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Die Cooler Master Nepton 120XL im Test
27.01.2015 - 08:00

Die 1992 gegründete, taiwanische Firma Cooler Master ist eine der beliebtesten Marken für Computergehäuse, Netzteile, Kühler sowie diverser Eingabegeräte. Neben dem Markt für Endverbraucher ist Cooler Master auch im OEM-Bereich für namenhafte Hersteller wie Nvidia und AMD aktiv. Seit dem Erscheinen der ersten Kompaktwasserkühlungen für den heimischen Gebrauch spielt auch dort der Name Cooler Master eine große Rolle. Mit der Seidon- und der Nepton-Serie hat man sich in diesem Bereich etabliert, wobei die Nepton-Kühler bisher nur im 140- bzw. 280-mm-Format verfügbar waren und somit nicht in jedes Computergehäuse passten.
Kompaktwasserkühler erfreuen sich keiner alzu großen Beliebtheit, was oft an den zu lauten Pumpen und Serienlüftern sowie einem schlechteren Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu gleich teuren Luftkühlern liegt.




Seit Mitte November 2014 ist nun auch die Nepton in dem weiter verbreiteten 120- und 240-mm-Formaten erhältlich. Neben der geänderten Größe, wurden auch die Lüfter sowie die Pumpe weiterentwickelt. Einhergehend mit diesen Änderungen verspricht der Hersteller einen leistungsstarken, leisen Kühler. Für euch testen wir heute die Version mit den 120-mm-Radiator, die Cooler Master Nepton 120XL, welche besonders für PC´s mit wenig Platz im Innenraum, einen leisen Betrieb und für das Übertakten kleinerer Prozessoren gedacht sein soll. Ob dieses Versprechen letztendlich aber auch gehalten werden kann und ob die Nepton 120XL eine alternative zu großen Luftkühlern darstellt, erfahrt ihr in unserem Test.



Danksagung

Wir danken der Firma Cooler Master für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.











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Technische Daten und Lieferumfang

Die äußere Verpackung der Cooler Master Nepton 120XL ist sehr schön gestaltet und in den Farben Schwarz und Lila gehalten. Die Produktbezeichnungen sind in einer silbernen Prägeschrift aufgedruckt, was dem Ganzen das gewisse `etwas´ verleiht. Weitere Angaben sowie die technischen Details sind in Weiß gehalten. Neben einer Abbildung der Kompaktwasserkühlung befinden sich auf der Front noch einige wichtige Informationen. Dazu gehören die Wartungsfreiheit, die speziellen Schläuche, die Unterstützung des Intel LGA 2011-3 Sockels und allem anderen voran die fünfjährige Gewährleistung des Herstellers. Neben den technischen Spezifikationen, welche auf der Seite des Kartons zu finden sind, befindet sich auf der Rückseite das Diagramm eines Performancetests, welcher die Nepton 120XL mit der Nepton 240M, einmal mit zwei und einmal mit vier Lüftern bestückt, und dem Intel-Boxed-Kühler vergleicht. Als Testobjekt wurde für diesen Test laut Diagramm ein Intel Core i7 4770k genutzt. Bei 100% Last und 26°C Raumtemperatur soll die Nepton 120XL diesen auf 47°C gekühlt haben.

Öffnet man nun den Karton, fällt einem erst einmal eine aufgeschäumte Folienabdeckung entgegen, welche den Verpackungsinhalt durch Schäden aus Richtung der Front bewahren soll. Das eigentliche Produkt ist von einer Pappeinlage umschlossen, welche alles an Ort und Stelle hält. Zum weiteren Schutz hat Cooler Master die einzelnen Bestandteile noch einmal eingetütet. Die speziellen Schrauben für den Intel LGA 2011-Sockel sind in einer extra beschrifteten Tüte verpackt, das Material, was man bei jedem anderen Sockel benötigt ist unbeschriftet, aber eindeutig dank der Bedienungsanleitung zu identifizieren.

Weiterhin gehört eine Backplate zum Lieferumfang, welche, je nach verwendeter Seite, die Montage auf Intel- oder AMD-Systemen zulässt. Zur Befestigung der Lüfter liegen genug Schrauben bei. Hier wurde auch an beide möglichen Bestückungsarten, mit einem oder zwei Lüftern gedacht.


