Der taiwanesische Netzteil-, Gehäuse- Laufwerk- und Peripherie-Hersteller SEED hat zwei neue PC-Netzteile mit dem Namen "S12 Plus" mit 380- und 450W Nennleistung und "E12", die als 350-, 400- und 450W-Modell aufgelistet ist, auf deren chinesischen- und taiwanesischen Homepage vorgestellt. Während es sich bei ersteren um den Nachfolger der Netzteilserie "S12" handelt, ist letzteres eine neue Netzteilserie.

Bildquellen: myseed.com.cn ; myseed.com.tw
Als Elektronik verwenden beide Modelle eine Low-End Platine, die u.a mit einer weit verbreiteten "Two Transistor Forward"-Schaltung ausgestattet ist und im Sekundärbereich eine gruppenregulierte Spannungsregelung in Form von zwei Drosseln verwendet. Im Primärbereich werden zwei in Reihe geschaltete Kondensatoren mit einer Spannungsfestigkeit von 200V und einer Kapazität von jeweils 470µF von unterschiedlichen Herstellern [S12 Plus: CapXon; E12: HEC] verwendet, während über die Kondensatoren sekundärseitg kaum Informationen zu finden sind.
Die Eingangsfilterung beginnt bei beide Serien auf einer zusätzliche PCB und aus den Herstellerfotos von S12 Plus-Reihe ist zu entnehmen, dass jeweils zwei Drosseln, zwei Y- (blau) und X-Kondensatoren (gelb), aber keine MOV gegen Spannungsspitzen aus den Stromnetz verbaut sind. Bei E12 gibt es bis auf einen abgebildeten X- und Y-Kondensator und eine Drossel keine weitere Infos zu der Eingangsfilterung.
Die Lastverteilung der S12 Plus- und E12-Reihe sieht bei der +12V-Leitung eine einzelne vor. Widersprüchlich ist bei der S12 Plus-Reihe, dass die angegebene +12V-Leitung stärker als die lieferbare Nennleistung in der S12 Plus-Serie ist, da die gesamte Reihe nur 300- bzw. 350W dauerhaft liefern kann, während 380- bzw. 450W nur für kurze Zeit als Spitzenleistung - wenn überhaupt möglich - abrufbar sind.
Da beide Serien mit einer passiven PFC-Drossel ausgestattet sind, gibt SEED für die S12 Plus und für die E12-Reihe eine Effizienz von bis zu 75% bzw. durchschnittlich 70% an, jedoch verspricht der Hersteller einen Standy-By Verbrauch von weniger als einen Watt und damit Kompatibilität zur EuP/ErP-Richtlinie der EU. Mit einer OVP, UVP und SCP fällt die Anzahl der Schutzschaltungen sehr bescheiden aus.
Die Netzteilgehäuse der S12 Plus- und E12-Reihe haben eine Tiefe von 140mm und sind nicht nur mit einer schwarzen Lackierung und schwarzen, angeschraubten Lüftergitter mit S12- und E12-Label in der Mitte, sondern auch mit einer 0,5mm dünne SECC-Stahlschicht aus Japan ausgestattet, von der SEED einen besseren Schutz vor elektromagnetischer Strahlung verspricht.
Als Lüfter kommt in beiden Serien ein 120mm mit Gleitlager und Temperatursteuerung zum Einsatz, der beide Netzteile mit einer niedrigen Lautstärke kühlen soll. Während alle Kabelstränge in der S12 Plus-Serie weder in Sleeves verpackt noch gebunden sind, ist im E12 lediglich der ATX 20+4pin-Kabelstrang in Sleeves gebunden und zudem beträgt deren Querschnitt nach amerikanischen Maß 18AWG [= etwa 1mm²].
Zwar gibt SEED nicht an, wann und wo die S12 Plus und E12-Serie verfügbar sein werden, jedoch gibt der Hersteller als Garantizeit jeweils drei Jahre an.
Lastverteilung (in Bilder):
S12 Plus:
E12:
Steckeranzahl:
380 PKC301F: 1x ATX 20+4pin; 1x ATX12V 4+4pin; 1x PCIe 6+2pin; 5x SATA; 1x Molex; 1x Floppy
380 PKC301F: 1x ATX 20+4pin; 1x ATX12V 4+4pin; 1x PCIe 6+2pin; 5x SATA; 1x Molex; 1x Floppy
NS350: 1x ATX 20+4pin; 1x ATX12V 4+4pin; 1x PCIe 6+2pin; 5x SATA; 3x Molex; 1x Floppy
NS400: 1x ATX 20+4pin; 1x ATX12V 4+4pin; 2x PCIe 6+2pin; 5x SATA; 3x Molex; 1x Floppy
NS450: 1x ATX 20+4pin; 1x ATX12V 4+4pin; 2x PCIe 6+2pin; 5x SATA; 3x Molex; 1x Floppy