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CM Storm SCOUT SGC-2000-KKN1-GP
30.05.2009 - 14:22






Es ist noch gar nicht lange her, da präsentierten wir Ihnen den Testbericht zum CM Storm Sniper aus dem Hause Cooler Master und nun geht diese Geschichte weiter. Cooler Master schickt nun unter dem eigenen Gamer-Brand "CM Storm" den kleinen Bruder des Sniper's ins Rennen um den beliebtesten Tower für Gamer und Hardwareenthusiasten.
Da der Sniper schon ein sehr wuchtiger Tower ist, entschied sich CM nun zu einer weniger dimensionierten Variante.

Im Laufe unserer doch nun schon langjährigen Testerfahrung haben wir schon so einige Tower unter unsere "Testhände" bekommen die mit "tollen Dingen hier" und "super Features dort" geworben haben und letztendlich dann doch enttäuschten.



Dies war jedoch anders beim Sniper-Tower. Dort passte auf Anhieb alles und Sachen die uns werbetechnisch versprochen worden sind entsprachen auch der Wahrheit. Der Sniper konnte mit einem sehr gutem Konzept und toller Verarbeitung sowie Features glänzen. Ob, wie und vor allem was sich außer den Namen beim "kleinen" Scout" im Vergleich zum Sniper-Tower verändert hat, können Sie hier nun auf den folgenden Seiten nachlesen.



Danksagung

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Firma Caseking GmbH für die Bereitstellung des Testsamples.











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Lieferumfang


Der unter Cooler Master's Gamerbrand "CM Storm" geführter Tower, der CM Storm Scout, wurde uns in einem stabilen und stylisch interessanten Karton geliefert.. Durch eine Folie sowie Styropor-Einlagen ist der Scout optimal gegen Außeneinwirkungen beim Transport geschützt.

Im Lieferumfang befinden sich nachfolgende Dinge:

  • CM Storm Scout - Tower
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • Laufwerksschienen
  • Montagematerial
  • ATX-Norm-Skizze zu vereinfachten Positionierung der Mainboardbolzen


Technische Details


  • Maße: 219 x 495,5 x 489 mm (BxHxT)
  • Material: Stahl
  • Gewicht: 8,7 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX
  • Lüfter:
    - 1x 140 mm (Front, Red LED)
    - 1x 140 mm (Deckel)
    - 1x 120 mm (Rückseite, Red LED)
    - 2x 120 mm (Seitenteil, optional)
  • Laufwerksschächte:
    - 5x 5,25 Zoll (extern)
    - 1x 3,5 Zoll (extern, in 5,25 Zoll Schacht)
    - 5x 3,5 Zoll (intern)
    - 1x 2,5 / 1,8 Zoll (intern, im 3,5 Zoll Schacht)
  • Erweiterungsslots: 7+1
  • Netzteil: Standard ATX PS2 / EPS 12V (optional)
  • I/O Panel:
    - 4x USB 2.0
    - 1x eSATA
    - 1x je Audio IN/OUT (HD / AC97)












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Optik und äußere Ausstattung

Direkt beim Auspacken und schon beim Erhalt des Kartons fällt der Größenunterschied direkt ins Auge. Aber nicht nur dies ist schnell bemerkt, sondern schon alleine beim Preis und beim Gewicht haben sich im Vergleich zum Sniper große Veränderungen ergeben.

Der Scout ist mit seinen Anschaffungspreis von 89,90€ im Vergleich zum Sniper, welcher mit 149,90€ zu Buche schlägt, um 40% günstiger. Auch die fast 3Kg Gewichtsersparnis lassen einem bei einem Stahlgehäuse schon an der Qualität des verwendeten Materials zweifeln. Hier können wir Sie aber beruhigen, denn der Tower ist eine Kombination aus Stahlblech- und Kunststoffelementen. Alle sind in einer ausreichenden Materialdicke gefertigt und durch Verstrebungen sehr stabil und verwindungssteif.

