktion außerdem noch: Sie ist Schmutzfänger und schwer zu reinigen.
    Wer darüber hinwegsehen kann, erhält Hardcase und auf das Wesentliche beschränkte Kopfhörer. Auf Lautstärkeregelung und Mikrofon wird verzichtet, sodass der Fokus primär auf Klangqualität gelegt werden konnte. Und genau dahin ist das Geld auch geflossen. Denn der Klang ist für diesen Preis wirklich ordentlich, aber nicht unbedingt immer linear. Einen P/L-Award hat sich der Niederländer verdient, am Komfort kann aber aus unserer Sicht noch gearbeitet werden.






  • Preis/Leistung
  • Hardcase
  • Überdurchschnittlicher Klang
  • Stabilität




  • Komfort deutlich schlechter als versprochen


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    Sony MDR-EX300

    Das Einstiegsmodell von Sony in diesem Test macht preislich nur einen winzig kleinen Schritt nach vorne. In tiefem Schwarz liegt der MDR-EX300 knapp unter dreißig Euro, in weißer Farbe bei rund 35 Euro. Beide Modelle, welche heute unseren Testparcours durchlaufen, werden genau wie die Sennheiser CX 281 mit besonders klarem Sound beworben.
    Sony bezeichnet die EX-Reihe, welcher die Probanden angehören, bereits als Hochleistungsserie. Schon beim Anblick wirken viele Ohrhörer von Sony irgendwie anders als die der Konkurrenz. Das liegt an den um 90° gedrehten Treibern, die für eine sehr flache Bauweise in die eine Richtung sorgen - dafür stehen die Ohrhörer aber mehr aus dem Ohr heraus. Der klangliche Vorteil resultiert aus größeren möglichen Lautsprecheroberflächen. So hat der MDR-EX300 1,35 cm Membrandurchmesser. Ein solcher wäre bei konservativer Bauweise nicht möglich.

    Die Japaner von Sony haben in über sechs Dekaden ihre Produkte immer wieder verbessert und neue Bereiche erkundet. Die Produktpalette ist zu lang, um sie aufzuzählen. Bekannte Geräte sind neben Audio Spielekonsolen, Technik rund um Fernseher und Computer und Kameras. Über 150.000 Mitarbeiter hat das weltweit agierende Unternehmen.


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 5 - 24000 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,05 cm herausstehend (verlängert)
    • Gesamtkabellänge: 1,58 m (gemessen), asymmetrisch, fein rau (gemessen)
    • Grundkabellänge: 64 cm ab linkem Ohrhörer (gemessen)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie
    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "MDR-EX300"
    • Ohrpassstücke in S, M und L
    • Stofftransporttasche mit Hardcase
    • Verlängerungskabel für Klinke
    • "Cordadjustor"
    • Anleitung
    • Garantiekarte
    An dieser Stelle können wir einen anstandslosen Lieferumfang attestieren. Neben den Ohrpassstücken ist ein sehr gefälliges Stoffcase für die Ohrhörer mitgeliefert. Letztere werden zur Aufbewahrung in eine für sie vorgeformte Kunststoffhalterung gelegt, das Kabel herumgewickelt. Bei der Verbindungsleistung hat sich Sony etwas Besonderes überlegt. Um auch eine Nutzung mit einem vorgeschalteten Mikrofon zu erlauben, und um durch ein zu langes Kabel nicht an Klangqualität einzubüßen, wird das Kabel aufgeteilt und ein Kunststoffwickler zum Verkürzen des Kabels beigelegt, was bei einigen Aktivitäten sinnvoll ist.
    Außerdem haben wir, anders als bei den vorherigen Modellen, ein asymmetrisches Kabel. In diesem Fall ist die Leitung zum rechten Ohr länger. Zuerst wird dieser in den Gehörgang eingeführt, anschließend der Linke hinter dem Kopf vorbeigeführt und in das Ohr gesteckt, sodass das Kabel über den Nacken führt. Der Hauptstrang führt nicht zentral vor dem Körper entlang, sondern seitlich versetzt. Es besteht auch die Möglichkeit, das Kabel am Rücken zu verlegen. Trägt man das Abspielgerät in der Hosentasche, wird das oft als angenehmer empfunden. Optisch nehmen sich beide Techniken nicht viel. Bei der symmetrischen Variante sieht man von vorne mehr Kabel, bei der asymmetrischen hinten. Denn bei letzterem bildet sich oft eine große Schlaufe, weil das Kabel zum weiter entfernten Ohrhörer auch gerne mal über das notwendige Maß länger ist und somit am Rücken herunterhängt. Ein oft monierter Nachteil der unterschiedlichen Kabellängen ist allerdings, dass am Ohr mit dem kürzeren Ohrhörer mehr gerissen wird, währenddessen das andere entlastet ist.


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    Optik und Verarbeitung:

    Die in weiß und schwarz erhältlichen MDR-EX300 verfügen laut Sony-Homepage "über ein witziges Design", was hoffentlich ein Übersetzungsfehler ist. Im Gegenteil - treten die Ohrhörer besonders in der schwarz/silber-Kombination ausgesprochen seriös auf. Sie wirken auf den ersten Blick aber etwas ungewohnt. Durch die Drehung des Treibers ist der In-Ear-Kopfhörer in die eine Richtung nämlich etwas größer als üblich.
    Die Schwarz-Silber-Verbindung wirkt edler und etwas zurückhaltender als das Reinweiß. Dank Apple sind aber auch weiße In-Ears keine Seltenheit mehr und nicht nur als Autofarbe Trend, sodass das helle Modell nicht mehr auffälliger ist.




    Die Verarbeitung der Lautsprecher und auch die des Zubehörs ist ausgezeichnet. Die verschiedenen, nahtlos verbundenen Plastik harmonieren gut. Der Übergang von Ohrhörer zu Kabel erfolgt mit einem Kunststoffstück, das immer dünner wird, aber leider an das Edelstahlelement sehr schlecht angefügt ist. Der Rest ist solide, nur der Klinkenstecker des Verlängerungskabels wirkt wieder etwas instabil, ist dabei aber zumindest platzsparend. Lobend ist das schwarze, rechteckige Case hervorzuheben, welches schön anmutet und wie die Ohrhörer gut verarbeitet ist.


    Praxisgebrauch:

    Das asymmetrische Kabel führt dazu, dass nur links Zug entsteht. Daher fällt dieser auch bei gleichem Zug doppelt so leicht heraus als bei normaler Bauweise, weil die volle am Kabel wirkende Kraft auf einen der Ohrhörer wirkt. Dies erschien uns in der Praxis wenig komfortabel. Abgesehen davon war das asymmetrische Kabel angenehm, große Vorteile gibt es aber auch nicht. Die Beigaben präsentierten sich als nützlich, genau wie die gut dimensionierte Kabellänge. Nur der "Cordadjustor" hätte etwas dezenter ausfallen können. Berührungen des Kabels wurden nicht weiter übertragen oder gar verstärkt. Durch die Bauform wirkte der leichte Kopfhörer aber im Ohr zu Beginn etwas ungewohnt, auf Dauer aber wechselte dieses Gefühl in bequemes Tragen.


    Klangeindrücke Film:

    Ein etwas anderes Bild als beispielsweise beim Sennheiser CX 281 zeigt sich hier. Der gesamte Klang ist präziser, bestimmender. Dabei ist das Hören erst etwas spannender, weil man auf irgendeine Weise in eine Art Bann gezogen wird. Einige Geräusche, besonders im hohen Bereich, werden leicht überzeichnet, was diesen Effekt vermutlich verstärkt. Die Präzision ist aber, wie gesagt, eminent. Die davon abhängige Sprachverständlichkeit war entsprechend gut.


