Folgen Sie uns auf Twitter  »  TRV bei Facebook  »  Besuche unseren YouTube-Channel  »  Kontakt  »  Werbung  »  Datenschutz  »  Impressum  »  
Start Reviews/Artikel Forum News Partner
Passwort vergessen?
Artikel » Reviews » Cooler Master Cosmos II - Goliaths Erben?
  Seite: 1 2 3 4 5 6  

  Cooler Master Cosmos II - Goliaths Erben?
Cooler Master Cosmos II - Goliaths Erben?
28.02.2012 von Mario Kramer





Inhalts-Navigation:

Praxis - Einbau

Folgendes Testsystem kam dabei zum Einsatz:
Motherboard ASRock N68C-S (AM2+)
CPU AMD Athlon64 X2 4200+ EE 2200Mhz 2x512KB
RAM 1024 MB DDR2 800Mhz Corsair PC2-6400 CL5
Grafikkarte
ATI Radeon HD 5850 (Cypress) (Core-Clock 775 MHz - Mem-Clock 1125 MHz)
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 64bit
CPU-Kühler
Spire - TherMax 2 (SP679) AM2
Festplatte
1 x 160GB Samsung HD160JJ 7200rpm sATAII
Netzteil
Gigabyte Superb 720 GE-P610A-C2


Neben der Gesamtübersicht über die Features darf natürlich auch der Einbau unserer Komponenten nicht fehlen. Zu Anfang haben wir auf dem Mainboard-Tray die für unseren ATX-Formfaktor vorgesehenen Abstandsbolzen angebracht. Anschließend kam das Mainboard samt dem großzügigen Alpenföhn Brocken-Towerkühler in das Gehäuse, schon hierbei war das Arbeiten mit den Komponenten aufgrund des großen Platzangebotes sehr angenehm. Für die Nutzung der USB 3.0 Schnittstelle kann der USB Stecker direkt auf dem Mainboard angeschlossen werden. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der Variante mit den nach Außen durchgeschleiften USB Steckern, welche dann beim I/O Panel hätten eingesteckt werden müssen und damit den jeweiligen Port für die weitere Nutzung besetzt hätten.
Im nächsten Schritt musste natürlich auch das Netzteil seinen Platz finden. Dazu entnahm man den bereits vormontierten Netzteilrahmen durch Drehen der leider sehr fest angezogenen Rändelschrauben und montiert diesen direkt mit dem im Lieferumfang enthaltenen Schrauben an das Netzteil. Anschließend wird das Gespann rückwärtig in das Gehäuse eingeschoben. Das Netzteil liegt dabei auf der bereits eine Seite zuvor angesprochenen Moosgummi-Entkopplung. Bei der Verkabelung trotz unseres nicht modularen Netzteils zeigen sich auch hier die Stärken des Cosmos II, denn sowohl alle Durchführungen als auch der Abstand zwischen Mainboard-Tray und der linken Seitenwand sind so großzügig gestaltet, dass sich selbst die dicken Kabelstränge des 24 Pin-Steckers mühelos verlegen ließen und alles insgesamt sehr einfach von der Hand ging.


Natürlich muss auch noch eine Festplatte den Weg ins Gehäuse finden, hierbei hat der Anwender die Qual der Wahl. Er kann hier zwischen den beiden inneren Modulen wählen, aber auch die beiden von außen zugänglichen und abschließbaren Hot-Swap-Schächte nutzen. Um die Festplatte im Hot-Swap-Modul einzuschieben muss lediglich das Schloss und die Frontblende geöffnet und der Datenspeicher bis zum fühlenden Anschlagpunkt eingeschoben werden. Anschließend wird die Festplatte durch das vorsichtige Schließen der Frontblende die letzten Zentimeter von selbst in das Modul gesteckt und dockt daraufhin an die SATA-Kontakte an. Entkoppelt werden die Laufwerke selber dabei aber nicht, denn diese liegen innerhalb des Moduls auf einer metallischen Schiene auf.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Leider mussten wir hierbei eine kleine Schwäche der Hot-Swap Module feststellen: Damit die Festplatten im Modul in der Vertikalen einen sicheren Halt haben, werden jene mit kleinen Federn in Position gehalten. Bei Laufwerken wie dem unseren im Test, welches ein nicht durchgehendes Gehäuse aufweist, kommt es beim Einschub an der jeweiligen Halteklammer zu dessen Verbiegung. Hier mussten wir zum späteren Entfernen des Laufwerks zunächst mithilfe einer Zange die verbogene Spannfeder entfernen, erst danach gab das Modul unsere Festplatte wieder frei.
Ein weiteres Problem ist, dass die Laufwerke, welche in den Hot-Swap Modulen verbaut sind, nicht in den Genuss der Kühlung durch den Front-Lüfter kommen. Damit sind die Module nicht für sehr schnell drehende Festplatten mit dementsprechend hoher Abwärme geeignet. Zugleich unterstützen diese Module keine 2,5"-Varianten – SSDs fallen damit leider auch flach. Jene lassen sich jedoch in den anderen Festplattenmodulen bequem verbauen.