Der Tower kommt in einem militärisch wirkenden Äußeren zum Kunden. Anhand der ganzen Kanten und Abschrägungen wird hier eine Art Stealth-Design erkennbar. Der praktische Tragegriff an der Oberseite sticht dem Betrachter sofort ins Auge.

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Auch das I/O-Panel wird dem Anwender ohne Umwege präsentiert und ist zudem gut geordnet. Durch die Positionierung an der Tower-Oberseite ist es gut erreichbar. Enthalten sind hier 4 USB2.0-Ports, einem Power- sowie einen Resetschalter, jeweils eine LED für Power und HDD-Aktivität, einem eSATA-Port sowie ein Headset- und Mikrofonanschluss. Auf eine Lüftersteuerung und einer FireWire-Buchse wurde hier im Vergleich zum Sniper verzichtet. Jedoch wurde auch hier die Möglichkeit in Form eines kleinen Knopfes geschaffen, die LED-Beleuchtung der Lüfter entweder ein- oder auszuschalten.

Direkt über dem I/O-Panel sitzt das CM Storm-Brand-Logo von Cooler Master.

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Dahinter ist der besonders bei LAN-Partys geschätzte Tragegriff angebracht. Damit lässt sich der Tower entweder mit einer oder aber auch mit zwei Händen bequem tragen. Im leeren Tower-Zustand wirkt dieser Einhand-Griff ausreichend stabil - jedoch kann es bei einem vollbepackten, schweren System schon zu beunruhigenden Verbiegungen des Griffes kommen. Daher empfehlen wir im Fall schwerer Komponenten im Gehäuseinneren die Zweihand-Variante zum Transportieren zu verwenden. Der Griff wird das Gewicht zwar tragen können, nur spielt das eigene Wohlbefinden beim Transport ja auch eine entscheidende Rolle. Jeder muss für sich selber Entscheiden wieviel Gewicht man einem Kunststoffgriff zumuten will. Wir empfehlen Ihnen einfach nur bei schweren verbauten Komponenten das Gehäuse bitte mit zwei Händen zu tragen.

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Die komplette Lackierung ist hier in matten Schwarz aufgetragen und zudem Stoßresistent*. Die Rückseite ist wie der gesamte Tower inkl. Innenleben auch in schwarz lackiert und bietet somit gerade für Fans der dunklen Optik eine tolle Basis.
Die Front wurde in einem Meshdesign gefertigt und beherbergt 5x 5,25"-Laufwerksschächte dessen Blenden sich nur durch das Abnehmen der Frontpartie entfernen lassen. Dies geht schraubenlos und ist in weniger als zwei Sekunden erledigt. Einen fetten Pluspunkt erntet der Scout in Punkto Staubschutz. Nicht nur das die Meshelemente durch Ihre Feinmaschigkeit schon alleine für eine Staubbarriere sorgen, nein die Laufwerksblenden sowie der unten befindliche Systemlüfter sind mit einem Staubschutz-Tuch versehen. Bei den Laufwerksblenden lässt sich dieses einfach entnehmen und reinigen. Weniger gut finden wir, dass dieses nicht auch beim Systemlüfter möglich ist. So wird der Staub durch das Meshgitter gesaugt und verfängt sich dann zwischen jenem und dem Staubtuch. Die Reinigung dessen kann daher mühselig sein. Hier wäre es besser gewesen auch dieses Staubtuch entnehmbar zu machen.

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Schauen wir uns die beiden Tower nochmal im direkten Vergleich an so fällt natürlich sehr schnell eine entscheidende Veränderung ins Auge; Der Scout verfügt über ein Seitenfenster, welches direkten Einblick ins Innere des Towers gewährt. Dieses Window ist durch eine Gitterstruktur optisch sehr ansprechend gestaltet.

