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Enermax Platimax 600 Watt - die Effizienzkrone?
06.04.2012 - 08:00

Enermax ist bei vielen Kunden sehr beliebt, was vor allem auf die Netzteile zutrifft. Dabei wird stets auf eine lange Haltbarkeit, sehr niedrige Lautstärke und auf eine bestmögliche Effizienz geachtet. Im Kostenpunkt befanden und befinden sich Produkte aus dem Hause Enermax immer auf einem recht hohen Preisniveau, was sich aber nie als schlecht erwiesen hat, denn diese Geräte hielten immer das, was Enermax versprach. Mit der neuen Platimax Netzteilserie schwimmt die Firma mit dem immer größeren Effizienztrend mit, wodurch eine neue High-End Netzteilreihe entstanden ist.



Nun sind diese zu recht humanen Preisen erhältlich, doch vor ein paar Monaten wurde mit 80 Plus Platin zertifizierten Netzteilen aufgerüstet. Die Effizienz soll sich im Vergleich zu Gold Netzteilen nochmals verbessert haben - der Kaufpreis ist allerdings noch recht hoch, was auch der geringen Konkurrenz zu "verdanken" ist. Die Platimax Serie beinhaltet einen Großteil der teuersten Netzteile, die am Markt zu finden sind, gerade wegen der hohen Effizienz und der hohen Leistungsfähigkeit. Wir sehen uns nun die 600 Watt Version der Enermax Platimax Serie an und werden uns auf der Basis diverser Eindrücke und Messwerte ein Fazit bilden.



Danksagung

Wir danken der Firma Enermax für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Testsamples.









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Spezifikationen und Features

Allgemeine Ausstattungsmerkmale:
  • 80+ Platin Zertifizierung
  • modulares Kabelmanagement
  • gesleevte Kabel
  • Multi-GPU Eignung
  • Multi-Rail-Design
  • japanische Industriekondensatoren
  • FDB-Lager im Lüfter
  • Abmessungen: 150 x 86 x 160 mm

Kabellänge und Kabelstränge:

Das Enermax Platimax in der 600 Watt starken Version kommt mit einem teil-modularem Kabelmanagement daher - teil-modular deswegen, weil der 24 Pin ATX-Stecker und die acht-Pin Prozessorstromversorgung fest am Netzteil angebracht wurden. Alle anderen Leitungen sind modular, dadurch können Kabelstränge individuell gewählt werden. So ist man nicht auf die Vorgaben der Hersteller beschränkt und kann damit seine eigene Kreativität wallen lassen.
Der Anschlussumfang ist mehr wie überdurchschnittlich, denn acht Molex-, und SATA-Stromstecker sieht man in der 600 Watt Klasse sehr selten. Das ist aber lange noch nicht alles: auch die Vielfalt der Stecker ist gelungen, so sprechen auch die einzelnen Kabellängen für sich - 60 cm beim 4+4 Pin Kabel ist eine heftige Ansage an die Konkurrenz. Das Enermax Platimax macht so auch in großen und sehr großen Gehäusen eine gute Figur.




Schutzschaltungen die das Netzteil besitzt:
  • OCP - Überstromschutz
    (Sollte die Last auf den einzelnen Leitungen höher sein als angegeben, schaltet das Netzteil automatisch ab.)

  • OVP - Überspannungsschutz
    (Falls die Spannungen auf den einzelnen Leitungen über einen gewissen Toleranzwert steigen, schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)

  • UVP - Unterspannungsschutz
    (Fallen die Spannungen auf den einzelnen Leitungen unter einen gewissen Toleranzwert, so schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)

  • OPP - Überlastungsschutz
    (Wenn das System mehr Leistung verbraucht, als das Netzteil liefern kann, schaltet es sich ab.)

  • OTP - Überhitzungsschutz
    (Bei Überhitzung einzelner Komponenten schaltet sich das Netzteil automatisch ab.)

  • SCP - Kurzschlussschutz
    (Im Falle eines Kurzschlusses verhindert diese Sicherung eine Beschädigung der Kernkomponenten des Netzteils und der einzelnen Systemkomponenten.)