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Der Lieferumfang der Nepton 120XL lässt an für sich kaum Wünsche offen. Neben der eigentlichen Kühlung samt Pumpe und Radiator, werden zwei Lüfter mit je einem Gummirahmen zur Entkopplung beigelegt, sowie Montagematerial für AMD- und Intel-Sockel. Zum Anschluss der Lüfter gibt es als Bonus noch ein 4-Pin-Y-Kabel dazu, was es uns ermöglicht beide Lüfter an einen Anschluss auf dem Mainboard zu stecken. Die Wärmeleitpaste, welche man noch selber auftragen muss, wird in einer kleinen Spritze geliefert, was den Vorteil hat, dass der übrig gebliebene Rest zur späteren Verwendung länger aufbewahrt werden kann.

Einzig einen Molex-Adapter, um die Pumpe direkt an das Netzteil anschließen zu können, vermissen wir ein wenig. Andere Hersteller legen diesen Centartikel pauschal bei und überlassen somit dem Kunden die Entscheidung über die Anschlussart


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Wer sich die Cooler Master Nepton 120XL gönnt, bekommt eine klassisch schwarz lackierte Kompaktwasserkühlung, welche mit einem Aluminiumradiator und einer Kühlfläche aus Kupfer ausgestattet ist. Unterstützt werden die Sockel 2011-3, 2011, 1366, 1150, 1155, 1156 sowie 775 von Intel und die Sockel FM2+, FM2, FM1, AM3+, AM3 sowie AM2 von AMD.

Samt Ausgleichsbehälter kommt der Radiator auf die Abmessungen 150 mm (Höhe), 190 mm (Breite) und 38 mm (Tiefe). Wird dieser mit den beiden mitgelieferten Lüftern bestückt, erhöht sich die Breite auf 120 mm und die Tiefe auf 88 mm.
Die Lüfter werden über je einen 4-Pin-Anschluss mit dem Mainboard verbunden und über diesen per PWM-Signal in einem Bereich von 800 bis 2400 Umdrehungen in der Minute automatisch geregelt. Für die Minimal- und Maximaldrehzahl gibt Cooler Master eine Lautstärke von 6,5 beziehungsweise 27 dB(A), sowie einen statischen Druck von 0,48 bis 4,8 mmH2O an. Das Fördervolumen ist abhängig von der Drehzahl und bewegt sich in einem Bereich von 28 bis 128 Kubikmetern in der Stunde. Aufgrund des Loop-Dynamic-Lagers garantiert der Hersteller eine mögliche Betriebszeit von 160.000 Stunden. Während des Betriebs laufen die Lüfter mit konstanten 12 V und benötigen dabei gerademal 0,3 A.

Die Lebenserwartung der Pumpe wird mit insgesamt 70.000 Stunden angegeben. Angeschlossen wird diese über einen 3-Pin-Anschluss und optionalem Adapter am Netzteil, oder direkt auf dem Mainboard, wobei man beachten sollte, dass der entsprechende Lüfteranschluss auf dem Mainboard immer auf 100% eingestellt ist. Ausgelegt ist die Pumpe auf den 12-Volt-Betrieb, wobei sie 4,8 W aus der Steckdose zieht.


Modell Cooler Master Nepton 120XL
Gesamtmaße (B x H x T)
Radiator: 119 mm x 150 mm x 38 mm
Pumpe: 69,8 mm x 75 mm x 49,1 mm
Gewicht mit Lüfter
1038 g
Überbaute RAM-Slots (mit Lüfter) 0
Material Radiator Aluminium
Material Kühlfläche Kupfer
Lüfter 2x Silencio FP 120
Anschluss
4-Pin (Lüfter), 3-Pin (Pumpe)
Schlauchlänge 355 mm
Geschwindigkeit Max. 2400 U/Min (Lüfter), Max. 3000 U/Min
Förderleistung 120 l/h
dB [A] 27 @ 2400 U/Min
Besonderheiten Kompaktwasserkühler
Kompatibilität LGA 2011, 1366, 1156, 1155, 1150, 775,  FM1, FM2 (+), AM3 (+), AM2 (+)
Garantie 5 Jahre
Preis ~76 €
Preisvergleich Geizhals Deutschland
Hersteller http://eu.coolermaster.com/de/
  Herstellerangaben


Zusammenfassend können wir sagen, dass der Lieferumfang gut und die Verpackung sehr gelungen ist. Nicht-Enthusiasten, die keinen optionalen Adapter für die Pumpe zu Hause rumliegen haben und auch keinen Steckplatz am Mainboard mehr frei, müssen sich wohl oder übel noch einen nachbestellen, bevor die Kühlung in Betrieb genommen werden kann.





