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Apples neue iPod Generation im Test
10.10.2010 - 08:00








Schon vor längerer Zeit kündigte der allseits bekannte Hersteller Apple seine neue iPod-Generation an. Mitte September kamen nun die neuen Modelle des kleinen und portablen iPod Shuffle, dem mittlerweile quadratischen und somit auch handlicheren iPod Nano, sowie dem Multimedia Alleskönner iPod Touch.

Auch die neue Serie soll die Vorgängermodelle wieder um einiges übertreffen. Sowohl in Sachen Style, Technik, als auch im Punkt der Handhabung möchte Apple seinen Produkten noch einmal die Krone aufsetzen und schafft es dabei, die Preise der Produkte nochmals zu senken. Ob diese Preissenkung auch Qualitätsverlust zufolge hat, werden wir auf den folgenden Seiten erörtern, denn wir hatten das Vergnügen, die neue iPod Staffel vor Ort testen zu dürfen.



Danksagung

Wir bedanken uns recht herzlich bei Apple für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung der Testsamples.









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iPod Shuffle Überblick

Der iPod Shuffle 4G wirkt unscheinbar. Er kommt in einem schlichten Metallgehäuse daher, welches in verschiedenen Farben erhältlich ist. Darunter Silber, sowie die auffallenderen Farben Pink, Blau, Grün und Gold.

Mit einem Gewicht von nur 12,5 Gramm und den geringen Maßen von 29 x 32 x 9 Millimeter stellt der Winzling wieder die unterste Kategorie der neuen iPods dar.
Dies spiegelt sich auch in der Ausstattung und den Features des Zwergen wieder.



Mit 2 GByte besitzt der Shuffle eine feste Größe. Leider ist in unserem Test nur eine tatsächliche Größe von 1,81 GByte vorhanden. Dies ist unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Voice-Over und Systemdateien auch ein wenig Platz benötigen jedoch nicht verwunderlich.
Andere Varianten mit höherer Kapazität sind nicht vorgesehen.

Das Gehäuse ist aus Aluminium gefertigt und der Steuerknopf besteht aus Plastik, welcher sich aber perfekt in die Oberfläche einfügt und somit eine gute Verarbeitung des MP3-Players abrundet. Die Schieber und Knöpfe an der äußeren Fläche sind zudem ebenfalls aus Aluminium.

Die Rückseite ist mit einer Klammer ausgestattet. Diese Klammer verinnerlicht eine starke Feder, um auch beim Sport für gute Haltbarkeit sorgen soll.











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iPod Shuffle Lieferumfang
Eine schmucke, quadratische Plastikbox beinhaltet den Shuffle, das macht schon mal optisch gut was her.



In Sachen Lieferumfang sieht es recht trist aus. Dem iPod Shuffle liegen ein paar Apple Ohrhörer ohne Kabelfernsteuerung bei, hinzu kommt das 45mm kurze USB Kabel, das PC/Mac mit dem Shuffle verbindet. Einen Apple-Sticker gibt es obendrein, nebst Quick-Start Guide und Produkt Datenblatt.
















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iPod Shuffle im Test


Optik:

Den iPod Shuffle schmückt auf der Rückseite das Herstellerlogo.



Auch sonst kann er durch seine Schlichtheit und den wenigen Tasten, sowie dem fehlenden Display, was hier einen Pluspunkt bringt, überzeugen.




Auch die neue Generation erhält serientypisch einen Klipp, zum befestigen an T-Shirt, Hose, Gürtel etc.



Gehäuse und Design:

Der iPod Shuffle 4G erinnert stark an die 2G Version und kehrt "Back-to-the-roots" - zurück zu den Wurzeln. Das Äußere ist vom rechteckigen Design ins quadratische gewandelt, ansonsten lassen sich Unterschiede nur im Detail erkennen.

An der Oberseite des iPod Shuffles befindet sich die klassische iPod Steuerung aus weißem Plastik mit der man die Titel (Links & Rechts | langer Druck fürs Spulen) und Lautstärke (Oben & Unten) auswählen kann. In der Mitte befindet sich eine runde Taste für die "Play" und "Stopp" Funktionen.