Mit dieser Anzahl an Schutzschaltungen ist das Netzteil sehr gut aufgestellt.

Leistung:

Mit stolzen 600 Watt auf der 12 Volt Schiene kann das Netzteil 100 Prozent der gelabelten Netzteilleistung liefern. Diese Leistung ist dabei auf drei 12 Volt Schienen verteilt. Je nach Auslastung können diese untereinander so arbeiten, sodass keine der Leitungen überlastet wird. Für die 3,3- und 5-Volt Schiene bleiben dann noch dynamische 100 Watt über. Je nach System wird dann von den 600 Watt auf den 12 Volt-Rails ein Teil der Leistung für die beiden kleineren Schienen abgezwackt. Die Peakleistung wird seitens Enermax mit 660 Watt angegeben, die das Netzteil bei kurzzeitigen Leistungsspitzen bis zu 60 Sekunden liefern kann.


Leistungsverteilung im Überblick:













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Verpackung / Lieferumfang

Wie es bei fast allen Herstellern in diesem Preisbereich üblich ist, legt Enermax auch auf ein ansprechendes Design der Verpackung Wert. Dabei werden alle möglichen Features aufgelistet wie Leistungsangaben und Kabellängen zu den modularen als auch fest installierten Kabelsträngen. Auch die verwendete Twister-Lüftertechnologie wurde mit einem Bild auf anschauliche Art und Weise erklärt.


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Nach dem Aufklappen des Kartons hat man erst einmal eine Vielzahl an grauen Papp-Abdeckungen vor sich liegen - hinter jeder verbirgt sich ein Teil des Lieferumfangs, vergleichen könnte man dies mit einem Adventskalender. Links neben dem Netzteil befindet sich das Kaltgerätekabel, auf rechter Seite die fest montierten Kabelstränge. Vor dem eigentlichen Gerät versammeln sich eine Vielzahl an Zubehörteilen.


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Beim Zubehör knausert Enermax in keinster Weise: modulare Kabelstränge, Schrauben, Klettkabelbinder, ein Enermax-Aufkleber, ein Aludraht, das Handbuch und sogar eine Tasche für übrige Leitungen sind mit an Bord. Der "Aludraht" kann im Bereich der Kaltgerätebuchse installiert werden, dieser verhindert das versehentliche Abrutschen des Stromsteckers. Leider verzichtet Enermax auf Thumb-Screws, um eine werkzeuglose Montage zu ermöglichen.


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Details / Verarbeitung (extern, intern)

Exterieur:

Optisch orientiert sich das Platimax Netzteil sehr an der ebenfalls recht neuen Pro 87+ Serie von Enermax, die mit goldenen Applikationen verschönert wurde. Die Platimax Serie verfügt dabei aber nicht über goldene Akzente, sondern über silbrig glänzende Abdeckungen und Beschriftungen - der Sinn dahinter ist ganz logisch: Das Element Platin ist in der Natur ebenfalls silbrig und die Farbe wurde so auch für das Netzteil übernommen. Die Abmessungen des Netzteils liegen innerhalb der ATX-Norm und besitzen dabei keine Überlänge. Als Lüfter kommt ein 139 mm großes Modell zum Einsatz, der die volle Breite des Netzteils ausnutzt. Ferner verfügt dieser über ein besonders laufruhiges Twister Lüfterlager. Optisch ist das Netzteil ein echter Leckerbissen, doch der große Platimax Schriftzug mit der Krone mag für den ein oder anderen doch etwas zu kitschig sein. Verarbeitungsmängel konnten keine festgestellt werden - der Lack ist durch die raue Oberfläche äußerst robust und wird auch auf lange Sicht sehr beständig bleiben.


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An der hinteren Seite des Netzteils befinden sich die Buchsen für das modulare Kabelmanagement, die zusätzlich beschriftet wurden. Ungewöhnlich ist, dass Enermax auch gleich die einzelnen Pins der Stromausgänge beschriftet hat - nützlich könnte dies für Modder sein, die die einzelnen Kabelstränge selbst Sleeven möchten. Gekennzeichnet wurden auch die fest installierten Kabelstränge, was den ATX 24 Pin- und den EPS acht-Pin Kabelstrang betrifft. Die Qualität des Sleeves ist sehr gut gelungen, das Gewebe sitzt sehr straff und ist dabei extrem blickdicht - der Nachteil daran ist, dass die Flexibilität der Stränge eingeschränkt wird, da sie sich nicht mehr so leicht verformen und zurechtbiegen lassen.