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Der Kühler im Detail

Bei dem Radiator hat sich Cooler Master für ein klassisches, unspektakuläres Modell aus Aluminium entschieden, welches im Sinne der Optik schwarz lackiert wurde. Die Seitenteile sind mit einem weißen Schriftzug versehen und an dem eigentlichen Radiator mithilfe von Nieten befestigt, was uns aufgrund der Stabilität gefällt. Nicht so gelungen ist die Qualität der Lackierung. Diese weißt teilweise im Bereich der Lamellen helle Flecken auf. Sind die Lüfter montiert, ist dies jedoch nicht mehr zu sehen, dennoch muss man sagen ginge es auch besser.


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Als Lüfter werden zwei eigene Modelle beigelegt, welche mit je fünf Lüfterblättern ihren Dienst verrichten. Die Modellbezeichnung A12025-24RB-4BP-F1 führte bei der Recherche zu einer modularen Wasserkühlung von Cooler Master aus dem Jahre 2008. Diese Lüfter besaßen allerdings noch ein anderes Lager und mehr Lüfterblätter. Vertrieben werden diese Lüfter derzeit nur mit den Kompaktwasserkühlungen Nepton 120XL, Nepton 240M und Seidon 120V Ver.2. Die Anschlusskabel sind schwarz und blickdicht gesleeved und lassen sich dank der Länge von 300mm problemlos anschließen. Als zusätzliches Zubehör legt der Hersteller noch ein Y-Adapterkabel bei, welches wie die Anschlusskabel selbst auch gesleeved ist. Des Weiteren findet man im Lieferumfang zwei Entkopplungsrahmen aus Silikon, welche zwischen dem Radiator und den Lüftern montiert werden, um so viele Vibrationen wie möglich zu absorbieren.


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Die Bodenplatte der Kühleinheit besteht aus Kupfer und ist CPU-seitig leicht geriffelt. Mit Hilfe von 12 Schrauben, welche nur von einem Dreieckschraubendreher zu lösen sind, wird die Bodenplatte an dem stählernen Grundgerüst der Pumpeneinheit gehalten. Die äußere Hülle der Pumpeneinheit besteht aus Kunststoff. Auf der Oberseite ist ein transparentes Cooler Master Logo eingelassen, welches von innen mit einer weißen LED beleuchtet wird. Das Kunststoffgehäuse fühlt sich nicht ganz so wertig an, wie einige Metallgehäuse der Konkurrenz, allgemein geht die Verarbeitung aber in Ordnung.

Auch die Schläuche bestehen aus einem Kunststoff und zwar Flourpolymer. Dieses Material vermindert das Verdampfen der Kühlflüssigkeit auf ein Minimum, was der Wartungsfreiheit zugutekommt. Die besondere Form verhindert das Abknicken der Schläuche. Damit wird Beschädigungen vorgebeugt und ein konstanter Durchfluss gewährleistet.


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Die Nepton 120XL von Cooler Master ist eine solide Kompaktwasserkühlung, welche sich Aufgrund des 120mm Radiators und der einfachen Handhabung besonders für Einsteiger eignet. Die Materialwahl ist dem Preis entsprechend angepasst, an der Verarbeitung gibt es dennoch nichts zu meckern. Positiv hervorzuheben ist, dass Cooler Master die Lüfter im Vergleich zum Vorgängermodell verbessert hat. Auch die Schlauchlänge und die Flexibilität selbiger ist sehr gut. Das weiß beleuchtete Firmenlogo auf dem Pumpengehäuse stellt bei PC-Gehäusen mit Sichtfenster einen kleinen Blickfang dar.





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Testumgebung

Unsere Tests wurden auf einem frisch installierten Windows 7 mit den nötigsten Treibern durchgeführt. Belastet wurde die CPU mit Prime95 in der Version 28.5 mit dem Small FFT Test, welcher jeweils 20 Minuten andauerte. Die Temperaturen wurden mit Speedfan ausgelesen und mit HWinfo gegengeprüft. Getestet wurde die Kühlleistung jeweils bei Minimaldrehzahl, 50% und 100%. Die Pumpe lief die ganze Zeit auf voller Kraft, da vom Hersteller auch keine Regelung vorgesehen ist. Weiterhin wurde dabei die Lautstärke mit Hilfe eines Voltcraft SL100 gemessen, welches in 50cm Abstand zum Testsystem aufgebaut wurde.

