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  Roundup: In-Ears unter 50 Euro
Roundup: In-Ears unter 50 Euro
08.09.2011 von Gordian Hoffmann





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Philips SHE-9750

Philips wurde vor 120 Jahren gegründet und produzierte von dort an Glühbirnen. Bis heute wurden sowohl Produktionsstätten als auch Portfolio erweitert. In Medizin- und Lichttechnik wäre die Firma mit über 100.000 Mitarbeitern nicht mehr wegzudenken. Die dritte große Sparte aber ist die Unterhaltungselektronik, welche von Fernsehern bis zu Radios reicht. Zu diesem Teil gehört auch der Proband SHE-9750, welchen uns die Holländer neben einigen anderen Modellen freundlicherweise für dieses Round-up geschickt haben.
Den Start macht das Modell mit einem Anschaffungspreis von etwa 30 Euro. Schon für diesen Preis verspricht Philips "absoluten Komfort". Um dies zu erreichen, werden spezielle Gelpads eingesetzt, welche verhindern, dass der harte Kunststoff das Ohr berührt - und sich sogar "an das Ohr anpassen". Zudem behauptet Philips dadurch eine bessere Umgebungsgeräuschabsorbation zu erzielen. Wir können also gespannt sein, was diese alternative Polsterung an Vorteilen und Nachteilen bringt.

Grunddaten:
  • Frequenzgang: 5 - 23500 Hz (Herstellerangabe)
  • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
  • Klinkenstecker: 3,5 mm, gerade, 2,5 cm herausstehend (verlängert)
  • Gesamtkabellänge: 1,26 m (gemessen), symmetrisch
  • Wandler: dynamisch
  • 2 Jahre Garantie
Lieferumfang:
  • Ohrhörer "SHE-9750"
  • Ohrpassstücke in S, M und L
  • Hardcase zur Aufbewahrung
Das Spektrum der Töne soll von 5 bis 23500 Hz reichen. Viel greifbarer für unser Gehirn ist die Kabellänge von 1,26 m, welche sofort als völlig ausreichend empfunden wird. Zum Lieferumfang gehört neben den Ohrpassstücken in üblichen Größen auch ein ordentliches Hardcase, welches Platz für den Ohrhörer und kleineres Zubehör hat, aber ein wenig mehr Aufmerksamkeit beim Hereinlegen der Ohrhörer möchte.

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Optik und Verarbeitung:

Schlicht, einfach, schwarz. Mit der Farbe der Nacht macht man auch heute nichts falsch. Und ein paar dezente Silberelemente schaden auch nicht - altes Konzept, immer wieder bewährt. Lässt man seinen Blick von unten beim goldenen Klinkenstecker starten, sieht man ganz oben an den Ohrhörern nur schwarz, ein paar silberne Stellen unter dem durchsichtigen Silikon folgen. Weder als Hersteller noch als Träger macht man mit diesem schlichten Design etwas falsch.

Verarbeitungstechnisch ist alles im Rahmen. Wir hätten uns dennoch ein etwas dickeres Kabel gewünscht, welches auf Dauer in der Hosentasche schwerer einen Kabelbruch erleidet. Das Silikon wirkt zwar erst zu locker, allerdings ist diese Flexibilität essentiell für die Anpassung im Ohr.


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Praxisgebrauch:

Abgesehen vom bereits früher als brüchig abgestempelten Kabel schlagen sich der SHE-9750 und auch das mitgelieferte Hardcase gut. Das Konzept, durch das Gelpad den Komfort zu steigern, geht großteils auf. Wie so oft benötigen auch die SHE-9750 eine Minute, um sich im Ohr zu setzen. Auch danach spürt man sie noch leicht, weil das weiche Pad recht groß ist. Nach der Aufwärmphase hat sich das Gel zwar ein wenig angepasst, was den Komfort steigert, jedoch nicht ins Unermessliche abhebt, wie man bei seiner Produktbeschreibung fast hätte denken können. Die Pads ermöglichen eine herausragende Stabilität im Ohr, welche die SHE-9750 durchaus für sportliche Aktivitäten geeignet machen. Eine außerordentliche Dämpfung von Geräuschen rund um den Hörer war aber in keiner Situation festzustellen.
Ein Nachteil der Verwendung von Gel ist allerdings die Säuberung. Zwar ist ein Hardcase mitgeliefert, um den Kontakt mit Staub oder Dreck zu minimieren. Das Material zieht aber genau diesen Schmutz magisch an und bindet ihn umgehend auf der klebrigen Oberfläche. Das einzige Mittel, das gut säubert: Wasser. Allerdings muss man bei der Anwendung darauf achten, dass man ein elektronisches Bauteil nicht unter den Wasserhahn halten darf.


Klangeindrücke Film:

Wir wurden durch eine sehr runde Wiedergabe beeindruckt. Bereits für dreißig Euro erhielten wir hier eine tolle Wiedergabe aller Frequenzen. Mitten und Höhen könnten noch einen Hauch feiner sein. Der Bass ist differenziert, aber auch ausgeprägt. Das Volumen der Stimmen und der Katapulte in "Gladiator" haben unsere Erwartungen übertroffen.


Klangeindrücke Musik:

Die Ohrhörer weisen eine ordentliche Wiedergabe in allen Bereichen bei leicht basslastiger Abstimmung auf. Durch den recht kräftigen Bass kommt es zu leichten Vermischungen von tiefen und mittleren Tönen, hier fehlt teilweise eine Unterscheidungsmöglichkeit. Als letzter kleiner Punkt ist noch anzumerken, dass die Höhen etwas spitzer kommen könnten. In manchen Stücken wollen die SHE-9750 die ganz hohen Frequenzen nicht so recht weitergeben. Das restliche Klangbild aber ist überdurchschnittlich. Zu diesem Eindruck gelangen wir besonders durch den tiefen, druckvollen, teils aber etwas brummigen Bass und die feinfühligen Mitten. Die Höhen stimmen bis auf den genannten Aspekt auch.


Fazit

Die Angabe "Absoluter Komfort" passt nicht recht zum SHE-9750. Die großen Gelpads zeigen zwar Funktion, aber sind durch ihren straffen Sitz im Ohr dem Komfort nicht zuträglich - zumindest im Test-Ohr. Stattdessen erzeugen sie exzellente Stabilität. Einen Nachteil hat die alternative Konstruktion außerdem noch: Sie ist Schmutzfänger und schwer zu reinigen.
Wer darüber hinwegsehen kann, erhält Hardcase und auf das Wesentliche beschränkte Kopfhörer. Auf Lautstärkeregelung und Mikrofon wird verzichtet, sodass der Fokus primär auf Klangqualität gelegt werden konnte. Und genau dahin ist das Geld auch geflossen. Denn der Klang ist für diesen Preis wirklich ordentlich, aber nicht unbedingt immer linear. Einen P/L-Award hat sich der Niederländer verdient, am Komfort kann aber aus unserer Sicht noch gearbeitet werden.






  • Preis/Leistung
  • Hardcase
  • Überdurchschnittlicher Klang
  • Stabilität




  • Komfort deutlich schlechter als versprochen


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