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Interieur:

Enermax ist einer der wenigen "echten" Netzteilhersteller, der seine vermarkteten Netzteile zum Großteil selbst fertigt. Auf den ersten Blick fällt die Platine auf, die nicht wie sonst in dieser Preisklasse schwarz gestaltet wurde - Enermax nutzt hier Pertinax als Platinenmaterial. Trotz 80+ Platin Zertifizierung gebraucht Enermax recht große und dabei auch verhältnismäßig viele Kühlkörper. Enermax möchte dabei ein möglichst niedriges Geräuschniveau erreichen, gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass die Bauteile trotzdem kühl bleiben.


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Die Eingangsfilterung setzt sich aus zwei Y-Kondensatoren und einem X-Kondensator zusammen. Auf der Platine ist ein leeres Feld vorhanden, wo eigentlich der zweite X-Kondensator Platz finden hätte sollen - dieser Steckplatz wurde lediglich mit einem Stück Draht überbrückt, um die Effizienz zu steigern. Auf der Platine finden sich dann noch zwei weitere Y-Kondensatoren, zwei Spulen und ein MOV (Metall-Oxid Varistor). Der MOV dient als passiver Überspannungsschutz, bei erhöhter Eingangsspannung wächst sein Widerstand und fängt somit den Überschuss an Spannung auf.


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Als Primär-Kondensator kommt ein 105°C Modell von Rubycon mit einer Kapazität von 470 Mikrofarad und einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt zum Einsatz. Dieses Modell ist eines der Spitzenklasse und kann sich mit Oberklasse-Kondensatoren aus dem Hause Nippon-Chemicon gleichsetzten.


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Auf der sekundären Seite fallen die beiden DC to DC-Konverter auf, dabei ist einer für die 3,3-Volt- und der andere für die 5-Volt-Schiene zuständig. Die so genannte DC-to-DC Technologie teilt die 12 Volt-Rail in die beiden genannten Spannungskreisläufe für den sekundären Bereich auf. Normalerweise übernehmen Spulen diese Aufgabe, doch mit diesen könnte man die Effizienz nicht so hoch ansetzten. Ansonsten werden im sekundären Kreislauf hochwertige 105 °C spezifizierte Nippon-Chemicon Kondensatoren verbaut.


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Die Lötqualität ist zwar im Vergleich zu diversen Vorserienmodellen deutlich verbessert worden, doch insgesamt lässt sie sich nur als mittelmäßig bezeichnen. Stellenweise wurde einfach zu heiß und mit zu viel Flussmittel gelötet, was sich auf das allgemeine Gesamtbild auswirkt. Kabelenden fallen teils auch etwas zu lang aus, wodurch sie unter Umständen am Boden des Netzteils anstoßen könnten - Enermax teilte uns bereits mit, dass dies bei der nächsten Produktionssachage nicht mehr der Fall sein wird.


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Beim Lüfter setzt Enermax auf ein hauseigenes Modell mit Twister-Lager (ED142512W-DA). Dieses Lager arbeitet ähnlich wie ein FDB-Lager von be quiet!, so sollen Lagergeräusche thepretisch unterbunden werden - ob sich dies bewahrheitet wird sich zeigen.

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Praxis und Handhabung

Einbau und Kabellängen:

Beim Einbau in einen Big Tower (Obsidian 700D) macht das Netzteil eine exzellente Figur. Der ATX 24-Pin Strang reicht wunderbar aus, um ihn geschickt in gewollter Position sichtverdeckt ausrichten zu können. Der 60 cm lange Kabelstrang für die acht-Pin CPU-Stromversorgung reichte gerade so aus um ihn mit dem Mainboard zu verbinden. Gefallen finden die gut verarbeiteten SATA-, sowie Molex-Stromstecker für Laufwerke und sonstige Zusatzgeräte, diese sitzen demnach nicht zu locker oder zu fest. Die Qualität des Sleeves ist überdurchschnittlich gut, äußerst blickdicht und robust - für die hohe Blickdichtigkeit muss allerdings das Sleeve enorm unter Spannung gesetzt werden, wodurch die Kabelstrippen deutlich an Flexibilität verlieren. Leider erschwert dies das Verlegen der Kabel recht deutlich. Das Gehäuse des Netzteils wurde äußerst gut verarbeitet, Spaltmaße stimmen, aber auch der Lack wirkt und ist sehr strapazierfähig.


