Dem Navi blind zu folgen ist keine gute Idee. Egal ob beim Wenden auf der Autobahn oder beim Fahren gegen die Einbahnstraße - die Ausrede, man habe auf sein Navigationsgerät vertraut, hilft wenig. Auch die Erzählungen über Leute, die aufgrund einer Anweisungen des praktischen Wegfinders plötzlich auf Schienen weiterfahren sollten oder im Fluss landeten, mahnen alle Benutzer zu kritischer Überprüfung der Routenvorschläge.
Zu diesen kuriosen Geschichten können nun auch wir Deutschen noch eine eigene hinzufügen: In Hessen lotste ein Navi einen Arbeitstrupp einer Dachdeckerfirma ziemlich nahe ans Ziel - eine Hausnummer weiter dürfte ja eigentlich kein Problem sein. Schlecht ist, wenn man nicht merkt, dass man am falschen haus ist. Ergebnis: Statt dem Einfamilienhaus des Auftraggebers wurde das städtische Bürgerhaus abgedeckt. Erst als bereits 100 Quadratmeter abgedeckt waren, fiel die Verwechslung auf. Eine Schadenssumme ist noch nicht bekannt.
Die Aussage "Ziel erreicht" sollte man also nicht einfach für bare Münze nehmen. Gerade Hausnummern sind nicht immer korrekt in die karten integriert.