Auf derselben Taste befand sich beim Shuffle 2G noch die "Hold"-Funktion, bei längerem Drücken rastete eine Tastensperre ein. Dies fällt beim neuen Shuffle leider weg und somit schaltet man auch meistens unabsichtlich zurück, wenn man die Klammer auf der Rückseite aufklippen will.

Eine kleine LED an der oberen Kante des Shuffles zeigt den Batteriestatus des iPods an. Links daneben liegt der 3,5 mm Klinkenstecker und auf dem Weg zur rechten Kante liegen die Neuerungen, die der Shuffle 4G mit sich bringt. Zum einen wäre das die "Voice-Over" Taste. Zum Anderen befindet sich rechts außen ein weiterer Schalter, der die Funktionen des Shuffle 2G aufgreift. Anstelle von zwei einzelnen Schaltern für die "On/Off" sowie den "Shufflemodus" und "Linearmodus" Funktionen, wurden diese in einem dreistufigen Schalter vereint.

Funktion:

Der iPod Shuffle kommt voll geladen aus der Verpackung. Laut Apple nimmt ein kompletter Ladevorgang 2 bis 3 Stunden in Anspruch, was wir bestätigen können. Normalerweise reicht es aber auch vollkommen aus, den Shuffle für kürzere Zeit laden zu lassen. Mit dem 45 Millimeter langen USB-Kabel wird der iPod über den Audio-Ausgang, der auch zur Datenübertragung dient, mit dem PC/Mac verbunden. 45 Millimeter, ja wirklich nur 4,5cm, sind relativ knapp bemessen, für Nutzer, die ihren PC/Mac unter dem Schreibtisch stehen haben und dadurch auf unbequeme Weise den iPod mit dem System verbinden müssen.

Per iTunes kann der User Songs und wie beim Vorgänger Playlisten, auf den Shuffle transportieren. Die Genius-Playlist Funktion wird ebenfalls unterstützt.

Größere Titel können per Mausklick komprimiert werden und somit kann der iPod Shuffle bis zu 500 Songs speichern. Auch als USB-Stick ist der kleine MP3-Player nutzbar - in iTunes kann ausgewählt werden, wie viel Speicherplatz für Daten und wie viel Platz für Musik geboten werden soll.

Der Datentransfer geht zu unserem Erstaunen sehr schnell von Statten. Wo wir bei einem iPod Shuffle 2G noch knapp 10 Minuten auf die Fertigstellung des Transfers einer rund 900MB großen Playlist warteten, sind es bei der neuen Version nur rund 5 Minuten.

Eine sehr interessante und gleichwegs sehr gute Neuerung ist die Voice-Over Funktion. Mithilfe der Voice-Over Taste, lässt sich nach voriger Einstellung unter iTunes der derzeit abgespielte Titel von einer netten Stimme in 25 Sprachen ansagen. Bei einem längeren Druck auf die Taste, wechselt der iPod die vorhandene Playlists und sagt diese ebenfalls durch. Das funktioniert erstaunlich gut und man kann schnell zur gewünschten Playlist oder dem gewünschten Lied springen.
Doch noch eine weitere Aufgabe erfüllt die Voice-Over-Funktion: bei doppeltem Druck sagt die Stimme den Batteriestatus durch - praktisch. Somit gleicht der Mini-iPod mithilfe der Voice-Over Funktion fast das fehlende Display aus.

Die Soundqualität des Däumlings überzeugt im Praxistest. Auf gewohnte Apple Art und Weise wummern durch die mitgelieferten Kopfhörer satte Bässe. Die Höhen wirken klar und sind gut definiert. Dennoch sollte man, wenn man den Shuffle überall hinnehmen möchte, auf teurere Kopfhörer setzen denn diese kitzeln nochmal alles aus dem kleinen Teilchen heraus. Dies merkt man sogar mit einem "Sennheiser PC161", was wir hier vor Ort testen konnten. Wer den Shuffle nun in einer Tasche verstauen möchte, kann auch die Apple-Kopfhörer mit Kabelfernbedienung nutzen.

Weitere Anmerkung:

Die Redakteure der auf Apple-Produkte spezialisierten Website iFixit haben den Shuffle wagemutig zerlegt und festgestellt, dass ein winziger Akku mit einer Kapazität von 51 mAh sich im Inneren befindet. Laut Apple reicht eine "Akkuladung" für rund 15 Stunden Beschallung - auch hier macht sich das fehlende Display positiv bemerkbar.