    Klangeindrücke Musik:

    In verschiedenen Songs unterschiedlicher Genres konnten wir feststellen, dass der MDR-EX300 mit wenig Druck daherkommt. Weiterhin bleibt das Volumen im guten Bereich. Die Abstimmung ist homogen und auch die Auflösung erfolgt sehr fein. Filigranität kann das Sony-Modell aufweisen und wirkt dadurch unheimlich präsent, wenn auch insgesamt etwas peppig.
    Im Vergleich zum CX 281 kann er überzeugen, durch Bass und Feinauflösung, wie auch schon der Philips-Proband. Der große, gedrehte Treiber kostet dem Modell aber viel Druck. Die direkte Einstrahlung des CX 281 oder auch Philips SHE-9750 und vieler folgender Modelle ist hier vorne.
    Insgesamt gefällt der Kandidat besonders bei akustischer Musik, wie auch der Klassik. Im elektronischen Bereich fehlt leider die Power.


    Fazit:

    Der MDR-EX300 ist ein gut verarbeiteter Kopfhörer, der mit passendem Zubehör zu einem sehr angemessenen P/L-Verhältnis den Testparcours durchlief. Klanglich gesehen wusste er durch Feinauflösung in allen Frequenzbereichen zu überzeugen, ohne zu viel Volumen einzubüßen. An Druck fehlt es aber leider ein wenig.
    Der EX300 ist sehr ausgereift und durchdacht. Die Kabellängen, der kleine Klinkenstecker, das Verlängerungskabel und das Zubehör erleichtern den Alltag. Ein kleiner Konstruktionsfehler beim Übergang zum Kabel und der etwas schwache Schalldruck schmälern den guten Eindruck aber geringfügig.



  • Optik, Verarbeitung
  • Präzision, Ausgewogenheit
  • Lieferumfang
  • Kabelaufteilung




  • Übergang zu Kabel etwas dünn
  • partiell drucklos



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    Philips SHN-7500

    Die Verpackung repräsentiert das Produkt: Der SHN-7500 wird als Ohrhörer "für Reisen" bezeichnet. Dabei sollen "Hochleistungstreiber" für ordentlichen Klang und viel Zubehör für Komfort sorgen. Und was das Ganze noch toppt, ist die Ausstattung des Philips SHN-7500 mit aktiver Umgebungsgeräuschdämpfung. Dieses Merkmal war bislang nur sehr kostspieligen Modellen vorbehalten. Handelt es sich hierbei also um den perfekten Begleiter auf Reisen, oder nur um ein Marketing-Versprechen ohne Basis?


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 40 - 20000 Hz (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 2,1 cm herausstehend (verlängert)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie


    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "SHN-7500" mit Active Noise Cancellor
    • Ohrpassstücke in S, M und L
    • Stofftransporttasche
    • Verlängerungskabel für Klinke
    • Adapter von 3,5 mm auf 6,35 mm Klinke
    • Adapter von 3,5 mm Klinke auf 2 x Monoklinke
    • AAA-Akku
    • Anleitung


    Die Kabellänge ist aufgrund der besonderen Bau- und Trageweise nicht zu bestimmen gewesen. Von den In-Ears führt ein 28 cm langes Kabel bis zum Nacken. Dort wird es in den stoffüberzogenen Trageriemen für den Active Noise Cancellor geführt, welcher um den Hals getragen wird und in der Länge einstellbar ist. Im Endeffekt werden von Ohren bis Ende des ANCs rund 40 cm gutgemacht. Der große, aber dynamisch geformte Kasten hat unten einen Klinkenanschluss, an den jedes Klinkenkabel gesteckt werden kann und so viel Flexibilität bietet. Das mitgelieferte Anschlusskabel misst nach unserer Messung 1,25 m und ist damit ein wenig länger als der Hersteller es angibt. In beiden Fällen bedeutet das Bewegungsfreiheit - der Verlust an Klangqualität ist immer noch marginal, trotz vieler Anschlüsse und langem Kabel.
    Der gerade Klinkenstecker am Ende der Leitung macht einem da schon mehr Kopfschmerzen, denn er benötigt nach oben, damit das Kabel nicht abgeknickt wird, über 2 cm Platz - denkt man an große, flache Smartphones, ist das nur noch bedingt hosentaschengeeignet.
    Im Lieferumfang befindet sich mehr, als man für 35 Euro erwarten kann: große Tasche, Ohrpassstücke in drei Größen, AAA-Akku zum Betrieb und eine Anleitung. Außerdem sind zwei nützliche Adapter dabei. Einer wandelt die kleine 3,5 mm-Klinke auf die große "Kopfhörer-Klinke" um. Der Andere ist ein sogenannter Flugzeugadapter. Der Grund ist, dass in Flugzeugen mancher Airlines an den Sitzen anstatt einer Stereo-Klinke, wie sie bei eigentlich allen Kopfhörern verbaut ist, zwei Mono-Klinken angebracht sind. Der Adapter erlaubt es also, seinen eigenen Ohrhörer im Flugzeug zu nutzen - praktisch für Reisen, weil man so nicht auf die meist schlechter klingenden oder passenden Ohrhörer im Flugzeug zurückgreifen muss.

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    Optik und Verarbeitung:

    In diesem Kapitel wollen wir weder loben noch tadeln. Am dunkelsten ist das Modell an den Ohrhörern, wo sie fast schwarz sind. Im hellsten Ton gehalten ist die ANC-Steuerung, welche an weiß heranreicht. Der Rest ist in gedeckten Grautönen gehalten, was schlicht wirkt und nicht als etwas Besonderes empfunden wird. Oft soll es das aber auch nicht. Anzumerken ist noch, dass der ganze Anblick durch Halsband und etwas klobige ANC-Steuerung natürlich nicht so elegant wirkt, wie ein schlichter Knopf im Ohr.
    Die Zusammensetzung der Kunststoffe ist ordentlich erfolgt, es gibt keinen störenden Beigeschmack, Bestleistungen haben wir aber für 34 Euro auch nicht vorausgesetzt. So hakelt der An/Aus-Schalter für die Geräuschunterdrückung etwas und auch der Lautstärkeregler könnte sich besser anfühlen.


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    Praxis:

    Insgesamt stellte sich die Geräuschunterdrückung gleichermaßen als Laster und Helfer heraus. Das roblem, das dieses "Additum" mitbringt sind der Platzverbrauch und das hohe Eigengewicht. Philips hat alles Mögliche gemacht, um den Komfort zu steigern, von mit Stoff umzogenem Halsband bis zu möglichst geringem Gewicht. Dennoch kann der Komfort nicht an den der angenehmen konventionellen Modelle heranreichen. Und für sportliche Aktivitäten wird auch kaum jemand ANC brauchen. Was ist nun aber die schon so oft angesprochene aktive Umgebungsgeräuschdämpfung? Jeder In-Ear hat durch die Abdichtung nach außen eine gewisse Umgebungsgeräuschdämpfung. Die aktive Dämpfung erweitert dies, indem sie die Umgebungsgeräusche für unser Ohr erlöschen will - zumindest ist dies das Ziel. Philips spricht beim SHN-7500 gar schon von 80% weniger Nebengeräuschen.
    Die Technik funktioniert, indem ein Mikrofon die Geräusche im Umkreis des Hörers aufnimmt und parallel dazu entsprechende Anti-Schallwellen erzeugt, welche erstere Wellen "aufheben" [s. Bild].

    Genau wie Philips es beschreibt, funktioniert diese Dämpfung zwischen 50 und 1500 Hz.
    Auf Herz und Nieren getestet wurde die Technik in einem 15 m² großen Raum. Realistische Bedingungen wurden durch ein Gespräch zweier Personen in direkter Nähe und kleinere Geräte wie einem Küchenmixer erzielt. Unser Eindruck war, dass alles gut gedämpft wird. "Gut gedämpft" ist aber der Standard bei In-Ears und der Philips SHN-7500 setzt mit seiner aufwändigen Technik hier nur wenig drauf, aber immerhin etwas. Im Wartesaal vor dem Flugzeug wird sich die Technik bezahlt machen.
    Beim Einschalten des ANC ist übrigens für einen Bruchteil einer Sekunde der Ton aus, bis er dann um genau diese Zeit versetzt wieder anspringt. Beim Ausschalten erfolgt der Übergang fließend. Eine zeitliche Verzögerung der Wiedergabe haben wir nicht feststellen können. Klanglich ist es egal, an welcher Position der Schalter steht. Der Lautstärkeregler regelt nicht von Null los, sondern hat auch bei unterster Stellung eine gewisse Lautstärke. Abgesehen von der nicht ganz feinen Einstellung ein gutes Feature.


