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  Bretthart: Red Orchestra 2 - Heroes of Stalingrad
Bretthart: Red Orchestra 2 - Heroes of Stalingrad
14.10.2011 von Max Doll





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Technik

Die technische Umsetzung des Ostfront-Shooters hinterlässt anders als die Spielmechanik ein zwiespältiges Bild. Einerseits sorgt die Unreal 3-Engine für ein ordentliches Grundgerüst. Das sorgt für eine insgesamt schöne Innengestaltung der Häuser mit dem ein oder anderen Wow-Effekt, insbesondere aufgrund der liebevollen Details. Weniger schön sind Außenareale, die hinter der eigentlichen Mapgrenze bzw. auf diese zu eintönig werden. Schönen Lichteffekten stehen wiederum hässlicher Rauch und, zumindest auf Entfernung, unschöne Artillerieeinschläge entgegen. Aufgrund der dichten Atmosphäre fallen diese Aspekte aber nicht weiter ins Gewicht. Schlimmer sind die Bugs: Zwar ist Tripwire mit 19 Angestellten ein sehr kleines Studio, trotzdem dürfen Kapitalfehler wie Performanceprobleme gerade mit einer bekannten Engine nicht passieren: Red Orchestra 2 hat teils massive Probleme mit der Auslastung, was gegebenenfalls zu absurd niedrigen Bildraten bei 15-20% Beanspruchung von CPU und/oder Grafikkarte führt. High-End Rechner, die weit über den empfohlenen Systemanforderungen liegen, sind besonders betroffen, können den Fehler gelegentlich aber einfach durch schiere Leistung überspielen – ob es überhaupt Probleme gibt, bleibt Glückssache. Gelegentlich stürzt das Spiel auch einfach ab, ebenfalls unschön aber immerhin noch erträglich. Außerdem in der Liste: Der Absturz des Sound-Treibers sowie mit Karabinern das Reagieren der linken Maustaste erst nach dem zweiten Klick in der Visier-Ansicht. Letzteres tritt nur gelegentlich - meist zur Unzeit - auf und sorgt für ungewollten Frust.


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Interessant auch, dass die Beta von Leistungs-Unbillen nicht geplagt wurde. Abhilfe wollte Tripwire zwar schnell schaffen, was aber nur bedingt gelungen ist. Immerhin kommen in kurzen Abständen Patches, die bislang gröbere Fehler fix beheben konnten und bei vielen Usern die Performance zumindest verbessert haben, bei einigen wieder verschlechtert – momentan fischt der Entwickler offenkundig im Trüben. Außerdem trüben ein paar, wenngleich seltene, Abstürze das Spielbild. Außerdem gingen die Spielerstats gerne in wirre Richtungen. Hier half mittlerweile nach dem Beheben der Fehlerquelle ein kompletter Reset jeglicher Ränge. Fertig ist Red Orchestra also noch nicht ganz.


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Clippingfehler: Manchmal klappt das Sterben nicht


Immerhin hat Tripwire außerdem eine beeindruckende Soundkulisse aufgebaut, die speziell auf Äußerungen der Spielfiguren setzt. Der Verlust der Moral oder das eigene Nachladen wird durch Rufen kommentiert – auch für den Gegner zu hören -, sowie eigene Aktionen, etwa nach dem Erledigen eines Gegners. Selbst, wenn die eigene Spielfigur eine Zeitlang alleine unterwegs war und auf Verbündete trifft, ist das ein „Wie läufts bei euch?“ wert. Extraklasse, vor allem, wenn man die englischen Sprachdateien durch die ebenfalls vorhandenen deutschen bzw. russischen ersetzt und so den Originalsprachen lauscht! Eine Bombastkulisse findet sich bei den Waffensounds allerdings nicht: Basslastige Explosionen bzw. das satte Krachen von Gewehrschüssen wich höheren, trockenen Tönen.


Als Ausgleich gibt es eine aktive Community, vielerlei Lösungsansätze und vor allem eine langfristige Produktpflege: Tripwire verspricht für die Zukunft kostenlosen Content, darunter ein Kooperativer Modus, neue Fahrzeuge, Waffen und dergleichen mehr. Eine vorbildliche Haltung, die insbesondere angesichts des eher niedrigen Produktpreises überrascht. Tripwire gibt sich als kleines Team grundsätzlich eher locker: Die lustig geschriebenen Lizenzbedingungen oder Supporteinträge drücken eine gewisse Nähe zur Community aus.

In Deutschland erscheint Red Orchestra 2 geschnitten. In wie weit ist derzeit unklar - die Verstümmelungseffekte werden aber auf jeden Fall gestrichen, Blut vermutlich ebenso. Allerdings weist Tripwire selbst auf die Möglichkeit hin, einen ausländischen CD-Key etwa über einen Proxy-Server zu erwerben, da die speziellen Keys der deutschen Version nur beim Kauf anhand der IP zugeordnet werden.


Optimale Systemanforderungen:
  • OS: Windows XP/Vista/7
  • Processor: Quad Core 2.6 GHz
  • RAM: 3 GB
  • Graphics card: GeForce GTX 260 / Radeon HD 5750 (min. 512 MB)




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