Um zu verstehen, warum gerade bei Festplatten eine ordnungsgemäße Kühlung nicht zu unterschätzen ist und damit zugleich die effektive Lebensdauer der Laufwerke beeinträchtigt werden kann, empfiehlt sich die Google-Studie über die Ausfallraten von Festplatten zu lesen. Knapp zusammengefasst kann man sagen, dass sich Festplatten im Bereich zwischen 30-40°C am wohlsten fühlen. Gerade ohne aktive Kühlung und durch Mehrfachbestückung vieler Laufwerke eng übereinander kann diese Temperatur schnell den empfohlenen Bereich verlassen - was sich laut der Studie auf die Lebensdauer der Laufwerke niederschlägt und diese stark verringern kann.


Bild vergrößern


Der Einbau des DVD-Laufwerkes gehört zu den ebenfalls sehr einfachen Abläufen. Hier muss lediglich die Frontblende entfernt, das Laufwerk eingeschoben und mit dem Arretierungssystem durch Tippen auf das Cooler Master-Logo am entsprechenden Slot die Haltepins in das Laufwerk eingeführt werden, welche dieses dann auch ordentlich im Gehäuse festhalten.


Bild vergrößern Bild vergrößern



Lüfter/Lüftersteuerung/Wasserkühlung

Damit sich die Komponenten nicht fühlen wie in einer Sauna, verfügt das Cosmos II ab Werk über fünf vormontierte Lüfter. Ein 200 mm LED-Lüfter mit maximal 700 U/min bläst frische Luft ins Gehäuseinnere, während der 120 mm Lüfter im Deckel sowie der nochmal größere 140 mm im Heck, die erwärmte Luft wieder nach draußen befördern sollen. Beide drehen mit 1200 Umdrehungen. Das untere Festplattenmodul beherbergt gleich zwei 120 mm-Lüfter die alleinig für die Kühlung der darin befindlichen Laufwerke zuständig sind und eigentlich keinen Kontakt mit dem generellen Luftstrom haben, da hierbei die Luft durch die eine Seitenwand an- und durch die andere Seitenwand wieder abgegeben wird. Auch diese drehen mit flotten 1200 U/min.

Wem das alles aber noch nicht reicht, der kann durch das Entfernen der Deckelverkleidung wahlweise zwei weitere 120 mm-Kollegen einsetzen oder diese alternativ durch zwei 140 mm- bzw. einem 200 mm-Lüfter austauschen. Der Lüfter in der Front kann noch zusätzlich durch einen 140 mm-Pendant im Halterahmen darunter erweitert werden.


Bild vergrößern Bild vergrößern


Der Lüfter im Heck kann natürlich auch durch eine 120 mm-Variante ausgetauscht werden, was allerdings nicht wirklich Sinn macht. Wirklich toll hingegen ist, dass man noch zwei weitere 120 mm-Lüfter in der Seitentür montieren kann. Entsprechende Bohrungen sind bereits vorhanden.

Das Staub keine Chance hat zeigt die Tatsache, dass alle Öffnungen mit entnehmbaren Staubschutzfiltern ausgestattet sind und sich diese dadurch natürlich sehr angenehm reinigen lassen.


Lüftersteuerung:

Nun gehen wir nochmal auf das bereits auf Seite 3 angesprochene Front-Panel ein: Dieses Panel kann insgesamt zehn Lüfter in vier einzeln regulierbaren Kanälen in drei Drehzahlvarianten ansteuern. Dabei stehen dem Nutzer die fest vorgegebenen Kanäle Front, Top, HDD und GPU zur Verfügung. Gestaltet ist diese Lüftersteuerung mit Folienschaltern, welche sich lediglich zur Mitte gerichtet, also zum Power-Schalter gezeigt, drücken und damit betätigen lassen. Hierbei werden die drei Drehzahlprofile jeweils durch eine andersfarbige LED dargestellt. Die Farbe Rot steht zum Beispiel für die maximale Drehzahl der Lüfter entsprechend ihrer technischen Spezifikationen. Für den mittleren Drehzahlbereich signalisiert die Farbe Lila und für den Silent-Betrieb die Farbe Blau das jeweils ausgewählte Profil. Beim Umschalten in einen anderen Modi ändert sich die Drehzahl der Lüfter nicht sprungartig, sondern wird mit leichter Verzögerung durch langsames Ansteigen oder Herabsenken der Lüftergeschwindigkeit ausgeführt. Dabei leuchtet die jeweilige Kanal-LED so lange deutlich heller als die anderen, bis die ausgewählte Umdrehungszahl der Lüfter erreicht ist. Der Druckpunkt der Taster ist ein wenig schwergängig und bedarf einer kleinen Gewöhnungsphase.