    Klangeindrücke Film:

    Sehr gut war die Sprachverständlichkeit. Die Stimmen waren klar zu verstehen, genau wie es sein soll. Die Umgebungsgeräusche gingen dabei nicht unter, wirkten aber ein wenig schwach, vor allem bei den höheren Tönen. Der Bass des Probanden tritt angemessen und wohl dimensioniert auf, wirkt für unseren Geschmack aber nicht tief genug.


    Klangeindrücke Musik:

    Aufgrund einer wenig aggressiven Abstimmung ist hier entspanntes Hören möglich. Wie schon in den Filmen, werden die Stimmen deutlich transferiert. Den Bass hätten wir gerne gelobt. Er klingt zwar gut, nur deutlich unter 100 Hz muss man ihn leider missen. Hier besteht Nachholbedarf. Die Höhen wurden dargestellt, neutral und zurückhaltend.


    Fazit:

    Die Disziplin, in der er bis zu diesem Punkt im Round-up siegen muss, hat der Philips SHN-7500 für sich entschieden. Er dämpft die Umgebungsgeräusche besser als die Modelle ohne ANC, kann aber trotzdem unsere Erwartungen an die Technik nicht voll erfüllen. Ein Grund dafür ist auch, dass der Komfort gegenüber vergleichbaren Modellen ohne ANC schlechter ist. Lobend zu erwähnen ist das umfassende Zubehör, bei dem man auf Reisen nichts vermissen wird. Der Klang ist ausgeglichen, aber im tiefen Bassbereich schwach. Die Verständlichkeit von Stimmen und Gesang ist vorbildlich. Der Preis ist bei so viel Features und Zubehör kaum zu glauben. Viele werden aus diesem Grund über die Schwächen hinwegsehen.



  • recht gute Umgebungsgeräuschdämpfung
  • Zubehör
  • Lautstärkeregelung
  • Kabelaufteilung




  • ANC überzeugt nicht voll
  • tiefer Bassbereich



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    Sony MDR-XB40EX

    Da die Ohrhörer in diesem Round-up nach Preisen geordnet sind, folgt dem Philips gleich wieder ein Sony. Während der vorherige Kandidat aus Japan der Hochleistungsserie angehörte, ist der MDR-XB40EX für Bassliebhaber und DJs empfohlen. Durch eine besondere Abstimmung auf Bass wird ein ausgesprochen sattes Klangbild versprochen. An der bereits vorgestellten Konstruktion wird übrigens festgehalten: Der große 13,5 mm Treiber ist um 90° gedreht und strahlt nicht direkt auf das Ohr.


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 4 - 24000 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,05 cm herausstehend (verlängert)
    • Kabellänge: 1,21 m , symmetrisch, Flachbandkabel (gemessen)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie
    Was uns Sony mit der Frequenz bis auf 4 Hz mitteilen will, müssen die Bassqualitäten sein. Wie bereits im Einleitungsteil angesprochen, kann man diese Frequenzen gar nicht mehr hören.
    Beim Kabel wird hier auf etwas bei In-Ears Unübliches gesetzt: ein Flachbandkabel. Dieses soll sich nicht selbstständig in der Hosentasche verknoten, wie es manch andere Kabel zu tun pflegen. Hervorzuheben ist der kleine Klinkenstecker, wie er schon beim EX-300 Einsatz fand.


    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "MDR-XB40EX"
    • Ohrpassstücke in S, M und L
    • Kunstledercase
    • Kabelclip
    Auf einen unvollständigen Lieferumfang müssen wir weiter warten. Auch dem Kopfhörer der DJ-Serie liegen drei passende PVC-Ohrpassstücke bei. Des Weiteren befindet sich ein schlicht-schwarzes Kunstledercase im Lieferumfang. Die weiche Hülle ist durch einen Reißverschluss zu öffnen. Auf der Innenseite ist es mit Stoff überzogen und kann zwei Innenfächer aufweisen. In diesen kann man Zubehör lagern und auch die In-Ears selber. Der Kabelclip soll bei einem DJ-Auftritt verhindern, dass am Kabel gezerrt wird. Fallen die Hörer hier heraus, könnte das fatale Folgen haben - gut mitgedacht!


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    Optik und Verarbeitung:

    Was uns Sony beim MDR-EX300 mit dem "witzigen Design" sagen wollte, darüber sind wir leider noch nicht hinweg. Genauso edel, wie er eigentlich war, scheinen die DJ-In-Ears zu sein. Zwar kann man sich dazu verleiten lassen, zu glauben, der silberne Streifen sei geschliffenes Aluminium, im Endeffekt handelt es sich aber genauso wie bei den meisten anderen Modellen um Voll-Kunststoff. Dies ist preislich und auch gewichtstechnisch sinnvoll, denn eine höhere Investition in den Klang lohnt hier mehr. Kabelberührungen werden übrigens wieder ein wenig verstärkt - mehr als der kleinere Bruder, welcher hier herausragte, indem er kaum Geräusche übertrug.
    Die Verarbeitung ist durchweg ordentlich, bei genauem Hinsehen kann man aber die Teile, aus denen der Kopfhörer zusammengesetzt ist, erkennen. Der Übergang von In-Ear zu Kabel ist indes deutlich besser als beim MDR-EX300-Modell gelöst, wie man auf den Bildern sehen kann. Diesmal kann man nämlich von wirklicher Stabilität sprechen. Die Kunstledertasche und das Kabel passen zum sonst hochwertigen Eindruck.


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    Praxisgebrauch:

    Sony hat an alles gedacht. Mit dem optionalen Clip kann man das Kabel fixieren, wenn gewünscht. Ferner ist die Transporttasche praktisch. Das Kabel bewies die von Sony angepriesene Eigenschaft, schwerer zu verknoten. Denn das folgende Entheddern kann, wie wir alle bestimmt schon feststellen konnten, sehr nervig sein. Die Kabellänge ist ausreichend dimensioniert. Das subjektiv empfundene Gewicht war höher als bei den vorherigen Modellen, der Tragekomfort damit nicht mehr spitze.


    Klangeindrücke Film:

    Wie von Sony versprochen, zeigt sich ein basslastiges, sehr voluminöses Klangbild. Der tiefe Bass wirkt bei effektstarken Stellen für ein tolles Flair, eindrucksvoller als bei den vorherigen Kopfhörern. Die Differenzierung bei den höheren Tönen leidet ein wenig darunter, wie wir finden. Die gute Sprachverständlichkeit sorgt für einen guten Filmeindruck, besonders bei Filmen, die mit Soundeffekten spielen. Aber auch bei ruhigen Stellen wirkt der Tieftonbereich nicht überzogen. An der Präzision könnte aber noch gearbeitet werden, auch im umworbenen Tieftonbereich.


    Klangeindrücke Musik:

    Bei den Musikstücken konnten wir je nach Stilrichtung ganz andere Impressionen erhalten. Bei Beethoven und beispielsweise Sting hatten wir aber etwas zu monieren. Der Bass wirkt hierbei etwas grob, er schwächt leider Mitten und Tiefen. Das Saxofon bei "Englishman in New York" empfinden wir als ein wenig untergegangen. Der gesamte Klang ist aber sehr voluminös, nur an Feinzeichnung und Präzision fehlt es hier. Der Druck ist besser als bei den bisherigen Modellen.
    Im Elektrobereich, aber auch wenn Rock oder Hip Hop gespielt wurde, sah es etwas anders aus. Der treibende Bass wirkt hier zusammen mit einer guten Gesamtauflösung für ein Klangbild, das wirklich Spaß macht. Damit hat Sony den Einsatzbereich richtig eingeschätzt: Der NDR-XB300EX ist für den Einsatz bei modernerer Musik prädestiniert. Würde er bei den feineren Stücken auch feiner zeichnen, wären wir wirklich glücklich. So muss man aber differenzieren, je nach Einsatzgebiet. Richtig linear ist der Proband natürlich durch die tieftönige Abstimmung auch nicht.