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iPod Shuffle Fazit


Für Apple-Verhältnisse kann der mit 49€ doch recht günstige Shuffle mit klugen Neuerungen in Hinsicht auf die Vorgänger auftrumpfen.
Wie es sich bei Apple verhält, kann man den Shuffle nur mit iTunes befüllen und ist auf das mitgelieferten Zubehör angewiesen.

Die Voice-Over Funktion kann das fehlende Display zum Teil gut ersetzen. MP3s werden in gewohnt guter Qualität wiedergeben. Somit verdient er zurecht den Gold Award und kann auch den Preis-Leistungs Award abräumen.

Ein weiterer Nachteil, der für alle iPods gilt: es kann nur iTunes benutzt werden. Für jemanden der mit Apple nicht viel am Hut hat ist dies schon ein Nachteil, da die eigene Liedersammlung kaum zu gebrauchen ist.


  • Sehr kompakt
  • Lange Akkulaufzeit
  • Relativ günstiger Preis
  • stylisches Aussehen
  • Voice-Over Funktion




  • Wenig Features
  • Kein Display
  • Keine "Hold"-Funktion
  • Sehr kurzes Verbindungskabel
  • NUR mit iTunes nutzbar




    Awards:












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    iPod Nano Überblick


    Die 6G Version des iPod Nano bringt augenscheinliche Veränderungen. Statt des allseits beliebten Klick-Wheels, welches nun komplett wegfällt, schmückt die Vorderseite des Nano nur noch ein 1,54" großes Touch-Display. Erhältlich wird der Nano, der ebenfalls in einem robusten Metallgehäuse steckt, in sieben Farben sein. Dabei sind Grün, Blau, Metallic, Silber, Orange/Gold, Rot und Lila.

    Der neue Nano ist fast quadratisch mit seinen 37,5x41 Millimetern und mit nur 8,78 Millimetern sehr flach. Mit einem Gewicht von nur 21 Gramm fällt er genauso wenig auf, wie der Shuffle.














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    iPod Nano Lieferumfang


    Auch den iPod Nano umhüllt eine Plastikbox von Apple.



    Nebst dem iPod Nano findet man in der Box ein paar Apple-Kopfhörer ohne Kabelfernbedienung, dem Verbindungskabel, sowie den Quick-Start und Produkt Informations Anleitungen.















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    iPod Nano im Test


    Optik:

    Das Herstellerlogo ist auch beim Nano auf der Rückseite zu finden



    Das Display ziert die komplette Front und schaut schmuck aus.




    Die neue Generation des Nano hat sich etwas beim Shuffle abgeguckt. Nun ist der iPod Nano dank Klipp portabler als seine Vorgänger. Egal ob an Hose, Jacke oder wiederum Gürtel - der Nano eignet sich dadurch auch perfekt als Wegbegleiter für den Sport.



    Gehäuse und Design:
    Die Entwickler und Designer von Apple scheinen mit dem neuen iPod Nano einen zweiten iPod Shuffle mit mehr Kapazität und Display und dementsprechenden Features erschaffen zu haben. Weg vom länglichen Design mit Klick-Wheel und 2,22" Display, hin zum "Quadratisch-Praktisch-Gut" Gedanken.

    In der Mitte des iPod Nano prangt das 1,54-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 240x240 Pixeln und einer Punktdichte von 220ppi, welches von Gorilla Glas, einem sehr widerstandsfähigen und hartem Glas, geschützt wird. Sowohl die Ränder des Displays, als auch die Metallkanten des Nano sind fein abgerundet.

    Durch den Akku mit einer Kapazität von 105 mAh wird eine Wiedergabezeit von etwa 24 Stunden erreicht - das sollte auch für längere Reisen ausreichend sein.
    Wenn der Akku dann doch mal leer ist, wird er per 30-Pin-Stecker am USB Kabel mit dem PC/Mac verbunden und innerhalb von drei Stunden wieder aufgeladen. Auch über einen USB-Steckdosenadapter lässt sich der Nano laden.

    Auf der Unterseite des quadratischen MP3-Players befindet sich neben dem 30-Pin-Stecker der 3,5mm Klinkenanschluss für die Soundausgabe.

