Roundup: sechs 280er Dualradiatoren im Vergleich
06.03.2012 von Louis Hirschmann
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Messungen
Die Drehzahl von gerade einmal 300 U/min, mit der jeder der beiden Lüfter werkelt fordert alles von unseren Radiatoren ab, so lag die Wassertemepratur teilweise jenseits der 45 °C Marke. Einen Testkandidaten traf es ganz besonders hart - der 30-FPI Copper von Koolance versage leider in dieser Testeinheit, denn die Wassertemperatur betrug zeitweise über 50 °C, wodurch die Temperatur der verwendeten CPU in kritische Bereiche hineinrutschte. Daraufhin sahen wir uns gezwungen die Messung mit dem Koolance Wärmetauscher abzubrechen - Grund hierfür sind die sehr nah beieinander liegenden Kühllamellen, die wiederum nur für höhere Lüfterdrehzahlen ausgelegt sind. Am besten hat unser Phobya Sample abgeschnitten, denn dieses verfügt über sehr weit auseinander liegende Kühlfinnen, wodurch weniger Luftdruck genügt, um die Wärme optimal abzuführen.
Bei 500 U/min konnte der dicke Nexxos von Alphacool deutlich aufholen und liegt mit der Leistung fast gleichauf mit dem Magicool Probanden. Erstaunlich ist, dass die Dicke des Radiators eben doch Vorteile mit sich bringt, denn der baugleiche aber etwas dünnere Nexxos liegt merklich weiter zurück. Der teure Aquacomputer Radiator verliert leider bei der steigenden Drehzahl mehr und mehr den Draht zu den anderen Wärmetauschern, was sehr schade ist. Die erste geglückte Messung des Koolance besetzt wie erwartet den letzten Platz, der Radiator hat aber durchaus Potential sich bei erhöhten Umrundungen der Lüfterblätter etwas nach oben zu setzten.
Nun wird es etwas subjektiv etwas lauter - der UT60 Nexxos kann sich wieder an der Spitze küren lassen, was durch den ausgeglichenen Abstand der Kühlfinnen gelang. An zweiter Stelle platziert sich nun der G-Changer von Phobya, der trotz der weiten Lamellenabstände exzellente Werte abliefert. Der Ausgeglichene Magicool Radiator kann sich weiterhin im oberen Mittelfeld bestätigen. Der bisher schwache Koolance Kühler wäre um ein Haar gleichauf mit dem airplex modularity gewesen - die Tendenz setzt sich aber weiterhin fort: bekommt er mehr Luft zugeströmt, steigt seine Kühlleistung fast linear. Der Testkandidat von Aquacomputer fällt diesmal leider deutlich zurück, was erstens am Material- (Aluminium) und zweitens an den sehr weiten Kühlfinnenabständen liegt.
Die letzte Stufe unserer Messungen liegt bei 1000 U/min, was subjektiv schon recht laut ist. Theoretisch haben Radiatoren mit einer hohen Lamellendichte einen größeren Vorteil gegenüber denjenigen, die etwas gröbere Strukturen aufweisen. Weiterhin auf dem ersten Platz kann sich der dicke Kupferne Alphacool Wärmetauscher behaupten - dicht gefolgt von der Konkurrenz aus dem Hause Magicool. Der Phobya G-Changer liegt in wiederholter Weise im Mittelfeld, trotz der breit gefächerten Kühlfinnen. Immerhin zum vorletzten Platz konnte sich der Koolance Kühler herantasten - das volle Potential kann der Radiator aber erst ab rund 1500 U/min ausschöpfen, was wiederum den Sinn einer Wasserkühlung in Frage stellt wo diese eigentlich so leise wie möglich arbeiten sollte. Der letzte Platz geht an den qualitativ hochwertigen airplex modularity, der im letzten Testlauf den anderen Radiatoren den Vortritt gewähren musste.
Bei den Durchflusswerten gibt es keine bösen Überraschungen: insgesamt sind die Unterschiede aber sehr gering. Der Koolance sowie Aquacomputer Radiator überzeugen leistungsmäßig weniger, doch Bezüglich des Wiederstandes, den das Wasser überwinden muss, machen beide eine sehr gute Figur. Alle anderen Kühler sorgten für eine gute bis mittelmäßige Figur.
Indirekter Vergleich zu unserem 360er Referenz-Radiator
Wir haben uns entschlossen die Werte eines 360er Radiators nicht direkt in die Vergleichstabellen der 280er Kühler zu integrieren, denn Wärmetauscher die über eine komplett andere Lüftergröße und über eine geringfügig andere Kühlfläche verfügen, sollten nicht direkt miteinander verglichen werden. Interessant ist der Vergleich dennoch sehr, vor allem weil der 360er Wärmetauscher über einen Lüfter mehr verfügt als eine 280er Ausführung - die Kühlfläche beider Größen unterscheidet sich in der Regel kaum. Deutlich kompakter und vielseitiger einsetzbar ist natürlich ein 280er Dual Radiator.
Doch nun zu den Ergebnissen: für einen groben Überblick testeten wir mit Drehzahlen von 700- und 1000 U/min. Bei der ersteren Drehzahl kann unser Magicool 360 Modell sehr gut mithalten - die Delta Temperatur zwischen Luft und Wasser lag hier bei 10,0 °C, wohingegen der beste 280er Kühler einen Delta Wert von 10,4 °C aufweist - bei 700 U/min liegt unser 360er Referenzmodell rund ein Grad Celsius vor dem besten 280er Modell.