    Fazit:

    Der ausgewogenere und dabei preislich interessantere Ohrhörer ist das Modell der Hochleistungsserie, um im Hause Sony zu bleiben. Auch die anderen Modelle der letzten Seiten konnten bei linearer Wiedergabe ohne große Anstrengung das Wasser reichen. Seine Stärke spielt der Sony MDR-XB40EX bei Filmen aus, indem er Effekte sehr kräftig wiedergibt. Das Zuhören ist spannend und lässt einen nicht ermüden.
    Bei elektronischer Musik aber sind wir vom satten Klangbild des Japaners überzeugt worden. Auch hochwertiges Zubehör muss man beim 41 Euro teuren Modell nicht missen.
    Für Leute die ausgewogenen, korrekten Klang favorisieren, ist der XB-40 nichts. Für DJs, Bass- und Elektro-Liebhaber aber auf jeden Fall einen Blick wert.




  • Lieferumfang
  • Leistung bei Film/Elektro
  • Lieferumfang




  • schwache Differenzierung bei Jazz/Klassik


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    Sennheiser/Adidas CX 680

    Wieder Sennheiser, wieder Street Serie - diesmal aber sportlicher. Der Sennheiser CX680 ist nämlich in Kooperation mit dem deutschen Sportartikelhersteller Adidas entstanden. Sennheiser hatte schon mehrmals zusammen mit Adidas gearbeitet. Auch in diesem Test wird noch ein weiteres Modell mit den drei weißen Streifen seinen Platz finden.
    Abgesehen vom Sitzen in Bus und Bahn soll man das Sportler-Modell also auch zum Joggen benutzen können. Sennheiser musste dabei aber optimieren, um mit den außerordentlichen Bedingungen zurechtzukommen. Einerseits wirbt Sennheiser mit Schweiß- und Wasserresistenz und besonders festem Sitz. Passend zum heutigen Testmodell mit "EarFins", welche wir später exakt erläutern, gibt es dieses Modell übrigens auch als PMX 680 Sports mit Nackenbügel und als Ear-Bud.


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 18 - 20000 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,2 cm herausstehend (gemessen)
    • Kabellänge: 1,37 m, symmetrisch (gemessen)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie


    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "CX 680"
    • Ohrpassstücke in S,M und L
    • EarFins in S,M und L
    • Gehäuseabdeckungen
    • Membranschutz
    • Reinigungswerkzeug
    • Verlängerungskabel mit Lautstärkeregelung
    • Transporttasche
    • Kabel-Clip


    Der Lieferumfang ist schon Teil der angesprochenen Optimierung. Denn der Sitz im Ohr und somit die Anpassungsfähigkeit ist natürlich beim Joggen sehr wichtig. Ein immer korrekter Sitz soll durch eine erweiterte Anzahl an Ohrpassstücken und den "Ear Fins" stattfinden. Letztere halten praktisch noch einmal extra am oberen Teil vom Ohr fest, und stabilisieren dabei das gesamte Ohr. Die Erfahrungen, die wir konkret damit gemacht haben, lassen sich im Praxisteil finden.


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    Optik und Verarbeitung:

    Das Design macht die Sportlichkeit des Street-Kopfhörermodells aus. Die in der Form geschwungenen Ohrhörer selbst sind schwarz. Neben der Struktur, die weiter unten rau ist, geht es oben glatt und auch etwas heller zu. Der Farbton von Gummistücken und Kabel sind gleich und altbekannt: Bei vielen Produkten der aktuellen Adidas-Kollektionen kann man diesen auffinden. Wer die Ohrhörer aber nicht passend zur Sportkleidung aussucht, macht mit dem athletischen Gelb/Schwarz auch sonst keinen Fehler.
    Allgemein findet man recht viel Adidas auf den Ohrhörern. Es ist immer eine Sennheiser-Adidas Doppelung zu finden, oft aber seitlich entgegengesetzt. Auf dem schwarzen Lautstärkeregler, dem Kabeltrenner oder auch der beigelegten Tasche haben sich jeweils Adidas als auch Sennheiser verewigt. Auf den Ohrhörern ist nur ein silbernes Markenlogo aufgebracht. Links Sennheiser und rechts Adidas. Übersehen ist aber schwer, zumal die gewählte Farbkombination schon fast ein wenig nach der bayrischen Sportfirma riecht. Das Design ist sportlich aber straßentauglich, wie versprochen.


    Von beiden Parteien, die ihre Inspiration in den CX 680 haben einfließen lassen, sind wir noch selten enttäuscht worden, besonders im Bereich der Verarbeitung. Es verwundert also kaum, dass auch diesmal vieles stimmt. Allerdings wirkt der Lautstärkeregler plump. Der praktische Vorteil, dass eine leichtere Bedienbarkeit realisierbar ist, überwiegt aber gegenüber Größe und Plastik-Anmutung.

    Die sportliche Präsentation des Produktes, gepaart mit guter Verarbeitung, gefällt uns gut.

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    Praxisgebrauch:

    Die Ear Fins sollen die Absetzung von der Konkurrenz im sportlichen Bereich ermöglichen. Wir mussten einiges mit ihnen austesten, bis wir den bereits ohne Fins stabilen Sitz überbieten konnten. Dieser war dann makellos und uneingeschränkt für Sport zu empfehlen. Allerdings ist der Lautstärkeregler unserer Meinung nach unangebracht oder nur in Miniaturform empfehlenswert - auch wenn er beim Sport natürlich auffindbar sein sollte, empfinden wir ihn ausnahmsweise mehr als störend denn nützlich. Dadurch, dass das Kabel aber zweiteilig ist, kann man den Lautstärkeregler glücklicherweise abkoppeln und ein passendes Verlängerungskabel kaufen. Mit einem kleinen finanziellen Mehraufwand ist so das Optimum für jeden Einzelnen zusammenstellbar. Ferner können wir die richtige Positionierung für den Regler nicht ausmachen. Beim 183 cm großen Tester war eine Fixierung am Hosenbund noch möglich. Da man aber beim Sport etwas mehr Platz braucht, kommt man um ein anderes Kabel kaum herum.
    Ansonsten ist der Praxiseindruck gut, die Flexibilität der Ohrpassstücke ist dabei sehr hoch und der Sitz durch die große Auswahl gut.

    Die Laufstrecke auf die Straße auszudehnen ist durch die für In-Ears charakteristische Dämpfung übrigens aus Sicherheitsaspekten nicht zu empfehlen. Einen Ohrhörer kann man zwar tragen, besser ist es aber sich auf Laufbahnen und sicheren Feldwegen akustisch von der Außenwelt abzuschotten.



    Klangeindrücke Film:

    Der CX680 ist sehr neutral und nicht auf Effekte aus. Effekte mit viel Bass kann man sich gut anhören, nicht aber mitfühlen. Wir fanden außerdem, dass es den bei Vergleichsgeräten kräftigen Männerstimmen an Volumen fehlte. Trotzdem ist jeder Film mit dem CX 680 entspannt anzuhören, was höchste Priorität sein sollte. Die Sprachverständlichkeit ist gut.


    Klangeindrücke Musik:

    Selten wird aber beim Joggen ein Film angesehen, weshalb der Musik-Teil gewichtiger ist. Hierbei stellte sich ein bekanntes Bild heraus. Die Elektrobeats und die 4/4-Rhythmen von ACDC klingen satt. Die Präzision in den Höhen, wie sich unter anderem bei "Sting" herausstellte, ist noch ausbaufähig. Wir hatten insgesamt den Eindruck, dass hier, wie schon beim Sony MDR-EX300, sehr auf Linearität geachtet wird. Dies ist allgemein positiv zu werten.


    Fazit:

    Die beiden Edelfirmen sprechen mit frecher Optik und durchdachten, sportlichen Features besonders junge Athleten an. Auch außerhalb von der Laufstrecke erweisen einem die CX 680 aber gute Dienste. Die gut funktionierenden Ear-Fins lassen sind demontieren, sodass man in urbanen Gefilden nicht zu sehr auffällt. Der ausgewogene Klang ist für jede Art von Musik nutzbar. Ausstattung und Verarbeitung sind schwer zu toppen. Eine Folge ist die Wasserdichtigkeit, welche beim Außeneinsatz natürlich ein schönes Feature ist.
    Über zwei Punkte muss man sich beim Kauf der 45€-In-Ears aber bewusst sein. Erstens kommt eventuell noch der Kauf eines Verlängerungskabels hinzu. Außerdem ist Sicherheit im Straßenverkehr ein heikles Thema, was allerdings nicht speziell den CX 680 betrifft, sondern alle umgebungsgeräuschdämpfenden Ohrhörer. Einige Autofahrer gehen oft davon aus, dass sie gehört werden und man entsprechend ausweicht.
    Die Qualität von Zubehör und die Schweißfestigkeit haben dem CX 680 einen Qualitycheck-Award "gut" eingebracht.







