Alphacool Heatmaster I & II - Kühlungs-Controller im Vergleichstest
02.02.2012 von Louis Hirschmann
Inhalts-Navigation:
Installation / Bedienung / Sofware - Heatmaster I
Die Software für den Heatmaster I muss erst bei der offiziellen Alphacool-Website heruntergeladen werden, da sich kein optischer Datenträger im Lieferumfang befindet. Der Download sollte auch für User mit einer schwachen Internet-Verbindung kein Problem darstellen, da der komprimierte Ordner nur rund 24 Megabyte groß ist. Nach der Installation ist es ratsam, den Computer neuzustarten und zugleich die Steuereinheit mit dem PC zu verbinden, da der PC die neue Hardware in Verbindung mit der Software nicht erkennen könnte. Die Verbindung mit dem Rechner erledigt der Controller dann von selbst.
Die Bedienoberfläche wirkt Anfangs etwas verspielt und unübersichtlich, dennoch gewöhnt man sich schnell daran. Ein Großteil der Funktionen kann per Drag and Drop bedient werden, was sehr fix und einfach geht. Leider ist nicht alles auf diese Weise steuerbar - Lüfterdrehzahlen, diverse PWM-Frequenzen und sonstige Werte müssen per Hand eingegeben werden. Dies muss in einem kleinen Fenster gemacht werden, das nicht vergrößert werden kann, um die sehr kleine Schrift besser erkennen zu können.
Die beiliegenden Temperatur Messer werden vom Heatmaster nahezu automatisch erkannt - nach dem Einstecken in die dafür vorgesehenen Buchsen (T1-T5) muss der Steckplatz in dem der Sensor eingesteckt wurde, richtig in dem automatisch erscheinenden Fenster ausgewählt werden. Lüfter, Pumpen und Durchflusssensoren werden hundertprozentig automatisch erkannt. Bei der Verwendung eines Durchflussmessers muss darauf geachtet werden, dass die Impulse pro Liter richtig eingestellt werden, da sonst die Werte verfälscht würden.
Eine Alarm-Funktion ist auch an Board, die bei Ausfall einer Pumpe oder Lüfter, sowohl eine optische als auch eine akustische Warnung ausgeben kann. Um den Warnton hören zu können muss allerdings ein kleiner Lautsprecher angeschlossen werden, der leider nicht mitgeliefert wurde. Für optische Warnmeldungen werden LED's, ebenfalls separat zu erwerben, benötigt. Alternativ kann auch ein Relais ausgelöst werden. Ein Relais schaltet ein oder aus, um beispielsweise eine externe Tischlampe anzuschalten, wenn eine Pumpe ausgefallen ist.
Installation / Bedienung / Sofware - Heatmaster II
Beim Heatmaster II wird ebenfalls vorausgesetzt, die Software auf der Alpahcool Internet-Seite downzuloaden. Nach der erfolgreichen Installation der Software kann man den Controller via USB Kabel mit dem Rechner verbinden. Man sollte aber beachten, dass die Software nicht automatisch mit dem Heatmaster II die Verbindung herstellt. Diesen Schritt muss man leider manuell vornehmen, indem man auf die Schaltfläche "Verbindung herstellen" klickt. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet Alpahcool vorgefertigte Konfigurationspakete an, die Anfängern die Nutzung erleichtern können.
Im Vergleich zum Vorgänger fällt die deutlich weniger verspielte Bedienoberfläche auf. Dadurch wirkt sie auch deutlich übersichtlicher, was das Konfigurieren etwas erleichtert. Jetzt werden in der zweiten Generation die Temperatursensoren, Pumpen und Lüfter automatisch erkannt - das ist sehr zeitsparend, da man kaum zusätzliche Einstellungen vornehmen muss. Beim Durchflussmesser muss natürlich weiterhin darauf geachtet werden, dass die Impulse pro Liter richtig eingegeben werden. Die Lüfterdrehzahl wird sofort automatisch ausgelesen. Zudem kann der Heatmaster II die Mindest- und Maximaldrehzahl des jeweiligen Lüfters ermitteln. Dies funktioniert auch tadellos - die Steuerung probiert nicht ohne Grund verschiedene Einstellungen in einem Zeitraum von bis zu fünf Minuten aus. Ein weiteres Feature, das neu eingeführt wurde, ist die Füllstandskontrolle, die warnt, wenn sich im Ausgleichsbehälter einer Wasserkühlung zu wenig Wasser befindet.
Wie beim Heatmaster der ersten Generation ist auch eine Alarmfunktion zum Schutz der Hardware integriert worden. Diese bietet den gleichen Funktionsumfang wie beim Vorgänger. Ein exklusiveres Extra ist die integrierte Echtzeituhr, durch die der Computer zeitlich mit Hilfe eines Relais angeschaltet werden kann. Doch diese Funktion wird es erst nach einem noch nicht veröffentlichten Softwareupdate geben. Für diese Funktion wird auch die Batterie benötigt, die sich in den auf dem PCB befindlichen Batteriehalter einbauen lässt.
Wie der erste Heatmaster so bietet auch der Nachfolger eine Ansteuerung von jetzt bis zu drei Relais. Bei einem Pumpenausfall kann ein Radio angeschaltet werden, das als akustische Warnung dienen könnte. Eine weitere Neuerung ist der Temperaturvergleich, der für experimentierfreudige Bastler sehr geeignet ist. So kann festgestellt werden, ob es Sinn macht, einen zusätzlichen Radiator zwischen Prozessor und Grafikkarte zu platzieren. Das lässt sich natürlich auch ohne die extra Option feststellen, dennoch ist der direkte Vergleich der Temperaturen deutlich komfortabler.