Am Frontpanel gibt es noch einen weiteren Schalter, mit dem sich die LED Lüfter, welche zur Nutzung über einen zusätzlichen 2-Pin-Anschluss zur Spannungsversorgung der LED verfügen müssen, an-bzw. ausschalten lassen. Gerade die Verkabelung aller Lüfter war sehr zeitaufwändig und die Methodik der 2-Pin-Anschlussvariante schränkt die Auswahl der kompatiblen LED-Lüfter natürlich ein. Alternativ wäre hier zum Beispiel die Spectre-Serie von BitFenix zu nennen.


Bild vergrößern Bild vergrößern

Bild vergrößern


In Bereich Lautstärke können alle Lüfter durchweg punkten. Im Modus der mittleren und geringsten Drehzahl waren die Lüfter aus dem System heraus nicht wahrzunehmen. Erst im Volllast-Profil hörte man gerade den 120iger und 140iger-Lüfter, dessen Lautstärke aber zu keiner Zeit als störend empfunden wurde. Der 200 mm-Lüfter in der Front war sogar trotz Volllast mit seinen 700 Umdrehungen/min noch sehr angenehm und ist dabei teilweise nicht von den Geräuschen der Grafikkarte und des Netzteils zu unterscheiden gewesen. Bei keinem Lüfter konnten wir Lagerschleifen, Klackern oder ähnliche Abnormalitäten feststellen. Sehr saubere Arbeit, CM!


Wasserkühlung:

Wer eine Wasserkühlung sein Eigen nennt, kann sich beim Cosmos II wirklich freuen: Im Cosmos besteht die Möglichkeit gleich zwei separate Wasserkühlungskreisläufe zu installieren. So kann zum Beispiel mit den im Lieferumfang enthaltenen Streben anstatt der Festplattenkäfige ein 240 mm Dual-Radiator an dessen Stelle montiert werden. Nach Aussagen einiger User konnten diese sogar einen Tripple-Radiator dort verbauen – allerdings gibt Cooler Master, keine Garantie dass das eigene Modell auch wirklich passt. Auch im Deckel ist genügend Platz um einen 240iger-Kollegen unterzubringen. Durch das enorme Platzangebot im Inneren des Gehäuses erübrigen sich die eventuellen Sorgen einiger Nutzer auch wirklich alles verstauen zu können.

Zusätzlich kann mit den drei gummierten Schlauchdurchlässen kann ganz bequem auch ein externer Radiator realisiert werden.



Temperaturmessung

Damit wir die maximale Temperatur unserer CPU ermitteln konnten, haben wir das System nach einer 30 Minütigen Aufwärmphase mit dem kostenlos verfügbaren Stress-Test-Tool Prime 95 für die Dauer von ebenfalls 30 Minuten ausgelastet. Gewählt wurde an dieser Stelle der Small-FFT-Test, welcher die höchste Verlustleistung erzeugt. Das Tool Aida64 von der Firma FinalWire Ltd. wurde verwendet, um die gemessen Temperaturen zu protokollieren. Zum Schluss haben wir aus den Temperaturmessungen beider Einzelkerne den Mittelwert für die CPU-Temperatur gebildet.

Leider konnten wir in diesem Test unsere Grafikkarte aufgrund eines technischen Defekts nicht auslasten, da dies einen Absturz des Grafikkartentreibers zu Folge hatte und uns zum Testzeitpunkt keine Alternativkarte zur Verfügung stand.

Alle Temperaturmessungen finden einmal mit maximaler Drehzahl (1200 U/Min), als auch mit geringster Drehzahl (500 U/Min) des Front- und Deckellüfters statt. Die niedrigste Drehzahl haben wir mit unserer Lüftersteuerung NZXT Sentry LXE fest eingestellt. Neben dem Netzteil (Gigabyte Superb 720 GE-P610A-C2), sowie dem CPU-Lüfter (Noctua F-P12 - konstant auf 12V laufend) und natürlich den vormontierten Exemplaren befanden sich keine weiteren Lüfter im System. Da heutige Systeme zahlreiche Energiesparfunktionen beherbergen und damit den Stromverbrauch, ergo die Wärmeabgabe im Leerlauf massiv absenken, haben wir auf einen Test im Idle-Modus verzichtet.


Messergebnis:


Auf der Grafik ist sehr schön zu erkennen, dass sich die Temperaturen in einem sehr guten Bereich aufhalten, gerade auch der CPU-Kühler von der kühlen Umgebungsluft profitiert und die Festplatte nicht zu warm wird.








Inhalts-Navigation:


  Druckansicht
 
Wertung ø 9,00
1 Stimme(n)

Seite: 1 2 3 4 5 6
Seitenanfang
nach oben

Kommentiere diesen Artikel...
kommentieren 0 Kommentar(e)
Diese Webseite wird klimaneutral gehostet. Copyright © 2009 - by Tech-Review.de
Seite in 0.10481 Sek. geparst dazu benötigte PHP  MySQL Anfragen.

Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004