  • Lieferumfang
  • lineare Abbildung
  • Lieferumfang




  • Kabellänge/Positionierung des Lautstärkereglers nicht optimal


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    Sennheiser CX-870

    Im Laufe dieses Round-ups steigen die Preise schleichend. Mit 45 Euro Anschaffungspreis liegt der CX-870 schon fast an der Obergrenze von 50 Euro dieses Teils des Round-ups und damit 15 Euro vom kleinsten getesteten Modell entfernt.
    Sennheiser spricht auf der Verpackung von "präziser Basswiedergabe". Auf den aber ersten Blick hebt sich der CX-870 nicht von der Konkurrenz ab. Gespannt sein kann man auf den vom Hersteller hochgelobten Bass. Wir werden sein Verhalten auf dieser Seite näher erläutern.


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 17 - 22500 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 32 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,35 cm herausstehend (gemessen)
    • Kabellänge: 1,17 m, symmetrisch (gemessen)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie
    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "CX 870"
    • Ohrpassstücke in S,M und L
    • Membranschutz
    • Reinigungswerkzeug
    • Bedienungsanleitung
    Der 32-Ohm-Kopfhörer kommt mit abgewinkeltem und stabilem Klinkenanschluss daher und verfügt - fast wie bei der Produktbeschreiben vorherzusehen - über kaum Zubehör. Für alle die gerne von allem etwas mehr hätten: Die technisch identischen Sennheiser CX 880 bringen neben allem Wünschenswertem von Lautstärkeregler bis Aufbewahrungstasche auch einen Preis von zwanzig Euro mehr mit.


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    Optik und Verarbeitung:

    Die Verarbeitung der verwendeten Kunststoffe ist ordentlich. Der Anschlussstecker wirkt stabil und das Kabel bruchfest. Die Ohrhörer selber sollen auf die Ferne wie Kunststoff und geschliffenes Aluminium wirken. Ab etwa 20 cm Abstand verliert man diesen Eindruck zwar, minderwertig erscheinen die kleinen Lautsprecher aber trotzdem nicht. Zwischen den Kunststoffen gibt es nur kleine Spalten und auch Klebestellen konnten wir nicht finden. So soll es sein.
    Die CX-870 sind eine sportliche-schicke Verbindung, auch ohne Adidas-Kooperation. Die geschwungene Form mit markanten Ecken ist einprägsam und wirkt durch die zurückhaltende Farbgebung keinesfalls aufdringlich. Der geschliffene Aluminium-Look erscheint sportlich wie in einem Sportwagen und gibt somit dem CX 870 seine athletische Note.
    Die Optik ist durch die Form besonders und progressiv, aber nicht etwa durch einen aggressiven Farbton auffällig, wie schon die Sennheiser-typische Verpackung. Der CX 870 passt voll in das moderne Schema der Niedersachsen.

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    Praxisgebrauch:

    Wir können dem CX 870 einfache Handhabung bestätigen. Aufgrund von wenig Zubehör und fehlendem Mikrofon fürs Handy gibt es keine Schwierigkeiten, Inkompatibilitäten oder Probleme. Auf der anderen Seite dieser positiven Eigenschaft steht natürlich wenig Nutzen, abgesehen vom Musikhören. Wer also oft telefoniert oder die Lautstärke anpassen möchte, sollte sich vor allem die Konkurrenz und den CX 880 ansehen. Letzterer spielt natürlich mit 65 Euro Anschaffungspreis in einer anderen Preis-Liga. Bedacht sein muss auch, dass Features wie die Lautstärkeregelung zulasten des Komforts gehen. Und genau hier sammelt der CX 870 dann auch wieder seine Pluspunkte. Sein Gewicht ist immer noch gering, erreicht zwar nicht die Leichtigkeit von AKG Q350 & Co., das Tragen ist aber dennoch sehr komfortabel. Man spürt ihn nur noch wenig im Ohr.
    Ein Laster hat der CX 870 aber leider trotzdem noch: Berührungen des Kabels werden, allerdings weniger schlimm als beispielsweise beim Sony MDR-XB40EX, an den Hörer weitergegeben.


    Klangeindrücke Film:

    Der Gladiator und die Inception, beide akustisch nicht unspektakulär, wurden vom CX 870 gemeistert. Die Basswiedergabe war - wie versprochen - präzise und trotzdem äußerst voluminös. Genau in diesem beworbenen Bereich empfinden wir die Ohrhörer aber auch als etwas ausgeprägt aufspielend. Im Gegensatz zu den Tieftönen wecken aber die hohen Töne nicht wirklich Begeisterung oder gar Emotionen. Sie werden abgespielt, aber in völlig unspektakulärer Form. Die Mitten, welche primär für die Sprachwiedergabe zuständig sind, waren klar und detailliert.


    Klangeindrücke Musik:

    Von Klassik bis Elektro - alles kam ins Laufwerk. Genauso wie oder weil der Bass klar und präzise war, legt er auch viel Wert darauf, im Mittelpunkt zu stehen. Den Bereich zwischen 80 und 130 Hz empfanden wir als eine Nuance zu ausgeprägt. Natürlich ist der CX 870 nicht ein Bass-Monster wie der Sony MDR-XB40EX, welcher im ausgeprägten Tieftonbereich partiell sogar ungenau wird. Wir geben dem Probanden von Sennheiser im Tieftonbereich Bestnote, weil er - wenn auch etwas kräftig - einen differenzierten Tieftonbereich wiedergibt. Gespart wird allerdings an den Höhen. Dieser dürften gerne noch etwas mehr leisten, sowohl bei der Frequenz als auch beim Detailgrad. Summa summarum ließen sich alle Musikbereiche gut abspielen.


    Fazit:

    Für 45 Euro in der Anschaffung erhält man ein paar In-Ear Kopfhörer und nicht wirklich mehr. Alles mitgelieferte Zubehör ist nämlich Mindestmaß. Die Ohrhörer aber können dann natürlich in der Produktion etwas mehr kosten. Für alle die kein Zubehör brauchen, noch eine Transporttasche vom letzten Modell übrig haben oder spezielle Ansprüche an die Beigaben haben, sind mit dem CX 870 gut beraten. Der Ohrhörer legt einen fortschrittlichen Auftritt hin und enttäuscht auch beim Klang nicht. Die gute Auflösung und der Detailgrad werden durch fehlende Linearität in manchen Fällen leider wieder weg gemacht. Die mittleren Frequenzen der Basswiedergabe sind uns etwas, aber wirklich nur etwas, zu stark. Allerdings gibt es viele, die basslastige Musik und Kopfhörer lieben. Zum anderen darf man noch an das Erfolgsrezept Equalizer denken.



  • Verarbeitung
  • Optik
  • detaillierter Bass
  • ausgewogene Gesamtwiedergabe




  • Bass minimal überzogen
  • Wenig Zubehör/Features


    Links zum Produkt:















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    AKG K390 NC

    AKG bezeichnet die AKG K390NC auch schlicht als "Black Mamba". Die Giftschlange verfügt über eine Besonderheit, welche die Österreicher mit dem wunderschönen Begriff "Active Noise Cancelling" beschreiben. Diese Technik soll zusätzlich zum abgedichteten Gummi die Umgebungsgeräusche effektiv minimieren, mit einer Technik, welche bei kostspieligen Modellen gerne Einsatz findet - oder auch schon bei Philips für wenig Geld. Die Mamba aber hat eine, wohlbemerkt unverbindliche Preisempfehlung von 129 Euro. Auf der Straße muss man aber nur 50 Euro für die Schlange zahlen. Solche Preisdifferenzen sind stets interessant - die technische Beurteilung folgt.