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Werfen wir aber nun einen Blick ins Innere des CM Storm Scout


* Bei normaltypischer Verwendung










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Innere Ausstattung

Auch im Inneren hat sich im Vergleich zum Sniper einiges verändert. Wenn wir die Seitentür mit den zwei Thumbscrews werkzeuglos geöffnet haben sehen wir direkt erst mal eine Formfaktor-Schablone. Mit dessen Hilfe lassen sich schnell die Abstandsbolzen zur Mainboardmontage an ihrer richtigen Position montieren. Der Scout unterstützt die Mainboard-Formate ATX und Micro-ATX.

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Auch gut zu sehen ist hier die großzügig bemessene Backplate-Hole, welche eine benutzerfreundliche Montage von Kühlern mit einer Backplate ermöglicht, ohne dafür das Mainboard ausbauen zu müssen.
Ebenso ist hier das Kabelmanagement zu erwähnen. Hier hat der Scout leider nicht so Punkten können, denn beim Sniper gab es deutlisch mehr Löcher im Mainboard-Tray die eine saubere Verkabelung erlauben. Der Platz hinter dem Mainboardtray ist ausreichend.

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Als nächstes sticht das Festplattenmodul ins Auge. Hier vermissten wir Anfangs die Einschubrahmen für die Festplatten. Hier hat Cooler Master auf frei montierte Festplattenschienen gesetzt. Diese werden einfach an die Festplatte gesteckt und dann in das Modul geschoben. Gummiringe an den Schienen dienen dabei zugleich als Vibrationsfilter. Im CM Storm Scout finden insgesamt 5 Festplatten Platz. Eine 6. Platte lässt sich bei Verwendung des 3,5"-Rahmens einbauen, welcher im unteren 5,25"-Schacht verbaut ist und eigentlich für das Diskettenlaufwerk gedacht war. Auch lassen sich damit 2,52 sowie 1,8" Laufwerke einbauen. Eine passende 3,5"-Laufwerksblende ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.


Direkt über dem Festplattenmodul ist das Laufwerksmodul für 5,25" Laufwerke, welches mit einem uns noch unbekannt gewesenem Arretierungssystem ausgestattet ist. Die Funktionsweise kennen wir schon lange und von vielen anderen Herstellern. Jedoch hat gerade Cooler Master hier bei uns in Sachen Qualität immer Punkten können. Auch beim Scout-Tower wurden wir nicht enttäuscht. Die Arretierungspins greifen gut in die eingeschobenen Laufwerke und halten diese auch fest. Genau wie beim CM Storm Sniper ist das Arretierungssystem auch nur auf einer Seite angebracht, sodass im Zweifel die Laufwerke auch mit Hilfe von normalen Schrauben auf der anderen Seite fixiert werden können.

Der CM Storm Scout bietet Platz für insgesamt fünf 5,25" Laufwerke oder (bei Verwendung der 3,5" Schiene) für vier 5,25"- und einem 3,5"-Laufwerke.

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Wie auf der vorherigen Seite bereits erwähnt wird das Netzteil am Boden des Gehäuses montiert. Im Lieferumfang befinden sich bei Bedsrf auch noch gummierte Unterlegscheiben, welche dazu dienen sollen entstehende Vibrationen des Netzteils nicht auf die Gehäusestruktur abzugeben.
An der Stelle wo Sie das Netzteil einbauen ist zum Boden hin ein sehr feinmaschiges Meshelement angebracht, welches auch sehr gut gegen Staub ist. CM Storm hat sich hier auch noch was interessantes Einfallen lassen. So kann das Netzteil um 180° gedreht eingebaut werden. So kann der User entscheiden, ob der Netzteillüfter nach unten oder aber zur Hardware gerichtet ist. Dazu notwendige variable Schraublöcher sind vorhanden.

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Der Innenraum ist im Vergleich zum Sniper zwar nicht so geräumig, bietet jedoch ausreichend Platz für die Hardware. Es können Karten bis zu einer Länge von 26cm verbaut werden. Auch eine 8800GT mit Ihrer Länge von 23cm würde hier keine Platzangst bekommen.