    Funktionen:

    Der iPod Nano 6G besitzt weiterhin ein FM-Radio, wobei die Kopfhörer als Antenne fungieren.

    In Kooperation mit Nike wurde die "Nike+iPod Fitness-Funktion" implementiert. Da man durch das neue Design den Nano auch z.B. an der Hose festschnallen kann, eignet er sich ebenso für den Sport, wie der Shuffle. Die angesprochene Fitness-Funktion beinhaltet z.B. das Pedometer, welches aufzeichnet, wie viele Schritte man zurück gelegt beziehungsweise wie viele Kalorien man verbrannt hat.

    Ein nettes neues Gimmick ist mit an Bord. In Größe von "Thumbnails" können im Fotobetrachter Bilder angeschaut werden.

    Auch im Nano ist die "Voice-Over" Funktion integriert welche wir beim iPod Shuffle bereits ausgiebig beschrieben haben.

    Für Hörgeschädigte oder den Fall, dass mal eine Seite der Kopfhörer ausfällt, gibt es die "Mono Audio" Funktion. Hierbei kann man beide Audiokanäle auf den verbliebenen oder gewünschten Ohrhörer legen - eine tolle Neuerung.

    Die "White on Black" Funktion erlaubt dem Nutzer einen höheren Kontrast und garantiert eine bessere Lesbarkeit für Menschen mit Sehschwächen. Der Hintergrund kann komplett weiß dargestellt werden, während die Schriften in schwarz erscheinen.

    Durch die Umstrukturierung im Design fallen aber auch viele Features weg. Angesprochen wurde bereits das fehlende Klick-Wheel und auch die Kamera sowie die Aufnahmefunktion (welche nur noch mit einem Headset nutzbar ist) fallen weg. Es sind auch keine eingebauten Lautsprecher oder Video-Wiedergabefunktion vorhanden, das hätte man besser machen können.

    Musikvideos und sogenannte Vodcasts (Video-Podcasts) können zumindest angehört werden. Doch verzichtet der Nano dann auf das komplette Video und zeigt nur noch ein Standbild an. Der iPod Nano besitzt noch einen internen Cache von 65 MB, der es beispielsweise erlaubt, die Radio-Funktion ca. 15 Minuten anzuhalten und zu speichern. Diese 15 Minuten Vorlaufzeit sind dann abhörbar.

    Die Soundqualität des Nano kann überzeugen. Die Mitten klingen ordentlich und auch den Höhen ist sehr angenehm zu lauschen. Wie beim Shuffle wummert auch beim Nano der Bass solide und leistungsstark. Wie wir meinen, lassen sich auch hier mit teureren Kopfhörern noch mehr Details heraushören, doch die mitgelieferten Apple-Kopfhörer machen ihre Sache gut. Mit dem Equalizer kann der Sound quasi ganz nebenbei noch an die eigenen Vorlieben angepasst werden.
    Wenn man die maximale Lautstärke limitieren will, kann man im Menü des Nano zusätzlich noch ein Passwort dafür festlegen.














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    iPod Nano Fazit



    Mit 159€ für den 8GB und 189€ für den 16GB Nano 6G zahlt man schon sehr viel, wenn man bedenkt, dass der Vorgänger des iPod Touch (8GB) inkl. Webbrowser und weiteren Features rund 175€ kostet. Dabei ist der neue Nano augenscheinlich ein iPod Shuffle mit Display, gewürzt mit weiteren Features. Ob diese aber den doch recht happigen Aufpreis wert sind, wagen wir zu bezweifeln. Die Entscheidung, ob das neue Design nun ein Fort- oder ein Rückschritt ist, ist jedem selbst überlassen.


  • Sehr kompakt
  • Lange Akkuhaltbarkeit
  • Viele Farben und gute Optik




  • Für den Preis zu wenig Features
  • Recht teuer
  • Kein Klick-Wheel durch Veränderung am Design




    Awards:















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    iPod Touch Überblick


    Mit dem iPod Touch 4G stellt Apple erneut die High-End Version der iPods vor. Er ist der multimediale Alleskönner - denn er fungiert nicht nur als Musik Wiedergabegerät, sondern auch noch als Handheld (Spielekonsole), Videoplayer, Notizblock und seit der 4G Version auch als (Video-) Kamera.