Der Lautstärketest erfolgte dabei in einem nicht schalltoten Raum, aber ohne Nebengeräusche. Auch das Netzteil arbeitete den gesamten Test über in einem nicht hörbaren Lautstärkebereich und wurde so weit wie möglich vom Messgerät entfernt aufgebaut.


Prozessor:
AMD A10-5800k
Mainboard:

ASRock FM2A85X Extreme-4M

Arbeitsspeicher:
Patriot Viper 3 Black Mamba 2133 Mhz
Festplatte: SanDisk 64GB SSD
Netzteil: be quiet!® Straight Power E9 480W - CM
Betriebssystem: Windows 7 Ultimate 64 Bit
Gehäuse: offen
Wärmeleitpaste: Gelid GC Extreme


Bevor wir mit unseren Testreihen beginnen, muss erst einmal der Kühler montiert werden. Da wir die Cooler Master Nepton 120XL auf einem AMD-System montiert haben, mussten wir erst einmal das Retentionmodul des Mainboards entfernen. Danach wurde die Backplate mit Schrauben bestückt, unter das Mainboard gelegt und von oben mit vier weiteren Schrauben gekontert. Nun müssen nur noch die entsprechenden Halterungen an der Pumpeneinheit montiert werden und schon kann diese mit insgesamt vier gefederten Schrauben aufgesetzt und festgezogen werden.


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Temperaturwerte

Wie bereits erwähnt, haben wir für euch die Ergebnisse bei voller, halber und minimaler Drehzahl ermittelt. Der AMD A10-5800K lief dabei mit den werkseitigen Standartwerten und wurde nicht übertaktet.

Bei voller Auslastung des Prozessors und minimaler Drehzahl der Lüfter, konnte sich die Nepton 120Xl noch vor die Enermax Liqtech 120X auf Platz zwei niederlassen. Der Unterschied zwischen den beiden Kompaktwasserkühlern beträgt dabei 2°C. Dennoch war es der Nepton nicht möglich den 120mm Tower-Luftkühler von Lepa zu überholen, trotz nahezu identischer Minimaldrehzahl. Die gemessene Temperatur von 43°C ist absolut unbedenklich für den Prozessor. Dementsprechend ist ein dauerhafter Betrieb bei geringer Lüfterdrehzahl möglich, den entsprechenden Prozessor vorausgesetzt.




Wird die Geschwindigkeit der Lüfter auf 50%, also circa 1200 Umdrehungen in der Minute, erhöht, rutscht die Nepton auf Platz 3 ab, wobei hier die Differenz zum Tabellenführer nur 2°C beträgt. Mit 39°C beträgt die Differenz zur kleinstmöglichen Lüfterdrehzahl gerade einmal 4°C.




Entfesselt man die volle Kraft der beiden montierten Lüfter, kann man die Temperatur des Prozessors noch einmal um 3°C auf 36°C reduzieren. Zur langsamsten Lüftereinstellung macht das eine Differenz von lediglich 7°C aus. Durch diesen guten Temperaturwert schafft es die Nepton 120XL sich erneut auf Platz zwei zu setzen, gleichauf mit dem Lepa LV12.




Mit den von uns gemessenen Temperaturen können wir sagen, dass Cooler Master mit der Nepton 120XL eine gute Kompaktwasserkühlung gelungen ist. Mit 36°C unter Prozessorvolllast und maximal möglichen Umdrehungen der Lüfter, hat man noch einiges an Reserven übrig um seinem Prozessor auf die Beine zu helfen, also zu übertakten.

Neben der Kühlleistung ist aber auch die Lautstärke ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Kühllösung. Denn was bringt es die Leistungsreserven zu haben, wenn man sie auf Grund der Lautstärke garnicht abrufen möchte? Wie sich in dieser Hinsicht die kleine Wasserkühlung von Cooler Master schlägt, lest ihr auf der nächsten Seite.





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Lautstärke

Vor allem Kompaktwasserkühlungen sind immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, für die erbrachte Kühlleistung zu laut zu sein. Dieser Vorwurf bezieht sich nicht nur auf die sich oft sehr schnell drehenden Lüfter, sondern auch auf die Pumpe.

Die Pumpe, welche konstant bei 12 Volt und dementsprechend 2500 Umdrehungen in der Minute betrieben wurde, war zu keiner Zeit direkt wahr zu nehmen.