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Nun aber ab zum Kühlsystem und dem Praxistest










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Kühlsystem

Genau wie der CM Storm Sniper verfügt der Scout über drei bereits vorinstallierte Lüfter. Zwei davon sind mit roten LEDs ausgestattet. Dies wären einmal der Lüfter in der Front und der Lüfter an der Tower-Rückseite. Diese LED-Beleuchtung lässt sich jedoch über den Schalter am I/O-Panel ein- bzw. ausschalten. Der dritte Lüfter im Deckel des Towers ist ohne LED Beleuchtung.
Zwei weitere Lüfter in der Größe 120mm lassen sich optional im Seitenteil des Gehäuses montieren und sind auch nicht im Lieferumfang enthalten.

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  • Lüfter:
    - 1x 140 mm (Front, Red LED)
    - 1x 140 mm (Deckel)
    - 1x 120 mm (Rückseite, Red LED)
    - 2x 120 mm (Seitenteil, optional)


Unser Testsystem bestand aus:

Motherboard MSI K9N Platinum
CPU/Kühler AMD Athlon64 X2 4200+ EE 2200Mhz 2x512KB Zalman
Grafikkarte PixelView Geforce 6800GS
RAM G.Skill PC2-6400 (400Mhz) F2-8000CL5-2GBPQ - 2x2048MB
HDD 1 x 160GB Samsung HD160JJ 7200rpm sATAII
1 x 500GB WesternDigital Cavier Blue 7200rpm sATAII
Netzteil Be Quiet! 550W
Gehäuse CM Storm Scout
OS Win XP Pro SP3
Treiber DirectX 4.09.00.0904 (DirectX 9.0c)
Bench-/Messsoftware Speedfan zum Auslesen der Temps, SiSoft Sandra 2009 für Burn-In-Test, FurMark zum Auslasten der GPU, Toaster v3.0 zum Auslasten der CPU und Orhtos Prime zum Auslasten von CPU + RAM


Nach einer Anlaufphase von 30 Minuten, einem Burn-IN-Test zum Erhitzen der Komponenten mit anschließender 30 minütiger Pause haben wir dann im Anschluss die Auslastungstest für jede Komponente mit einer jeweiligen Messzeit von 30 Minuten durchgeführt, sowie die Temperaturwerte notiert. Dies alles bei einer Raumtemperatur von ca. 20°C.

Dabei erreichten wir folgende Werte:



Anhand dieses Diagrammes können Sie sehr schön erkennen, dass die Kühlleistung auch unter enormer Belasstung der Komponenten ausreicht um die Temperaturen "im grünen Bereich" zu halten.

Jetzt wird es auch wieder Zeit für ein abschließendes Fazit









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Fazit

Genau wie sein "großer" Bruder (CM Storm Sniper) konnte auch der Scout auf voller Linie überzeugen. Die Qualität und Funktionalität sind, außer kleinen Einschränkungen, wunderbar vom Sniper in den Scout übertragen worden. Somit bleibt uns keine andere Möglichkeit als den Tower mit fast durchweg positiven Bewertungsergebnissen zu beglückwünschen.
Die Optik ist hervorragend, das geringe Gewicht und die dennoch sehr stabile Bauart machen es zum optimalen Gehäuse für LAN-Partys und natürlich sind die innovativen Features wie das qualitativ hochwertige Arretierungssystem nicht zu vergessen.

Der Preis von 89,90 € ist für diesen Tower durchaus gerechtfertigt.


Bewertung:
Gesamtnote (in Schulnoten): 1


  • Verarbeitungsqualität
  • Stabilität
  • Kühlung
  • Material
  • Design
  • LED-Beleuchtung am I/O-Panel abschaltbar
  • Laufruhe der verwendeten Lüfter
  • eSATA-Anschluss im Top-Panel
  • Festplattenmodul mit Vibrationshemmerschienen
  • Wasserkühlungstauglichkeit



  • keine Vorbereitung für externen Radiator
  • bei voller Ausstattung wirkt der 1-Hand-Griff etwas "instabil"


    Awards:



    Links zum Produkt











  • Mario Kramer


    gedruckt am 24.10.2017 - 08:02
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=8223