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  Roundup: In-Ears unter 50 Euro
Roundup: In-Ears unter 50 Euro
08.09.2011 von Gordian Hoffmann





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Philips SHN-7500

Die Verpackung repräsentiert das Produkt: Der SHN-7500 wird als Ohrhörer "für Reisen" bezeichnet. Dabei sollen "Hochleistungstreiber" für ordentlichen Klang und viel Zubehör für Komfort sorgen. Und was das Ganze noch toppt, ist die Ausstattung des Philips SHN-7500 mit aktiver Umgebungsgeräuschdämpfung. Dieses Merkmal war bislang nur sehr kostspieligen Modellen vorbehalten. Handelt es sich hierbei also um den perfekten Begleiter auf Reisen, oder nur um ein Marketing-Versprechen ohne Basis?


Grunddaten:
  • Frequenzgang: 40 - 20000 Hz (Herstellerangabe)
  • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 2,1 cm herausstehend (verlängert)
  • Wandler: dynamisch
  • 2 Jahre Garantie


Lieferumfang:
  • Ohrhörer "SHN-7500" mit Active Noise Cancellor
  • Ohrpassstücke in S, M und L
  • Stofftransporttasche
  • Verlängerungskabel für Klinke
  • Adapter von 3,5 mm auf 6,35 mm Klinke
  • Adapter von 3,5 mm Klinke auf 2 x Monoklinke
  • AAA-Akku
  • Anleitung


Die Kabellänge ist aufgrund der besonderen Bau- und Trageweise nicht zu bestimmen gewesen. Von den In-Ears führt ein 28 cm langes Kabel bis zum Nacken. Dort wird es in den stoffüberzogenen Trageriemen für den Active Noise Cancellor geführt, welcher um den Hals getragen wird und in der Länge einstellbar ist. Im Endeffekt werden von Ohren bis Ende des ANCs rund 40 cm gutgemacht. Der große, aber dynamisch geformte Kasten hat unten einen Klinkenanschluss, an den jedes Klinkenkabel gesteckt werden kann und so viel Flexibilität bietet. Das mitgelieferte Anschlusskabel misst nach unserer Messung 1,25 m und ist damit ein wenig länger als der Hersteller es angibt. In beiden Fällen bedeutet das Bewegungsfreiheit - der Verlust an Klangqualität ist immer noch marginal, trotz vieler Anschlüsse und langem Kabel.
Der gerade Klinkenstecker am Ende der Leitung macht einem da schon mehr Kopfschmerzen, denn er benötigt nach oben, damit das Kabel nicht abgeknickt wird, über 2 cm Platz - denkt man an große, flache Smartphones, ist das nur noch bedingt hosentaschengeeignet.
Im Lieferumfang befindet sich mehr, als man für 35 Euro erwarten kann: große Tasche, Ohrpassstücke in drei Größen, AAA-Akku zum Betrieb und eine Anleitung. Außerdem sind zwei nützliche Adapter dabei. Einer wandelt die kleine 3,5 mm-Klinke auf die große "Kopfhörer-Klinke" um. Der Andere ist ein sogenannter Flugzeugadapter. Der Grund ist, dass in Flugzeugen mancher Airlines an den Sitzen anstatt einer Stereo-Klinke, wie sie bei eigentlich allen Kopfhörern verbaut ist, zwei Mono-Klinken angebracht sind. Der Adapter erlaubt es also, seinen eigenen Ohrhörer im Flugzeug zu nutzen - praktisch für Reisen, weil man so nicht auf die meist schlechter klingenden oder passenden Ohrhörer im Flugzeug zurückgreifen muss.

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Optik und Verarbeitung:

In diesem Kapitel wollen wir weder loben noch tadeln. Am dunkelsten ist das Modell an den Ohrhörern, wo sie fast schwarz sind. Im hellsten Ton gehalten ist die ANC-Steuerung, welche an weiß heranreicht. Der Rest ist in gedeckten Grautönen gehalten, was schlicht wirkt und nicht als etwas Besonderes empfunden wird. Oft soll es das aber auch nicht. Anzumerken ist noch, dass der ganze Anblick durch Halsband und etwas klobige ANC-Steuerung natürlich nicht so elegant wirkt, wie ein schlichter Knopf im Ohr.
Die Zusammensetzung der Kunststoffe ist ordentlich erfolgt, es gibt keinen störenden Beigeschmack, Bestleistungen haben wir aber für 34 Euro auch nicht vorausgesetzt. So hakelt der An/Aus-Schalter für die Geräuschunterdrückung etwas und auch der Lautstärkeregler könnte sich besser anfühlen.