Mit einer Lautstärke von 33,7dB(A) sind die Lüfter in einem nicht schalltoten Raum subjektiv nicht direkt wahrzunehmen und zu lokalisieren. Lediglich die Testobjekte mit 120-mm-Turmkühler konnten einen noch niedrigeren Wert erreichen, was aber bei der eigentlichen Hörbarkeit keinen Unterschied macht.




Bei ca. 1200 Umdrehungen in der Minute, also 50% der Leistung steigt die Lautstärke auf 35,1dB(A) an. Dieser Wert wurde selbst von einigen Luftkühlern überboten und ist damit auch als gut einzustufen. Die vergleichbare Liqtech 120X, welche auch mit zwei Lüftern bestückt ist, erreicht bei nahezu identischer Drehzahl eine um knapp 7dB(A) höhere Lautstärke.




Beschleunigt man die beiden Lüfter der Nepton auf die höchstmögliche Umdrehungszahl, erzeugen sie einen Schallpegel, welcher von uns mit 48,6dB(A) gemessen wurde. Entgegen der anderen Kompaktwasserkühlung in unserem Ranking, welche mit 60,2dB(A) gemessen wurde, ist dies ein durchaus positiver Wert. In Bezug auf die Lüftergeschwindigkeit von 2.400 Umdrehungen in der Minute und die damit erbrachte Kühlleistung ist dieser Wert annehmbar, aber bewegt sich auf der Grenze zu einem wirklich störenden Geräuschpegel.




Dass Kompaktwasserkühler aufgrund der im Lieferumfang enthaltenen Lüfter keine Leisetreter sind, ist allgemeinhin bekannt. Dennoch ist es Cooler Master gelungen die Lüfter und die Pumpe insofern zu verbessern, dass der Geräuschpegel sich in einem annehmbaren Rahmen bewegt - solange man die Kühlung nicht per Übertaktung des Prozessors an ihre Grenzen bringt. Mit 33,7 dB(A) ist die Nepton 120XL im Idle nicht zu hören. Nutzer, die es allerdings komplett geräuschlos haben wollen, sollten sich nach einer anderen Alternative umsehen.





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Fazit

Die Cooler Master Nepton 120XL wird von uns als eine gelungene Weiterentwicklung des Vorgängermodells angesehen und genau das soll sie auch sein. Mit überarbeiteten, leiseren Lüftern, einem dezenten Äußeren und einem Preis, welcher mit 76,- € in der unteren Preisklasse für Kompaktwasserkühlungen mitspielt, möchte man beim Kunden Punkten. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt annähernd mit dem von großen Luftkühlern überein, was die Nepton 120XL zu einer Alternative zu selbigen macht und dementsprechend für die Verwendung in kleinen Cases empfohlen werden kann. Unserer Meinung nach ist die Nepton 120XL einen Blick wert, wenn man nicht viel Platz im Gehäuse hat, oder seine ersten Schritte im Bereich der Prozessorübertaktung unternimmt. Mit den enthaltenen Lüftern besitzt man ausreichend Reserven um seiner CPU noch etwas auf die Sprünge zu helfen. Für Silent-PC´s ist diese Kompaktwasserkühlung unserer Meinung nach allerdings nicht geeignet, da sie unter Volllast doch recht laut wird und auch im ausgewogenen Betrieb hörbar ist. Nicht so gut gelunden ist die Lackierung im Lamellenbereich des Radiators. Hier hätte man sauberer arbeiten können, auch wenn die Lamellen von den Lüftern verdeckt werden. Weiterhin vermissen wir den angesprochenen Molex-Adapter für die Pumpe, welcher bei einem Preis von rund 76,- € bestimmt noch in das Budget gepasst hätte.

Alles in Allem ist Cooler Master mit der Nepton 120XL eine gute Kompaktwasserkühlung gelungen. Die Entwicklung geht in die richtige Richtung und wir sind gespannt, was in nächster Zeit in diesem Bereich noch passiert.



  • Einfache Montage
  • Lange, flexible Schläuche
  • Zwei Lüfter für Doppelbestückung beiliegend
  • Sehr leise Pumpe
  • Qualität und Wahl der Lüfter sehr gut



  • Kein Adapter für die Pumpe im Lieferumfang um diese an dem Netzteil anzuschließen
  • Billig wirkendes Plastikgehäuse der Pumpeneinheit
  • Lackierung des Radiators teilweise mangelhaft


    Awards:



    Links zum Produkt





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  • Christian Gäbler


    gedruckt am 24.10.2017 - 08:03
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=16482