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Subjektive Einschätzung der Lautstärke:

Auch das niedrige Geräuschlevel ist eine Spezialität von Enermax, die ebenso bei diesem Netzteil sehr gelungen ist. Im IDLE macht sich das Netzteil überhaupt nicht bemerkbar, das Spulenfiepen ist so hochfrequent und leise, dass es für die meisten Leute gar nicht wahrnehmbar sein dürfte. Klar, ein paar Geräusche der bewegten Luft sind logischerweise wahrzunehmen, doch das lässt sich nicht vermeiden. Unter Last wird die Drehzahl des Lüfters zwar etwas hochgeregelt, leise ist es jedoch immer noch. An ein E9-580 Watt Netzteil von be quiet! kommt das Netzteil sehr nahe ran nur das Lager des Lüfters gibt ein kleines Rappeln von sich, wenn man sehr nah an das Netzteil hin geht (circa 2 cm). Unter Lastzuständen gibt das Umspannwerk vereinzelt ein paar mittel- bis hochfrequente Spulengeräusche wieder, die aber im eingebauten Zustand nicht hörbar sind. Faktische Messwerte finden sie auf der nächsten Seite, um subjektive Werte zu untermauern.












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Messungen

Testsystem:



Testmethodik:

Die Messung der Leistungsaufnahme führen wir mit einem Voltcraft Energy Monitor 3000 durch - dabei teilen wir die Messungen in drei Bereiche auf: Windows-Normalbetrieb (IDLE), Auslastungsstufe 1 (Prime 95) und Auslastungsstufe 2 (Prime 95 + Furmark)
Im IDLE Betrieb wird der Stromverbrauch ohne Festplattenaktivität und ohne Ressourcen-fressende Programme gemessen - lediglich die für den Betrieb notwendigen Programme sind offen. In der Auslastungsstufe 1 wird nun vorgegangen wie im IDLE Betrieb, nur dass Prime 95 (im 12 K-Mode) hinzugeschaltet wird. Der Prozessor ist nicht übertaktet, die Spannung wird jedoch auf 1,475 Volt angehoben. In der letzten Auslastungsstufe (2) wird zusätzlich das Programm FurMark aktiviert, das die Grafikkarten zu 99 % belastet. Die Grafikarten werden wie in allen anderen Tests auf 770 MHz (Stock: 750 MHz) übertaktet und mit 1,3 Volt (Stock: 1,26 Volt) versorgt.
Die Spannungen werden mit Hilfe eines Voltcraft VC-120 Messgeräts ausgelesen. Wir ermitteln die Werte in IDLE und in der Auslastungsstufe 2. Die Messung der Spannungs-Ergebnisse in der Auslastungsstufe 1 lohnt sich kaum bis gar nicht, da sich die Werte so gut wie nicht verändern.
Die Lautstärkewerte werden wieder in jedem Szenario ermittelt. Dabei befindet sich das Mikrofon unseres Messgeräts (Voltcraft SL-100) fünfeinhalb Zentimeter von der Lüfternarbe entfernt. Dieser Abstand erscheint zwar anfangs als sehr gering, doch nur so können wir auch bei sehr leisen Netzteilen eindeutige Werte ermitteln. Das Messgerät selbst wurde mit einem Stativ aufgestellt, um Abweichungen durch Bewegungen zu verhindern. Während der Lautstärke-Messung werden alle Lüfter und die Pumpe via einem zentralen Schalter abgestellt. Für diesen Test wird die recht laute Festplatte durch eine lautlose SSD ersetzt. Beim "Lasttest 2" werden die Grafikkarten mit einem Schaumstoffartigen Material umhüllt, um das Geräusch der Spulen auf den Grafikkarten einzudämmen. Um Nebengeräusche zu verhindern, erfolgten die Messungen in einer ruhigen Wohnsiedlung vormittags und in der Nacht.