    Wie die Vorgänger auch, ähnelt der Touch dem iPhone wie ein Apfel dem anderen. Nennenswerte Unterschiede gibt es insofern, dass die Vorderseite, dort wo das mit 960 x 640 Pixel auflösende Display sitzt, von einer Gorilla Glas Schutzscheibe gesichert wird. Die Rückseite ist abermals spiegelglatt poliert und flacher als die des Vorgängers. Insgesamt ist der Touch um 15% dünner und 12% leichter als der Vorgänger. Dies resultiert dann in den kompakten Abmaßen von 5,8 x 11 x 0,7 Zentimeter und einem relativ geringen Gewicht von rund 100 Gramm.











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    iPod Touch Lieferumfang

    Um die Serie auch im Lieferumfang zu komplettieren bekommt der iPod Touch ebenfalls eine Plexiglasbox spendiert.



    Auch beim Touch bekommt man die Apple-Kopfhörer, das USB-Datenkabel, sowie den Quick-Start Guide und das Produkt Datenblatt mit dazu.
















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    iPod Touch im Test


    Optik:
    An der linken Seite des MP3-Players befinden sich die beiden Knöpfe zur Regelung der Lautstärke. Leider berücksichtigt Apple nicht die Wünsche der User nach einem Knopf wie es das iPhone hat, der dort vorübergehen ganz auf "Stumm" stellt.



    An der Oberseite des Touch liegt der Knopf zum Einschalten. Bei längerem Drücken schaltet dieser Knopf den iPod aus. Bei kurzzeitigen drücken von ca. zwei Sekunden versetzt er ihn in den "gesperrten Modus". Nach klicken der Hauptmenü-Taste, auf der Frontseite entriegelt sich dieser Modus wieder. Zudem befindet sich in der Nähe des Powerknopfes noch die eingebaute Kamera in der linken oberen Ecke.



    Neben den zwar ausreichenden aber keinesfalls guten Lautsprechern liegt an der Unterseite noch der Anschluss für das Datenkabel und der 3,5mm Klinkenanschluss.




    Gehäuse und Design:

    Wie in der Einleitung beschrieben gibt es keine drastischen Veränderungen am Design. Die vordere Seite des iPod Touch füllt ein 3,5" MultiTouch-Display, welches mit 960 x 640 Pixeln auflöst und über eine Punktdichte von 326 Pixeln verfügt. Das Display fügt sich optimal abschließend ein und lässt ihn somit, wie aus einem Stück gefertigt, aussehen.

    Mit bis zu 40 Stunden Abspielzeit bei Musik und immerhin 7 Stunden Abspielzeit für Videos besitzt der neue Touch einen recht kräftigen 930 mAh-Akku.

    Wie beim Nano wird dieser über den 30-Pin-USB Kabel mit dem PC/Mac verbunden, zusätzlich kann er auch noch über einen USB-Aufladeadapter geladen werden.




    Funktionen:

    Der voll geladene iPod Touch wird mit der aktuellen IOS-Version 4.1 als Betriebssystem ausgeliefert. Unter der ansehnlichen Schale, steckt der wie beim iPhone 4 genutzte "ARM Cortex-A8 Apple A4" - Rechenchip, jedoch rechnet er statt mit 512MB RAM nur mit 256MB und taktet mit etwa 1 Ghz.

    Apple ermöglicht dennoch, dass auch Leistung fordernde Spiele auf dem Touch problemlos laufen.

    Durch das neue Retina Display, welches auf derselben Technik wie das IPS-Panel des LED Cinema Displays basiert und somit für blickwinkelunabhängige Schärfe und einem Kontrast von 800:1 sorgen soll, erhält der Touch eine sehr sinnvolle Neuerung spendiert. Das Display wurde "Retina-Display" getauft, da es mit 326 dpi mehr Pixel darstellt als das menschliche Auge aus etwa 25-30cm gerade noch erkennen kann.

    Laut mehrerer Berichte im Netz soll das Display des Touch jedoch in Sachen Farbqualität und Blickwinkelunabhängigkeit nicht ganz mit dem iPhone 4 mithalten können. Dennoch kann das Display bei der Darstellung von Apples App's und Musik bzw. Videodateien überzeugen.