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 12 - 24000 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 32 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, gerade, 3,0 cm herausstehend (gemessen)
    • Kabellänge: 1,0 m + 0,48 m, symmetrisch (gemessen)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie
    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "K 390 NC"
    • Ohrpassstücke in S, M und L
    • Kunstledercase
    • 3,5 mm Kabel für iPhone,
    • 3,5 mm Kabel für Nokia
    • Adapter von 2 x 3,5 mm Klinke Mono auf 3,5 mm Stereoklinke (Flugzeugadapter)
    • Anleitungen
    Ein kompletter Auftritt, die Beigaben sind "Premium" und in einer Vielzahl vorhanden. Nur den für die Umgebungsgeräuschunterdrückung notwendige AAA-Akku vermisst man.
    Die Einteilung der Kabel ist sinnvoll gewählt. Bis zum großen Active Noise Cancellor gibt es je nach Gerät ein Kabel, das etwa einen Meter lang ist. Fest an der Oberseite des großen Brockens, der die Umgebungsgeräusche weiter minimieren soll, gehen die Kabel zu den Ohrhörern weiter. Es ist mit 0,48 m ordentlich bemessen.
    Der "Flugzeugadapter" splittet das Stereosignal auf zwei Mal Monosignal auf - bekannt vom SHN-7500.


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    Optik und Verarbeitung:

    Keine Mamba ist so tiefschwarz wie das Modell von AKG. Die silberglänzenden Akzente hingegen entsprechen aber den Farben eines Jungtiers dieser Art. Insgesamt ist die Optik schlicht. Das seriöse Schwarz harmoniert hervorragend mit den silbernen Akzenten. Der K390NC wirkt also auch zu Anzug und Krawatte nicht ungewöhnlich, ist aber für den Freizeitbereich dennoch geeignet.
    Die Verarbeitung können wir an keiner Stelle tadeln, weil die Materialien auf einem Niveau sind, das auch für 130 Euro angemessen wäre. Glücklicherweise ist die Preisangabe des Herstellers ja erheblich höher als bei den meisten Anbietern.


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    Praxisgebrauch:

    Der Active Noise Cancellor ist, auch aufgrund der einzulegenden Batterie, ein echter Brocken. Dieser muss irgendwo in der Nähe vom Kopf platziert werden, etwa an der T-Shirt-Oberseite. Abgesehen davon, dass dies keine optische Verschönerung darstellt, ist wie bei Philips das Gewicht nicht zu verachten. Das T-Shirt wird leicht nach vorne gezogen, wenn man den schwarzen Kasten daran befestigt. Für das Gewicht und die Größe ist die Befestigung aber erstaunlich leicht und angenehm ausgefallen. Auch die Ohrhörer selber sind gut zu tragen, aber nicht solche Leichtgewichte wie die berühmten 3-Gramm-Modelle aus eigenem Hause.
    AKG wird aber einen solchen Kasten nicht ohne Grund an das Kabel gebunden haben. Die Filterung von Umgebungsgeräuschen erfolgt, abgesehen von der Dämpfung der Ohrpassstücke, durch identische Technik wie schon beim SHN-7500 von Philips (s.S.7).
    Wir simulierten ein Szenario, indem im 15 m² großen Testraum, etwa 2 m vom Tester entfernt, ein normales Gespräch zwischen zwei Personen stattfand, andere Musik abgespielt wurde, ein Küchenmixer in Betrieb genommen wurde, et cetera. Mit aktiviertem Active Noise Cancelling konnten die Dämpfungs-Bestwerte im Testfeld erreicht werden - subjektiv auch spürbar besser als beim Philips-Modell mit ANC. Höhere Frequenzen wurden besser gedämpft als tiefere, weil Letztere nicht nur gehört, sondern auch gespürt werden. Das Spüren können die In-Ears natürlich nicht beeinflussen, extrem hohe Frequenzen über 15.000 Hz drangen hingegen auch einfacher durch. Die Frequenzen, welche effektiv gedämpft werden, sind also nicht sehr breitbandig, ähnlich wie beim Probanden aus den Niederlanden. Insgesamt weist das AKG-Modell eine bessere Dämpfung als der deutlich billigere Philips auf.
    Bekannt für Nebengeräuschunterdrückung ist eine Verzögerung des eigentlich wiederzugebenden Klanges, da der Gegenschall der Musik hinzugefügt wird, aber erst berechnet werden muss. Wir müssen lobend erwähnen, dass wir dies beim K 390 NC nicht feststellen konnten. Der Sound selber unterscheidet sich zwischen aktiviertem und deaktiviertem ANC nicht. Mit dem zugeschalteten Sonderfeature kann man den Muting-Knopf benutzen, ohne nicht.
    Die integrierte Telefoniefunktion funktioniert gut. Die Sprachverständlichkeit am Ende der Leitung war ähnlich gut wie die eines aktuellen Smartphones.


    Klangeindrücke Film:

    Der Klang präsentiert sich als sehr angenehm, aber weniger spektakulär. Effekte werden nicht überzeichnet, Höhen zischeln nicht. Ein wenig Lautstärke sollte man dem K 390 NC geben, bei zu geringer Intensität flacht der Spaßfaktor wirklich stark ab. Trotzdem wird entspanntes Hören über lange Zeiträume ermöglicht.


    Klangeindrücke Musik:

    Musik wird klar und nicht überspitzt wiedergegeben. Der Sound ist wie auch beim iE71 von Beyerdynamic sehr ausgewogen und ermöglicht angenehmes Lauschen. Oder besser doch nicht lauschen, denn der Bass macht einem hier einen Strich durch die Rechnung, weil er bei geringen Lautstärken wenig Druck erzeugen kann. Ab mittlerer Lautstärke klingt auch dieser super, weil er sehr definiert abspielt.


    Fazit:

    Der K390NC von AKG ist der Geheimtipp für Genießer: Die Mamba schlängelte sich mit ausgewogenem Klang, gut funktionierendem ANC, hochwertigem Zubehör und einem erstaunlich geringen Preis für das gebotene durch unseren Parcours. Etwas überdimensioniert ist aber der fest ans Kabel integrierte Kasten, der die Umgebungsgeräusche dämpft. Während die Ohrhörer im Sitzen bequem sind, würde man beim Laufen gerne auf die Dämpfung verzichten. Im Verhältnis zur ANC steht der Komfortverlust nämlich nicht immer. Vom Tragen des K390NC im Straßenverkehr ist durch das neue Feature also noch mehr abzuraten als bei allen anderen Ohrhörern. Man bekommt nämlich von sich annähernden Autos nur noch sehr wenig mit.


    Unser Resümee ist, dass der K390NC beispielsweise zum Einsatz im Zug, im Wartesaal, am Flughafen oder im Bus optimal ist. An diesen Stellen stören einen die genannten negativen Attribute der klanglich sehr homogenen Ohrhörer nicht und auch die Möglichkeit des Telefonierens ist hier bestens möglich. Wer andenkt, die Ohrhörer primär in diesen Bereichen zu nutzen, sollte zuschlagen, denn der Preis ist mit gut 50 Euro momentan spitze. Aus diesem Grund sprechen wir auch den P-L-Award "gut" aus.




  • Preis/Leistung
  • Kompletter Lieferumfang
  • Lautstärkeregler
  • gute Kabellänge
  • Angenehme Auflösung der Höhen und Mitten
  • guter Tragekomfort




  • etwas schwacher Bass
  • Sprachverständlichkeit nimmt bei Filmen mit Nebengeräuschen ab


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    Pioneer SE-CLX40-E

    Nachdem vor zwei Jahren die Produktion von Fernsehern aufgrund der zu guten Lage des Yens gestoppt wurde, musste die japanische Firma Pioneer Umsatzeinbrüche verbuchen. Ihre Fernseher galten als hochklassig und qualitativ, auch die zahlreichen Hi-Fi-Geräte und DJ-Produkte weichen in dieser Hinsicht nicht ab. Was sollte dann Pioneer daran hindern, ebenso gute In-Ears herzustellen? Das Resultat ist der SE-CLX40. Der Proband steht in blau und rot in den Läden. Wir untersuchen ein Modell in Warnfarbe genauer und zeigen, ob die In-Ears in das Portfolio Pioneers passen.