Leistungsaufnahme:







Wie erwartet setzt das Enermax Platimax neue Maßstäbe in unseren Mess-Diagrammen auf. Dabei kann sich das Netzteil in allen Lastbereichen auf den ersten Platz krönen lassen. Im Vergleich zum E9 580 CM von be quiet!, das 80+ Gold zertifiziert ist, kann sich das Platimax aber nur um wenige Watt entfernen - bei 80+ Bronze zertifizierten Geräten wird der Unterschied aber sehr deutlich. Der Größte Unterschied zwischen dem Platimax und einem Netzteil mit schlechterer Effizienz beläuft sich auf stolze 26 Watt.


Lautstärke:







Subjektiv gesehen, konnte man ein E9 580W vom Platimax kaum auseinander halten. Messwerte machen deutlich, dass sich das Platimax im Idle, sowie in der ersten Auslastungsstufe sehr nah an das E9 von be quiet! heranpirschen kann. Unter Last arbeitet das Platimax sogar etwas leiser, was wohl durch die Vielzahl an massiven Kühlkörpern möglich geworden ist. Leider können wir ihnen aktuell nur sehr wenige Werte zur Verfügung stellen, da wir diese Mess-Kategorie neu eingeführt haben.


Spannungen:







Hier gibt es keine bösen Überraschungen, denn von den jeweiligen Grenzwerten liegen die Messwerte sehr weit entfernt.












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Fazit

Ein Fazit zu fällen ist in diesem Fall relativ schwierig, da das Netzteil alles hat, was ein Gerät in dieser Preisklasse haben sollte. Im Detail stören allerdings ein zwei Kleinigkeiten, die bei einem Kaufpreis von 160€ eher unschön sind. Der Reihe nach: Der Lieferumfang ist Enermax-typisch riesig, da fehlt rein gar nichts. Optisch gesehen macht das Netzteil einen guten Eindruck, gekrönt durch den silbrig glänzenden Netzteildeckel - Robustheit und eine perfekte Verarbeitung sollte in diesem Zusammenhang nicht unter gehen, denn die ist auf Spitzenniveau. Die Elektronik wurde auf dem ersten Blick sehr gut verarbeitet, doch die nur mittelmäßige Lötqualität lässt das Bild trüb werden - das kann Enermax echt besser! Beim Einbau konnte das Produkt mit den sehr langen und vielseitigen Kabelsträngen punkten, auch die Qualität des Sleeves mit dem die Kabel umgeben sind ist erstklassig. Negativ anzumerken sind die äußerst steifen Kabel, die ein perfektes Kabelmanagement im Gehäuse zu einer anstrengenden Aufgabe machen. Der Effizienztest fiel wie erwartet sehr gut aus, was in einer Umgebung von maximal 80+ Gold zertifizierten Netzteilen nicht verwunderlich ist - das Ergebnis kann sich aber trotzdem sehen lassen. Positiv überrascht waren wir vom geringen Lautstärkeniveau, das ein schon sehr leises E9 580W von be quiet! in die Schranken weisen kann. Der Unangenehme Teil der Geschichte ist der extrem hohe Preis, der sich auf stolze 160 Euronen beläuft. Bereits für 120€ bekommt man 80+ Gold Netzteile, mit praktisch gleicher Effizienz. Geeignet ist das Umspannwerk auf jeden Fall für Silentversierte Käufer, die dabei auch ordentlich Power, viel Ausstattung und eine hohe Effizienz wünschen - diese sollten sich aber mit steifen Kabeln abfinden können.



  • perfekte Verarbeitung
  • enorm viel Zubehör
  • extrem leise
  • sehr gute Effizienz
  • Kabelmanagement




  • sehr hohes Preisniveau
  • steife Kabelstränge


    Awards:


    Links zum Produkt






  • Louis Hirschmann


    gedruckt am 24.10.2017 - 08:00
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=14845