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Praxis:

Insgesamt stellte sich die Geräuschunterdrückung gleichermaßen als Laster und Helfer heraus. Das roblem, das dieses "Additum" mitbringt sind der Platzverbrauch und das hohe Eigengewicht. Philips hat alles Mögliche gemacht, um den Komfort zu steigern, von mit Stoff umzogenem Halsband bis zu möglichst geringem Gewicht. Dennoch kann der Komfort nicht an den der angenehmen konventionellen Modelle heranreichen. Und für sportliche Aktivitäten wird auch kaum jemand ANC brauchen. Was ist nun aber die schon so oft angesprochene aktive Umgebungsgeräuschdämpfung? Jeder In-Ear hat durch die Abdichtung nach außen eine gewisse Umgebungsgeräuschdämpfung. Die aktive Dämpfung erweitert dies, indem sie die Umgebungsgeräusche für unser Ohr erlöschen will - zumindest ist dies das Ziel. Philips spricht beim SHN-7500 gar schon von 80% weniger Nebengeräuschen.
Die Technik funktioniert, indem ein Mikrofon die Geräusche im Umkreis des Hörers aufnimmt und parallel dazu entsprechende Anti-Schallwellen erzeugt, welche erstere Wellen "aufheben" [s. Bild].

Genau wie Philips es beschreibt, funktioniert diese Dämpfung zwischen 50 und 1500 Hz.
Auf Herz und Nieren getestet wurde die Technik in einem 15 m² großen Raum. Realistische Bedingungen wurden durch ein Gespräch zweier Personen in direkter Nähe und kleinere Geräte wie einem Küchenmixer erzielt. Unser Eindruck war, dass alles gut gedämpft wird. "Gut gedämpft" ist aber der Standard bei In-Ears und der Philips SHN-7500 setzt mit seiner aufwändigen Technik hier nur wenig drauf, aber immerhin etwas. Im Wartesaal vor dem Flugzeug wird sich die Technik bezahlt machen.
Beim Einschalten des ANC ist übrigens für einen Bruchteil einer Sekunde der Ton aus, bis er dann um genau diese Zeit versetzt wieder anspringt. Beim Ausschalten erfolgt der Übergang fließend. Eine zeitliche Verzögerung der Wiedergabe haben wir nicht feststellen können. Klanglich ist es egal, an welcher Position der Schalter steht. Der Lautstärkeregler regelt nicht von Null los, sondern hat auch bei unterster Stellung eine gewisse Lautstärke. Abgesehen von der nicht ganz feinen Einstellung ein gutes Feature.


Klangeindrücke Film:

Sehr gut war die Sprachverständlichkeit. Die Stimmen waren klar zu verstehen, genau wie es sein soll. Die Umgebungsgeräusche gingen dabei nicht unter, wirkten aber ein wenig schwach, vor allem bei den höheren Tönen. Der Bass des Probanden tritt angemessen und wohl dimensioniert auf, wirkt für unseren Geschmack aber nicht tief genug.


Klangeindrücke Musik:

Aufgrund einer wenig aggressiven Abstimmung ist hier entspanntes Hören möglich. Wie schon in den Filmen, werden die Stimmen deutlich transferiert. Den Bass hätten wir gerne gelobt. Er klingt zwar gut, nur deutlich unter 100 Hz muss man ihn leider missen. Hier besteht Nachholbedarf. Die Höhen wurden dargestellt, neutral und zurückhaltend.


Fazit:

Die Disziplin, in der er bis zu diesem Punkt im Round-up siegen muss, hat der Philips SHN-7500 für sich entschieden. Er dämpft die Umgebungsgeräusche besser als die Modelle ohne ANC, kann aber trotzdem unsere Erwartungen an die Technik nicht voll erfüllen. Ein Grund dafür ist auch, dass der Komfort gegenüber vergleichbaren Modellen ohne ANC schlechter ist. Lobend zu erwähnen ist das umfassende Zubehör, bei dem man auf Reisen nichts vermissen wird. Der Klang ist ausgeglichen, aber im tiefen Bassbereich schwach. Die Verständlichkeit von Stimmen und Gesang ist vorbildlich. Der Preis ist bei so viel Features und Zubehör kaum zu glauben. Viele werden aus diesem Grund über die Schwächen hinwegsehen.



  • recht gute Umgebungsgeräuschdämpfung
  • Zubehör
  • Lautstärkeregelung
  • Kabelaufteilung




  • ANC überzeugt nicht voll
  • tiefer Bassbereich



    Links zum Produkt:



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