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 10 - 24000 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,3 cm herausstehend(gemessen)
    • Kabellänge: 1,31 m , symmetrisch (gemessen)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie
    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "SE-CLX40-E"
    • Ohrpassstücke in XS, S, M und L
    • Anleitungen
    • Kabelclip
    Die Herstellerangaben kann man als "Standard" bezeichnen, sie heben sich in keinem Punkt von den anderen Ohrhörern im Testfeld ab. Der Lieferumfang hingegen ist sogar deutlich bescheidener als bei manchen Modellen, die die Hälfte kosten. Schön ist, dass man noch mehr Auswahl bei den Ohrpassstücken hat, als es sich eingebürgert hat. Man kann nun zwischen vier Größen wählen. Die Abrundung durch "XS" nach unten ist sinnvoller als einen "XL"-Stück, da die Pioneer-Passtücke eher ein Quäntchen größer ausfallen als die der Konkurrenz und das ganze Gebilde ja auch noch in den Hörkanal passen soll. Wer die SE-CLX40-E allerdings transportieren möchte, sollte noch ein paar weitere Euro in eine adäquate Tasche stecken. Bei täglichem, exzessivem Gebrauch mit anschließendem Hosentaschentransport halten auch teure In-Ears erfahrungsgemäß nur rund drei Monate.


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    Optik und Verarbeitung:

    Hochwertig wirkt das biegsame und dicke Kabel gleichermaßen wie der robuste Stecker. Die Ohrhörer bestehen ebenfalls aus ausgesuchten Materialien, wollen aber nicht wie aus einem Guss wirken. Das wird verursacht durch den kleinen, schwarzen Kunststoffflügel, welcher in das Ohr greift. Wie auf den Bildern zu sehen, ist zwischen den Unterschiedlichen Materialien am Ohrhörer jeweils eine kleine Spalte, welche den Qualitätsansprüchen nicht unbedingt gerecht wird. Im Ohr allerdings - und darauf kommt es an - entdeckt man die genannten negativen Aspekte nicht. Die Optik ist gut, schlicht, aber bloß nicht zu unauffällig! Schlussendlich ist das Äußere ansprechend, ist aber, wie so oft, eine Frage des Geschmacks.


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    Praxisgebrauch:

    Der SE-CLX40-E erwies sich als angenehmer Weggefährte. Der Grund liegt dabei beim geringen Gewicht und dem puristischem Aufbau. Am Kabel befindet sich nichts, das viel wiegt oder beim Tragen stören könnte, das Konzept ist also ganz einfach: abgewinkelter Klinkenstecker, Kabel, Kabeltrenner, Ohrhörer. Wie der Lieferumfang ist auch das die kostengünstigste mögliche Variante. Das lässt natürlich auf noch besseren Klang hoffen, bringt aber keinerlei Funktionen mit sich.
    Wir können uns vorstellen, dass die Kunststoffausbuchtung der Ohrhörer in kleineren Ohren wirklich unangenehm ist, denn diese ist sehr hart.
    Die XE-CLX40 sind übrigens auch für den Sport geeignet. Die Kabellänge ermöglicht es auch großen Personen, die Ohrhörer zu nutzen.


    Klangeindrücke Film:

    Der Eindruck der Filme wird von herausragender Sprachverständlichkeit geprägt. Der Verursacher sind glasklare Mitten, auch bei zahlreichen Nebengeräuschen. Dabei werden allerdings die Höhen weniger intensiv dargestellt. Der Bass verursacht einen unheimlichen Spaß-Faktor im Film, weil er unheimlich viel Volumen und Druck hat, aber noch kontrolliert klingt.


    Klangeindrücke Musik:

    Klassik, Jazz, Blues, Swing, Rock und Indie erschienen alle äußerst stimmig und aufregend. Die hohe Frauenstimme von Shakira hätte noch etwas mehr unter die Haut gehen können, ansonsten kann man allerdings vom besten Kopfhörer im bisherigen Testfeld sprechen, solange man nicht auf absolute Linearität Wert legt. Abgesehen von etwas "Sauberkeit" im Tieftonbereich spielt der SE-CLX-40 in einer Liga mit dem CX 870 oder auch so manchen Philips-Modellen - es fehlt nur ein Quäntchen.


    Fazit:

    Der SE-CLX40-E hat uns wirklich Spaß gemacht, zumindest bezüglich des Sounds, auf welchem das Hauptaugenmerk liegen sollte. Allerdings gibt es auch ein paar kleinere Defizite. Manche könnte der schmale Lieferumfang stören, zumindest finden aber Kunden mit kleinen Gehörgängen auch ein passendes Ohrpassstück vor, denn Pioneer legt vier unterschiedlich große Modelle bei. Wer auch insgesamt kleine Ohren hat, könnte aber von dem zur Stabilisierung gedachten Plastikstück geärgert werden. Ansonsten wurden wir begeistert: das Kabel wirkte stabil und gut eingepackt, der Klinkenstecker kompakt aber stabil. Auch der Klang wird sich unter anderen als Bester im Feld erweisen, besonders bei Filmen. Einen Award gibt es für die tollen Soundtechnischen Leistungen, beim Lieferumfang wurde dafür aber gespart.






  • Robuste Konstruktion
  • Sehr guter Klang
  • Filmwiedergabe




  • Lieferumfang
  • Funktionsumfang



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    Sennheiser/Adidas CX 310

    Mit dem CX 310 von Sennheiser sind wir beim preislichen Höhepunkt des ersten Teils unseres Round-ups angelangt. Wie schon der Sennheiser CX 680 ist der diesmalige Proband aus einer Kooperation mit Adidas entstanden. Die blau-weißen CX 310 präsentieren sich aber weniger als Equipment für Hardcore-Sportler als ein Lifestyle-Produkt. Die Verpackung verspricht "Hochleistungskopfhörer", welche "Sound & Style" kombinieren - und das für 50 Euro. Prüfen wir dieses Versprechen der Damen und Herren von Sennheiser doch!


    Grunddaten:
    • Frequenzgang: 19 - 21000 Hz (Herstellerangabe)
    • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
    • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,7 cm herausstehend (gemessen)
    • Kabellänge: 1,27 m , symmetrisch (gemessen)
    • Wandler: dynamisch
    • 2 Jahre Garantie
    Lieferumfang:
    • Ohrhörer "CX 310"
    • Ohrpassstücke in S, M und L
    • Transporttasche
    Die Kabellänge ist durchschnittlich und damit für die meisten Personen adäquat. Besonders stabil ist der abgewinkelte Klinkenstecker, welcher dafür aber auch etwas mehr Platz benötigt. Der Lieferumfang wirkt auf den ersten Blick wie beim CX 870, ganz so sparsam ist aber hier nicht vorgegangen worden. Eine Kurzanleitung steht auf der Verpackung - völlig ausreichend. Neben den drei paaren Ohrpassstücken befindet sich auch eine Transporttasche im Lieferumfang.


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    Optik und Verarbeitung:

    Robuster Klinkenstecker, ausreichend dickes und biegsames Kabel, weiche Kunststoffe und ein stabilisierender Metallring mit Sennheiser-Schriftzug an der Oberseite am Ohrhörer bilden zusammen ein überdurchschnittliches Resultat.
    Der Anblick des Probanden ist gewohnt. Kein Wunder, denn die Farben Blau und Weiß werden sofort mit Adidas assoziiert, wenn man den Freistaat mal außen vor lässt. Das Blau ist übrigens kein Sennheiser-Blau, sondern das kräftigere Adidas-Blau. Die Design-Hose wurde also vollständig von den Franken getragen. Allerdings sucht man nach traditionellen Streifen vergebens. Nach dem Klinkenstecker geht das Weiß los, beim Kabelsplitter endet es. Danach ist konsequent Blau angesagt, bis auf ein paar Adidas-Logos. Die optische Linie ist beim Probanden ganz klar, weswegen man ihn auch von weit weg als Adidas erkennt. Diese Trennung des Kabels in weiß und blau finden wir eine einfach zu realisierende, aber sehr modische Idee. Die Optik kann lifestyleorientierte Kunden sicherlich völlig einnehmen. Auch die Tasche macht keine Ausnahme: Blau-Weiß, Adidas-Sennheiser. Genau dies empfinden viele aber als übertrieben: Es gibt keine Stelle, an der nicht irgendein Logo stünde.


