Windows auf dem Tablet? - Samsung Series 7 Slate
21.05.2012 von Rasmus Kriest
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Windows 7
Zwar war Microsoft maßgeblich an der Entwicklung von Tablet-PCs beteiligt, dennoch merkt man einem "normalen" Computer, auf welchem Windows läuft, nicht an, dass dieser auch mit dem Finger / Stift bedienbar ist. Windows 7 wird in einer multilingualen Version geliefert, für den Business-Kunden wichtig - wobei dieser meist ohnehin die Geräte von der Firma mit vorinstallierter Software gestellt bekommt.
Doch was hat die Bedienung eines Computers mit einem Touchscreen überhaupt für Vorteile? Der Finger ist immer das natürlichste "Gerät", mit welchem wir arbeiten können. Mit ihm oder einem Stift können viel genauere Zeichnungen angefertigt oder völlig anders strukturierte Ideensammlungen angelegt werden, als es je mit Maus & Tastatur möglich wäre. Auch kann man einen Computer mit Tastatur schlecht als Notizblock verwenden, da man ihn um etwas aufzuschreiben abstellen muss. Leider lassen sich bestimmte Dinge in Windows (z.B. die Fensterelemente) mit dem Finger lange nicht so gut bedienen wie gewöhnlich mit Maus und Tastatur.
Windows bringt von Haus aus einige Software für die Bedienung mit dem Stift mit. So wird nicht nur eine virtuelle Tastatur, sondern auch eine Handschrifterkennung angeboten.
Diese wandelt - wie der Name schon sagt - die eigene Handschrift so um, dass ein Programm sie verwenden kann.
Sollte es einmal zu Problemen kommen, lässt sich der Computer auch immer weiter auf die eigene Handschrift optimieren.
In der Praxis funktioniert die Handschrifterkennung sehr gut und erkennt sowohl im Englischen als auch im Deutschen - nach einmaligem Nutzen des Trainingsprogramms - fast alle Wörter und Sätze des Redakteurs.
Das volle Potential eines Touch-fähigen Computers lässt sich jedoch nur mit weiterer Software erreichen: so zeigt OneNote, welches ebenfalls aus dem Hause Microsoft kommt, wie man Notizen in verschiedenen Schriftdicken und -farben anfertigen kann. Auch lassen sich Bild-, Audio- und Videodateien einfügen.
Doch auch Samsung liefert (wie jeder Hersteller) ein Paket von - mehr oder weniger nützlicher - Software mit:
Bing Bar
Cyberlink YouCam
Microsoft Office 2010 Starter
Norton Internet Security Demo
Samsung Recovery Solution
Skype
Swype Keyboard
Touch Logon
Touch Launcher
Windows Live Essentials
Während das Norton Security oder Microsoft Office zu der Sorte Software gehören, die immer vorinstalliert ist, sind auch einige sehr interessante und nützliche Dinge dabei. So gut die Handschrifterkennung von Windows schließlich ist, so schlecht ist die virtuelle Tastatur. Man muss sich wirklich konzentrieren, jede Taste zu treffen, die man treffen will - das schreiben wird zur Qual. Glücklicherweise hat Samsung das hauseigene Swype-Keyboard gleich vorinstalliert, das sowohl das Drücken einzelner Tasten, als auch das "Swypen" eines ganzen Wortes erlaubt. "Swypen" bedeutet, dass man nur die "Form" des Wortes abfahren muss, nicht aber die einzelnen Buchstaben auch wirklich treffen.
Außerdem ist der "Touch Launcher" eine Software, die die auf Samsung-Smartphones und -Tablets genutzte Oberfläche TouchWiz auch unter Windows nutzbar macht. So gibt es große, mit dem Finger bedienbare Symbole und einige Anwendungen, die sich ebenfalls mit der Hand bedienen lassen - direkt unter Windows. Glücklicherweise lassen sich auch "normale" Anwendungen direkt in die Liste aufnehmen, sodass das Ganze zu einer sehr praktischen Lösung wird.
Etwas schade ist die Tatsache, dass das "Microsoft Touch Pack" nicht vorinstalliert wird - zeigt doch gerade dies einige Eindrucksvolle Funktionen. So konnten wir nicht anhand vorinstallierter Software feststellen, dass das Slate ganze acht Touch-Punkte auf einmal unterstützt!