    Eine weitere Neuerung die den Touch nun endgültig zum Alleskönner macht, sind die beiden eingebauten Kameras. Eine der beiden ist dem Nutzer für die "FaceTime" Applikation zugewandt. Die andere ist auf der Rückseite angebracht, löst jedoch mit maximal 1280 x 720 Bildpunkten auf. Die Kamera kann ebenfalls in 720p aufnehmen und erstellt so einigermaßen brauchbare Videos. Die Bilder werden für das 3,5" Display des iPods gut bis sehr gut - schaut man sich diese Bilder jedoch auf dem PC/Mac an, lässt die Qualität dann doch zu wünschen übrig. Wenn man allerdings in diversen Situationen mal eine Kamera benötigt, ist sie für Schnappschüsse zu gebrauchen.



    Für unsere Leser haben wir mal an einem sonnigen Tag einen Rundgang durch den Garten gemacht und dabei sowohl ein Video, als auch ein paar Bilder in einem Video dokumentiert.



    Der Touch kann die Rolle eines Mini Tablet PCs übernehmen, zumindest teilweise. Ein bisschen an Umfang fehlt es dem iPod dann doch. Mithilfe des integrierten WLAN-Modul (802.11b/g/n) kann man sich die Apps bequem auf den iPod laden und auch das surfen auf dem iPod geht einigermaßen flott vonstatten. Ein GPS-Modul wäre nett gewesen, fehlt jedoch gänzlich, obwohl eine Navi-Lösung im Menü des Touch zu finden ist.
















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    iPod Touch Fazit

    Das Display und die Eingebaute Kamera zeichnen den neuen iPod Touch aus. Auch Besitzer der vorigen Versionen können mal ein Auge auf die neuen Features werfen. Mit 229€ für die 8GB Version ist er aber nicht gerade ein Schnäppchen. Da man für die 32GB Version schon 299€ bezahlen muss oder gar 399€ für die 64GB Version, sollte man abwägen, ob es nicht schon lohnen würde, sich ein iPhone zuzulegen.

    Rein als MP3-Player inkl. Zusatzfunktionen betrachtet, überzeugt der schon fast als Handheld gleichen Touch und kann auf dem Gebiet zurecht den Editors Choice Award einfahren.


  • Retina Display für noch schärfere Anzeigen
  • Multimedial für so gut wie alles zu haben
  • Viele Features
  • eingebaute (Video-) Kamera
  • Kompakter als der Vorgänger




  • Preis für die 32GB bzw. 64GB Versionen zu hoch
  • leicht zu zerkratzendes Design
  • Fingerabdrücke stark sichtbar
  • Schwache eingebaute Lautsprecher
  • Nur ein Jahr Garantie
  • Kein GPS-Modul



    Awards:

















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    Fazit: Apples neue iPod Generation


    Mit dem iPod Shuffle haben Sie einen treuen Gefährten, der in der U-Bahn, beim Sport oder auf die Arbeit mitgenommen werden kann und durch seine Größe kaum auffällt. Mit 49€ ist er verhältnismäßig günstig und wurde definitiv sinnvoll mit Voice-Over und Playlists ausgestattet.

    Der iPod Nano ist ein anderes Kaliber. Sowohl mit seinen 159€ (8GB) als auch mit den 189€ (16GB) sind die Preise unserer Meinung nach zu hoch angesetzt, dafür, dass es ja eigentlich nur ein Shuffle mit Display ist - radikal zusammengefasst. Ob sich ein Umstieg für die Besitzer der Vorversion lohnt, ist wiederum eine schwere Entscheidung. Ohne Klick-Wheel weicht der Komfort, welcher aber durch das Display wiederum direkt zurückgewonnen wird.

    Statt 229€ (8GB), 299€ (16GB) oder gar 399€ (32GB) für den iPod Touch auszugeben, der zwar mit "Retina"-Display und Kamera daherkommt, empfehlen wir lieber den Kauf einer älteren Version oder gar eines iPhones zu überlegen.

    Apples neue iPod Generation weiß also zu gefallen. Mit klugen Neuerungen setzen sie sich zwar gut in Szene, doch die teils sehr hohen Preise werden wohl viele potentielle Käufer abschrecken.

    Links zum Produkt












  • Kai-Hendrik Schroeder


    gedruckt am 22.09.2017 - 11:50
    http://www.tech-review.de/include.php?path=content/content.php&contentid=10052