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    Praxisgebrauch:

    Der Komfort stimmt, was vor allem durch den auffällig weichen Kunststoff realisiert wird. Das Gewicht ist gering und das Tragen somit angenehm. Leider tendiert auch das Kabel des CX 310 dazu, wie so einige Modelle im Testfeld, Berührungen an den Hörer weiterzugeben. Der Bereich ab dem Kabelsplitter stellte sich dabei als besonders sensibel heraus, der untere Teil ist besser gedämmt und auch ausreichend dick.
    Ohne Mikrofon und schwerem Lautstärkeregler sind die Ohrhörer natürlich auch für sportliche Aktionen geeignet, aber nicht besser als andere Modelle ohne Adidas-Branding und keinesfalls besser als der billigere CX 680. So anschmiegsam wie das schwarz-gelbe Sennheisermodell sind sie ebenfalls nicht. Im Ohr des Testers fühlten sie sich zwar sehr weich, aber auch nicht fest sitzend an und fielen bei Bewegung recht schnell heraus.
    Athleten außerhalb ihres Einsatzes die als solche erkannt werden wollen, beim Sport aber auf ablenkende Musik verzichten und mit dem CX 310 ein wenig "Style" zeigen möchten, sollten genauer hinsehen. Die Kabellänge lag im Normalbereich und ist für übliche Körpergrößen ausreichend.


    Klangeindrücke Film:

    In den beiden Filmen konnten wir keine Besonderheiten ausmachen. Effekte wurde nicht übertrieben abgespielt, trotzdem waren die Bässe sehr tief, kräftig und angemessen dimensioniert. Die Sprachverständlichkeit liegt nur im oberen Mittelfeld dieses Round-ups. Die Höhen lassen sich am besten am Meer im Film "Inception" bewerten, sie wurden authentisch und klar wiedergegeben.


    Klangeindrücke Musik:

    Das Sennheiser CX 310 verfügt über einen angenehm wuchtigen Bass, welcher auch bis tief in den Keller Druck erzeugen kann. Allerdings wirken die tiefen Töne nicht so präsent wie beispielsweise beim Pioneer CLX-40, weil sie mehr wummerten. Trotzdem hat man nicht eine Bass-Maschine wie den XB-40 von Sony zur Hand. Die Bässe sind nämlich nicht überzogen, für 50 Euro kann man aber auch schon ein wenig mehr Niveau erwarten. Knackiger erscheinen können hätten aber die Höhen, welche zwar gut wiedergegeben wurden, aber etwas träge waren.
    Zu loben ist die Linearität, welche dafür wirkte, dass die Songs wenig verfälscht wurden.



    Fazit:

    CX 310 steht für Lifestyle, das ist für unsere Augen wegen der Farbgebung und den Markenlogos Fakt. Trotz "Style" muss man für 50 Euro auf nichts verzichten. Mit Tasche, Ohrpassstücken und einigen liebevollen Details wie dem zweifarbigen Kabel, wird das Adidas/Sennheiser-Modell in jedem Fall Liebhaber finden. Große Negativpunkte gibt es nicht, nur ein festerer Sitz wäre wünschenswert. Dieser ist aber, wie bei allen Modellen, von dem Ohr des Nutzers abhängig. Und diese sind bekanntermaßen alle unterschiedlich. In unserem Fall war der Sitz aber verbesserungswürdig.
    Beim Kauf muss einem eines bewusst sein: Man kann mit etwas billigeren Modellen bereits ähnlichen Klang erwerben, muss aber dabei auf trendiges Design verzichten. Viele sind bereit, diesen Aufpreis zu zahlen, andere investieren lieber an anderer Stelle - jeder wie er will. Rein objektiv betrachtet ist der Preis für den gebotenen Sound zu hoch. Ein Award für das Äußere ist angebracht, auch wenn er sich damit ein wenig auf die Freizeit einschränkt.





  • natürliche Wiedergabe
  • tiefer Bass
  • Verarbeitung
  • Design




  • Sitz im Ohr
  • Preis


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    Fazit

    Zu Beginn unseres Resümees wollen wir nochmal positive und negative Punkte der zahlreichen Test-Seiten zusammenfassen. Die Ordnung nach Preis bleibt beibehalten, sodass schon ein klares Auswahlkriterium gegeben ist.




    In unserem Round-up hat sich allerlei Interessantes herausgestellt. Wie man es aus dem Audiobereich allgemein kennt, gibt es keinen klaren Sieger. Während man beispielsweise bei Hardware einen klaren Leistungsprimus ernennen kann, ist das bei den getesteten In-Ears kaum möglich: Zu unterschiedlich sind Geschmack, Musikrichtungen und Vorlieben. Es können Kleinigkeiten wie der Klinkenstecker oder die Optik ein Modell zum absoluten Favoriten oder No-Go machen. In unserem Fazit möchten wir diese Punkte außer Acht lassen und uns vor allem auf die Fakten konzentrieren: Preis, Lieferumfang, Klang.

    Für seinen Preis von 35 Euro ist der Sony MDR-EX300 im unteren Preissegment und schon sehr empfehlenswert. Sein Klang ist linearer als bei dem Konkurrenten Sennheiser CX-281 - der dafür mit umfassenderem Zubehör daherkommt. Ähnlich gut wie der Klang des Japaners ist der Klang des vergleichbar teuren Phillips SHE-9750, welcher druckvoller agiert, aber beim "Rundherum" weniger punkten kann.

    Im gehobenen Preisbereich des ersten Teils unseres Round-ups sind die Modelle Sennheiser und Pioneer interessant. Alle haben eigene Charaktereigenschaften und jeder zeichnet sich durch diese aus. Der sportliche CX680 von Sennheiser ist für ambitionierte Athleten genau richtig. Konkurrenz gibt es im Testfeld für dieses Modell nicht, zumindest wenn man sich als Sportler begreift und bei seiner Lieblingsbeschäftigung gute Musik dabei haben möchte, denn die zahlreichen Ear-Fins sorgen für perfekten Sitz im Ohr. Auch der teurere Adidas/Sennheiser CX310 ist nicht so gut für den Sport geeignet, er steht mehr für Lifestyle - und guten Klang.

    Etwas außer Konkurrenz liefen bei uns die beiden Modelle mit aktiver Nebengeräuschunterdrückung. Wenn man sich entschieden hat, ob man auf diese Wert legt, oder nicht, fällt die Wahl weniger schwer. Der Einschätzung von uns, dass sich dieses Feature bei häufigem Einsatz bei hoher Lautstärke in der Umgebung lohnt, etwa bei Bahnfahrten oder im Flugzeug. Wir haben aber auch wiederholt festgestellt, dass der richtige Sitz der Ohrhörer im Ohr bei Weitem wichtiger ist, denn dieser beeinflusst das Hörerlebnis als auch die Umgebungsgeräuschdämpfung immens.

    Wir empfanden die beiden Modelle mit ANC ausgesprochen preiswert. Bereits ab 30 (Phillips) und 50 Euro (AKG) wechseln die besonders ausgestatteten Modelle ihren Besitzer, bringen dabei allerdings neben besserer Geräuschdämpfung auch die Last in Form eines Kastens mit, den der Hörer mit sich herumtragen muss. Wer sich zwischen der Black Mamba und dem Phillips-Modell entscheiden muss, sollte zu dem Produkt greifen, dessen Preis besser passt und das ihm besser gefällt. Der AKG ist hochwertiger ausgestattet und wirkt etwas solider, er kostet dafür aber auch deutlich über ein Drittel mehr.
    Einen Überblick über den teureren Einsteigermarkt über 50 bis etwa 100 Euro werden wir im zweiten Teil dieses Round-up geben, welcher in Kürze auf Tech-Review.de vorzufinden sein wird.









  • Gordian Hoffmann


    gedruckt am 23.10.2019 - 18:21
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=11041